Energie "Ölkrise verändert die Globalisierung"Seite 3/3

Treffen wird das nach Ansicht des Ökonomen vor allem die Schwellenländer wie China und Indien, wo die Fabriken weit mehr Öl schlucken als in den westlichen Industrienationen. Für diese Staaten werde es daher „keinen Weg geben, weiter zu wachsen, wenn sie sich auf die alten Energiequellen verlassen: Uran, Gas, Kohle“. Denn parallel zum Ölpreis würden auch die Preise für andere konventionelle Energiequellen ansteigen.

„Indien und China müssen ihre Energie effizienter einsetzen und eine dritte industrielle Revolution einleiten“, sagt Rifkin. Andernfalls drohten ein Kampf um die verbliebenen Ressourcen und internationale Konflikte, wie die Welt sie zuletzt in den Anfängen der Industrialisierung erlebt habe.

Anzeige

Gibt es denn eine Chance, dass der Ölpreis zumindest zwischenzeitlich wieder sinkt? Vielleicht, sagt Rifkin, jedoch nicht auf ein Niveau, das der Markt über Jahrzehnte gewohnt war. „Der Ölpreis wird womöglich auf 80 oder 90 Dollar sinken, aber nicht mehr unter 50 Dollar.“ Denn es seien keinesfalls nur die erdölfördernden Länder, die derzeit den Preis treiben. Etwa, weil sie den schwachen Dollarkurs durch höhere Preise ausgleichen wollen. „Eine solche Argumentation übersieht das größere Szenario“, sagt Rifkin. „Wir konsumieren seit Jahren dreimal so viel Rohöl, wie wir entdecken. Tatsache ist, dass wir uns auf den Punkt zubewegen, an dem die Hälfte des Öls aufgebraucht sein wird, dem sogenannten Peak Oil , sagt er.

Wie lange es braucht, bis das "Endspiel", wie Rifkin es nennt, ausgespielt ist, hänge unter anderem davon ab, wann der Höhepunkt der Erdöl-Förderung erreicht ist. Hierzu gebe es noch immer keine gesicherten Erkenntnisse. Sicher ist sich der Ökonom nur, dass der Welt eine lange Phase knappen Öls bevorsteht: "Ich glaube, dass wir die Bedeutung dieses Moments noch nicht verstanden haben."

 
Leser-Kommentare
  1. scheint bei der ZEIT auch aufgegeben. Wie sonst läßt sich ein solcher Artikel erklären, der doch nicht mehr sagt als das, was wir schon seit Jahren wissen. (Nämlich das Öl knapp wird) Nur weil der Mann Ökonom ist, bringt das Gerede doch keine neuen Erkenntnisse. Da hätte eine UFO-Landung in Berlin wesentlich mehr Unterhaltungswert, von einem Wissenzuwachs kann jedenfalls bei diesem Artikel nicht gesprochen werden.

    Liebe ZEIT-Redaktion, bitte bringt doch nicht permanent irgendwelche Äußerungen von "Experten", sondern dann lieber gut recherchiertes Hintergrundwissen, auch wenn DAS dem Redaktuer viel viel mehr Arbeit beschert. Denn oberflächliches Geblubber jeder Art gibt es in der Medienlandschaft schon genug. Und wenn ich das Geld für die Zeitschrift ZEIT am Kiosk bezahle, dann doch nicht wegen dem Altpapierwert, sondern weil ich die Berichterstattung schätze.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • brux
    • 02.06.2008 um 15:22 Uhr

    Es wäre ja schön, wenn das Ende der fossilen Energiewirtschaft bereits allen bewusst wäre. Dass dem so nicht ist, sieht man an den Protesten der Fischer und Trucker und am armseligen Versuch der CSU, die KFZ-Steuerreform zu sabotieren. Auch Sarkozy und andere wollen die Wahrheit nicht sehen.
    Man kann von Rifkind halten, was man will, aber seine message ist bitter notwendig. Das Ende der Globalisierung "alter" Machart ist m.E. auch noch nicht allen klar.
    Das einzig Gute an diesen Entwicklungen ist, dass von allen grossen Wirtschaftsräumen nur Europa begonnen hat, die Weichen richtig zu stellen.

