Nahrungskrise Die Ernte eines Versäumnisses
In Rom suchen Staats- und Regierungschef einen Ausweg aus der Nahrungskrise. Sie ist die Quittung für die jahrzehntelange Vernachlässigung der Landwirtschaft. Eine Analyse
Mit einem dramatischen Appell zur Bekämpfung des Hungers in der Welt hat am Dienstag in Rom der Ernährungsgipfel der Vereinten Nationen begonnen. "Nur 30 Milliarden Dollar" (20 Milliarden Euro) pro Jahr wären notwendig, um Hunger und Unterernährung auszurotten, sagte Jacques Diouf, Generaldirektor der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO). Dem stünden 1200 Milliarden Dollar im Jahr für Rüstungsausgaben gegenüber. "Die Zeit des Redens ist vorbei, jetzt ist die Zeit zu handeln."
Staats- und Regierungschefs aus mehr als 40 Ländern suchen in Rom Lösungen für die globale Lebensmittelkrise. Nach FAO-Angaben leiden 862 Millionen Menschen weltweit an Hunger oder Unterernährung. Für Kritik und Proteste sorgte die Anwesenheit des umstrittenen Präsidenten von Simbabwe, Robert Mugabe. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte "kühne und entschlossene Maßnahmen", um den Hauptursachen der Ernährungskrise zu begegnen. "Wir wollen verbindliche Verpflichtungen für die Zukunft." Neben den drastischen Preiserhöhungen für Nahrungsmittel sind auch die Herausforderungen von Klimawandel und Bioenergie Thema der dreitägigen Konferenz. (dpa)
Missernten durch Klimawandel, die stetige Verringerung von Anbauflächen für Nahrungsmittelpflanzen und die drastische Reduzierung der Investitionen im Agrarsektor - die Nahrungsmittelkrise hat viele Ursachen. Experten fordern nun ein radikales Umdenken.
Wenn Medien über die Brotaufstände von Kairo bis Haiti, von Indonesien bis Burkino Faso berichten, dann ist häufig vom "Gespenst des Hungers" die Rede, das in die Welt zurückgekehrt sei.
Doch die Metapher täuscht. Gespenster erschrecken durch ihr unverhofftes Auftauchen aus dem Nichts, ihre unheimliche Schicksalhaftigkeit. Vor der Nahrungskrise aber haben Experten seit Jahren gewarnt. Sie ist die Konsequenz einer Vielzahl absehbarer globaler Entwicklungen und politischer Fehlentscheidungen.
Die Gefahr etwa, dass Energiepflanzen für Biosprit der Nahrung Konkurrenz machen könnten, beschwören viele Agrarexperten schon seit langem. Die Strategie, welche die Abhängigkeit vom Öl verringern soll, ist zwar noch nicht allzu weit gediehen; in großem Stil werden bisher nur in den USA, in Brasilien und in teils in Deutschland Mais, Zuckerrohr oder Raps für Autotanks angebaut.
Doch bereits 41 Länder planen, den Anbau und die Nutzung von Energiepflanzen zu fördern; auch die europäische Kommission schreibt trotz wachsender Kritik weiterhin vor, dass bis zum Jahr 2020 zehn Prozent des Treibstoffs aus Pflanzen gewonnen werden sollen. Und allein die Aussicht auf diese riesigen neuen Märkte hat von Kolumbien bis Indonesien Investitionen im Agrarsektor in Milliardenhöhe umgelenkt, das Anbauverhalten verändert und die Bodenpreise in die Höhe gejagt. Zigtausende von Kleinbauern wurden von ihren Feldern vertrieben. Auch sie gehören nun zu den Armen, die sich ihr täglich Brot nicht mehr leisten können.
Noch schwerer wiegende Ursachen für die kletternden Preise sind Missernten - zum Beispiel in Australien - die mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits dem Klimawandel geschuldet sind. Aus den neuen Wohlstandszonen der großen Schwellenländer werden mehr höherwertige Lebensmittel nachgefragt.
