Computerspiele "Kinder suchen Spiele, die zu Ihnen passen"Seite 3/3
ZEIT online:
Was würden sie Eltern raten für den Umgang ihrer Kinder mit Computerspielen?
Salisch:
Eltern müssen wissen, was die Kinder machen und es sich von ihnen erklären lassen. Man wird nicht immer alles genau verstehen, aber es ist wichtig darüber zu reden und dann gegebenenfalls auch ebenso herausfordernde Alternativen vorzuschlagen. Jungen, die in ihren Familien wenig Grenzen gesetzt bekommen, die wenig Begleitung erfahren im Hinblick auf Spieldauer oder Titelauswahl, spielen häufiger Spiele, die nicht ihrer Altersfreigabe entsprechen. Deswegen ist auch die von uns untersuchte Einstiegsphase so interessant, weil man in dieser auf die Geschmacksbildung der Kinder noch gut Einfluss nehmen kann.
Die Fragen stellte Nicola Richter.
- Datum 20.05.2008 - 10:01 Uhr
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Zitat: "Ein Rollenspiel wie "Sims" wird von Jungen und Mädchen gleichermaßen gern gespielt."
"Die Sims" ist weder ein Einzel- noch ein Rollenspiel.
1. Die Sims ist eine Strategie-Spiele-Serie mit einer Unzahl von Updates und Erweiterung.
2. Die Spielmechanik von Sims und der Content sind alles Andere nur kein Rollenspiel. Evt hatte die Psychologin das sogenannte "Rollenspiel" in der Psychology vor Augen wo man in eine andere Persönlichkeit hineinschlüpft. Das ist jedoch auch etwas ganz anderes selbst wenn Sims ein solches wäre.
Bei einem Computerrollenspiel werden fast alle Ereignisse ausgewürfelt (im Englishen "to role") also "gerollt". Sogar die Eigenschaften der Spielfigur werden ausgerollt. Daher kommt der Name Roleplayinggame - Rollenspiel.
"Die Sims" dagegen hat mit solcher Art Roleplaying aber auch rein gar nichts zu tun. Den Sims ist eine "Familien-Managment-Simulation" also eigentlich ein hochkomplexes Strategiespiel. Da nicht wie z.B. bei Schach oder Mühle Runde um Runde gezogen (gespielt) wird, sondern dank moderner Computertechnik alles paralell also in Echtzeit abläuft spricht man auch von einem "Echtzeit-Strategie-Spiel" bei "Die Sims". Das bei Sims nicht geschossen, vernichtet und getötet wird ändert nichts an seiner Zugehörigkeit zum o.g. Genre. Im Übrigen ist "Die Sims" alleine von der Bedienung so komplex das es nicht wie niedlich bezeichnet von "Jungen und Mädchen" gespielt wird, die gucken sich bestenfalls das Intro und das Tutorial an. Eher wird es von "Heranwachsenden" gespielt die schon die Fähigkeit entwickelt haben müssen komplexe Zusammenhänge zu erkennen und Strategien zu entwickeln bei den die Auswirkungen eines Spielzuges sich erst viel später im weiteren Spielverlauf zeigen und manchmal auch irreversibel sind. Allein von da her ist es eigentlich völlig ungeeignet für "Jungen und Mädchen" selbst wenn diese schon in der lage sind es einzuladen und zu starten.
Ich will das jetzt hier nicht weiter vertiefen. Mir kommt es darauf an die Qualität solcher sogenannter "Forschungen" aufzuzeigen. Mir kommen solche Psychologen, die von Computerspielen soviel Ahnung haben wie eine Kuh vom Fliegen und sich dann hinstellen und meinen sie hätten das Problem "erforscht" immer vor, wie Leute die auf eine CD starren und anschließend versuchen eine wissenschaftliche Abhandlung über den musikalischen Inhalt der CD zu schreiben - ohne sie je abgespielt zu haben.