    • brux
    • 02.06.2008 um 15:22 Uhr

    Es wäre ja schön, wenn das Ende der fossilen Energiewirtschaft bereits allen bewusst wäre. Dass dem so nicht ist, sieht man an den Protesten der Fischer und Trucker und am armseligen Versuch der CSU, die KFZ-Steuerreform zu sabotieren. Auch Sarkozy und andere wollen die Wahrheit nicht sehen.
    Man kann von Rifkind halten, was man will, aber seine message ist bitter notwendig. Das Ende der Globalisierung "alter" Machart ist m.E. auch noch nicht allen klar.
    Das einzig Gute an diesen Entwicklungen ist, dass von allen grossen Wirtschaftsräumen nur Europa begonnen hat, die Weichen richtig zu stellen.

  2. Nehmen wir an, der Dollar verlöre seine Funktion als die Weltwährung - insbesondere in Form des Petrodollars - wäre es dann nicht unerheblich, ob das Fass Rohöl nun 50, 100 oder 200 US-$ kostet?Wenn - und davon muss man IMHO ausgehen - die Fiananzkriese in den USA noch lange nicht ausgestanden ist und erst ein heißer Herbst offen legen wird, welche werthaltigen Assets die US-(Finanz-)Wirtschaft tatsächlich noch besitzt, erst dann wird sich doch zeigen ob der US-$ nicht schon seit Monaten zu wertlosem Papier geworden sein wird.Das werthaltigste Assets ist sicher ihre Armee mit der sie Länder wie z.B. den Iran u.U. davon abhalten könnten andere Währeungen auf- und den US-$ abzuwerten. Sollten sie aber erneut Krieg führen um die Stellung des Petrodollars zu verteidigen, dann stünde ihnen ein noch größeres Desaster bevor als bei der Irak-Okkupation: Aber IMO sprechen auch viele Indizien dagegen, dass sie dieses Abenteuer wagen werden.Wenn sie die Armee aber nicht einsetzen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch Saudi-Arabien nicht mehr akzeptiert, real rückläufige Einnahmen zu erzielen, wenn sie in US-$ abrechnen - das wäre aber das fakultative Scheitern des Petrodollars bzw. des Dollars als Weltleitwährung.Barak Obama wird einen schweren Stand haben, wenn er seinem Volk die Verbrechen seines Vorgängers sowohl an der Weltöffentlichkeit, wie auch der im eigenen Land an den Amerikanern erklären muss.Die große Frage wird sein, ob sie sich mit seiner Hilfe der Realität stellen oder erneut in Illusionen flüchten werden..F. Mayer

    • brux
    • 02.06.2008 um 15:22 Uhr

    Es wäre ja schön, wenn das Ende der fossilen Energiewirtschaft bereits allen bewusst wäre. Dass dem so nicht ist, sieht man an den Protesten der Fischer und Trucker und am armseligen Versuch der CSU, die KFZ-Steuerreform zu sabotieren. Auch Sarkozy und andere wollen die Wahrheit nicht sehen.
    Man kann von Rifkind halten, was man will, aber seine message ist bitter notwendig. Das Ende der Globalisierung "alter" Machart ist m.E. auch noch nicht allen klar.
    Das einzig Gute an diesen Entwicklungen ist, dass von allen grossen Wirtschaftsräumen nur Europa begonnen hat, die Weichen richtig zu stellen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich stimme Ihnen zu. Es gibt viele hervorragende Bücher von Ingenieuren, Z.B. Weltmacht Energie von Prof. Dr. Peter Hennicke. Aber erst die Botschaft von Ökonomen kommt bei den Banken an. Ökonomen sind gefragt, Modelle zu entwickeln, viel Geld in kurzer Zeit in Forschung und Anwendung von Energieeinsparung und erneuerbaren Energien zu lenken. Das Zusammenspiel aller Wissensbereiche ist gefragt.

