Wissenschaft "Mathe hat ein männliches Image"

Es wird geforscht, es kann spielerisch sein und auch Teamarbeit ist normal: Mathematik ist spannender als ihr Ruf und für Frauen so interessant wie für Männer. Ein Interview mit Andrea Blunck, Professorin für Mathematik und Gender Studies.

ZEIT online : Frau Blunck, eine neue Studie besagt, dass Mädchen genauso erfolgreich in Mathematik sein können wie Jungen, wenn sie in einer Gesellschaft leben, in der Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Hört sich das für Sie schlüssig an?

Andrea Blunck : Das ist für mich das interessanteste Ergebnis der Studie. Insgesamt lässt sich ja offenbar aus den Resultaten schließen, dass die gesellschaftlichen Bedingungen einen großen Einfluss auf die mathematische Leistung haben. Oder anders gesagt, ist es eben nicht so, wie häufig behauptet, dass Mädchen von Natur aus schlechter in Mathematik sind als Jungen. Mit dieser Vorstellung gehe ich auch heran an das Thema.

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ZEIT online : Das Vorurteil, Mädchen könnten schlechter als Jungen rechnen, hält sich hartnäckig.

Blunck : Ja, obwohl das schon aus vielerlei Sicht widerlegt ist. Bei einer Studie unter Mathematikstudenten über die Männlichkeit von Mathematik kam heraus, dass viele männliche Studenten glaubten, es sei belegt, dass Frauen in Sprachen begabter seien als Männer, Männer wiederum in technischen Fächern. Es heißt ja auch immer wieder, Frauen könnten schlechter räumlich denken als Männer – vielleicht minimal. Aber räumliches Denken ist gar nicht unbedingt nötig, um gut in Mathematik zu sein.

Bei einer weiteren Studie wurde einer Probandinnen-Gruppe in Mathematik gesagt, es sei jetzt bewiesen, dass Frauen weniger begabt für Mathe seien, der anderen Gruppe nicht. Die erste Gruppe schnitt dann auch tatsächlich schlechter ab. Erziehung und gesellschaftliche Vorstellungen haben offenbar einen großen Einfluss. Und wenn man nach Einstellungen von Frauen zur Mathematik fragt, muss man immer auch das Umfeld betrachten.

ZEIT online : Von welchen Einstellungen zu Mathe wissen Sie?

Blunck : Im deutschsprachigen Raum wird Mathematik – nicht nur von Frauen, sondern von der gesamten Gesellschaft - tendenziell als sehr strenge, logische, abstrakte Disziplin angesehen, die wenig mit dem wirklichen Leben zu tun hat. Der typische Mathematiker ist in der Vorstellung immer männlich, und vielleicht sogar ein bisschen verschroben. Insgesamt hat die Mathematik ein sehr männliches Image, das ist in Mitteleuropa so und auch in den USA, das belegen Studien. Im Rahmen des Jahres der Mathematik soll daher versucht werden, Mathematik in der Öffentlichkeit etwas positiver darzustellen. Mittlerweile ist auch bei den Mathematikern angekommen, dass das nötig ist. Was die Öffentlichkeit über Mathematik denkt, hat  Mathematiker früher nicht so stark interessiert.

ZEIT online : Mathematik ist kein sonderlich beliebtes Schulfach, auch bei Jungen nicht.

Blunck : Wir versuchen an der Uni auch, die Lehrerausbildung zu verbessern, damit die Lehrer mehr als den Schulstoff mitkriegen. Sie sollen lernen, das Faszinierende an der Mathematik zu vermitteln.

ZEIT online : Was ist denn das Faszinierende an Mathe? Das ist ja nicht unbedingt gleich ersichtlich.

Blunck : Mathe ist nicht nur das, was man in der Schule lernt. Mathe gilt ja als Paukfach, aber es geht nicht nur darum, Formeln auswendig zu lernen. Mathe ist auch spielerisch. Man kann viel ausprobieren. Wir haben an der Uni bisher zweimal einen Schülerinnen-Mathematik-Tag veranstaltet. Die Mädchen sollen die Uni-Mathematik kennenlernen, die oft ganz anders ist als die Schulmathematik. Die meisten Menschen wissen auch gar nicht, dass in der Mathematik immer noch sehr viel erforscht wird. Und man grübelt nicht alleine vor sich hin, Teamarbeit ist sehr wichtig. Mit den Kollegen im Büro nebenan, aber auch in der internationalen Vernetzung.

ZEIT online : Hat die Mathematik in anderen Ländern ein positiveres Image als in Deutschland?

Blunck : Beispielsweise in Italien, wo auch viele Frauen auf dem Gebiet arbeiten, wird Mathe anders gesehen, eher als Kulturgut mit einer langen Tradition. Natürlich ist das Image auch zeitabhängig. Vor etwa hundert Jahren, als Frauen zum Studium zugelassen wurden, war Mathematik bei Frauen in Deutschland überproportional beliebt. Das hängt auch damit zusammen, dass zu der Zeit das neue Berufsbild der Mathelehrerin an höheren Mädchenschulen entstand. 1930 waren 16 Prozent aller Studierenden weiblich, in Mathematik aber 22 Prozent.

