Fotografie

Kalte Abgründe

©Gregory Crewdson/ Hatje Cantz Verlag

Gregory Crewdson erzählt auf einem Foto einen ganzen Spielfilm. Seine Arbeiten zeigen die Schattenseiten des amerikanischen Traums. Eine Bildergalerie Es geht etwas Beunruhigendes aus von den Bildern des amerikanischen Künstlers Gregory Crewdson. Im Dämmerlicht führen seine Fotografien mitten ins Herz des amerikanischen (Alb-)Traums. Hier geht es nicht um den sozialen Aufstieg, sondern um menschliche Abgründe, Einsamkeit und Leere.
Leser-Kommentare
  1. ... wie es den Zeit Redakteuren gelingt, Crewdsons Arbeit sofort für Anti-Amerikanismus zu instrumentalisieren. Er selbst redet von der Arbeit seines Vaters als Psychotherapeut und Hopper und Spielberg als Inspiration. Aber den Autoren des Artikels reicht es nicht: wenn das Wort "Amerika" fällt, muss von der "Schattenseite des amerikanischen Traums" geredet werden ...  Wie rechtfertigt die Redaktion diese Tendenz in fast jedem Zeit Artikel - wird sowas mal in der Redaktion thematisiert - glaubt man dadurch einem "Lehrauftrag" nachzukommen ...?

    • Colon
    • 05.06.2008 um 11:30 Uhr

    Der gedoppelte Hopper, der zweigesprungene Spielberg, der eingedrehte David Lynch, in wahrhaft aufwändigen Standbildern des Herrn Crewdson. - Kunst, geschaffen um sich der vorhandenen Marken konsequent und erfolgreich zu bedienen, sehr nahe an der Machart mancher Werbung entlang gestaltet. Mit den Staaten hat das eher wenig tun. Dafür mehr mit einer geschickten Methode am Kunstmarkt Bedeutung zu generieren. Ich würde sagen, ZEIT-Online ist darauf hereingefallen und die Berichterstattung muss daher, ohne einen qualitativen journalistischen Begleittext, so affirmativ ausfallen.Wer noch eine Sicht der Dinge zur Kenntnis nehmen möchte, lese hier nach:http://www.jump-cut.de/gr...Grüße Christoph Leusch

  2. Ohne die grossen Meister zeitgenoessischer Fotografie quaelend zitieren zu muessen: Gregory Crewdson ist OK, aber leider kein super Talent. Menschliche Beziehungslosigkeit als Thema moderner Kunst ist ja wahrlich nichts neues. Und diese Beziehungslosigkeit nun auf den Betrachter zu uebertragen ist einfach langweilig und ja, kalt eben. Am Ende hat man gar kein Mitgefuehl und Interesse fuer die Staffage-personen im Bild und seine Photokunst rutscht vom geheimnissvollen ins bedeutungslose ab.

  3. Großer Aufwand um Hopper zu kopieren. Hätte Crewdson das gemalt, würde man ihm Plagiat vorwerfen.Neenee, große Fotokunst sieht anders aus.@Leonas3: Der Amerikanische Traum ist gescheitert, das ist doch nichts Neues. Das hat auch mit Anti-Amerikanismus nichts zu tun.

  4. Von angeblichen "Anti-Amerikanismus" ist in dem Bericht nun wirklich nirgendwo etwas zu finden. Dass die Illusion vom Amerikanischen Traum gescheitert ist, haben schon Leute wie Arthur Miller in den 50er und 60er Jahren erkannt und beschrieben, und der war kein Mitglied der ZEIT-Redaktion... Was Leonas3 hier formuliert riecht nach einem "Komitee für antiamerikanische Umtriebe". Ob Crewdson da eine Chance gehabt hätte...?

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