Diese Entwicklung stellt den ganzen westlichen Ernährungsstil mit großen Mengen Fleisch in Frage, der weltweit als Vorbild gilt. Hinzu kommen die Flächengier und der Überkonsum der sich weltweit ausbreitenden Städte. Schließlich wirkt Spekulation als Treiber: Nicht nur die Zeitschrift Focus Money beschwor schon die "exzellenten Gewinnchancen" bei den "neuen Superrohstoffen" auf ihrer Titelseite.
Doch über all diese Faktoren hinaus gründen die Wurzeln des Problems noch tiefer in der jahrzehntelangen Vernachlässigung der Landwirtschaft, auch und gerade in jenen Ländern, in denen bis zu drei Vierteln der Bevölkerung noch von ihr leben. Diesem teils ideologisch begründeten Wegschauen sind die ökologische Krise und die Krise der Erträge ebenso wie ein großer Teil der Armut in Entwicklungsländern geschuldet; Probleme, die sich addieren und jetzt im Zorn der Hungerdemonstranten explodieren.
Ökonomen in der Welthandelsorganisation, in der Weltbank und im Weltwährungsfonds haben die sensible globale Agrarproduktion einer Markt- und Handelspolitik unterworfen, die sie allein unter dem Gesichtspunkt komparativer Vorteile auf den Weltmärkten und der
Economy of Scale
zu optimieren versuchte.
Mit dieser verengten Weltsicht zwangen vor allem die großen multilateralen Kreditinstitutionen in den 90er Jahren die Regierungen der Entwicklungsländer, ihre Fördermittel und Verteilungsstrukturen für die Bauern weit gehend einzusparen; auch Vermarktungsorganisationen und Genossenschaften wurden aufgelöst statt reformiert.
Zwischen 1980 und 2000 sanken zugleich die internationalen Hilfsgelder für die ländliche Entwicklung auf fast die Hälfte, wurden der Etat der FAO laufend gekürzt und die Fördersummen für Agrarforschung und Landreformen heruntergefahren.
So blieben hunderte Millionen von Kleinbauern allein gelassen - ohne Beratung, ohne Infrastruktur wie Straßen oder Lagerhäuser, ohne Zugang zu Märkten. Unterstützung erfuhren vor allem noch jene meist ohnehin reicheren Farmer, die an den günstigen Produktionsstandorten große Mengen erzeugen konnten.
Deren intensive Produktionsmethoden aber haben oft nicht nur Wasserknappheit hinterlassen, sondern auch versalzene, vergiftete und erodierte Böden. Nach den anfänglich sensationellen Erfolgen stoßen die Produkte der Agroindustrie jetzt vielerorts auch an die ökologischen Grenzen der Ertragssteigerungen. Doch die eltbevölkerung wächst und sie zu ernähren bleibt eine gigantische Herausforderung.
Seit rund fünf Jahren wird die Brisanz des Problems immerhin weltweit gesehen und die Kehrtwende ist angekündigt. Erstmals seit einem Vierteljahrhundert widmete etwa die Weltbank ihren Weltentwicklungsbericht 2007 dem Thema. Die afrikanische NEPAD-Initiative hat sich die Förderung der Landwirtschaft ebenso auf die Fahnen geschrieben wie die indische Regierung, die angesichts tausender Bauernselbstmorde gerade einen Schuldenerlass für Farmer bekannt gab. Von der UN bis zu privaten Stiftern wie Bill Gates wollen jetzt alle eine "neue Grüne Revolution". Doch wie soll sie aussehen?
Saatgutkonzerne und auch manche Wissenschaftler und Politiker setzen auf gentechnisch gezüchtete Pflanzen, die auch auf strapazierten Flächen oder bei Dürre oder Überschwemmungen gedeihen. Bisher allerdings bleibt es bei der Hoffnung; die meisten Züchtungen verharren trotz hoher Versprechungen im Laborstadium.