ZEIT online : Wann änderte sich das wieder?

Blunck : Während der Nazizeit, als Frauen nur stark eingeschränkt studieren durften. Danach ist das nicht mehr richtig in Gang gekommen. Wir haben heute zwar relativ viele Mathestudentinnen, die meisten aber studieren Lehramt. In Diplom- oder Wirtschaftsmathematik gibt es weniger weibliche Studenten.

ZEIT online : Haben Sie persönlich mit Vorurteilen zu kämpfen?

Blunck : Nicht so sehr. Allerdings sind Frauen unter den Mathe-Professoren in Deutschland stark unterrepräsentiert, nur sieben Prozent der Stellen sind mit Frauen besetzt. Das ändert sich nur sehr, sehr langsam. Auf vielen Tagungen bin ich die einzige Frau. Das ist schon manchmal komisch. Und natürlich gehen viele Frauen, die an der Uni Karriere machen wollen, auch lieber in Arbeitsgruppen, in denen schon Frauen vertreten sind. Stoßen sie nur auf Männer, ist das wohl eine gewisse Hürde.

ZEIT online : Die zitierte Studie besagt, dass Mädchen in der Türkei in Mathe wesentlich schlechter abschneiden als ihre männlichen Mitschüler. In der Türkei lehren aber viele Frauen Mathematik an den Unis. Wie passt das zusammen?

Blunck : Das hängt wohl weniger mit dem Fach zusammen, als mit dem Beruf des Universitätsprofessors. Vermutlich ist es auch in anderen Fächern so, dass es in Südeuropa verhältnismäßig mehr weibliche Professoren gibt. In Italien zum Beispiel hat der Beruf nicht den Stellenwert wie in Deutschland, er wird eher als Lehrerberuf gesehen, was ja wiederum ein typischer Frauenberuf ist. Professoren werden auch ähnlich bezahlt wie Lehrer.

In der Diskussion um Frauen in der Mathematik werden auch gerne Studien zu den Staaten am Persischen Golf zitiert, die besagen, dass dort über 60 Prozent der Studierenden in Mathe und Informatik weiblich sind. Dabei muss man aber bedenken, dass es dort reine Frauenuniversitäten gibt. Außerdem schicken Familien mit viel Geld ihre Söhne häufig zum Studium ins Ausland, während Frauen an den heimischen Universitäten studieren.

ZEIT online : Die Situation ist also international nicht so einfach zu vergleichen.

Blunck : Nein. Was Deutschland betrifft, ist auch auffällig, dass es häufig heißt, Mädchen überflügelten die Jungen in ihren schulischen Leistungen. Aber in den technisch-naturwissenschaftlichen Fächern an den Unis kommen doch verhältnismäßig wenige Frauen an, auch wenn die Zahlen mit 50 Prozent in Mathe an der Uni Hamburg gar nicht schlecht sind. Es ist aber schwierig, Frauen davon zu überzeugen, zu promovieren und an der Uni zu bleiben. An den entscheidenden Punkten steigen mehr Frauen als Männer aus, was natürlich auch mit Familienplanung zusammenhängt. Das ist natürlich nicht mathematikspezifisch.

ZEIT online : Gender Studies in Verbindung mit Mathematik – was sind die Fragestellungen?

Blunck : Berufswege von Frauen in der Mathematik, der Einfluss des Geschlechts auf die Inhalte des Fachs und natürlich die Didaktik der Mathematik: Wie kann man Mädchen ansprechen, welche Geschlechterklischees werden zum Beispiel über Schulbücher immer noch transportiert? Wenn Mathematik auch für Mädchen interessant sein soll, dann muss man das Fach in einen gesellschaftlichen Kontext stellen, die Studierenden müssen lernen, die Mathematik aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Das Wichtigste ist natürlich, Mädchen möglichst früh für das Fach zu begeistern. In der Pubertät ist es häufig schon zu spät.

Die Fragen stellte Meike Fries

 
Leser-Kommentare
  1. Auch bei dem heutigen, die Medien durchziehenden, "Gender-Gequatsche", sowie eine Abwertung von Männern, die ihresgleichen sucht (z.B SPIEGEL-Titel: Eine Krankeit namens Mann, SPD Grundsatzprogramm: Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden), haben sich Männer über Jahrhunderte Verdienste erworben, die das Bild  der Mathematik stark geprägt haben. So Leid, wie es mir für unsere "Gender-Forscherinnen" auch tut, aber viele Verdienste der Männer haben bis heute Relevanz und können auch nicht mal eben "dekonstruiert" werden, wie Umerziehung im Gender-Sprech heisst.  
    Eine kleine Auswahl, an Männern, die sich um die Mathematik verdient gemacht haben:
    Carl Friedrich Gauß
    Gottfried Wilhelm Leibniz
    Thales von Milet
    Georg Cantor
    Pythagoras von Samos
    Jakob Bernoulli
    Joseph-Louis Lagrange

