Lateinamerika Reise in ein gespaltenes Land
Auf ihrer südamerikanischen Tour de force besuchte Merkel auch Kolumbien, ein vom Bürgerkrieg schwer erschüttertes Land. Alle Hoffnungen liegen dort auf einem schwierigen Versöhnungsprozess
Es war die politisch schwierigste Station, die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihrer einwöchigen Lateinamerika−Reise nach Kolumbien brachte, einem unter Terror und Drogenanbau leidenden Land. Es ist ein heikles Terrain, Kolumbiens Präsident Álvaro Uribe ist vor allem wegen seines harten Durchgreifens gegen die marxistischen Revolutionären Streitkräfte (FARC) bei seinen lateinamerikanischen Nachbarn heftig unter Beschuss.
Nach wie vor lehnt er Verhandlungen mit den Guerilleros ab, die noch bis zu 3000 Geiseln in ihren Händen haben sollen. Als prominentestes Opfer wartet die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt, die auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, seit mehr als sechs Jahren auf ihre Freilassung. Sie ist das wichtigste Faustpfand der FARC.
"In Kolumbien gibt es keine Guerilla gegen Diktaturen, sondern Terrorismus gegen die Demokratie", sagte Uribe auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel und verteidigte damit seinen Kurs gegen die Rebellen. "Der einzige, der Verbrechen bekämpft, ist der Staat."
Die Kanzlerin wiederum appellierte an die Nachbarländer Kolumbiens, im Kampf gegen den Terror zusammenzustehen. Eine Bemerkung, die die schwierige Lage von Anfang März noch einmal heraufbeschwor. Damals stand der Kontinent vor einem Krieg. Kolumbien hatte mit einem Luftangriff auf ecuadorianischem Territorium FARC−Rebellen getötet. Uribe hatte dem Nachbarland vorgeworfen, die Guerilla im Grenzgebiet zu dulden. Ecuadors Präsident Rafael Correa habe „sehr klare Worte“ gegenüber der FARC gefunden, sagte Merkel jetzt. Man dürfe nicht ein Land gegen ein anderes ausspielen. Die Kanzlerin hatte sich am Rande des EU-Lateinamerikagipfels in Lima mit Correa zu einem Gespräch getroffen.
In Kolumbien würdigte Merkel die Bemühungen des Staates bei der Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen. "Wichtig ist, dass die Menschen wieder Vertrauen in die staatlichen Institutionen gewinnen, "sagte die Kanzlerin, als sie sich in der Generalstaatsanwaltschaft über den Stand der Untersuchungen informierte. „Der Blick in die Zukunft kann nur frei werden“, wenn den Opfern Gerechtigkeit widerfahre.
Die Zahlen sind schockierend. Der Bürgerkrieg hat fast 60.000 Menschen das Leben gekostet. Zehntausende gelten noch als vermisst. 1.220 Massengräber wurden inzwischen ausgehoben und es wurde versucht, die Identität der Toten festzustellen. „Wir wissen genau, dass wir Ihren Mut, den Sie aufbringen, nicht ersetzen können“, sagt Merkel sichtlich beeindruckt über die Schilderungen der Arbeit der Staatsanwälte.
„Fast täglich werden Leichen gefunden“, berichtet etwa der deutsche Staatsanwalt Andreas Forer, der in Bogota arbeitet und die dortige Staatsanwaltschaft bei ihrer Aufklärungsarbeit unterstützt. Meist sind es ehemalige Paramilitärs, die Hinweise auf weitere Gräber geben. Danach kann die kolumbianische Staatsanwaltschaft mit der Spurensuche beginnen. Vertreter fahren in die Dörfer, sprechen mit den Angehörigen und versuchen so, vergangene Verbrechen aufzuklären − der Auftakt für eine mühsame Versöhnung. „Die Menschen haben ein Anrecht darauf, die Wahrheit zu erfahren", sagt Forer.