    Ich stimme Ihnen zu. Es gibt viele hervorragende Bücher von Ingenieuren, Z.B. Weltmacht Energie von Prof. Dr. Peter Hennicke. Aber erst die Botschaft von Ökonomen kommt bei den Banken an. Ökonomen sind gefragt, Modelle zu entwickeln, viel Geld in kurzer Zeit in Forschung und Anwendung von Energieeinsparung und erneuerbaren Energien zu lenken. Das Zusammenspiel aller Wissensbereiche ist gefragt.

  3. Ich stimme Ihnen zu. Es gibt viele hervorragende Bücher von Ingenieuren, Z.B. Weltmacht Energie von Prof. Dr. Peter Hennicke. Aber erst die Botschaft von Ökonomen kommt bei den Banken an. Ökonomen sind gefragt, Modelle zu entwickeln, viel Geld in kurzer Zeit in Forschung und Anwendung von Energieeinsparung und erneuerbaren Energien zu lenken. Das Zusammenspiel aller Wissensbereiche ist gefragt.

  4. @2: Genau: Rohstoffe sind nicht teurer geworden, sondern die Kaufkraft der Währungen ist verfallen:=> 45 % KaufKraftVerlust EUR seit 2002=> 68 % der DollarQuelle:http://www.metastocktools...  (gelbe Tabelle in der Mitte)Warum: Weil der Staat 2 stellige InflationsZahlen hat (nicht offiziell, sondern tatsächlich):http://www.financialsense...In Gold gerechnet ist Öl nicht unbedingt teurer geworden.Wie die Statistiken-Wäsche des Staates funktioniert (hier USA): http://www.shadowstats.com/Dass die US-Ökonomie marode ist, war ca. 2000 schon klar. Aber der EUR scheint im WindSchatten des Dollar ebenfalls massiv gedruckt worden zu sein, was sich nicht im Kurs gezeigt hat, wei der $ eben ein paar % mehr Inflation hat als der EUR.Wenn aber das Geld (EUR) mit 11% pro Jahr verfällt, ist klar, dass die SozialSätze und Renten in diesem Masse angehoben gehören. Deswegen redet vielleicht auch keiner darüber: Der Staat _senkt_ die Renten und Bezüge, schon die ganze Zeit: Mittels Inflation alias neues_Geld_drucken.

