Ölpreis Ist der Höhepunkt der Förderung erreicht?

Die Energieagentur IEA wird einem Zeitungsbericht zufolge ihre Prognosen zum weltweiten Erdöl-Angebot nach unten korrigieren - das dürfte den Preis weiter treiben

Das meldet das Wall Street Journal an diesem Donnerstag. Demnach werde die Internationale Energieagentur (IEA) das künftige Angebot an Öl sehr viel niedriger einschätzen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf den Chef-Volkswirt der IEA, Fatih Birol. Die Agentur werde erstmals versuchen, die künftige Ergiebigkeit der weltweit 400 größten Ölfelder genauer zu untersuchen und einzuschätzen. Diese Daten werden zum Teil als Staatsgeheimnisse gehütet und sind deshalb ein Unsicherheitsfaktor bei Prognosen.

Laut dem Zeitungsbericht wächst bei der IEA in Paris die Sorge, dass wegen der zunehmenden Erschöpfung der Ölfelder und zu geringer Investitionen in den großen Förderländern die weltweite Ölförderung in den kommenden Jahrzehnten nicht über 100 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag hinausgehen könnte. Gegenwärtig sind es 87 Millionen Barrel, doch belief sich die IEA-Prognose für das Jahr 2030 bislang auf 116 Millionen Barrel. Die Agentur in Paris werde die Ergebnisse ihrer Untersuchungen vermutlich im November vorlegen.

Anzeige

Die IEA, die mit 25 Analysten die weltweiten Energiemärkte beobachtet, ist eine der angesehensten Institutionen in der Energiewirtschaft und ihre Prognosen werden von vielen Unternehmen, Regierungen und Forschungsinstituten als Basis für weitere eigene Untersuchungen verwendet. Sollte die IEA tatsächlich künftig mit einem weitaus engeren Ölmarkt rechnen, so könnten ein genereller Meinungsumschwung in der Ölwelt sowie ein weiterer kräftiger Ölpreisschub die Folge sein.

Bislang wird die These, dass die Ölförderung bereits ihren Höhepunkt erreicht hat oder kurz davor steht , nur von einer Minderheit der Experten und Marktbeobachter vertreten. Diese basiert auf der Arbeit des Shell-Geologen Marion King Hubbert, der prognostizierte, dass die Ölförderung kurz vor ihrem Maximum stand. Die Ölindustrie selbst und die ihr nahestehenden Institute und Verbände gehen davon aus, dass sich die Reichweite der vorhandenen Ölreserven durch technischen Fortschritt noch verlängert und zusätzliche Ressourcen erschlossen werden können.

 
Leser-Kommentare
  1. ...stehen uns offenbar bevor. Früher oder später wird die Nachfrage das Angebot übersteigen, der Ölpreis dürfte dann, selbst für heutige Verhältnisse, astronomische Dimensionen erreichen und so zu einer Kettenreaktion führen, die wohl unweigerlich den Zusammenbruch der Weltwirtschaft zur Folge haben wird. Mich würde daher interessieren, ob unsere Politiker und Wirtschaftslenker für diesen Tag X einen Maßnahmenkatalog in der Schublade haben, um damit das Gröbste (Weltkrieg) zu verhindern, oder ob es dann (wieder einmal) heißen wird: Wir haben doch von nichts gewusst, sowas hätte ja keiner ahnen können, das haben wir nun wirklich nicht erwartet....      

  2. Die interressierten Leser werden vermutlich mehr und mehr die Prognosen, die in den Medien veröffentlicht werden, aufnehmen wie ein Schwamm. Dabei werden sie immer ratloser zurückgelassen, bei der Frage, ob und welchen Interessen die Experten folgen, welche tatsächlich die Ölförderung weltweit zurückgeht, gewissermaßen der Zenit der Reserven überschritten ist. Ebenso ist denkbar, dass die Öl-Lobby über ihre PR - Leute Horrorszenarien verbreiten, um den Preis anzuheizen. Das am Ölpreis eine gehörige Portion Spekulationsgewinne enthalten sind, bezweifelt ernsthaft niemand mehr.Genau so verhält es sich auch mit der Exploration neuer Ölquellen. Es ist obendrein nicht unbekannt geblieben, dass Shell sich vor einiger Zeit heftig in seinen Ölreserven geirrt hatte. Die Blamage war heftig. Tatsache ist indes, dass die Vorräte jedweder Art endlich sind. Diese Erkenntnis ist nun wirklich ziemlich abgestanden, aber nicht weniger präsent. Also bleibt bei aller Skepsis - oder sollte man richtiger Sagen - bei aller Verwirrung nur ein Resümee: Wir haben schon viel zu viel Zeit damit vertändelt uns auf alle möglichen " Experten" zu verlassen. Jetzt müssen - und zwar Weltweit - schlüssige Konzepte her, und Vorteil aller weiter verfolgt werden!!Solitaire