Das Gesetz über Gerechtigkeit und Frieden aus dem Jahr 2005, ein Programm zur «Demobilisierung der bewaffneten Terroristen» beider Lager, sollte den Weg ebnen. Über 120.000 Anzeigen von Opfern sind inzwischen bei der Staatsanwaltschaft eingegangen. Experten schätzen, dass die Bearbeitung aller Fälle bis zu 90 Jahre dauern wird. Insgesamt haben offiziellen Angaben zufolge 30.000 Kämpfer, überwiegend von paramilitärischen Banden, die Waffen abgegeben. 1.200 von ihnen haben ausgesagt und 300.000 Verbrechen
gestanden.
Auf dem schwierigen Weg der Versöhnung helfen auch so genannte Anhör- oder Zeugenmobile, die Merkel der Staatsanwaltschaft überreichte. Die mit modernster Satellitentechnik ausgerüsteten Pickups sind für den Einsatz in entlegenen Orten bestimmt, so dass auch dort die Opfer per Videokonferenz an den Prozessen teilnehmen können. Viele Frauen schauen dann dem Mörder ihres Mannes oder Sohnes erstmals in die Augen.
- Datum 19.05.2008 - 09:41 Uhr
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Er muss einfach den Kokaanbau legalisieren. Damit ist der FARC die finanzielle Grundlage entzogen und die Geschichte löst sich mittelfristig von alleine im Wohlgefallen auf. In Kolumbien könnte jeder so viel Kokablätter kaufen und damit machen was er will. Wohin das Kokain exportiert wird interessiert dann in Kolumbien niemanden mehr. Sollen doch die Amis und Europäer selber sehen, wie sie mit der Situation umgehen. Ich würde an Uribes stelle jedenfalls keine eigenen Staatsbürger mehr für die verfehlte Drogenpolitik des Westens in den Tod schicken.GrüßeTrenchPS.: Nein, die FARC ist keine tolle kommunistische Freischärlerarmee sondern ein Deckmantel für ein Drogenkartell.
Für Peter Dale Scott einen ehemaligen Diplomat und Anglistik-Professor an der University of California, Berkeley ist der Krieg gegen Drogen ein Vorwand, um den Militärisch-industriellen Komplex zu bedienen und die strategische Versorgung mit Erdöl aus Lateinamerika, vor allem aus Kolumbien, mit militärischen Mitteln zu sichern."Die Drogen, das Öl und der Krieg. Zur Tiefenpolitik der USA"http://www.uni-kassel.de/...http://socrates.berkeley....Ziel der USA ist die Sicherung von Öl sowohl für den eigenen als auch vor fremdem Bedarf, sowohl für die eigene Kriegsmaschine als auch vor fremdem Einsatz. Drogen finanzieren den Kriegs- und Geheimdienstapparat, den eigenen und den der Vasallen, sobald öffentliche Finanzierung sich verbietet. Dem Gegner müssen sie entrissen werden, oder sie werden vernichtet. Kolumbien befindet sich zeitlich gesehen in der Phase, als Rumsfeld Sadaam Hussein noch die Hand schüttelte, also "our son of the bitch" noch kooperierte. Daher befindet sich der Unterdrückungskrieg gegen weite Teile der Bevölkerung noch unterhalb der Eskalationsstufe der heutigen irakischen Situation.Zum Verständnis gehört auch, daß Panama 1903 von Kolumbien abgetrennt wurde und durch die USA dort eine Marionettenregierung errichtet, um den Panamakanal fertigzubauen. Interessante Einsichten bietet der Film "The Panama Deception":http://video.google.de/vi...Man sieht Ronald Reagan, der feststellt, der Kanal gehöre den USA, schließlich hätten sie ihn gekauft. Und man hört aus dem Mund von Bush Senior die gleichen Worte, die Bush Jun. 2003 über Hussein und Irak formuliert hat; Diktator, Wiederherstellen der Demokratie, Freiheit...Nur hieß der Bösewicht damals Noriega.http://de.wikipedia.org/w...Das Langzeitgedächtnis des Internet bietet dem einfachen Bürger heute die Möglichkeit, die westlichen Propagandastrukturen und die Tiefenpolitik der NATO zu erkennen. Machen Sie Gebrauch davon und informieren Sie sich! Der ZEITartikel kratzt nur an der Oberfläche._______________________________________________________
EU: Staatsstreich durch Ermächtigungsvertragsverordnung
http://www.welt.de/welt_p...