"Die Bauern Afrikas können sich auch ohne gentechnisch veränderte Lebensmittel aus ihrer Armut befreien" - nicht nur der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan, heute Präsident der Agricultural Alliance for Africa (AGRA), vertraut daher zunächst eher auf konventionelle Züchtungen und vielfältige Hilfen, den Bauern Zugänge zu Agrartechniken und Märkten zu verschaffen.
Ähnlich umstritten ist der Stellenwert, den Forscher und Politiker ökologischen Anbausystemen beimessen. Die einen halten sie für marginal, die anderen für die aussichtsreichste Strategie gerade für Kleinbauern. Sie könnten sich die ebenfalls immer teurer werdenden Düngemittel und Pestizide ohnehin nicht leisten, und mit Hilfe des Bioanbaus dennoch ihre Erträge steigern.
Dass das vielerorts möglich ist und zugleich auch noch der Boden verbessert und das Klima geschont werden kann, belegen mittlerweile zahlreiche Studien. Niels Halberg vom Dänischen Institut für Agrarwissenschaften etwa sagt: »Das Vorurteil, der Bioanbau produziere nicht genug, kann man ad acta legen«. Auch er hält aber noch viel Forschung für notwendig, um die organischen Anbaumethoden zu verbessern. Zudem erfordert auch eine solche Umorientierung einen hohen Aufwand für Beratung.
"
Business as usual
ist keine Option mehr", dieses unzweideutige Resumée zog allerdings auch ein Panel von 400 Experten, das von der Weltbank initiiert und von mehreren UN-Organisationen gefördert wurde und die globalen Agrikulturen einer Generalinspektion unterziehen sollte. Der Report des "International Assessment of Agricultral Science and Technology" (IAASTD) fordert, den Blick zu weiten, er fordert Vorrang für Kleinbauern und enthält ein klares Plädoyer für die Multifunktionalität der Landwirtschaft.
Erst ihre Rückbindung an die kulturellen, sozialen und ökologischen Besonderheiten jeder Weltregion gewährleiste das Interesse am langfristigen Erhalt von Wasser, Wald und Boden. Statt wie bisher mit Saatgut, Dünger und Pestiziden technische Standardbausätze für den uniformen Einsatz in aller Welt zu liefern, müssten Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen auf lokaler Ebene jeweils ganz unterschiedliche Lösungen für die Bauern finden. Und zwar mit ihnen gemeinsam: In starken staatlichen Institutionen müssten sich traditionelles und modernes Experimentieren gegenseitig befruchten, um neue Geräte, ökologisch stabile Anbausysteme und geeignete Methoden der Bodenbereitung und der Vermarktung zu entwickeln.
Der Weltagrarrat fordert also ein radikales Umdenken: "Wenn wir uns weiterhin allein auf die Steigerung der Produktion konzentrieren", sagt sein Vorsitzender, der frühere IPCC-Chef Robert Watson, "dann untergraben wir unser landwirtschaftliches Kapital und hinterlassen einen ausgelaugten Planeten". Und nur wenn Politiker diese Botschaft ernst nähmen, fügte er hinzu, könne auch "eine gerechtere Politik im Interesse der Armen Wirklichkeit werden".
Mit freundlicher Genehmigung von
The Atlantic Times
- Datum 04.06.2008 - 12:56 Uhr
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- Quelle ZEIT online, 3.6.2008
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Endlich einmal eine fundierte, gut recherchierte und vor allen DIngen einfach nachzuvollziehende Analyse des "Hungerproblems".
Leider wird es keinen wirklich interessieren, denn die Behebung würde ein gewisses Mass an Kooperation und Verstand benötigen und beides ist in Politikerhirnen nicht mal mehr rudimentär vorhanden.
Trotzdem ein grosses Lob!