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    • marth
    • 15.04.2011 um 19:59 Uhr

    .. du vergisst in deiner bahnbrechenden Offensichtlichkeit, wie sehr viel einfacher Männer das damals hatten (und ja ich meine damals, nicht heute), dass, wenn man sich auf ein wenig Forschung einlässt, hinter vielen ach so genialen Gedanken nicht selten eine Frau steht, die damals einfach keine Stimme hatte.. also mach es dir nicht ganz so einfach...ich will nicht bestreiten, dass viele Männer große Denker waren, nur sollte man die Verhältnismäßigkeit nicht aus dem Sinn verlieren.. wenn ich mir vorstelle, was das für ein Kampf für Frauen war Anfang des 20 Jhd. das Immatrikulationsrecht zu erlangen, man könnte es in deine Liste glatt einreihen, auch wenn sowas nicht so publik gemacht wird.

    • marth
    • 15.04.2011 um 19:59 Uhr

    .. du vergisst in deiner bahnbrechenden Offensichtlichkeit, wie sehr viel einfacher Männer das damals hatten (und ja ich meine damals, nicht heute), dass, wenn man sich auf ein wenig Forschung einlässt, hinter vielen ach so genialen Gedanken nicht selten eine Frau steht, die damals einfach keine Stimme hatte.. also mach es dir nicht ganz so einfach...ich will nicht bestreiten, dass viele Männer große Denker waren, nur sollte man die Verhältnismäßigkeit nicht aus dem Sinn verlieren.. wenn ich mir vorstelle, was das für ein Kampf für Frauen war Anfang des 20 Jhd. das Immatrikulationsrecht zu erlangen, man könnte es in deine Liste glatt einreihen, auch wenn sowas nicht so publik gemacht wird.

  2. ... was fuer ein Schwachsinn. Es ist, wie man unter uns Mathematikern sagen wuerde, eine Tautologie, dass historisch die Mehrzahl der ausgezeichneten Mathematiker Maenner waren - weil eben Frauen die laengste Zeit, und leider heute immer noch, in Studium und Professoriat unterrepraesentiert waren. Um das einzusehen, braucht es keine Dekonstruktion, sondern nur elementare Logik.

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    • Anonym
    • 03.06.2008 um 5:39 Uhr

    Historisch gebe ich Ihnen eventuell  recht, da Frauen nur äußerst selten Zugang zum Studium hatten und dadurch mit Sicherheit einige Talente verkümmert sind.
    Auf die heutige Situation bezogen, halte ich die Logik von der Unterrepräsentanz (auch wenn ich kein Mathematiker bin) dagegen für zu elementar. Schließlich basiert sie auf purem Egalitarismus, sprich: das Glück der Gesellschaft hängt von der völligen statistischen Gleichheit der Geschlechter ab, und nicht davon dass jede/r beruflich und studiumsmäßig das tut, wofür er/sie sich begeistert. Es ist diese Logik, derer sich diese Zeitung, welche ansonsten größtenteils hervorragenden Journalismus betreibt, in ihrer feministischen Dauerkampagne leider allzu oft bedient. Dabei kann heute niemand mehr erzählen, dass Frauen (davon ausgehend, dass es sich um Wesen mit der Fähigkeit handelt, für sich selbst zu denken) in Europa durch irgendwas abgehalten werden, Mathe zu studieren, außer ihre Präferenzen.
    Zwar würde ich Ihnen und Ihren Komilitonen gerne einen höheren Frauenanteil im Studiengang zugestehen. Gesamtgesellschaftlich erreicht die ZEIT mit solchen Artikeln bzw. Interviews jedoch genau das, was man Mathematikern seit je her im Scherz nachsagt: sie stellt dort ein Problem fest, wo keines ist!  
     

    ein syntheseversuch. recht habt ihr beide. nur fehlt das bindeglied:
    diese liefert frau blunck selber, in ihrem artikel:
    "Bei einer weiteren Studie wurde einer Probandinnen-Gruppe in Mathematik gesagt, es sei jetzt bewiesen, dass Frauen weniger begabt für Mathe seien, der anderen Gruppe nicht. Die erste Gruppe schnitt dann auch tatsächlich schlechter ab. Erziehung und gesellschaftliche Vorstellungen haben offenbar einen großen Einfluss. Und wenn man nach Einstellungen von Frauen zur Mathematik fragt, muss man immer auch das Umfeld betrachten."
    Miraculix brachte den ärger ein: "SPD Grundsatzprogramm: Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden"
    Das gleiche ist es mit der Bundeswehr. Jungen Männern wird gezeigt, wie "geil" der neue Raketenwerfer ist. Anstatt das ganze, wie es eine menschliche und gute Gesellschaft machen würde, es zu verdammen. Es kann nicht sein, dass eine ganze männliche Generation Jahr für Jahr zum Grundwehrdienst einrücken muß.
    Würde einmal diese beachtet, wäre viel von dem dass Frau Dr. Blunck anspricht besser. Die Genderforschung hat eines noch nicht verstanden, dass sie derart narzistisch selbstbezogen ist, dass sie anderes Unrecht mit ihren Scheuklappen gar nicht mehr wahrnimmt.
    In Österreich ist das Pensionsantrittsalter für Frauen bei 60 Jahren, bei Männern bei 65. Wo Geichbehandlung möglich und sinnvoll ist, ist es gut.
    Nur wird heute einiges "Gleichbehandlung" genannt, in Wahrheit steckt dahinter aber eine Legitimation von "Ungleichheit".
    Und wenn Frauen zur Mathematik gebracht werden, finde ich das gut.
    Wenn Frauen Tischler, Dachdecker, Spengler und Fliesenleger werden auch.
    Und wenn Männer Kindergärtner, Hausmann, Volksschullehrer oder Psychologen werden genauso.
    Jeder Mann sollte das Recht haben, zuhause bei seinem Kind bleiben zu können. ;-)
     