  5. und doch  - da man den Menschen auf der Straße ja nicht glaubt und sie mutwillig ausgrenzt - Rifkins Thesen sind wichtig, weil es höchste Zeit wird, dass auch sogenannte Experten das sagen, was schon lange gesagt werden musste - Leute, die bevor das Prinzip der Abschottung das gesellschaftliche Kastensystem vollends etabliert hatte und vor der Opferung der westlichen Demokratien auf dem Altar desPopulismus der schweigenden - oftmals resignierten Masse -  schon einen Fuß in der Tür des "Systems" hatten. Also - sozusagen - "Terroristen des Establishments".Insofern, @frankmayer - es stimmt - die Zeichen sprechen gegen einen erneuten Waffengang der US-Junta - das PNAC scheint eher auf Spurenbeseitigung zu setzen - wahrscheinlich zerstört Dick Cheney gerade eigenhändig Rechner und Festplatten, weil er befürchten muss, dass es irgendwann einmal Nürnberger  - besser Bostoner - oder Camp-David-Prozesse geben wird. Wo vor wenigen Tagen noch http://de.wikipedia.org/w...  am unteren Ende des Wikipedia-Accounts http://de.wikipedia.org/w... das PDF-Dokument von September 2000 Rebuilding America`s Defenses zum freien Download stand und die Website des PNAC - da empfängt den Suchenden jetzt die lapidare Message - "This Account has been suspended". Clausewitz wird durch etwas mehr Machiavelli ersetzt. Gleichzeitig versucht man - lächerlich genug - Spuren zu vertuschen  - im WWW ! Hat jemand schon Rauchschwaden im Hinterhof des White House aufgehen sehen - dunkle Rauchschwaden von Platinen und Festplatten und und und ? Beim CIA wahrscheinlich nicht minder und den anderen brothers in arms.Und - die westlichen Medien schweigen einmal mehr zu den Verbrechen dieser Junta.@brux  -die Weichenstellung Europas ist noch viel zu langsam. Auch hier sind die großen Energielobbyisten erst einmal primär an  fossilen Energieformen interessiert - nur dort können sie die Preisschraube maßgeblich selbst drehen - und mittelfristig ihr Monopol sichern.@StefanStarke - schön gesagt, das mit dem Zusammenspiel aller Wissensbereiche.Fakt ist doch, dass die wenigsten "Fachleute"  - Ingenieure wie Ökonomen - wie alle anderen - synergetisch arbeiten und über den Tellerrand hinaus sehen wollen. Auch für wirklich übergreifende Konzepte - bedarf es sehr sehr vielen Schweißes - schließlich wird den "Fachleuten" in der "Schattenwelt der Konkurrenz" die Abgabe von "Kompetenzen" abverlangt - da sie die Überlappungen an den Grenzbereichen ihrer Fakultäten mit anderen teilen - und - austauschen müssen. Das bedeutet - Hoheitsverlust. Keine leichte Forderung in diesen Tagen.@CHEFBOSS_DER_GROSSE - Gibt es eigentlich schon so etwas wie einen Vorentwurf für den US-Staatshaushalt 2009 ? - oder - sind die Kriegskassen so leer, dass man sich auf den Untergang der Titanic vorbereitet ? - Was meinen Sie ?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ob es schon einen HaushaltsPlan-Vorentwurf gibt ?Wahrscheinlich, wie vermutlich die ganze Zeit schon, wird mit FED-Bernanke beraten, wieviel Geld man noch drucken kann (ähm: wollte sagen: Zinsen senken; ähm: Inflation hochtreiben;  sowieso nur verschiedene Wörter für den gleichen Vorgang), und an welchen Stellen der maroden Wirtschaft die Koeffizienten noch die eine oder andere Manipulation hergeben: Wird heute alles mit Differential- und anderen GelichungsSystemen beschrieben, da kann man vielleicht noch ein paar Jährchen herausholen ... (vielleicht bis der ÜberwachungsStaat so weit ist ?)Ausserdem wird ja nebenbei am AMERO gearbeitet, dem nordamerikanischen GegenStück zum EUR:http://youtube.com/watch?... (CNN)http://youtube.com/watch?... (CNN)http://youtube.com/watch?... (CSNBC)Daraus kann man vielleicht auch einiges über die EU und den EUR lernen ...

    Ob es schon einen HaushaltsPlan-Vorentwurf gibt ?Wahrscheinlich, wie vermutlich die ganze Zeit schon, wird mit FED-Bernanke beraten, wieviel Geld man noch drucken kann (ähm: wollte sagen: Zinsen senken; ähm: Inflation hochtreiben;  sowieso nur verschiedene Wörter für den gleichen Vorgang), und an welchen Stellen der maroden Wirtschaft die Koeffizienten noch die eine oder andere Manipulation hergeben: Wird heute alles mit Differential- und anderen GelichungsSystemen beschrieben, da kann man vielleicht noch ein paar Jährchen herausholen ... (vielleicht bis der ÜberwachungsStaat so weit ist ?)Ausserdem wird ja nebenbei am AMERO gearbeitet, dem nordamerikanischen GegenStück zum EUR:http://youtube.com/watch?... (CNN)http://youtube.com/watch?... (CNN)http://youtube.com/watch?... (CSNBC)Daraus kann man vielleicht auch einiges über die EU und den EUR lernen ...