Auch wenn ich zuerst vorausschicken will, man darf niemand die Leberkässemmel vergällen. Außerdem denk ich das neben dem vielleicht zu unbedachten Konsum von Fleisch in großen Mengen der laxe Umgang damit ist. Es ist eben so billig, da werden im Handel große Mengen weggeworfen. Ist schon richtig wenn das Zeug abgelaufen ist, aber man sollte von vorneherein weniger bevorraten. Dann würde es aber schnell heißen, sind ja Zustände wie in der DDR. Wenn mal einfach keine Landjäger mehr da sind, oder so. Gibt ja ganz verschiedene Zahlen je nach Branche und auch Region bzw. Preisklasse des Retailers aber je nachdem werden bis zu 50% aller Lebensmittel weggeworfen. Weils abgelaufen sind. Der optische Kaufanreiz stets voller Regale im Supermarkt ist uns eben gut - und teuer. Allein das auszuschalten würde die Mastherden in Europa stark reduzieren. Und schließlich, z.B. die bayrische Küche die ja, es gibt eben soviele Klischees, für Fleischreichtum und Schwere bekannt sein soll besteht in Wahrheit und traditionell zum Großteil aus Mehlspeisen. Darum auch die große Vielfalt an Backwaren oder Dinge wie Knödel, Griesnockerl, Brezn, usw... ist also kein "Verzicht" und täte unseren tendentiell verfettenden Wadeln ganz gut die Fleischzufuhr zu reduzieren. Gleiches gilt für alle anderen Lebensmittel... weil so gern mit Zahlen jongliert wird, hier eine andere von der ich zwar nicht sagen kann ob sie stimmt aber es klingt nicht unplausibel: es gibt inzwischen mehr Menschen mit (mindestens leichtem) Übergewicht als jene die Hunger leiden müssen auf der Welt. Verteilen kann man Nahrung nun auf dem Global sehr begrenzt, dazu ist das meiste zu verderblich und Einrichtungen wie Kühlschiffe sind keine Dauerlösung suchen wir doch gerade Auswege aus solcherlei Energieverschwendung. Ein Hauptgrund für Hunger ist neben der immer noch vorhandenen Bevölkerungsexplosion nämlich leider das selbst Entwicklungsländer genug "Technologie" besitzen um zuvor unbewohnbare Gegenden zu besiedeln. Obwohl diese eigentlich diese Massen dauerhaft nicht unterhalten können. Krasses Beispiel um zu zeigen dass das nicht nur mit Armut zu tun hat ist hier Dubai. Vor den Dollarmilliarden ein Beduinendorf in der Wüste. Heute eine Metropole in der Wüste, die jeden Wassertropfen aufwendig aus dem Meer entsalzen muss und jedes Gemüse über weiteste Strecken importieren muss. Klar, so ein Ort ist eigentlich nicht überlebensfähig. Zumindest nicht für mehr als die paar Beduinen und wenige Fischer im vorherigen Dorf. Diese urmenschliche Dekadenz die sich in armen wie reichen Ländern zeigt provoziert halt auch so manches Problem vor dem wir stehen. Also, es wäre eben darum auch zu kurz gehüpft nun zu sagen gebt mehr Geld dann wird das schon.. der Statuos Quo an sich ist das Problem. Der wird durch "Almosen" eher manifestiert. Naja eine Lösung hab ich nicht, aber Scheckbuchpolitik ist doch von Gestern!
