Mathematik Geschlechterkluft ade

Mädchen können in Mathematik genauso erfolgreich sein wie Jungen, beweist eine neue Studie - wenn sie in einer Gesellschaft leben, in der Männer und Frauen gleichberechtigt sind

Mädchen sind weniger begabt für Mathematik als Jungen – diese Meinung ist weit verbreitet. Eine neue Studie, die jetzt im Journal Science (Bd. 320, S. 1164) veröffentlicht wurde, dürfte Verfechtern des biologisch bedingten Unterschieds den Wind aus den Segeln nehmen. Unter der Leitung des Wirtschaftsprofessors Luigi Guiso vom European University Institute in Florenz untersuchte eine Gruppe von Forschern, ob soziale und kulturelle Faktoren die Leistung von Mädchen in Mathematik beeinflussen.

Das Ergebnis: Zwar schnitten Mädchen im Schnitt schlechter ab als Jungen. Doch je stärker die Gleichstellung der Geschlechter in ihrem Land ausgeprägt ist, desto besser hielten die Mädchen mit. In Norwegen und Schweden waren beide Geschlechter gleichauf. In Island schnitten Mädchen sogar besser ab. Besonders groß fiel der Unterschied in der Türkei und Südkorea aus – zuungunsten der Mädchen. In Deutschland ist der Leistungsunterschied etwas stärker ausgeprägt als im Durchschnitt der Länder. Das ermittelten die Forscher aus den 2003 veröffentlichten Pisa-Daten zu Mathematik- und Lesefähigkeiten von 267.000 Kindern in 40 Ländern.

Um den Grad der Gleichstellung in den einzelnen Ländern zu bestimmen, nutzten die Wissenschaftler unter anderem Daten des Gender Gap Index (GGI), der die Benachteiligung von Frauen in Wirtschaft, Politik, Bildung und Gesundheit misst, sowie Angaben des World Economic Forums über den Frauenanteil in Regierungen.

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"Zumindest teilweise scheint die Geschlechterkluft in Mathematik mit sozialen und kulturellen Faktoren zusammenzuhängen", sagte die an der Studie beteiligte Paola Sapienza. Der Unterschied könne deshalb durch Bildung oder soziale Förderungsprogramme vollständig überwunden werden. "In Ländern, in denen Männer und Frauen Zugang zu den gleichen Ressourcen und Möglichkeiten haben, existiert diese Kluft nicht", sagt Sapienza.

Die Studie widmete sich auch den Lesefähigkeiten der Kinder. In allen Ländern schnitten Mädchen besser ab als ihre männlichen Altersgenossen. Im Schnitt erzielten Mädchen um 6,6 Prozent bessere Ergebnisse.

 
Leser-Kommentare
  1. Ich teile absolut diese Meinung, dass es keine geschlechtsbezogenen Bildungsunterschiede gibt. Für mich ist jeder Mensch, ob Frau oder Mann, eine einzigartige Persönlichkeit mit einzigartigen Fähigkeiten und einer einzigartigen Lebensgeschichte. Jeder und jede hat ein Recht darauf, sich gemäss den eigenen Talenten zu entwickeln und sich gefördert zu wissen.
    Ich bin überzeugt, dass in einer Gesellschaft, die  Wertschätzung (alle Menschen werden gleich wertgeschätzt) als Grundlage hat und nicht Werte-Hierarchie (wer ist besser als der andere) Gleichberechtigung so alltäglich ist wie Essen und Schlafen.
    In meiner Idee einer Wertschätzungsgesellschaft Sikantis habe ich entwickelt, dass genau diese Gleich-Berechtigung oder Gleich-Wertschätzung dazu führt, dass alle Menschen ihre eigenen Talente entdecken und ausleben können. Mathematische Begabungen haben nichts mit dem Geschlecht zu tun.
    Ich freue mich über diesen Artikel! Danke!

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    • Anonym
    • 30.05.2008 um 14:29 Uhr

    wenn sich Menschen in der Öfentlichkeit durch gelebtes Rangverhalten zwischen Mann und Frau, der eine vor die andere zurück oder umgekehrt und auch nicht  eben nur nebenher, so in einem gewissem Abstand, ähm Anstand.debrasseur

    http://kommentare.zeit.de...

    • Anonym
    • 30.05.2008 um 14:29 Uhr

    wenn sich Menschen in der Öfentlichkeit durch gelebtes Rangverhalten zwischen Mann und Frau, der eine vor die andere zurück oder umgekehrt und auch nicht  eben nur nebenher, so in einem gewissem Abstand, ähm Anstand.debrasseur

    http://kommentare.zeit.de...