  3. Hallo Super Typ,ich befürchte, dass unsere Experten keinerlei Maßnahmenkataloge ausgearbeitet haben, obwohl die Situation seit Jahren oder Jahrzehnten vorauszusehen war. Ich fürchte, dass Alternativen oder auch nur Regeln nur auf internatinonaler Ebene zu erreichen sind. Und, wenn ich mir die G7 Treffen vorstelle und einige Figuren, die die weltgeschicke leiten, so kommen mir erhebliche Zweifel. Zu schlicht sind da einige Gemüter, als das sie erkennen, was nötig ist. Und noch dramatischer dürfte sein, dass wegen des Öls  und wegen Wasser auf der einen Seite und - sehr brisant - auch wegen der Ernährung auf der anderen Seite Kriege geführt werden.Solitaire

  4. Sie stellen in ihrem Artikel eine angebliche Mehrheitsmeinung (kein Peak Oil)  einer angeblichen Minderheitsmeinung (Peak Oil jetzt oder demnächst) gegenüber. Finden Sie nicht, dass angesichts der Größes des Problems, um das es geht, ein paar weitere Informationen hilfreich wären?1. Zu den auf Autoritäten gestützten Argumenten wäre es das Mindeste, wenn eine Qualitätszeitung wie die ZEIT beschreiben würde, a. welche Akteure es im Spiel um das Öl überhaupt gibt, b. welche Interessen diese Akteure haben, c. wie es um die Kompetenzen von Meinungsmachern steht, d. bei welcher Autorität daher eine Chance besteht, dass sie wahrhaftig ist, Stichworte Glaubwürdigkeit und Vertrauen. 2. Zu den Argumenten selbst schreiben Sie leider überhaupt nichts. Das sollten Sie nachholen. Die Leser würde sicher interessieren, a. wie groß die bekannten Erdölreserven derzeit sind und wie weit sie bei steigender Nachfrage noch reichen (nach Schätzung der Ölkonzerne, nach Schätzung staatlicher oder zwischenstaatlicher Institutionen, nach Schätzung wissenschaftlicher Einrichtungen und nach den Angaben erdölfördernder Länder), b. wie groß die Chance ist, dass neue Erdölfelder gefunden werden, die die steigende Nachfrage befriedigen können, c. wie groß die Chance ist, dass Ölschiefer, Ölsande oder Ähnliches die Angebotslücke füllen können, d. ob die Möglichkeit besteht, dass die Explorationstechnik so stark verbessert wird, dass die Lücke zwischen Angeobt und Nachfrage geschlossen werden kann. Anschließend hätten die Nichtfachleute unter Ihren Leser eine kleine Chance, abzuschätzen, was von der These zu halten ist, dass wir gegenwärtig den Peak Oil erleben bzw. dass er kurz bevor steht.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sehr schöne Aufzählung dessen, was wir an INFORMATION erwarten sollten (bisher war es nur MANIPULATION).Und vielleicht könnte auch noch ergänzt werden, welche Gründe es dafür geben könnte, daß trotz ständiger Förderung (täglich viele Mio Barrel) die Ölreserven bestimmter Staaten am Jahresende genauso groß sind wie am Jahresanfang, und das seit Jahren.