Ganz klar das dabei solche Fehleistung herauskommen wie Ausagen: "Computerspielen würden aggresive machen." Wenn man allerdings beachtet wer überhaupt solche Forschungen bezahlt und welches Interesse dabei verfolgt wird ist jedoch ganz schnell klar wie das Ganze überhaupt zustandekommt. Wenn sich die Forscherin wirklich für das Problem interessieren würde müste sie sich erstmal in die gesamte Spielewelt "einarbeiten". Moderne Computerspiele können Unterhaltung, Kunst, Unterricht oder Literatur sein, ja manchmal sogar alles in einem - je nachdem welche Genre man auswählt.
Wenn ich bei solchen pseudowissenschaftlichen Gewäschartikeln - wie sie ja eigentlich typisch für DIE ZEIT sind - auf solche Stellen wie die oben von mir zitierte stoße, denke ich jedesmal "...ach Schätzchen hättest Du doch besser geschwiegen!"
Wenn sich die Psychologin dafür interessiert die Spiele und ihre möglichen Auswirkungen auf die Spieler so müste sie sich erstmal mit den Spielen, den verschieden Genres und den verschiedenen Communitys die sich daraus ergeben beschäftigen. Sie müste spielen, spielen und spielen und dann nach einer geraumen Zeit kann sie überhaupt Aussagen darüber vorsichtig versuchen zu formulieren. Das dabei immer noch der größte Mist herauskäme läst sich nicht zu 100% verhindern aber die Chance auf ein fundiertes Forschungsergebniss würde steigen.
"Bei einem Computerrollenspiel werden fast alle Ereignisse ausgewürfelt (im Englishen "to role") also "gerollt". Sogar die Eigenschaften der Spielfigur werden ausgerollt. Daher kommt der Name Roleplayinggame - Rollenspiel."Der Begriff Rollenspiele kommt ganz sicher nicht vom Würfeln (was man nur bei einem Teil der Rollenspiele machen muß) sondern vom Annehmen und Darstellen einer Rolle (Räuber und Gendarm als simple und spontane Form). Bei den Rollenspielen auf dem PC tritt das Übernehmen aber klar in den Hintergrund. Die Übernahme der Nutzung des Terminus "Rollenspiel" kommt über die "Pen and Paper Rollenspiel" typischen Narrationen (z.B. Gruppe erlebt in Fantasy Setting Abenteuer) dieser Spiele.Mehr dazu findet sich auf Wikipedia.Die Bezeichnung von Sims als Rollenspiel (im Sinne der klassischen oder PC-Rollenspiele) ist aber wirklich nicht gelungen.Ich verstehe die Aussagen von Salisch eher kritisch gegenüber einer einfachen aggressionsfördernden Wirkung, die Computerspielen oft zugeschrieben wird. In ihrer Langzeituntersuchung (so eine braucht man um einen Wirkungszusammenhang sinnvoll zu untersuchen) stellt sie so einen ja gerade NICHT fest. Das aggressive Kinder und Jugendliche eher aggressive Spiele spielen ist relativ unstrittig. Die Frage ist ob man durch das Spielen aggressiv wird oder sich, da man aggressiv ist, verstärkt für die Spiele interessiert
"Bei einem Computerrollenspiel werden fast alle Ereignisse ausgewürfelt (im Englishen "to role") also "gerollt". Sogar die Eigenschaften der Spielfigur werden ausgerollt. Daher kommt der Name Roleplayinggame - Rollenspiel."Der Begriff Rollenspiele kommt ganz sicher nicht vom Würfeln (was man nur bei einem Teil der Rollenspiele machen muß) sondern vom Annehmen und Darstellen einer Rolle (Räuber und Gendarm als simple und spontane Form). Bei den Rollenspielen auf dem PC tritt das Übernehmen aber klar in den Hintergrund. Die Übernahme der Nutzung des Terminus "Rollenspiel" kommt über die "Pen and Paper Rollenspiel" typischen Narrationen (z.B. Gruppe erlebt in Fantasy Setting Abenteuer) dieser Spiele.Mehr dazu findet sich auf Wikipedia.Die Bezeichnung von Sims als Rollenspiel (im Sinne der klassischen oder PC-Rollenspiele) ist aber wirklich nicht gelungen.Ich verstehe die Aussagen von Salisch eher kritisch gegenüber einer einfachen aggressionsfördernden Wirkung, die Computerspielen oft zugeschrieben wird. In ihrer Langzeituntersuchung (so eine braucht man um einen Wirkungszusammenhang sinnvoll zu untersuchen) stellt sie so einen ja gerade NICHT fest. Das aggressive Kinder und Jugendliche eher aggressive Spiele spielen ist relativ unstrittig. Die Frage ist ob man durch das Spielen aggressiv wird oder sich, da man aggressiv ist, verstärkt für die Spiele interessiert