    • amras
    • 30.05.2008 um 8:56 Uhr
    2. ...

    "In allen Ländern schnitten Mädchen besser ab als ihre männlichen Altersgenossen."Ich wage mal die These, dass dies auch an Unterschieden im "sozialen und kulturellen Bereich" liegt. Oder besser: An unterschiedlichen Interessen. Jungs lesen auch - aber halt meist andere Sachen als Mädchen. Wenn ich an meine 12 Jahre Deutschunterricht zurückdenke, dann konnte man die Anzahl der Texte welche sich mit "Jungsthemen" wie Sport, Technik, aber auch Comics oder, um niveaumäßig mal etwas höher zu kommen, Satire (fast alle bekannten Satiriker sind Männer) beschäftigen, an einer Hand abzählen.Und selbst Jungs die sich für klassische Literatur interessieren (so wie ich damals^^), schalten irgendwann ab, wenn sie ständig solchen Dreck wie Goethes "Werther" oder die gesammelten Werke von Eichendorf sezieren und interpretieren müssen. Dass zudem fast alle Deutschlehrer Frauen sind, macht das Problem nicht geringer (von der zugegeben subjektiv wahrgenommenen Tatsache, dass viele Lehrerinnen Mädchen bei der Notenvergabe bevorzugen ganz zu schweigen). Ich hatte für ein Jahr einen männlichen Deutschlehrer und ohne da zu viel hinein interpretieren zu wollen, waren meine Deutschnoten nie wieder so gut wie in diesem einen Jahr.Ich glaube auch nicht, dass Jungs wirklich besser in Mathe und Physik sind. Aber diese Fächer beschäftigen sich nunmal mit Themen die viele Jungs einfach mehr interessieren. Man kann nun mal schlecht mit Formeln zur Gravitation den Anziehungskoeffizienten zweier Menschen berechnen. Und selbst die feministischst eingestellte Physik-Lehrerin wird früher oder später nicht umhinkommen, die Klasse mit technischen Problemen zu beschäftigen.Mein Fazit lautet hier also: Ich glaube nicht, dass Mädchen oder Jungs von Natur aus in irgendwas etwas wirklich besser sind. Aber sie interessieren sich für unterschiedliche Dinge. Und nur wenn einen der Unterrichtsstoff interessiert, beschäftigt man sich auch tiefergehend damit - was ergo in guten/besseren Noten resultiert.

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    Werter Amras, Ihr Fazit erscheint mir nicht ganz widerspruchsfrei. Einerseits denken Sie, „dass Mädchen oder Jungs von Natur aus in irgendwas etwas wirklich besser sind.“ Andererseits unterstellen Sie den Geschlechtern unterschiedliche Interessen (wo kommen die her?) und stellen völlig richtig fest: „Und nur wenn einen der Unterrichtsstoff interessiert, beschäftigt man sich auch tiefergehend damit - was ergo in guten/besseren Noten resultiert.“Unterstellen wir mal, Jungs und Mädchen hätten „von Natur aus“ unterschiedliche Interessen, dann wären die jeweils besseren Leistungen in den interessierenden Fächern letztlich doch auch naturgegeben. Warum sollte es im Hirn von Männern und Frauen nicht auch biologisch bedingte Unterschiede geben, die, bei einer ausreichend großen Stichprobe, auch statistisch erfasst werden können und die mit unterschiedlichen Leistungen auf den verschiedenen Gebieten korrelieren. Dabei dürften sich die beiden geschlechtsbezogenen Normalverteilungen aber derart stark überlappen, dass ein solcher statistischer Befund überhaupt keine Aussage über den einzelnen Menschen erlauben würde – und somit für den Einzelnen ohne praktische Bedeutung wäre – eigentlich (aber man weiß ja, wie mit solcherart statistischen Befunde umgegangen wird: „Sie sind Beamter? Prima, dann gehören Sie zu den sicheren Autofahrern und zahlen weniger Versicherungsprämie.“)