     

    • Anonym
    • 03.06.2008 um 5:39 Uhr

    Historisch gebe ich Ihnen eventuell  recht, da Frauen nur äußerst selten Zugang zum Studium hatten und dadurch mit Sicherheit einige Talente verkümmert sind.
    Auf die heutige Situation bezogen, halte ich die Logik von der Unterrepräsentanz (auch wenn ich kein Mathematiker bin) dagegen für zu elementar. Schließlich basiert sie auf purem Egalitarismus, sprich: das Glück der Gesellschaft hängt von der völligen statistischen Gleichheit der Geschlechter ab, und nicht davon dass jede/r beruflich und studiumsmäßig das tut, wofür er/sie sich begeistert. Es ist diese Logik, derer sich diese Zeitung, welche ansonsten größtenteils hervorragenden Journalismus betreibt, in ihrer feministischen Dauerkampagne leider allzu oft bedient. Dabei kann heute niemand mehr erzählen, dass Frauen (davon ausgehend, dass es sich um Wesen mit der Fähigkeit handelt, für sich selbst zu denken) in Europa durch irgendwas abgehalten werden, Mathe zu studieren, außer ihre Präferenzen.
    Zwar würde ich Ihnen und Ihren Komilitonen gerne einen höheren Frauenanteil im Studiengang zugestehen. Gesamtgesellschaftlich erreicht die ZEIT mit solchen Artikeln bzw. Interviews jedoch genau das, was man Mathematikern seit je her im Scherz nachsagt: sie stellt dort ein Problem fest, wo keines ist!  
     

    ein syntheseversuch. recht habt ihr beide. nur fehlt das bindeglied:
    diese liefert frau blunck selber, in ihrem artikel:
    "Bei einer weiteren Studie wurde einer Probandinnen-Gruppe in Mathematik gesagt, es sei jetzt bewiesen, dass Frauen weniger begabt für Mathe seien, der anderen Gruppe nicht. Die erste Gruppe schnitt dann auch tatsächlich schlechter ab. Erziehung und gesellschaftliche Vorstellungen haben offenbar einen großen Einfluss. Und wenn man nach Einstellungen von Frauen zur Mathematik fragt, muss man immer auch das Umfeld betrachten."
    Miraculix brachte den ärger ein: "SPD Grundsatzprogramm: Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden"
    Das gleiche ist es mit der Bundeswehr. Jungen Männern wird gezeigt, wie "geil" der neue Raketenwerfer ist. Anstatt das ganze, wie es eine menschliche und gute Gesellschaft machen würde, es zu verdammen. Es kann nicht sein, dass eine ganze männliche Generation Jahr für Jahr zum Grundwehrdienst einrücken muß.
    Würde einmal diese beachtet, wäre viel von dem dass Frau Dr. Blunck anspricht besser. Die Genderforschung hat eines noch nicht verstanden, dass sie derart narzistisch selbstbezogen ist, dass sie anderes Unrecht mit ihren Scheuklappen gar nicht mehr wahrnimmt.
    In Österreich ist das Pensionsantrittsalter für Frauen bei 60 Jahren, bei Männern bei 65. Wo Geichbehandlung möglich und sinnvoll ist, ist es gut.
    Nur wird heute einiges "Gleichbehandlung" genannt, in Wahrheit steckt dahinter aber eine Legitimation von "Ungleichheit".
    Und wenn Frauen zur Mathematik gebracht werden, finde ich das gut.
    Wenn Frauen Tischler, Dachdecker, Spengler und Fliesenleger werden auch.
    Und wenn Männer Kindergärtner, Hausmann, Volksschullehrer oder Psychologen werden genauso.
    Jeder Mann sollte das Recht haben, zuhause bei seinem Kind bleiben zu können. ;-)
     
     

