Telekom-Affäre Ricke und Zumwinkel unter Verdacht
Die Telekom hat offenbar viel früher als bisher bekannt Spitzelaufträge erteilt. Nun ermittelt der Staatsanwalt gegen den früheren Vorstandschef Ricke und Ex-Aufsichtsratschef Zumwinkel.

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Die Bonner Staatsanwaltschaft hat in der Bespitzelungsaffäre bei der Deutschen Telekom Ermittlungen gegen den früheren Konzernchef Kai-Uwe Ricke und den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel aufgenommen.
Beide seien Gegenstand der Ermittlungen, sagte Oberstaatsanwalt Fred Apostel am Donnerstag. Untersucht würden die Bestrebungen der beiden früheren Chefs, das Durchsickern von Informationen aus dem Aufsichtsrat zu unterbinden. Es geht vor allem um die Frage, ob die Verdächtigen illegale Praktiken in Kauf nahmen.
Eine Hausdurchsuchung bei Zumwinkel ist offenbar nicht geplant. "Ich wüsste zurzeit nicht, warum ich Herrn Zumwinkel durchsuchen oder besuchen sollte", sagte Apostel. Gegen derzeitige Vorstandsmitglieder und den Vorstandsvorsitzenden René Obermann richteten sich die Ermittlungen nicht.
Am Donnerstagvormittag hatten Beamte - gut zwei Wochen nach einer Strafanzeige des Unternehmens - die Bonner Zentrale der Telekom durchsucht.
Es gehe um den Vorwurf der missbräuchlichen Verwendung von Daten und der Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses. Das Ermittlungsteam umfasst zurzeit 50 Leute, darunter Spezialisten des Bundeskriminalamtes.
"Wir ermitteln relativ umfassend, dazu gehören auch Vernehmungen", sagte Apostel. Während der Durchsuchung seien ihnen alle Räume der Entscheidungsträger zugänglich gemacht worden.
Telekom-Chef René Obermann hatte am vergangenen Wochenende eingeräumt, dass der Konzern 2005 und teilweise auch 2006 Telefon-Verbindungsdaten missbräuchlich benutzt habe.
Telekom-Sprecher Philipp Schindera sagte am Donnerstag, dass angesichts der Schwere der Vorwürfe davon auszugehen war, dass es zu einem Ermittlungsverfahren kommt. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir an einer lückenlosen Aufklärung interessiert sind."
- Datum 29.05.2008 - 06:26 Uhr
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- Quelle ZEIT online, dpa
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Wie aus Ihren Berichten hervorgeht, waren auch 3. an der Bespitzelung beteiligt. Glaubt irgendwer, das diese "Subunternehmer" die verfügbaren Daten nur und ausschliesslich im Sinne der Telekom ausgewertet haben? Ungefähr so wahrscheinlich wie ein enthaltsames Kind im Bonbonladen. Vielleicht bekommt so mancher Unternehmer jetzt endlich ein paar Hinweise warum sein Konkurrent in der vergangenen Zeit so verflucht gut und schnell informiert war....
# dass die im verbotsirrtum waren, sind ja schließlich provider, die gesetzlich gehalten sind, verbindungsdaten zu speichern.# dass es wieder einen "deal" geben wird?# dass ein eventuelles urteil bei jedem hühnerdieb tiefste neidgefühle auslösen wird?# dass irgendjemand sich wieder auf ein gegebenes ehrenwort berufen wird?der klimawandel und der gesellschaftswandel passen ja wunderbar zusammen: bald gibts hier auch bananenplantagen, so ne republik haben wir ja schon fast!
Die Aristokraten tun, was sie wollen. So lange wir sie lassen.Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
Ludwig Wittgenstein
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