    Ich kann die Argumentation im Kommentar 2 nicht wirklich nachvollziehen.
    Soll es heißen, dass die schweren Klassikwälzer (mal abgesehen davon, dass sie paradoxeweise meist von männlicher Feder stammen :) die Lieblingsgutenachtlektüre jedes Mädchen im Teenageralter ist und der Jungs eben nicht, was deren Desinteresse an Literatur und Kultur begründet.
    Sogar für eine Leserate wie ich sie in diesem Alter war, war die Lektüre der Klassik eben nur Pflicht, der frau nachgegangen ist. Mit höchstem Interesse habe ich damals auch völlig andere Bücher verschlungen.
    Viel wahrscheinlicher erscheint mir die Begründung im Kommentar 3: Die Trotz- und Rebellierphase der Jungen in diesem Alter und die Unterrichtsmethoden, die dieses Problem scheinbar nicht genügend angehen.
    Dass männliche Vorbilder in Person von Lehrer an den Schulen fehlen, ist unbestritten. Nur woran liegt es, dass der Lehrerberuf so „weiblich“ geworden ist? Sicherlich nicht daran, weil es eine Frauendomäne ist. Eher sind es die mittlerweile schlechte Bezahlung und geringe Wertschätzung, die diesen Beruf für Männer uninteressant gemacht haben.
    Grüße Messala

     
    Grüße Messala

    Werter Amras, Ihr Fazit erscheint mir nicht ganz widerspruchsfrei. Einerseits denken Sie, „dass Mädchen oder Jungs von Natur aus in irgendwas etwas wirklich besser sind.“ Andererseits unterstellen Sie den Geschlechtern unterschiedliche Interessen (wo kommen die her?) und stellen völlig richtig fest: „Und nur wenn einen der Unterrichtsstoff interessiert, beschäftigt man sich auch tiefergehend damit - was ergo in guten/besseren Noten resultiert.“Unterstellen wir mal, Jungs und Mädchen hätten „von Natur aus“ unterschiedliche Interessen, dann wären die jeweils besseren Leistungen in den interessierenden Fächern letztlich doch auch naturgegeben. Warum sollte es im Hirn von Männern und Frauen nicht auch biologisch bedingte Unterschiede geben, die, bei einer ausreichend großen Stichprobe, auch statistisch erfasst werden können und die mit unterschiedlichen Leistungen auf den verschiedenen Gebieten korrelieren. Dabei dürften sich die beiden geschlechtsbezogenen Normalverteilungen aber derart stark überlappen, dass ein solcher statistischer Befund überhaupt keine Aussage über den einzelnen Menschen erlauben würde – und somit für den Einzelnen ohne praktische Bedeutung wäre – eigentlich (aber man weiß ja, wie mit solcherart statistischen Befunde umgegangen wird: „Sie sind Beamter? Prima, dann gehören Sie zu den sicheren Autofahrern und zahlen weniger Versicherungsprämie.“)

    Ich kann die Argumentation im Kommentar 2 nicht wirklich nachvollziehen.
    Soll es heißen, dass die schweren Klassikwälzer (mal abgesehen davon, dass sie paradoxeweise meist von männlicher Feder stammen :) die Lieblingsgutenachtlektüre jedes Mädchen im Teenageralter ist und der Jungs eben nicht, was deren Desinteresse an Literatur und Kultur begründet.
    Sogar für eine Leserate wie ich sie in diesem Alter war, war die Lektüre der Klassik eben nur Pflicht, der frau nachgegangen ist. Mit höchstem Interesse habe ich damals auch völlig andere Bücher verschlungen.
    Viel wahrscheinlicher erscheint mir die Begründung im Kommentar 3: Die Trotz- und Rebellierphase der Jungen in diesem Alter und die Unterrichtsmethoden, die dieses Problem scheinbar nicht genügend angehen.
    Dass männliche Vorbilder in Person von Lehrer an den Schulen fehlen, ist unbestritten. Nur woran liegt es, dass der Lehrerberuf so „weiblich“ geworden ist? Sicherlich nicht daran, weil es eine Frauendomäne ist. Eher sind es die mittlerweile schlechte Bezahlung und geringe Wertschätzung, die diesen Beruf für Männer uninteressant gemacht haben.
    Grüße Messala