Erfreulicherweise ist die Regirung dort kalr das das nur ein Irrweg sein kann, da sie für den langen weg in die Demokratie und die Stabilität die hilfe des Auslandes braucht. Auch hat die Drogenkartelle schon gezeigt das auch legal angebautes Koka immer noch teuer ist als illegal angebautes Koka. Da die Rebellen ja einfach Bauern erpressen könen oder koka ernten gleich gentz stehlen. Solange also das militär nicht in allen Teilen des landes die kontrolle wieder hat ist woh mit eine Legalisirung nur ein Abspalten der wenigern Helfer verbunden die das Land noch hat. Auch erinnern man sich warscheinlich och sehr gut an die amerikanischen flugzeuge die den krieg gegen die Drogen auch schon mal, in der Vergangenheit, mit Kampfeinsätzen gegen koka felder geführt haben und brandbomben abgeworfen haben. So ist die idee das der Westen sich um sein angelegenheiten kümmern soll, wohl eher ein Rückschlag wenn am zugukt wie er sich um siene angelegenheiten im irak und Afganistan kümmert.
Wenn ich mich recht entsinne sind die Hauptproduzenten für synthetische Drogen die Niederlande und Israel. Der Hanfanbau für den legalen Verkauf in Holland wurde bereits erfolgreich nach Norddeutschland verlagert. All diese Dinge sind natürlich illegal aber so richtig darum kümmern tun wir uns auch nicht... Dabei müssten die Amerikaner bei uns garnicht mehr einmarschieren, Deutschland ist ja immernoch besetzt! Ja warum machen die nicht Norddeutschland platt? Vielleicht weil das Drogenthema keinen mehr hinterm Ofen hervorlockt? Es ist Zeit diesen Prohibitionsquatsch zu beenden. Kostet nur Zeit, Geld und Nerven. Wer unbedingt Heroin nehmen möchte soll's halt in Gottes Namen tun. Wir können ihn ja auch nicht davor schützen, aus dem Fenster zu springen. Etwas mehr Glauben an die menschliche Vernunft, bitte!GrüßeTrench
Wenn ich mich recht entsinne sind die Hauptproduzenten für synthetische Drogen die Niederlande und Israel. Der Hanfanbau für den legalen Verkauf in Holland wurde bereits erfolgreich nach Norddeutschland verlagert. All diese Dinge sind natürlich illegal aber so richtig darum kümmern tun wir uns auch nicht... Dabei müssten die Amerikaner bei uns garnicht mehr einmarschieren, Deutschland ist ja immernoch besetzt! Ja warum machen die nicht Norddeutschland platt? Vielleicht weil das Drogenthema keinen mehr hinterm Ofen hervorlockt? Es ist Zeit diesen Prohibitionsquatsch zu beenden. Kostet nur Zeit, Geld und Nerven. Wer unbedingt Heroin nehmen möchte soll's halt in Gottes Namen tun. Wir können ihn ja auch nicht davor schützen, aus dem Fenster zu springen. Etwas mehr Glauben an die menschliche Vernunft, bitte!GrüßeTrench
Wenn ich mich recht entsinne sind die Hauptproduzenten für synthetische Drogen die Niederlande und Israel. Der Hanfanbau für den legalen Verkauf in Holland wurde bereits erfolgreich nach Norddeutschland verlagert. All diese Dinge sind natürlich illegal aber so richtig darum kümmern tun wir uns auch nicht... Dabei müssten die Amerikaner bei uns garnicht mehr einmarschieren, Deutschland ist ja immernoch besetzt! Ja warum machen die nicht Norddeutschland platt? Vielleicht weil das Drogenthema keinen mehr hinterm Ofen hervorlockt? Es ist Zeit diesen Prohibitionsquatsch zu beenden. Kostet nur Zeit, Geld und Nerven. Wer unbedingt Heroin nehmen möchte soll's halt in Gottes Namen tun. Wir können ihn ja auch nicht davor schützen, aus dem Fenster zu springen. Etwas mehr Glauben an die menschliche Vernunft, bitte!GrüßeTrench
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