    • Anonym
    • 03.06.2008 um 5:39 Uhr

    Historisch gebe ich Ihnen eventuell  recht, da Frauen nur äußerst selten Zugang zum Studium hatten und dadurch mit Sicherheit einige Talente verkümmert sind.
    Auf die heutige Situation bezogen, halte ich die Logik von der Unterrepräsentanz (auch wenn ich kein Mathematiker bin) dagegen für zu elementar. Schließlich basiert sie auf purem Egalitarismus, sprich: das Glück der Gesellschaft hängt von der völligen statistischen Gleichheit der Geschlechter ab, und nicht davon dass jede/r beruflich und studiumsmäßig das tut, wofür er/sie sich begeistert. Es ist diese Logik, derer sich diese Zeitung, welche ansonsten größtenteils hervorragenden Journalismus betreibt, in ihrer feministischen Dauerkampagne leider allzu oft bedient. Dabei kann heute niemand mehr erzählen, dass Frauen (davon ausgehend, dass es sich um Wesen mit der Fähigkeit handelt, für sich selbst zu denken) in Europa durch irgendwas abgehalten werden, Mathe zu studieren, außer ihre Präferenzen.
    Zwar würde ich Ihnen und Ihren Komilitonen gerne einen höheren Frauenanteil im Studiengang zugestehen. Gesamtgesellschaftlich erreicht die ZEIT mit solchen Artikeln bzw. Interviews jedoch genau das, was man Mathematikern seit je her im Scherz nachsagt: sie stellt dort ein Problem fest, wo keines ist!  
     

    Antwort auf "Mirakulix..."
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    ... weil wir Mädchen noch nicht hinreichend ermutigt haben, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und es nicht für ein "männliches" zu halten. Ínsofern stimme ich Ihnen zu, wenn es um die Frage des Egalitarismus geht, aber ich glaube, da gibts noch Potenzial zu schöpfen, das bislang zu wenig einbezogen ist. Problem würd ich es gleichwohl nicht nennen, aber immerhin eine Chance zur Weiterentwicklung.

    • marth
    • 15.04.2011 um 19:49 Uhr

    ..und ich dachte immer, dass das Verständnis von Logik auch mit dem Verständnis von Kausalität einhergeht.

    Dass Frauen nichts am Mathestudium etc. hindert, ist wohl ein weitverbreitetes pseudoaufgeklärtes Argument - warum?

    Weil es auf den ersten Blick richtig scheint, auch ich bin kein Fan davon, egal in welchem Rahmen, irgendwelche Gruppen (egal ob Frauen, Männer, Kulturelle Gruppen..) auf Grund von Unterrepräsentanz zu bevorzugen - sei es für die Jobauswahl oder sonstiges. Das Problem hierbei ist nur, dass die Präferenzen vonFrauen oder besser gesgat Mädchen ja nunmal nicht nur auf sie selbst zurückzuführen sind! Sie sagen sich nicht einfach: ach, Mathe interessiert mich gar nicht, es wird ihnen gesagt. Es gibt tausende Studien zum Effekt der Selbsterfüllenden Prophezeihung bei Lehrer/innen, der zeigt, dass diese schon andere Erwartungen an Mädchen in Fächern wie Mathe haben und sie auf Grund dessen schon anders behandeln, sie bekommen im Unterricht weniger Aufmerksamkeit, werden ehr für Ordnung und diese Dinge gelobt etc.

    ... weil wir Mädchen noch nicht hinreichend ermutigt haben, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und es nicht für ein "männliches" zu halten. Ínsofern stimme ich Ihnen zu, wenn es um die Frage des Egalitarismus geht, aber ich glaube, da gibts noch Potenzial zu schöpfen, das bislang zu wenig einbezogen ist. Problem würd ich es gleichwohl nicht nennen, aber immerhin eine Chance zur Weiterentwicklung.

    • marth
    • 15.04.2011 um 19:49 Uhr

    ..und ich dachte immer, dass das Verständnis von Logik auch mit dem Verständnis von Kausalität einhergeht.

    Dass Frauen nichts am Mathestudium etc. hindert, ist wohl ein weitverbreitetes pseudoaufgeklärtes Argument - warum?

    Weil es auf den ersten Blick richtig scheint, auch ich bin kein Fan davon, egal in welchem Rahmen, irgendwelche Gruppen (egal ob Frauen, Männer, Kulturelle Gruppen..) auf Grund von Unterrepräsentanz zu bevorzugen - sei es für die Jobauswahl oder sonstiges. Das Problem hierbei ist nur, dass die Präferenzen vonFrauen oder besser gesgat Mädchen ja nunmal nicht nur auf sie selbst zurückzuführen sind! Sie sagen sich nicht einfach: ach, Mathe interessiert mich gar nicht, es wird ihnen gesagt. Es gibt tausende Studien zum Effekt der Selbsterfüllenden Prophezeihung bei Lehrer/innen, der zeigt, dass diese schon andere Erwartungen an Mädchen in Fächern wie Mathe haben und sie auf Grund dessen schon anders behandeln, sie bekommen im Unterricht weniger Aufmerksamkeit, werden ehr für Ordnung und diese Dinge gelobt etc.

  3. ... weil wir Mädchen noch nicht hinreichend ermutigt haben, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und es nicht für ein "männliches" zu halten. Ínsofern stimme ich Ihnen zu, wenn es um die Frage des Egalitarismus geht, aber ich glaube, da gibts noch Potenzial zu schöpfen, das bislang zu wenig einbezogen ist. Problem würd ich es gleichwohl nicht nennen, aber immerhin eine Chance zur Weiterentwicklung.