  6. Ob es schon einen HaushaltsPlan-Vorentwurf gibt ?Wahrscheinlich, wie vermutlich die ganze Zeit schon, wird mit FED-Bernanke beraten, wieviel Geld man noch drucken kann (ähm: wollte sagen: Zinsen senken; ähm: Inflation hochtreiben;  sowieso nur verschiedene Wörter für den gleichen Vorgang), und an welchen Stellen der maroden Wirtschaft die Koeffizienten noch die eine oder andere Manipulation hergeben: Wird heute alles mit Differential- und anderen GelichungsSystemen beschrieben, da kann man vielleicht noch ein paar Jährchen herausholen ... (vielleicht bis der ÜberwachungsStaat so weit ist ?)Ausserdem wird ja nebenbei am AMERO gearbeitet, dem nordamerikanischen GegenStück zum EUR:http://youtube.com/watch?... (CNN)http://youtube.com/watch?... (CNN)http://youtube.com/watch?... (CSNBC)Daraus kann man vielleicht auch einiges über die EU und den EUR lernen ...

  7. Jeremy Rifkin (abgekürzt "zufällig" J.R.) war nie ein tiefgründiger Denker, meist ging es ihm mit seinen teils provokanten Thesen vor allem um kurzfristige Popularität und Medienpräsenz; nun ist auch die ZEIT noch darauf hereingefallen. So begrüßens- und nachdenkenswert seine "Expertenmeinung" ist, so wenig überzeugend sind seine "Argumente". "... gingen Fluggesellschaften wegen hoher Kerosinpreise in die Knie"Diese waren doch bisher total verwöhnt vom steuerfreien Treibstoff, oder? Kann es normal sein, daß fliegen von München nach Nürnberg oder Stuttgart billiger ist als Autofahren? (Von der Zeitersparnis per Auto mal abgesehen, wenn man den Zeitaufwand in Summe betrachtet.) Die energetisch mit Abstand ineffizienteste Transportart (wir lassen die Raumfahrt wegen der noch geringen Transportleistung mal weg) ist steuerlich am besten gestellt - da wird es in der Tat ZEIT, daß sich wesentliches ändert."Hinzu komme, dass der hohe Ölpreis den Konsum in den USA dämpfe."Bitte, wie soll es sonst sein, wenn 4% der Menschheit mit ihrer schwachsinnigen Lebensweise für 25% des Ölverbrauches verantwortlich sind?Und einen Krieg nach dem anderen vom Zaune brechen, um ihren unersättlichen Ölhunger zu stillen?Aber nein, Nahost, Irak, Darfur - haben alle gar nichts mit Öl zu tun..."... seien heute Millionen Menschen mehr von Hunger und Tod bedroht als noch vor sechs Monaten"Fein, daß dies endlich mal bemerkt wird; allerdings wird die Frage nach den Ursachen und den Mechanismen, die dieses hervorrufen, säuberlich ausgespart (siehe vorige Bemerkungen)."... nähme weltweit nur eine relativ kleine Zahl von Firmen das Thema ernst genug"Ja, sind denn hier schon wieder die tollen Manager der großen Konzerne, die jahrelang Millionen kassieren, schuld, sind sie zu dumm, das Thema ernst zu nehmen? Es liegt doch wohl vor allem am Wirtschaftssystem, das mit den bisher verfälschten (weil deutlich zu niedrigen) Preisen für die Energieträger für diese (und andere falsche) Weichenstellungen gesorgt hat, oder?"...verändere gerade die Regeln der Globalisierung"Ja, Gott sei dank, daß sich da endlich mal was ändert. Allerdings ist J.R.s Milchmädchenrechnung wohl etwas einfach, denn erstmal werden ALLE Ökonomien einen heftigen Crash erleben, und wer dann noch die Kraft haben wird, sich in die neue Richtung der Energieeffizienz zu bewegen, das ist heute noch nicht ausgemacht.Wir sind es jedenfalls (bisher) nicht (siehe oben: fliegen).Und übrigens: die Vernichtung von unbequemen Fakten (Ordner, Festplatten) hat ja wohl auch in D Tradition, wie es Kohls Kanzleramtsminister sicher bestätigen kann, oder?Summa summarum: ohne etwas detailliertere Analysen, wie oben von anderen bereits angeregt, wird es wohl nicht gehen.P.S. Allen Wißbegierigen empfehle ich die Doku "A Crude Awakening - The Oil Crash" von Lava Productions AG aus dem Jahre 2006, von Basil Gelpke & Ray McCormack, die es auch in deutsch gibt (dank NZZ Television Zürich); dort redeten wirkliche Experten des Ölgeschäfts mal Tacheles.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Zur Ergänzung ihres sehr guten Beitrags und auch als Ergänzung zur faktenarmen Berichterstattung dieses Themas in der Zeit (ja, auch wenn es nicht in die politische Ideologie paßt, ignorieren kann die Zeit das Thema nicht) hier die letzten Zahlen der russischen Ölförderung, Mai 2008 im Vergleich zu Mai 2007 (von Platts):- Crude Ölförderung - 0,7%und nun zum Festhalten:- Export in Länder außerhalb der GUS: - 5% (wegen erhöhtem Eigenbedarf)Die russsichen Zahle sind deshalb wichtig, weil die Steigerung der russischen Ölförderung in den Jahren 2000 - 2007 für 80% des NonOpec Wachstums verantwortlich war und erst sie ein durchschnittliches Weltwirtschaftswachstum von 3,8% in dieser Zeitperiode ermöglichte. Damit ist es nun vorbei. John Westwood, Chairman des englischen Energieconsulters Douglas-Westwood sagte vor kurzem bei der All Energy  Conference  in Aberdeen,  das Peak Oil Szenario nähert sich viel  schneller als erwartet. Viele Experten gehen nun davon aus, dass das derzeitige Produktionsniveau (86 Mill.Barrel Öl täglich) kaum mehr überschritten werden wird. Zur Erinnerung, Douglas-Westwood hat schon im Jahr 2004 Peak Oil in den Jahren 2008 - 2016 prognostiziert.Es wird Zeit, für die Zeit, und nicht nur für sie, umzudenken. Sich eingehender mit den Analysen aus "The Limits to Growth" oder der "Steady State Economy" von Herman Daly zu beschäftigen, kann kein Fehler sein.