Guter Artikel!Die Versaeumnisse bzw. das vollkommene Versagen europaeischer und amerikanischer Agrarpolitik haetten noch ein wenig staerker herausgearbeitet werden koennen. Es ist ja mittlerweile recht bekannt, dass die Agrarpolitik der westlichen Welt und Japans eine der wenn nicht gar die Hauptursache des weltweiten Hungers und zum Teil der weltweiten Armut ist.Hier in Japan hat man uebrigens eine "Planwirtschaft" bei der Butter, die man recht oft im Supermarkt nicht bekommt. Ich kann trotzdem gut leben.Uebrigens muss man nicht gleich ganz auf Fleisch verzichten: Nach verschiedenen Quellen essen die Deutschen zwischen 60 Kg (Bundesverband der deutschen Fleischwarenindustrie) und 83Kg (Zentrale Markt- und Preisberichtstelle) Fleisch im Jahr.Das sind selbst bei der niedrigen Schaetzung etwa 200 Gramm am Tag. Wenn man das zum Beispiel halbiert, ist schon sehr viel gewonnen und man kann immer noch jeden Tag Fleisch essen.Ich selbst war frueher stark uebergewichtig und habe dann gemaess "friss die Haelfte" einfach alles, was ich zu mir nahm, halbiert und Suesskram komplett gestrichen. So habe ich abgenommen, ohne dabei irgendein Gefuehl von Mangel zu haben (naja ab und zu hatte ich schon Appetit auf lecker Kekse).Kurz gesagt: 100 Gramm Fleisch am Tag sind immer noch mehr als ausreichend und eine solche Einschraenkung wuerde aufgrund der schlechten Energiebilanz von (vor allem roten) Fleisch sehr helfen den weltweiten Hunger zu bekaempfen.P.S. Esst mehr Gefluegel, weniger Schwein und viel weniger Rind!Aber wem erzaehle ich das ....
Ich kann lori@zeit nur zustimmen. Man sieht die, die im Dunkeln sitzen/stehen/arbeiten nicht, man übersieht und übergeht sie, die vielen Millionen Kleinbauern in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Saatgutkonzerne, die mithilfe geneigter Politiker sich viele Millionen untertänig/abhängig machen wollen; die Politiker, die ebenso geneigt (gemacht), dem Volk das Genfood "aufzwängen" wollen ( die GRÜNEN, die zurecht, wie ich, gegen Genfood sind, aber gleichwohl zu denen ins polit. Bett steigen (wollen), die gerade das Gegenteil tun - pervers, nicht?); Entwicklungshilfe-Minister in der EU und sonstwo, die gern "große Leute sein wollen", wie unsere "Alt-Linke", die einerseits so redet, aber gegenteilig handelt (??).
Vor hundert Jahren sagte / schrieb man, hat der Bauer Geld, hat es die ganze Welt. In D. ist die Landwirtschaft, gemessen am BIP-Anteil nicht mehr allzu bedeutend, aber sie stellt eine immense Ressource an Menschen, an human capital, an Vermögen, natürlichem Potenzial und Tradition dar.
Meine Meinung zu allem:
Ändert die Brüsseler Agrarpolitik grundlegend hin zur naturnahen Landwirtschaft!
Schaufelt von dort einige Milliarden in Richtung der Kleinbauern in der Dritten Welt!
In Deutschland proportional ebenso!
Sollen wir warten, bis irgendwelche geldgierigen Ich-Linge in den Ländern X, Y oder Z etwas tun oder nicht!
Wir Deutsche sollten den Anfang machen! Ich bin mir sicher: Sehr viele würden uns folgen. Weil halt immer irgendeiner den Anfang machen muss. Da wir Deutsche meist keine Musterschüler sind, liefen wir nicht Gefahr, uns dadurch unbeliebt zu machen.
Und mittel- und langfristig hätten wir sogar noch einen immensen Vorteil. Nicht nur im Image! Wir würden uns, und auch unseren Konsumenten, damit uns selbst (Bevölkerungsmehrheit) in hohem Masse damit selbst helfen. Denn geben ist seliger denn nehmen! Bitte einmal vertieft darüber nachzudenken (objektiv und ergebnisoffen!!).
