Erdöl Billiger wird’s nicht mehr
Es ist schwer zu sagen, ob die Ölförderung ihren Höhepunkt bereits erreicht hat, sagt Erdölgeologe Hans-Georg Babies. Doch die Furcht vor Knappheit ist noch nicht berechtigt. Ein Interview

© ADEK BERRY/AFP/Getty Images
Noch gibt es Ölprodukte in rauen Mengen: Ein Gabelstapler in einem indonesischen Schmiermittellager
ZEIT online: Der Ölpreis bricht ständig neue Rekorde – doch die Gründe, die uns als Erklärung angeboten werden, wirken seltsam bekannt. Neben den gerade gesunkenen Ölvorräten der USA sind es die angespannte Lage in Nigeria, der wachsende Ölbedarf Chinas, der schwache Dollar und die Weigerung der Opec, ihre Förderquoten zu erhöhen. Können sie die gegenwärtige Preisexplosion wirklich erklären?
Hans-Georg Babies:
Innerhalb der vergangenen Wochen hat sich tatsächlich fundamental betrachtet nicht viel am Markt verändert. Wahrscheinlich steckt eine ganze Menge an Spekulation hinter den jüngsten Rekorden. Vor allem aber wächst die Sorge, Öl könnte bald ernstlich knapp werden. Das hat zum Beispiel
die Energy Watch Group in ihrer aktuellen Studie
aufgegriffen, und offenbar gehen auch die
Prognosen der IEA
mittlerweile in diese Richtung.
Die Erdölreserven einzelner Länder: Zum Vergrößern des Ausschnitts klicken Sie bitte auf die Grafik
ZEIT online:
Die Energy Watch Group schreibt, dass die weltweite Ölförderung bereits ihr Maximum erreicht habe, den sogenannten
Peak Oil
. Ihre Behörde, die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), ist da zurückhaltender.
Babies:
Wir warnen seit langem davor, dass Erdöl endlich ist. Aber
Peak Oil
lässt sich schwer berechnen. Es dauert recht lange, verlässliche Daten zu bekommen. Manche Zahlen können schwanken. So wächst zum Beispiel die Menge der weltweit verfügbaren Reserven, also der wirtschaftlich förderbaren Vorräte, wenn der Ölpreis steigt. Andere Angaben gewisser Länder sind intransparent. Wie hoch die Ressourcen des Nahen Ostens sind, also seine gesamten Ölvorräte, ist beispielsweise unklar.
ZEIT online: Wenn Öl teurer wird, lohnt es sich, auch komplizierter zu fördernde Vorräte zu erschließen, etwa die Ölsande in Kanada oder Felder in der Tiefsee. Wie sehr können sie die Knappheit lindern?
Babies:
Nur begrenzt. Aus Ölsanden kommen in Zukunft vielleicht zehn oder zwanzig Prozent der gesamten Fördermenge. Ähnlich verhält es sich mit den Tiefseefeldern. Sie werden auf keinen Fall den Löwenanteil unseres Öls liefern. Mag sein, dass sie große Mengen bergen. Aber sie können erst nach und nach erschlossen werden und in Produktion gehen. Das gilt übrigens auch für große konventionelle Felder, zum Beispiel in Saudi-Arabien: Man beginnt in einer Ecke und arbeitet sich in mehreren Phasen voran, Schritt für Schritt. Das ist langwierig und aufwändig. Dasselbe gilt auch für die kürzlich im Tiefwasser vor der brasilianischen Küste gefundenen Ölfelder. Bis zur ersten Produktion werden hier noch einige Jahre vergehen.
ZEIT online: Sind neue Ölfunde vorstellbar, die leichter zu fördern wären als Tiefseefelder oder Ölsande?
- Datum 23.05.2008 - 04:05 Uhr
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Benzin: 1,529 € Super: 1,529 € Diesel: 1,529 €Der Kapitalismus funktioniert. Der Freie Markt nicht._______________________________________________________
Die Interessen der ZEIT:
http://de.wikipedia.org/w...
Was derzeit wirklich passiert:
http://www.pelastop.de/20...
Alle Welt ist auf Diesel umgestiegen, weil Diesel günstiger ist, also erhöhen die Ölfirmen die Dieselpreise. Was soll daran nicht funktionieren? Alle Welt war so verblödet, auch dann Dieselfahrzeuge zu kaufen, auch wenn sie eine Kilometerleistung im Jahr von deutlich unter 20.000 Kilometer haben. Wer rechnen kann, weiß, dass das eine Milchmädchenrechnung war, aber danach fragt ja keiner. Und die Ölmultis machen das, was man als Marktteilnehmer nun mal macht. Man schöpft den Markt ab. Was soll daran also nicht funktionieren?Und die Leidtragenden sind die, die zwar ihre 20.000 Kilometer im Jahr schaffen, aber inzwischen wahrscheinlich schon 25.000 Kilometer im Jahr fahren müssen, damit Diesel sich noch rechnet. Den Milchmädchenrechnern sei Dank.