    Antwort auf "zu: elementarer Logik"
  4. Immer das gleiche Gejammer, dabei wertet hier keiner Männer oder ihre Verdienste in der Mathematik ab.Es gibt da mehr als genug Mathelehrer/Eltern, die ihre eigenen Schülerinnen/Töchter abwerten und ihnen offen ins Gesicht sagen, dass sie als Frau ja sowieso nicht richtig logisch denken können.

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    du hast übersehen, dass sich miraculix über ein unrecht ärgert (SPD Programm) und sich verteidigt. Nicht unbedingt geschickt, aber dennoch mit einiger Wahrheit. Du kannst nicht ein Unrecht mit deinem abgleichen und legitimieren. Zum Anderen nennst du dass, das er macht "jammern", jammerst aber im selben Atemzug selber. Und schreibst sogar in ein Forum, über einen Artikel indem sogar zuvor eine Frau "gejammert" hat. "Jammern" ist legitim, sofern es unrecht anzeigt. Miraculix hat das jedenfalls getan.
    "Jammern" wird einem Mann ohnedies im Grundwehrdienst abtrainiert. Wer einen schweren Rucksack ewige strecken tragen muß, der jammert nicht mehr. Der den Gefechtseinsatz trainieren muß, auch nicht mehr.
    Es wird wieder Zeit, für Männer das "jammern" im Sinne eines konstruktiven Prozeßes "wiederzuentdecken". Um zu zeigen, dass es nicht nur Frauen schlecht ergeht.

    du hast übersehen, dass sich miraculix über ein unrecht ärgert (SPD Programm) und sich verteidigt. Nicht unbedingt geschickt, aber dennoch mit einiger Wahrheit. Du kannst nicht ein Unrecht mit deinem abgleichen und legitimieren. Zum Anderen nennst du dass, das er macht "jammern", jammerst aber im selben Atemzug selber. Und schreibst sogar in ein Forum, über einen Artikel indem sogar zuvor eine Frau "gejammert" hat. "Jammern" ist legitim, sofern es unrecht anzeigt. Miraculix hat das jedenfalls getan.
    "Jammern" wird einem Mann ohnedies im Grundwehrdienst abtrainiert. Wer einen schweren Rucksack ewige strecken tragen muß, der jammert nicht mehr. Der den Gefechtseinsatz trainieren muß, auch nicht mehr.
    Es wird wieder Zeit, für Männer das "jammern" im Sinne eines konstruktiven Prozeßes "wiederzuentdecken". Um zu zeigen, dass es nicht nur Frauen schlecht ergeht.

    • etiam
    • 03.06.2008 um 11:30 Uhr

    Gerade im Hinblick auf Logik dreht sich die Gender Diskussion im Kreis - schwammige "Beweise" werden erbracht, dass nicht sein kann (nicht ist), was nicht sein darf - weswegen unsere gesellschaftliche Entwicklung es geschafft hat aus dem männerdominierten Beruf Arzt einen frauendominierten (zumindest in puncto Absolventenzahlen) zu machen, in der selben Zeit bei den Ingenieueren und Mathematikern der Frauenanteil aber einstellig geblieben ist (sehr zum Leidwesen der mönnlichen Studenten!), liegt selbstverständlich und ganz klar an der explizit nur auf Mathematik zugeschnittenen frauendiskriminierenden gesellschaftlichen Indoktrination, die den Mädchen schon im Säuglingsalter ihre naturwissenschaftliche Neigung abtötet. Und so wird jetzt studienbelegt nachgewiesen, was man schon vorher glaubte - wers glaubt wird selig!
    Ich will hier nicht in Abrede Stellen, dass insbesondere was das berufliche Fortkommen von MÜTTERN(!!!) evtl. mittlerweile sogar Väter, sprich also durch private Belastungen "gehandicapte" Eltern im Vergleich zu echt kinderlosen bzw faktisch kinderlosen (vornehmlich Vätern ohne Familienaufgaben) noch vieles zu tun ist - das zwanghafte Leugnen möglicherweise existierender Geschlechtsunterschiede (und so blöd, wie hier getan wird, ist der Volksmund gar nicht) statt sie ganz ohne negativen Beigeschmack einfach als Bereicherung zu akzeptieren, ist jedoch nichts weiter als eine blühende Emanzipationsneurose!

