Birma "Sie tun nichts"Seite 2/2
Die Generalsjunta zeigt nun aber politische Schläue. Nun erlaubt sie den asiatischen Staaten, die seit dem Wirbelsturm Hilfsflugzeuge nach Rangun geschickt hatten und das Material ohne zu murren an das Militär übergaben, auch Fachpersonal ins Krisengebiet zu schicken. Ärzte und Techniker aus Indien, Thailand, China oder Singapur können nun plötzlich durch die Tür schlüpfen, die westlichen Helfern verschlossen bleiben.
Am Donnerstag setzte das Regime nach. Während viele der zwei Millionen Überlebenden im Irrawaddy-Delta noch immer warten, dass das Regime endlich den größten Teil der Hilfe, der in Rangun ankam, im Irrawaddy-Delta verteilte, war die Bürokratie des Landes offenbar damit beschäftigt, Stimmen auszuzählen. 92,4 Prozent der Birmanen hätten am 10. Mai bei einer Volksabstimmung über eine neue Verfassung ihr „Ja-Wort“ gegeben, verkündete das Regime. Die Wahlbeteiligung habe bei 99 Prozent gelegen.
Das Resultat erstaunt niemand. Schließlich hatten die Behörden schon vor dem Wirbelsturm kräftig manipuliert. Nun droht aber in Rangun der Zorn hoch zu kochen, der seit der Katastrophe durch die Verzweiflung überdeckt war. „Sie tun nichts“, schimpft ein Mann, „sie klauen und sie lügen“. Wer könnte aber dieser Wut eine Stimme geben? Die Führer der Opposition sind entweder hinter Gittern oder mussten ins Ausland flüchten. Die Verzweiflung ist aber seit dem Wirbelsturm gestiegen. Und es ist nicht auszuschließen, dass die Wut des Volks gegen die brutale Junta irgendwann wieder aufbricht.
- Datum 16.05.2008 - 10:39 Uhr
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- Quelle ZEIT online 15.5.2008
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Warum wird hier nicht militärisch eingegriffen und die Militärjunta ein für alle mal vernichtet? Die Antwort ist natürlich wirtschaftlich: China hält seine schützende Hand über die Junta und die westlichen Länder wollen China nicht provozieren. Schließlich wird nach China extrem viel verkauft, da hier in westlichen Ländern die Märkte zunehmend gesättigt sind.Ach ja, da kann der Ban Ki Moon noch so schöne reden halten. Würde ich meine Taschen voll machen, wäre es mir warscheinlich auch egal, dass es einen UN-Sicherheitsrat gibt.
...hat es auch etwas damit zu tun, dass Birma nicht besonders große Ölfelder besitzt. Andererseits finde ich es doch etwas erschreckend, wie Sie Krieg und Gewalt dermaßen gutheißen, ja sogar fordern. Ihre Motive sind zwar edel, aber ich denke, Irak und Afghanistan zeigen doch recht gut, dass bloße Gewalt das Leid steigert, anstatt sie zu lindern. Und auch wenn Birma kein islamisches Land ist, werden irgendwelche Gruppierungen (wahrscheinlich ehemalige Militärs & co) den Kampf gegen die Besatzer fortführen. Selbstmordattentäter gibt es nicht nur im islamischen Raum....
...hat es auch etwas damit zu tun, dass Birma nicht besonders große Ölfelder besitzt. Andererseits finde ich es doch etwas erschreckend, wie Sie Krieg und Gewalt dermaßen gutheißen, ja sogar fordern. Ihre Motive sind zwar edel, aber ich denke, Irak und Afghanistan zeigen doch recht gut, dass bloße Gewalt das Leid steigert, anstatt sie zu lindern. Und auch wenn Birma kein islamisches Land ist, werden irgendwelche Gruppierungen (wahrscheinlich ehemalige Militärs & co) den Kampf gegen die Besatzer fortführen. Selbstmordattentäter gibt es nicht nur im islamischen Raum....
...hat es auch etwas damit zu tun, dass Birma nicht besonders große Ölfelder besitzt. Andererseits finde ich es doch etwas erschreckend, wie Sie Krieg und Gewalt dermaßen gutheißen, ja sogar fordern. Ihre Motive sind zwar edel, aber ich denke, Irak und Afghanistan zeigen doch recht gut, dass bloße Gewalt das Leid steigert, anstatt sie zu lindern. Und auch wenn Birma kein islamisches Land ist, werden irgendwelche Gruppierungen (wahrscheinlich ehemalige Militärs & co) den Kampf gegen die Besatzer fortführen. Selbstmordattentäter gibt es nicht nur im islamischen Raum....