    Redaktion

    Lieber Max Bernstein,ich bin Ihrer Meinung, dass Hintergründe erklärt gehören. In diesem Falle aber handelt es sich um eine Meldung über die Prognosen der Energieagentur IEA. Würden wir in jeder Nachricht all ihre Fragen beantworten, wären wir ganz schön beschäftigt, und kämen gar nicht mehr dazu, neue Geschichten zu schreiben.Dennoch haben wir viele Ihrer Fragen schon einmal in Artikeln behandelt. Haben Sie zum Beispiel schon auf unserer Schwerpunktseite zu den Energiemärkten vorbeigeschaut? http://www.zeit.de/themen...Ich hoffe, dass dort einige Ihrer Fragen beantwortet werden.Herzlich, Philip Faigle

    Sehr schöne Aufzählung dessen, was wir an INFORMATION erwarten sollten (bisher war es nur MANIPULATION).Und vielleicht könnte auch noch ergänzt werden, welche Gründe es dafür geben könnte, daß trotz ständiger Förderung (täglich viele Mio Barrel) die Ölreserven bestimmter Staaten am Jahresende genauso groß sind wie am Jahresanfang, und das seit Jahren.

    Redaktion

    Lieber Max Bernstein,ich bin Ihrer Meinung, dass Hintergründe erklärt gehören. In diesem Falle aber handelt es sich um eine Meldung über die Prognosen der Energieagentur IEA. Würden wir in jeder Nachricht all ihre Fragen beantworten, wären wir ganz schön beschäftigt, und kämen gar nicht mehr dazu, neue Geschichten zu schreiben.Dennoch haben wir viele Ihrer Fragen schon einmal in Artikeln behandelt. Haben Sie zum Beispiel schon auf unserer Schwerpunktseite zu den Energiemärkten vorbeigeschaut? http://www.zeit.de/themen...Ich hoffe, dass dort einige Ihrer Fragen beantwortet werden.Herzlich, Philip Faigle

  5. Sehr schöne Aufzählung dessen, was wir an INFORMATION erwarten sollten (bisher war es nur MANIPULATION).Und vielleicht könnte auch noch ergänzt werden, welche Gründe es dafür geben könnte, daß trotz ständiger Förderung (täglich viele Mio Barrel) die Ölreserven bestimmter Staaten am Jahresende genauso groß sind wie am Jahresanfang, und das seit Jahren.

  6. Redaktion

    Lieber Max Bernstein,ich bin Ihrer Meinung, dass Hintergründe erklärt gehören. In diesem Falle aber handelt es sich um eine Meldung über die Prognosen der Energieagentur IEA. Würden wir in jeder Nachricht all ihre Fragen beantworten, wären wir ganz schön beschäftigt, und kämen gar nicht mehr dazu, neue Geschichten zu schreiben.Dennoch haben wir viele Ihrer Fragen schon einmal in Artikeln behandelt. Haben Sie zum Beispiel schon auf unserer Schwerpunktseite zu den Energiemärkten vorbeigeschaut? http://www.zeit.de/themen...Ich hoffe, dass dort einige Ihrer Fragen beantwortet werden.Herzlich, Philip Faigle

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Lieber Philip Faigle, ja und nein. Sie haben Recht, dass es nicht fair war, dass ich meinen Ärger bei einer bloßen Meldung  über eine neue Prognose der IEA abgeladen habe. Insofern bitte ich um Entschuldigung. Wenn ich ihre Berichterstattung zum Thema Erdöl und Ölförderhöhepunkt insgesamt betrachte, auch Ihren Schwerpunkt zum Thema Energiemärkte, dann komme ich allerdings zu einer anderen Einschätzung als Sie. Bei keinem der Artikel werden die Grundlagen für das "ganze Bild" gelegt, vielmehr handelt es sich um viele verschiedene "Schnipsel", von denen zudem einige wesentliche fehlen. Man muss als Nichtfachmann schon große Lust am Puzzlespiel und Spaß an der detektivischen Arbeit haben, viel Erfahrung und Urteilskraft bei der Einschätzung der verschiedenen Autoritäten mitbringen und jede Menge Zeit haben, um sich zum Thema "Ölförderhöhepunkt" aufgrund Ihrer Artikel eine einigermaßen vernünftige Meinung zu bilden.  Insofern bleibe ich dabei, dass es sich lohnen würde, die von mir angesprochenen Fragen einmal in einem umfangreicheren Artikel zu beantworten. Herzlichen Gruß, Max Bernstein

