Um den Hauptursachen der globalen Ernährungskrise zu begegnen, seien verbindliche Verpflichtungen notwendig, sagte Ban Ki Moon vor den Staats- und Regierungschefs aus mehr als 40 Ländern. Hunderte von Millionen Menschen erwarten dies von der internationalen Gemeinschaft.

Die verschärfte Krise um die explodierenden Lebensmittelpreise nannte Ban Ki Moon auch eine Chance, frühere Strategien zu überdenken. Während gegen die hohen Preise sofort etwas getan werden müsse, sei es langfristig wichtig, die weltweite Lebensmittelsicherheit zu verbessern. Hunger nähre Wut, sozialen Zerfall, Krankheiten und wirtschaftlichen Niedergang, warnte der UN-Generalsekretär.

Der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano sagte, die dramatische Lage mache eine koordinierte weltweite Politik dringlich. Die Krise treffe vor allem arme Länder. Inzwischen seien fast eine Milliarde Menschen unterernährt. Ägyptens Präsident Husni Mubarak verlangte eine universelle Partnerschaft gegen den Hunger.

Der Generaldirektor der Welternährungsorganisation (FAO), Jacques Diouf, sagte, die Zeit des Redens sei vorbei, jetzt sei die Zeit zu handeln. Vernünftigen Menschen könne nicht erklärt werden, dass es nicht möglich sei, 30 Milliarden Dollar im Jahr zu finden, um fast 900 Millionen Hungernden die wesentlichen Menschenrechte zu sichern.

Auf der dreitägigen Konferenz suchen Delegationen aus 50 Staaten Wege gegen die weltweit explorierenden Preise für Lebensmittel, die sie vor allem für die Ärmsten in den Entwicklungsländern unerschwinglich machen. Überlegt werden sollen aber auch Zukunftsstrategien gegen Hunger und Unterernährung.