Ich kann lori@zeit nur zustimmen. Man sieht die, die im Dunkeln sitzen/stehen/arbeiten nicht, man übersieht und übergeht sie, die vielen Millionen Kleinbauern in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Saatgutkonzerne, die mithilfe geneigter Politiker sich viele Millionen untertänig/abhängig machen wollen; die Politiker, die ebenso geneigt (gemacht), dem Volk das Genfood "aufzwängen" wollen ( die GRÜNEN, die zurecht, wie ich, gegen Genfood sind, aber gleichwohl zu denen ins polit. Bett steigen (wollen), die gerade das Gegenteil tun - pervers, nicht?); Entwicklungshilfe-Minister in der EU und sonstwo, die gern "große Leute sein wollen", wie unsere "Alt-Linke", die einerseits so redet, aber gegenteilig handelt (??).
Vor hundert Jahren sagte / schrieb man, hat der Bauer Geld, hat es die ganze Welt. In D. ist die Landwirtschaft, gemessen am BIP-Anteil nicht mehr allzu bedeutend, aber sie stellt eine immense Ressource an Menschen, an human capital, an Vermögen, natürlichem Potenzial und Tradition dar.
Meine Meinung zu allem:
Ändert die Brüsseler Agrarpolitik grundlegend hin zur naturnahen Landwirtschaft!
Schaufelt von dort einige Milliarden in Richtung der Kleinbauern in der Dritten Welt!
In Deutschland proportional ebenso!
Sollen wir warten, bis irgendwelche geldgierigen Ich-Linge in den Ländern X, Y oder Z etwas tun oder nicht!
Wir Deutsche sollten den Anfang machen! Ich bin mir sicher: Sehr viele würden uns folgen. Weil halt immer irgendeiner den Anfang machen muss. Da wir Deutsche meist keine Musterschüler sind, liefen wir nicht Gefahr, uns dadurch unbeliebt zu machen.
Und mittel- und langfristig hätten wir sogar noch einen immensen Vorteil. Nicht nur im Image! Wir würden uns, und auch unseren Konsumenten, damit uns selbst (Bevölkerungsmehrheit) in hohem Masse damit selbst helfen. Denn geben ist seliger denn nehmen! Bitte einmal vertieft darüber nachzudenken (objektiv und ergebnisoffen!!).
Was ist das nur für eine Spekulanten-freundliche Nicht-BerichtErstattung über die wahren PreisAnstiegs-Verursacher: Spekulanten an den RohstoffBörsen, die zur BankenKrise (vor 2 Monaten) Gelder aus den RisikoBereichen abgezogen haben und nun in das wenige investiert haben, was man noch mit GewinnErwartung kaufen konnte: RohStoffe (Nahrung, Erdöl, Edelmetalle).
Ich kann lori@zeit nur zustimmen. Man sieht die, die im Dunkeln sitzen/stehen/arbeiten nicht, man übersieht und übergeht sie, die vielen Millionen Kleinbauern in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Saatgutkonzerne, die mithilfe geneigter Politiker sich viele Millionen untertänig/abhängig machen wollen; die Politiker, die ebenso geneigt (gemacht), dem Volk das Genfood "aufzwängen" wollen ( die GRÜNEN, die zurecht, wie ich, gegen Genfood sind, aber gleichwohl zu denen ins polit. Bett steigen (wollen), die gerade das Gegenteil tun - pervers, nicht?); Entwicklungshilfe-Minister in der EU und sonstwo, die gern "große Leute sein wollen", wie unsere "Alt-Linke", die einerseits so redet, aber gegenteilig handelt (??).
Vor hundert Jahren sagte / schrieb man, hat der Bauer Geld, hat es die ganze Welt. In D. ist die Landwirtschaft, gemessen am BIP-Anteil nicht mehr allzu bedeutend, aber sie stellt eine immense Ressource an Menschen, an human capital, an Vermögen, natürlichem Potenzial und Tradition dar.
Meine Meinung zu allem:
Ändert die Brüsseler Agrarpolitik grundlegend hin zur naturnahen Landwirtschaft!