    Zur Ergänzung ihres sehr guten Beitrags und auch als Ergänzung zur faktenarmen Berichterstattung dieses Themas in der Zeit (ja, auch wenn es nicht in die politische Ideologie paßt, ignorieren kann die Zeit das Thema nicht) hier die letzten Zahlen der russischen Ölförderung, Mai 2008 im Vergleich zu Mai 2007 (von Platts):- Crude Ölförderung - 0,7%und nun zum Festhalten:- Export in Länder außerhalb der GUS: - 5% (wegen erhöhtem Eigenbedarf)Die russsichen Zahle sind deshalb wichtig, weil die Steigerung der russischen Ölförderung in den Jahren 2000 - 2007 für 80% des NonOpec Wachstums verantwortlich war und erst sie ein durchschnittliches Weltwirtschaftswachstum von 3,8% in dieser Zeitperiode ermöglichte. Damit ist es nun vorbei. John Westwood, Chairman des englischen Energieconsulters Douglas-Westwood sagte vor kurzem bei der All Energy  Conference  in Aberdeen,  das Peak Oil Szenario nähert sich viel  schneller als erwartet. Viele Experten gehen nun davon aus, dass das derzeitige Produktionsniveau (86 Mill.Barrel Öl täglich) kaum mehr überschritten werden wird. Zur Erinnerung, Douglas-Westwood hat schon im Jahr 2004 Peak Oil in den Jahren 2008 - 2016 prognostiziert.Es wird Zeit, für die Zeit, und nicht nur für sie, umzudenken. Sich eingehender mit den Analysen aus "The Limits to Growth" oder der "Steady State Economy" von Herman Daly zu beschäftigen, kann kein Fehler sein.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service