    • Twiga4
    • 03.06.2008 um 13:21 Uhr

    Es stimmt nicht, dass sich Mädchen von vorneherein nicht für Mathe und Naturwissenschaften interessieren. Es stimmt nicht, es stimmt nicht, es stimmt einfach nicht!!
    Und - ich glaube, das ist kein Geheimnis mehr - viele Frauen trauen sich nicht bzw. haben sich nicht getraut - denn das Gebiet ist seit Jahrhunderten und länger von Männern besetzt (was nach wie vor doch ziemlich angsteinflössend für junge Frauen ist, die sich, zumindest vor 20-30 Jahren, noch genug Mist in Bezug auf ihre mathematisch-technische 'Minderwertigkeit' anhören mussten und noch müssen). Ich kenne einige, die es heute bereuen, dass sie nichts Naturwissenschaftliches studiert haben - sondern eher den Konventionen gefolgt sind, und etwas z.B. Sozialwissenschaftliches studiert haben. Auch ich habe es noch in den Ohren: 'Da hast du doch als Mädchen keine Chance, dich durchzusetzen - selbst wenn du gut bist - geh lieber dahin, wo es schon Frauen gibt'. 
    Ich glaube, es ging (und geht z.T. noch) für Frauen zuerst einmal darum, sich überhaupt auf dem Arbeitsmarkt zu bestätigen - der ihnen ja vor nicht allzu langer Zeit völlig verschlossen war. Aber ich glaube, das ändert sich auch - nichts bleibt ewig wie es ist. Mir fällt jedenfalls auf, wie fähig und selbstbewusst junge Wissenschafterlinnen und Ingenieurinnen (zumindest im Ausland) heute sind - ich denke, das war vor 30 Jahren noch ganz anders, ganz zu schweigen von den Zeiten davor!

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    > Es stimmt nicht, es stimmt nicht, es stimmt einfach nicht!!
     
    Sie können es noch so oft wiederholen, davon wird es nicht wahrer. Wie erklären Sie sich, dass Studiengänge wie Mathematik, Elektrotechnik, Maschinenbau usw. einen Frauenanteil deutlich unter 10% aufweisen, z.T. unter 5%? Alles nur anerzogen? Alles nur, weil sich die Mädels nicht in die Männerwelt trauen? Das hieße, dass mehr als 90% aller mathematisch-technisch interessierten Frauen einen Studiengang wählen, der nicht ihren Interessen entspricht - und das trotz "Girls' day" und der allgegenwärtigen Antimännlichkeitspropaganda in den Medien. Das wäre eine enorme Quote.
    Daran glaube ich nicht.

    • Anonym
    • 03.06.2008 um 18:41 Uhr

    Ich gebe das Zitat, das dies "einfach nicht stimmt" mit Dank zurück: als Frauen sich reihenweise für Sprach- und Kommunikationswissenschaften entschieden, haben sie sich auch "in ein Gebiet gewagt, das schon immer von Männern dominiert wurde"! Beweis: (auch wenn ich ungern Wiki zitiere) Gehen sie mal auf den Eintrag Sprachwissenschaft und schauen Sie sich die Liste der Vertreter an. Warum hat die Nachfrage nach Studienplätzen in Mathe nicht im gleichen Ausmaß eingesetzt?
    Die "einigen" die Sie kennen und irrtümlicherweise sich für einen anderen Studiengang entschieden haben, halte ich ehrlich gesagt für nicht kompetent genug für ein Studium der Naturwissenschaften. Diese und ganz besonders die Mathematik basieren nämlich mehr als alle anderen Wissenschaften (in denen es folglich viel mehr Diskurse zu einzelnen Themen gibt) auf purer Logik, wodurch man sich in ihr auch nicht "gegen andere durchsetzen" muss. Beispiel: es gibt einfach keine zwei Lehrmeinungen zu der Behauptung, dass 2+2 4 ergibt. In Wirtschafts-, Rechts-, Sprach- und Sozialwissenschaften kommt es dagegen sehr häufig zu Streits von Wissenschaftlern mit verschiedenen Lehrmeinungen so dass es hier sehr wohl darum gehen kann, sich gegen andere Schulen durchsetzen muss. Da dies jedoch, wie gesagt, am seltensten in der Mathematik vorkommt, behaupte ich guten Gewissens: wer bei der Studienwahl nicht in der Lage ist, sein eigenes logisches Denkvermögen (ums noch einmal zu betonen: in der Mathematik ein absolutes Gut) gegen Konventionen zu verteidigen ist meiner Meinung nach für ein Studium der Mathematik ungeeignet.
    Zu ihrem letzten Absatz: mich würde zwar gerne interessieren, wo ihnen grundsätzlich aufgefallen ist, dass Wissenschaftlerinnen/Ingenieurinnen sich im Ausland selbstsbewusst verhalten. Dennoch stimme ich Ihnen nach einer Erfahrung meinerseits hier glatt zu. Als ich vor etwa einem Monat auf einer 10 jährigen Jubiläumsfeier eines DAAD-Austauschprogramms für Ingeneursstudenten mit Deutschland mitfeierte, waren die beiden Mädchen unter den insgesamt etwa 50 Absolventen sehr selbstbewusst und hatten gute Noten eingefahren. Grund: sie hatten sich im Vorherein stark für diesen Studiengang interessiert - und ohne dass dazu vorher endothermes Empowerment nötig gewesen wäre. 
     