Alle Welt ist auf Diesel umgestiegen, weil Diesel günstiger ist, also erhöhen die Ölfirmen die Dieselpreise. Was soll daran nicht funktionieren? Alle Welt war so verblödet, auch dann Dieselfahrzeuge zu kaufen, auch wenn sie eine Kilometerleistung im Jahr von deutlich unter 20.000 Kilometer haben. Wer rechnen kann, weiß, dass das eine Milchmädchenrechnung war, aber danach fragt ja keiner. Und die Ölmultis machen das, was man als Marktteilnehmer nun mal macht. Man schöpft den Markt ab. Was soll daran also nicht funktionieren?Und die Leidtragenden sind die, die zwar ihre 20.000 Kilometer im Jahr schaffen, aber inzwischen wahrscheinlich schon 25.000 Kilometer im Jahr fahren müssen, damit Diesel sich noch rechnet. Den Milchmädchenrechnern sei Dank.
Es gibt ja heute unendlich viele Experten. Da frag ich mich natürlich, warum W. Blending Deutschlands einziger Professor für Erdölgeologie in einem Interview bei NTV anfang April meinte, daß Benzin eigentlich schon rationiert sein müßte ! Auch die Aussage von Herrn Babies, daß je teurer das Öl, je größer die förderbaren Reserven, scheint ziemlich gewagt. Denn dann können wir ja, wenn auch der Kohlepreis steigt, wieder anfangen im Ruhrgebiet die alten Zechen zu aktivieren.Ich glaube, kaum einer der Experten, man muß dabei auch immer berücksichtigen wer sie bezahlt,weiß genau bescheid und wenn ja will man es nicht offen sagen. Im Moment hilft als Erklärung für die hohen Preise nur noch die Spekulation. Das ist ja auch beruhigend. Man stellt dies ab und schon ist Alles wieder beim Altem.
Soweit ich weiß, war genau das dass Argument für die Subventionierung der Steinkohleförderung! Die Zechen sollten offen bleiben, falls es sich wieder lohnt, die heimische Kohle zu fördern. Da sag noch mal jemand, dass Politiker nicht nachdenken. Manches dauert halt ein wenig länger...:-)
Aber ich glaube nicht, das es so weit kommen wird. Je teurer das Rohöl, desdo mehr rechnen sich die weitere (weil teurere) Ausbeute der jetzigen schon in Förderung befindlichen Lagerstätten. Oder eben auch die Erschließung neuer Felder.
Wobei die aktuelle Preisentwicklung mit ziemlicher Sicherheit eine Spekulationsblase ist!
Soweit ich weiß, war genau das dass Argument für die Subventionierung der Steinkohleförderung! Die Zechen sollten offen bleiben, falls es sich wieder lohnt, die heimische Kohle zu fördern. Da sag noch mal jemand, dass Politiker nicht nachdenken. Manches dauert halt ein wenig länger...:-)
Aber ich glaube nicht, das es so weit kommen wird. Je teurer das Rohöl, desdo mehr rechnen sich die weitere (weil teurere) Ausbeute der jetzigen schon in Förderung befindlichen Lagerstätten. Oder eben auch die Erschließung neuer Felder.
Wobei die aktuelle Preisentwicklung mit ziemlicher Sicherheit eine Spekulationsblase ist!
Alle Welt ist auf Diesel umgestiegen, weil Diesel günstiger ist, also erhöhen die Ölfirmen die Dieselpreise. Was soll daran nicht funktionieren? Alle Welt war so verblödet, auch dann Dieselfahrzeuge zu kaufen, auch wenn sie eine Kilometerleistung im Jahr von deutlich unter 20.000 Kilometer haben. Wer rechnen kann, weiß, dass das eine Milchmädchenrechnung war, aber danach fragt ja keiner. Und die Ölmultis machen das, was man als Marktteilnehmer nun mal macht. Man schöpft den Markt ab. Was soll daran also nicht funktionieren?Und die Leidtragenden sind die, die zwar ihre 20.000 Kilometer im Jahr schaffen, aber inzwischen wahrscheinlich schon 25.000 Kilometer im Jahr fahren müssen, damit Diesel sich noch rechnet. Den Milchmädchenrechnern sei Dank.