    Lieber Philip Faigle, ja und nein. Sie haben Recht, dass es nicht fair war, dass ich meinen Ärger bei einer bloßen Meldung  über eine neue Prognose der IEA abgeladen habe. Insofern bitte ich um Entschuldigung. Wenn ich ihre Berichterstattung zum Thema Erdöl und Ölförderhöhepunkt insgesamt betrachte, auch Ihren Schwerpunkt zum Thema Energiemärkte, dann komme ich allerdings zu einer anderen Einschätzung als Sie. Bei keinem der Artikel werden die Grundlagen für das "ganze Bild" gelegt, vielmehr handelt es sich um viele verschiedene "Schnipsel", von denen zudem einige wesentliche fehlen. Man muss als Nichtfachmann schon große Lust am Puzzlespiel und Spaß an der detektivischen Arbeit haben, viel Erfahrung und Urteilskraft bei der Einschätzung der verschiedenen Autoritäten mitbringen und jede Menge Zeit haben, um sich zum Thema "Ölförderhöhepunkt" aufgrund Ihrer Artikel eine einigermaßen vernünftige Meinung zu bilden.  Insofern bleibe ich dabei, dass es sich lohnen würde, die von mir angesprochenen Fragen einmal in einem umfangreicheren Artikel zu beantworten. Herzlichen Gruß, Max Bernstein

  7. Lieber Philip Faigle, ja und nein. Sie haben Recht, dass es nicht fair war, dass ich meinen Ärger bei einer bloßen Meldung  über eine neue Prognose der IEA abgeladen habe. Insofern bitte ich um Entschuldigung. Wenn ich ihre Berichterstattung zum Thema Erdöl und Ölförderhöhepunkt insgesamt betrachte, auch Ihren Schwerpunkt zum Thema Energiemärkte, dann komme ich allerdings zu einer anderen Einschätzung als Sie. Bei keinem der Artikel werden die Grundlagen für das "ganze Bild" gelegt, vielmehr handelt es sich um viele verschiedene "Schnipsel", von denen zudem einige wesentliche fehlen. Man muss als Nichtfachmann schon große Lust am Puzzlespiel und Spaß an der detektivischen Arbeit haben, viel Erfahrung und Urteilskraft bei der Einschätzung der verschiedenen Autoritäten mitbringen und jede Menge Zeit haben, um sich zum Thema "Ölförderhöhepunkt" aufgrund Ihrer Artikel eine einigermaßen vernünftige Meinung zu bilden.  Insofern bleibe ich dabei, dass es sich lohnen würde, die von mir angesprochenen Fragen einmal in einem umfangreicheren Artikel zu beantworten. Herzlichen Gruß, Max Bernstein

  8. Nein, der HöhePunkt ist noch lange nicht erreicht, und Öl ist auch nnicht knapp.Wie der hohe ÖlPreis mit der BankenKrise zusammenhängt und warum von WallStreet aus Gerüchte verbreitet werden:http://www.financialsense...In Wirklichkeit droht die ÖlBlase bald zun platzen, und jetzt werden "Lemminge" gesucht, denen der hohe Preis untergejubelt werden kann.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... der HöhePunkt der Förderung. In keinem ehemals führenden Förderland der Welt gibt es noch steigende Förderquoten: USA, Venezuela, Rußland, Saudiarabien - überall Stagnation oder Rückgang. Saudiarabien fördert jeden Tag einige Millionen Barrel - und weist seit Jahren am Jahresende haargenau dieselben "Reserven" aus wie am Jahresanfang. Warum? Die Förderquote richtet sich nach den ausgewiesenen Reserven! Damit man also auf demselben Niveau weiter fördern kann, muß man konstante Reserven ausweisen. Nun kann man sich denken, wie zuverlässig die Aussagen über die weltweiten Reserven sind.Wenn die nun denken: nach uns die Sintflut - wir wollen HEUTE leben?Die auf dem massenhaften Verbrauch von fossilen Energieträgern beruhende "moderne Industriegesellschaft" ist zum baldigen Untergang verurteilt. Schon 1975 wies der US-amerikanische Wissenschaftler Hubbert nach, daß auf den Erkundungspeak wenige Jahre später der Förderpeak folgen muß. Seit den 70ern sind nur das (bald erschöpfte) Nordseevorkommen und wenige neue Vorkommen im Nahen Osten (Irak) gefunden worden - trotz modernster Erkundungstechnologie. Wem das nicht zu denken gibt. Eigentlich leben wir bereits in einem anderen Zeitalter, im Zeitalter der Rohstoffkriege. Oder was meint ihr, welche Gründe es für den Irakkrieg, den Nahost-Konflikt oder die Darfur-Probleme gibt?Außer Erdöl für die 4% der Weltbevölkerung, die mit ihrem unsinnigen Lebensstil ständig 25% der Welterdölproduktion verjuxen?Wollen wir tatsächlich in einer Gesellschaft des durch Rohstoffknappheit legitimierten gegenseitigen Abschlachtens der Menschen leben, wie es kranke Leute wie der Essener "Sozialpsychologe" Harald Welzer propagieren? Zurück zum Tier?Es gibt also keine Alternative zu einem friedvollen Miteinander zur Lösung der Energie- und Klimaprobleme. Lösungsansätze für die Energiekrise in Europa gibt es seit einiger Zeit (unter anderem www.trecers.org), neben dem immernoch beachtlichen Einsparpotential (vor allem jenseits den großen Teiches).Es gibt keine Alternative zu einem verantwortungsbewußten, sparsamen Umgang mit den vor Jahrmillionen (und nur einmal in der Erdgeschichte) akkumulierten fossilen Energieträgern, wenn die vorgeschauten 9 oder mehr Milliarden Menschen je auf der Erde leben wollen.Und es wird höchste Zeit, daß etwas in dieser Richtung passiert!Leider, Chefboss, haben Sie mit Ihrer Idee unrecht - in der Tendenz kann der Ölpreis nur stetig aufwärts gehen, der Hubbert-Peak ist vorbei...