    Welches Mädchen hatte schon mal einen Lötkolben in der Hand; sie eher nicht.
    Witzig ist auch der Versuch mit den Affenbabies:
    Affenmädchen spielen mit Puppen
    Affenjungen z.B. mit Autos und mechanischem.
    Das Männliche ist die Tatkraft:
    Manche haben echt Probleme Realitäten zu erkennen

    > Es stimmt nicht, es stimmt nicht, es stimmt einfach nicht!!
     
    Sie können es noch so oft wiederholen, davon wird es nicht wahrer. Wie erklären Sie sich, dass Studiengänge wie Mathematik, Elektrotechnik, Maschinenbau usw. einen Frauenanteil deutlich unter 10% aufweisen, z.T. unter 5%? Alles nur anerzogen? Alles nur, weil sich die Mädels nicht in die Männerwelt trauen? Das hieße, dass mehr als 90% aller mathematisch-technisch interessierten Frauen einen Studiengang wählen, der nicht ihren Interessen entspricht - und das trotz "Girls' day" und der allgegenwärtigen Antimännlichkeitspropaganda in den Medien. Das wäre eine enorme Quote.
    Daran glaube ich nicht.

    • Anonym
    • 03.06.2008 um 18:41 Uhr

    Ich gebe das Zitat, das dies "einfach nicht stimmt" mit Dank zurück: als Frauen sich reihenweise für Sprach- und Kommunikationswissenschaften entschieden, haben sie sich auch "in ein Gebiet gewagt, das schon immer von Männern dominiert wurde"! Beweis: (auch wenn ich ungern Wiki zitiere) Gehen sie mal auf den Eintrag Sprachwissenschaft und schauen Sie sich die Liste der Vertreter an. Warum hat die Nachfrage nach Studienplätzen in Mathe nicht im gleichen Ausmaß eingesetzt?
    Die "einigen" die Sie kennen und irrtümlicherweise sich für einen anderen Studiengang entschieden haben, halte ich ehrlich gesagt für nicht kompetent genug für ein Studium der Naturwissenschaften. Diese und ganz besonders die Mathematik basieren nämlich mehr als alle anderen Wissenschaften (in denen es folglich viel mehr Diskurse zu einzelnen Themen gibt) auf purer Logik, wodurch man sich in ihr auch nicht "gegen andere durchsetzen" muss. Beispiel: es gibt einfach keine zwei Lehrmeinungen zu der Behauptung, dass 2+2 4 ergibt. In Wirtschafts-, Rechts-, Sprach- und Sozialwissenschaften kommt es dagegen sehr häufig zu Streits von Wissenschaftlern mit verschiedenen Lehrmeinungen so dass es hier sehr wohl darum gehen kann, sich gegen andere Schulen durchsetzen muss. Da dies jedoch, wie gesagt, am seltensten in der Mathematik vorkommt, behaupte ich guten Gewissens: wer bei der Studienwahl nicht in der Lage ist, sein eigenes logisches Denkvermögen (ums noch einmal zu betonen: in der Mathematik ein absolutes Gut) gegen Konventionen zu verteidigen ist meiner Meinung nach für ein Studium der Mathematik ungeeignet.
    Zu ihrem letzten Absatz: mich würde zwar gerne interessieren, wo ihnen grundsätzlich aufgefallen ist, dass Wissenschaftlerinnen/Ingenieurinnen sich im Ausland selbstsbewusst verhalten. Dennoch stimme ich Ihnen nach einer Erfahrung meinerseits hier glatt zu. Als ich vor etwa einem Monat auf einer 10 jährigen Jubiläumsfeier eines DAAD-Austauschprogramms für Ingeneursstudenten mit Deutschland mitfeierte, waren die beiden Mädchen unter den insgesamt etwa 50 Absolventen sehr selbstbewusst und hatten gute Noten eingefahren. Grund: sie hatten sich im Vorherein stark für diesen Studiengang interessiert - und ohne dass dazu vorher endothermes Empowerment nötig gewesen wäre. 
     

    Welches Mädchen hatte schon mal einen Lötkolben in der Hand; sie eher nicht.
    Witzig ist auch der Versuch mit den Affenbabies:
    Affenmädchen spielen mit Puppen
    Affenjungen z.B. mit Autos und mechanischem.
    Das Männliche ist die Tatkraft:
    Manche haben echt Probleme Realitäten zu erkennen

  5. > Es stimmt nicht, es stimmt nicht, es stimmt einfach nicht!!
     
    Sie können es noch so oft wiederholen, davon wird es nicht wahrer. Wie erklären Sie sich, dass Studiengänge wie Mathematik, Elektrotechnik, Maschinenbau usw. einen Frauenanteil deutlich unter 10% aufweisen, z.T. unter 5%? Alles nur anerzogen? Alles nur, weil sich die Mädels nicht in die Männerwelt trauen? Das hieße, dass mehr als 90% aller mathematisch-technisch interessierten Frauen einen Studiengang wählen, der nicht ihren Interessen entspricht - und das trotz "Girls' day" und der allgegenwärtigen Antimännlichkeitspropaganda in den Medien. Das wäre eine enorme Quote.
    Daran glaube ich nicht.

    Antwort auf "@Morido"

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