     
    Grüße Messala

    • Isaidy
    • 30.05.2008 um 9:56 Uhr

    und denke auch, dass es grundsätzlich keine intellektuellen Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen gibt. Die Herangehensweise und die Behandlung der unterschiedlichen Mentalitäten von Jungen und Mädchen machen den Unterschied an den Schulen und dort werden heute die Mädchen (im verallgemeinerten Sinne) mit ihrer angepassteren, widerstandsloseren Art eindeutig durch einen überwiegend weiblichen Lehrkörper in den ersten vier Jahren bevorteilt. Die Konsensmentalität, die an vielen Schulen herrscht, kommt den Mädchen entgegen und fördert ihre Art zu lernen, dementsprechend bringen sie die besseren Leistungen, während viele Jungen ihre Zeit damit vertun, zu rebellieren, zu provozieren und sich diesem Konsens zu widersetzen. Die frühe Selektion in die drei Schularten besiegelt dann frühzeitig das Schicksal vieler Jungen. Die Ursachen hierfür sind sicherlich vielfältig und sind zum Teil auf den Mangel an männlichen Vorbildern zurückzuführen, die Jungen nicht unwesentlich prägen. Oftmals ist es aber auch das zu strikte Regulieren des jungentypischen Rebellentums seitens der weiblichen Lehrkräfte unter Missachtung von dessen Potentialen, weil ihnen an reibungslosem Unterricht gelegen ist. Feststeht, dass die Mädchen heutzutage an den Jungen in den Schulen vorbeiziehen. Die Tatsache, dass sich dieses Verhältnis in den letzten Jahrzehnten umgekehrt hat (weil irgendwann von einer Benachteiligung der Mädchen im Schulsystem ausgegangen wurde), beweist, dass es nicht am unterschiedlich verteilten Intellekt zwischen den Geschlechtern liegt, sondern an den Lehrmethoden.  

  2. für unsere stillen und fleißigen Arbeitsbienen mit der schönen Handschrift.(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Kommentare, die als Sexismus ausgelegt werden können. Die Redaktion/jk)

  3. Ich arbeite an einer
    Hochschule in einem Ingenieurfachbereich. Ich kenne nicht einen Professor, der
    nicht eine höhere Anzahl an Frauen im Ingenieurberuf befürwortet. Weiterhin bin
    ich im VDI tätig, auch dort kenne ich nicht einen, der nicht den Frauenanteil
    erhöhen möchte. Bei der Auswahl eines Gymnasiums für meine Söhne ist mehrfach
    von Mathe-/Physiklehen vor allen versammelten Eltern, Jungen und Mädchen die
    Aussage gemacht worden, dass die Mädchen mindestens genauso gut und oft besser als die Jungen sind. Ich frage mich, was da die Jungen im Raum denken. Ich kann auch persönlich bestätigen,
    dass die Frauen genauso gute Ingenieure sind wie Männer sind und ich arbeite in vielen Projekten gerne mit ihnen zusammen.Aber die
    Schlussfolgerung, dass Frauen automatisch benachteiligt sind, wenn sie in einem
    Bereich unterrepräsentiert sind, wie sie hier mal wieder in dem Artikel
    mitschwingt, ist eine penetrante Ungerechtigkeit vor allem den Jungen gegenüber. Die werden nämlich mittlerweile in der Schule benachteiligt und nicht die Mädchen. Bei den Jungen besteht massiver Handlungsbedarf, aber ohne die Förderung bei den Mädchen zu reduzieren.Schön ist auch der
    Hinweis mit der Lesefähigkeit. Zeigt der, dass die Mädchen automatisch mit
    ihrem Geschlecht die besseren Lesefähigkeiten haben? Kann denn die schlechtere
    Lesefähigkeit nicht auch darauf zurückzuführen sein, dass die Jungen benachteiligt
    werden oder nicht geschlechtsspezifisch gefördert werden? Auch bezeichnend ist,
    dass hierzu kein weitere Kommentar im Artikel steht, noch sich irgendjemand Gedanken
    macht, wie man denn die Jungen fördern kann.Was sagen denn außerdem höhere Schulabbrecherquoten bei den Jungen? Sind die Jungen aufgrund ihres
    Geschlechtes genetischbedingt automatisch schlechter oder ist es ein Beweis für Ihre Benachteiligung? Man frage sich auch mal, wie die Frage beantwortet werden würde, wenn Mädchen heutzutage eine höhere Abbrecherquote aufweisen würden. Würde sich ein Lehrer hinstellen dürfen und sagen, dass Jungen immer mindestens genauso gut oder besser wie die Mädchen sind?