Noch nie was von Monopolen und Kartellen gehört?"Und die Ölmultis machen das, was man als Marktteilnehmer nun mal macht" -- Muhahaha, Marktteilnehmer!_______________________________________________________
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Was derzeit wirklich passiert:
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den frei markt bei der energieversorgung hat es noch nie gegeben , egel ueber welche energie wir reden. unter anderem die niederigen treistoffpreise waren immer eine subvention der autoindustrie , der tourissmusindustrie , der luftfahrtindustrie, der agrarindustrie, der transportindustrie.... usw. auf dieser art und mit grundbesteuerungen des normalbuergers zb durch die komplett unlogische kraftfahrzeugsteuer ist der kostenbalast des energieverbrauchs immer auf dem ruecken der allgemeinheit ausgetragen worden - und vor allem auch alle folgekosten , denn die kosten des energieverbrauchst beschraenkt sich ja nicht auf den kraftstoffpreis alleine .... das prinzip : wer viel faehrt soll auch viel bezahlen waere ein schritt in eine freie marktwirtschaft - selbst in laendern , in denen schon seit jahrzehnten die preise fuer treibstoff hoch sind ZB japan hat die produktion nicht gelitten , aber man konsumiert sparsamere produkte . wirklich ernst mit der freien marktwirtschaft wird es aber erst wenn der sogenannte echtpreis fuer energie endlich durchgestezt , gesetztlich verankert und bazahlt wird . da hiesse natuerlich , dass der litter diesel zb mindestens 5 euro kosten wuerde , allerdings waere es andererseits moeglich eine menge besteuerungen wegfallen zulassen, die sozusagen die subventionierung also die niederigen preise jahrzehntelang erst ermoeglichten . gerechter waere der echtpreis allemal , denn warum sollen vielfahrer oder energiegrossverbrauche auf kosten derer, die wenig verbrauchen, billig energie verbrauchen koenne - komplett ungerecht - wir haben es hier ja nicht mit einem solidarsystem wie bei der krankenversicherung zu tun = ?? also : alle wettbewerbsverzerreende gestztgebung muss weg - das heisst fuer die meisten durchschnittsverbraucher weniger kosten , selbst wenn der litter treibstoff dann 5 euro kosten wuerde. im moment treiben wir leider auf diese marke zu ohne das der geldbeutel auf der anderen seite entlastet wird oder die umweltbelastung durch einen echtpreis auf energieverbrauch gesenkt werden kann , weil hedge fonds und andere spekulanten mit futures und aehnlichen derivaten verstaerkt am geldmarkt mit oel bzw der energieversorgung der bevoelkerung unregiuliert rumzocken kann ( der immobilienmarkt giebt nix mehr her) und im durchschnitt schon 60% des preises in dieser richtung als gewinn haengenbleibt. die haben sich also wunderbar in die subventuionspolitik der nationalstaaten eingeklinkt und melken nun den kleinen verbrauchen in die preislucke drueckend ohne skrupel bis zur schmerzgrenze. die mehrausgaben koennten wie gesagt durch einsicht besser kanalisiert werden - aber auch der verbraucher hat sich das selber eingebrockt , weil er jahrzehntelang bereitwillig an die imaginaer billigen treibstoffpreise geglaubt hat und in seinem wahn von mobilitaet als freiheitssubstitut nun als ergebniss in einer kompletten abhaengigkeit gelandet ist , an der er nun leidet , die aber nur schwer durch andere loesungen kompensiert werden kann, da mitlerweile die gesamte gesellschaftliche struktur auf dieser wenn auch wahnhaften mobilitaet basiert. ( ein auto faehrt im durchschnit maximal eine halbe stunde am tag - das macht im jahr 7 ein halb tage !!!!! )
Nein, der HöhePunkt ist noch lange nicht erreicht, und Öl ist auch nnicht knapp.
Wie der hohe ÖlPreis mit der BankenKrise zusammenhängt und warum von WallStreet aus Gerüchte verbreitet werden:
http://www.financialsense...
In Wirklichkeit droht die ÖlBlase bald zun platzen, und jetzt werden
"Lemminge" gesucht, denen der hohe Preis untergejubelt werden kann.
Das scheint mir ja ne sehr objektive Quelle zu sein.Wer sagt was warum, warum gerade jetzt und von wem wird er bezahlt ?Das muß man gerade heute, da es um das verkaufen von Informationen geht immer wieder fragen.Aber die Mähr der gigantischen neuen Ölfunde wird selbst von Investoren bezweifelt. So war unlängst bei Bloomberg zu lesen, daß das neue Ölfeld vor der brasilianischen Küste eventuell nur 2% der geschätzten Reserven enthalte.
Das scheint mir ja ne sehr objektive Quelle zu sein.Wer sagt was warum, warum gerade jetzt und von wem wird er bezahlt ?Das muß man gerade heute, da es um das verkaufen von Informationen geht immer wieder fragen.Aber die Mähr der gigantischen neuen Ölfunde wird selbst von Investoren bezweifelt. So war unlängst bei Bloomberg zu lesen, daß das neue Ölfeld vor der brasilianischen Küste eventuell nur 2% der geschätzten Reserven enthalte.
Soweit ich weiß, war genau das dass Argument für die Subventionierung der Steinkohleförderung! Die Zechen sollten offen bleiben, falls es sich wieder lohnt, die heimische Kohle zu fördern. Da sag noch mal jemand, dass Politiker nicht nachdenken. Manches dauert halt ein wenig länger...:-)
Aber ich glaube nicht, das es so weit kommen wird. Je teurer das Rohöl, desdo mehr rechnen sich die weitere (weil teurere) Ausbeute der jetzigen schon in Förderung befindlichen Lagerstätten. Oder eben auch die Erschließung neuer Felder.
Wobei die aktuelle Preisentwicklung mit ziemlicher Sicherheit eine Spekulationsblase ist!
Ich denke der Zenit ist überschritten. Wir werden uns noch ganz schön umschauen, wenn die Energiepreise noch weiter steigen.
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