"Bei einem Computerrollenspiel werden fast alle Ereignisse ausgewürfelt
(im Englishen "to role") also "gerollt". Sogar die Eigenschaften der
Spielfigur werden ausgerollt. Daher kommt der Name Roleplayinggame -
Rollenspiel." (Flagranti)Wenn man schon über die englische Sprache doziert, dann sollte man sich wenigstens die Mühe machen, die Worte noch einmal nachzuschlagen. Das englische role-playing game bezieht sich, wie auch das deutsche Rollenspiel auf die (Theater-)Rolle, die die Spieler annehmen. Dies gilt ebenfalls für Computerrollenspiele. Das Verb "to role" von dem sie hier sprechen gibt es nicht. Was sie meinen ist das Verb "to roll", was in der tat zwar rollen bzw. kullern oder wickeln bedeutet. Nur leider hat es nichts mit dem role-playing zu tun.Das Spiel die Sims ist also sehr wohl auch als Rollenspiel verstehbar. Nach der gängigen Genreeinteilung ist es jedoch ohnehin eher ein Simulationsspiel als ein Strategiespiel.
"Bei einem Computerrollenspiel werden fast alle Ereignisse ausgewürfelt (im Englishen "to role") also "gerollt". Sogar die Eigenschaften der Spielfigur werden ausgerollt. Daher kommt der Name Roleplayinggame - Rollenspiel."Der Begriff Rollenspiele kommt ganz sicher nicht vom Würfeln (was man nur bei einem Teil der Rollenspiele machen muß) sondern vom Annehmen und Darstellen einer Rolle (Räuber und Gendarm als simple und spontane Form). Bei den Rollenspielen auf dem PC tritt das Übernehmen aber klar in den Hintergrund. Die Übernahme der Nutzung des Terminus "Rollenspiel" kommt über die "Pen and Paper Rollenspiel" typischen Narrationen (z.B. Gruppe erlebt in Fantasy Setting Abenteuer) dieser Spiele.Mehr dazu findet sich auf Wikipedia.Die Bezeichnung von Sims als Rollenspiel (im Sinne der klassischen oder PC-Rollenspiele) ist aber wirklich nicht gelungen.Ich verstehe die Aussagen von Salisch eher kritisch gegenüber einer einfachen aggressionsfördernden Wirkung, die Computerspielen oft zugeschrieben wird. In ihrer Langzeituntersuchung (so eine braucht man um einen Wirkungszusammenhang sinnvoll zu untersuchen) stellt sie so einen ja gerade NICHT fest. Das aggressive Kinder und Jugendliche eher aggressive Spiele spielen ist relativ unstrittig. Die Frage ist ob man durch das Spielen aggressiv wird oder sich, da man aggressiv ist, verstärkt für die Spiele interessiert
Es ist mir unverständlich, wie gelder in eine umfangreiche, mehrjährige untersuchung gesteckt werden, und dann, wo's interessant wird, abgebrochen wird. Untersucht wurde nur das verhalten bis ins alter von etwa zwölf. Interessant wäre aber nun herauszufinden, ob und wie sich das verhalten dieser kindern nun im laufe ihres teenagerlebens verändert. Schliesslich sind die jugendkriminellen, von denen immer die rede ist, 14, 15, 16... jahre alt. Meiner meinung nach ist die studie somit herausgeworfenes geld, denn es wird gar nicht erst versucht, wichtige erkenntnisse, wie ob z.B. ballerspiele zur jugendgewalt beitragen, zu erlangen. Schade, da wurde eine echte chance vertan, eine umfassende langzeitstudie zu machen. Die ausrede, dass sich ja das umfeld rasend schnell verändert, ist ein bisschen billig. So schnell gehen veränderungen nun auch nicht (mehr) vonstatten im bereich der computer-, video- und playstation-games.
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