Schaufelt von dort einige Milliarden in Richtung der Kleinbauern in der Dritten Welt!
In Deutschland proportional ebenso!
Sollen wir warten, bis irgendwelche geldgierigen Ich-Linge in den Ländern X, Y oder Z etwas tun oder nicht!
Wir Deutsche sollten den Anfang machen! Ich bin mir sicher: Sehr viele würden uns folgen. Weil halt immer irgendeiner den Anfang machen muss. Da wir Deutsche meist keine Musterschüler sind, liefen wir nicht Gefahr, uns dadurch unbeliebt zu machen.
Und mittel- und langfristig hätten wir sogar noch einen immensen Vorteil. Nicht nur im Image! Wir würden uns, und auch unseren Konsumenten, damit uns selbst (Bevölkerungsmehrheit) in hohem Masse damit selbst helfen. Denn geben ist seliger denn nehmen! Bitte einmal vertieft darüber nachzudenken (objektiv und ergebnisoffen!!).
Sicher, fast eine Milliarde Menschen hungern. Hat die Landwirtschaft
versagt? Sicher ist, dass die Weltbevölkerung schneller wächst, als die
Nahrungsmittelproduktion. Wenn man bedenkt, dass die ertragreichsten
Anbauflächen längst benutzt sind (und zusätzliche Fläche weniger etragreich ist
- soweit vorhanden), dass die Ozeane hoffnungslos überfischt sind, dass die
Weltbevölkerung nicht nur wächst, sondern ein immer höherer Anteil davon die
Mittel hat, eine grössere Nachfrage zu entfalten, dann wird einem leicht
schwindelig. Dann kommt dazu, dass die gleiche wachsende Anzahl auch mehr
Energie nachfragt (und ohne es zu wollen damit wieder die Nahrungspoduktion
unter Druck setzt - siehe Biotreibstoff), und obendrein die Klimabelastung
ankurbelt. Hinter dem globalen Nahrungsmittelbedarf, Energiebedarf und Umweltbelastung steckt
die Anzahl der Menschen. Und es geht also nicht nur um Nahrung - an
keinem dieser globalen Problemen kann man unabhängig von den anderen globalen
Problemen arbeiten, ohne dauernd strörende Nebenwirkungen zu bekommen. Wieviel Nahrungsmittel und Energie, wieviel Umweltbelastung bedeutet es,
wenn es der gesamten Bevölkerung einigermassen gut gehen soll? Hält der
Planet das aus? Wieviele Jahre und Geld bräuchten wir, um diese Situation
zu verwirklichen? Was wären die Folgen der Tatsache, dieses Geld von
irgenwo abgezogen zu haben?
Wievele Menschen werden durch Hunger, Krankheit, Umweltproblene und Kriege
sterben müssen, bis ein planetares Gleichgewicht hergestellt ist? Eine
politisch unkorrekte Frage. Jedoch: wenn wir Menschen uns ihr nicht stellen,
wird sie sich von selbst lösen, und wohl nicht auf die menschlichste Weise.
Wir Bürger der reichen Länder verfügen über Bildung und die Mittel, um zu
forschen und zu entwickeln. Wir sollten nicht glauben, unsere Politiker
kümmern sich um politisch unkorrekte Fragen, ohne dass sie durch den
Wählerdruck dazu gebracht werden. Jeder Erwachsene ist Wähler.
Und fast alle sind Verbraucher, nicht nur die Erwachsenen. Jeder ist nun
aufgefordert, das Richtige in seinem Bereich zu tun. Wer abwartet, wird
nacher kaum geltend machen können, er habe von allem nichts gewusst.
Leider bin ich perönlich sehr pessimistisch - ich kann nicht sehen, dass in den
globalen Fragen schnell genug Fortschritte erziehlt werden. Aber
vielleicht ist ja das Internet auch eine Möglichkeit, Einfluss zu nehmen.
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