Ich denke Irak und Afghanistan sind nur eingeschraenkt mit Birma zu vergleichen. Vor allem der Irak ist nicht wegen irgendwelchen humanitaeren Gruenden von den USA besatzt worden.Afghanistan ist da schon naeher an Birma dran, aber die Invasion Afghanistans laesst sich wohl direkt auf 9.11. zurueckfuehren. Birma? Nunja da gibt es kein Oel, auch sonst nichts womit sich Geld verdienen laesst. Daher kein Interesse im Westen. (Das war frueher mal anders. Damals hatten die Briten ihr "Protektorat" Birma, aus dem sich ueber die Reisernte Geld pressen liess.)China. Wer Chinas Aussenpolitik kennt, weiss dass China sich einen Dreck um humanitaere Dinge kuemmert. China betreibt reine, kalte Machtpolitik. Ob im Golf von Tonkin (Konflikt mit Vietnam und anderen) oder in Afrika (Mosambique uvm.). In diese Machtpolitik passen die politisch stabilen, leicht zu kontrollierenden Militaers in Birma sehr gut.Die einzigen Staaten, die etwas am Schicksal Birmas aendern koennten, naemlich der Westen und China haben also kein Interesse daran, etwas zu aendern. Indien / Russland sind auf der internationalen Buehne noch nicht praesent / maechtig genug um etwas zu tun.
Ich denke Irak und Afghanistan sind nur eingeschraenkt mit Birma zu vergleichen. Vor allem der Irak ist nicht wegen irgendwelchen humanitaeren Gruenden von den USA besatzt worden.Afghanistan ist da schon naeher an Birma dran, aber die Invasion Afghanistans laesst sich wohl direkt auf 9.11. zurueckfuehren. Birma? Nunja da gibt es kein Oel, auch sonst nichts womit sich Geld verdienen laesst. Daher kein Interesse im Westen. (Das war frueher mal anders. Damals hatten die Briten ihr "Protektorat" Birma, aus dem sich ueber die Reisernte Geld pressen liess.)China. Wer Chinas Aussenpolitik kennt, weiss dass China sich einen Dreck um humanitaere Dinge kuemmert. China betreibt reine, kalte Machtpolitik. Ob im Golf von Tonkin (Konflikt mit Vietnam und anderen) oder in Afrika (Mosambique uvm.). In diese Machtpolitik passen die politisch stabilen, leicht zu kontrollierenden Militaers in Birma sehr gut.Die einzigen Staaten, die etwas am Schicksal Birmas aendern koennten, naemlich der Westen und China haben also kein Interesse daran, etwas zu aendern. Indien / Russland sind auf der internationalen Buehne noch nicht praesent / maechtig genug um etwas zu tun.
In was für einer kranken Welt wir eigentlich leben...Mehr kann ich dazu nicht sagen.
Wie Tyrell schon sagte will sich kein Staat vor China die Blöße geben. Erst recht nicht kurz vor den Olympische Spielen. Die Amerikaner haben ausserdem genug mit ihren derzeitigen Konflikten zu tun als, dass sie sich freiwillig noch einen weiteren aufbürden würden. Es ist echt eine Schande was in dem Land seit Jahren passiert. Es ist ja nicht so als wenn die Situation erst nach dem Hurricane so schlimm wäre. Das geht seit Jahrzehnten so. Die Militärregierung kann dort nach belieben das Internet kappen und das Land von der aussenwelt abschotten. Habe das am eigenen Leib erfahren, als ich Urlaubsreisen nach Burma zusammengestellt habe. Eine kommunitkation mit den Incoming Agenturen war zwischenzeitlich nicht möglich. Auf der einen Seite will das Regieme Touristen im Land haben um Geld zu machen, auf der anderen Seite will es die totale Macht behalten. Die Leben in einer Scheinwelt ähnlich wie in Nordkorea, nur daß die Menschen nicht so stark indoktriniert werden. Sie verstehen schon was dort abgeht, nur haben sie keine Hilfe von außen und müssen sich der Gewalt fügen.
Ich denke Irak und Afghanistan sind nur eingeschraenkt mit Birma zu vergleichen. Vor allem der Irak ist nicht wegen irgendwelchen humanitaeren Gruenden von den USA besatzt worden.Afghanistan ist da schon naeher an Birma dran, aber die Invasion Afghanistans laesst sich wohl direkt auf 9.11. zurueckfuehren. Birma? Nunja da gibt es kein Oel, auch sonst nichts womit sich Geld verdienen laesst. Daher kein Interesse im Westen. (Das war frueher mal anders. Damals hatten die Briten ihr "Protektorat" Birma, aus dem sich ueber die Reisernte Geld pressen liess.)China. Wer Chinas Aussenpolitik kennt, weiss dass China sich einen Dreck um humanitaere Dinge kuemmert. China betreibt reine, kalte Machtpolitik. Ob im Golf von Tonkin (Konflikt mit Vietnam und anderen) oder in Afrika (Mosambique uvm.). In diese Machtpolitik passen die politisch stabilen, leicht zu kontrollierenden Militaers in Birma sehr gut.Die einzigen Staaten, die etwas am Schicksal Birmas aendern koennten, naemlich der Westen und China haben also kein Interesse daran, etwas zu aendern. Indien / Russland sind auf der internationalen Buehne noch nicht praesent / maechtig genug um etwas zu tun.
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