    ... der HöhePunkt der Förderung. In keinem ehemals führenden Förderland der Welt gibt es noch steigende Förderquoten: USA, Venezuela, Rußland, Saudiarabien - überall Stagnation oder Rückgang. Saudiarabien fördert jeden Tag einige Millionen Barrel - und weist seit Jahren am Jahresende haargenau dieselben "Reserven" aus wie am Jahresanfang. Warum? Die Förderquote richtet sich nach den ausgewiesenen Reserven! Damit man also auf demselben Niveau weiter fördern kann, muß man konstante Reserven ausweisen. Nun kann man sich denken, wie zuverlässig die Aussagen über die weltweiten Reserven sind.Wenn die nun denken: nach uns die Sintflut - wir wollen HEUTE leben?Die auf dem massenhaften Verbrauch von fossilen Energieträgern beruhende "moderne Industriegesellschaft" ist zum baldigen Untergang verurteilt. Schon 1975 wies der US-amerikanische Wissenschaftler Hubbert nach, daß auf den Erkundungspeak wenige Jahre später der Förderpeak folgen muß. Seit den 70ern sind nur das (bald erschöpfte) Nordseevorkommen und wenige neue Vorkommen im Nahen Osten (Irak) gefunden worden - trotz modernster Erkundungstechnologie. Wem das nicht zu denken gibt. Eigentlich leben wir bereits in einem anderen Zeitalter, im Zeitalter der Rohstoffkriege. Oder was meint ihr, welche Gründe es für den Irakkrieg, den Nahost-Konflikt oder die Darfur-Probleme gibt?Außer Erdöl für die 4% der Weltbevölkerung, die mit ihrem unsinnigen Lebensstil ständig 25% der Welterdölproduktion verjuxen?Wollen wir tatsächlich in einer Gesellschaft des durch Rohstoffknappheit legitimierten gegenseitigen Abschlachtens der Menschen leben, wie es kranke Leute wie der Essener "Sozialpsychologe" Harald Welzer propagieren? Zurück zum Tier?Es gibt also keine Alternative zu einem friedvollen Miteinander zur Lösung der Energie- und Klimaprobleme. Lösungsansätze für die Energiekrise in Europa gibt es seit einiger Zeit (unter anderem www.trecers.org), neben dem immernoch beachtlichen Einsparpotential (vor allem jenseits den großen Teiches).Es gibt keine Alternative zu einem verantwortungsbewußten, sparsamen Umgang mit den vor Jahrmillionen (und nur einmal in der Erdgeschichte) akkumulierten fossilen Energieträgern, wenn die vorgeschauten 9 oder mehr Milliarden Menschen je auf der Erde leben wollen.Und es wird höchste Zeit, daß etwas in dieser Richtung passiert!Leider, Chefboss, haben Sie mit Ihrer Idee unrecht - in der Tendenz kann der Ölpreis nur stetig aufwärts gehen, der Hubbert-Peak ist vorbei...

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service