    • Puka
    • 30.05.2008 um 12:58 Uhr

    Obwohl ich meinen Vorrednern fast uneingeschränkt zustimme, möchte ich noch folgendes zum Zeitartikel sagen:"Zumindest teilweise scheint die Geschlechterkluft in Mathematik mit
    sozialen und kulturellen Faktoren zusammenzuhängen", sagte die an der
    Studie beteiligte Paola Sapienza. Der Unterschied könne deshalb durch
    Bildung oder soziale Förderungsprogramme vollständig überwunden werden."Dies ist nicht das selbe wie: "Mädchen sind weniger begabt für Mathematik als Jungen – diese Meinung
    ist weit verbreitet. Eine neue Studie, die jetzt im Journal Science
    (Bd. 320, S. 1164) veröffentlicht wurde, dürfte Verfechtern des
    biologisch bedingten Unterschieds den Wind aus den Segeln nehmen."Es geht natürlich geschlechterspezifische Präferenzen aus denen heraus sich wohl Begabungen entwickeln. Es ist aber nicht so, als wären diese Präferenzen unüberwindbar. Schade ist nur, dass man im Zuge des Bildungsfeminismus keine Gleichberechtigung sondern lediglich eine andersartige Ungleichheit, oft auf den selben schwächlichen Argumenten gestützt, erzeugt.

  4. Unter meinen 16-19 jaehrigen Studenten / Studentinnen im Ausland gab es schon grosse Unterschiede: bei den Jungs brachen in dem Alter eben die Hormone aus, Sport und allgemein groessere Aggessivitaet halten einige vom konzentrierten arbeiten ab, waehrend die Maedchen voll bei der Sache sind. Spaeter, so um die 20, holen viele Jungs aber auf, sind sehr ueberlegt und verantwortungsbewusst - am Ende gibt es keine geschlechtsspezifischen Vorteile und es kommt auf den Einzelfall an. Bei der Lehrplangestaltung war mir wichtig, dass fuer beide Geschlechter interessenmaessig Rosinen dabei sind und das hat soweit super funktioniert.Meiner Schwester wurde zur Gymnasialszeit von ihrem (maennlichen) Mathelehrer immer wieder erklaert dass Maedchen halt zu dumm fuer Mathe waeren. Wenn man natuerlich so zu teenagern spricht, die eh mit dem Selbstbewusstsein ringen, dann setzt schnell Entmutigung ein. Spaeter bekam ihre Klasse eine vorurteilsfreie Mathematiklehrerin und die Noten zwischen Jungs uns Maedchen waren dann recht ausgeglichen. Stimmt mit dem Artikel ueberein.

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    • Anonym
    • 30.05.2008 um 14:26 Uhr

    Das einzige was Männern noch so fehlt, ist nur das Kinderkriegen, sonst können wir doch alles oder besser, frei nach dem Motto der Schwaben.debrasseur

    http://kommentare.zeit.de...

    • Anonym
    • 30.05.2008 um 14:26 Uhr

    Das einzige was Männern noch so fehlt, ist nur das Kinderkriegen, sonst können wir doch alles oder besser, frei nach dem Motto der Schwaben.debrasseur

    http://kommentare.zeit.de...

  5. Ich bekam in der Schule eine 5 für eine Hausaufgabe in Geometrie (Körper berechnen) weil ich die Frechheit hatte ein Computerprogramm zu entwickeln welches mehrere verschiedene Körper nach Wahl berechnen konnte. Oberfläche und Rauminhalt wurden berechnet und zusammen mit den Parametern ausgedruckt.
     
    Die Lehrerin die selbst natürlich viel zu dämlich war um zu wissen was ein Computer ist (ok in den 70er Jahren war sie damit kein Einzelfall) gab mir eine 5 mit dem Hinweis nicht ich sondern der Computer hätte meine Hausaufgaben gemacht. Auf meinen Einwand hin das wir in der Oberstufe nicht mehr "rechnen" sondern "mathemathik" lernen sollten und ich deshalb eine Rechenmaschine benutzen darf (Computer ist ja nix anderes als eine Maschine weis heute jedes Kind) und ich Ihr das Programlisting mitaushändigte mit dem Hinweis ich hätte aber das Programm selber programmiert, ging die Sache zum Rektor der sich ebenfalls als zu alt, unflexibel und viel zu dämlich zeigte um die Sache zu verstehen. Er riet mir den Computer aus zu lassen und - wie alle anderen "normalen Kinder" die Berechnungen manuell durchzuführen.
     
    So werden Talente und Fähigkeiten von jungen Menschen mit den Füßen dieser sogenannten Lehrer mutwillig zertrampelt.
     
    Gebt uns anständige Lehrer und wir brauchen uns um die schulische Entwicklung unserer Kinder keine Sorgen mehr zu machen. Aber mit dem "Lehrkörper" der an unserer Schulen die Knute schwingt ist nicht viel los weil es ist eben ein lehrer Körper ist - also im Kopf hohl!

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