New York Kolumne Die Invasion

Die Armutswelle ist offenbar in Deutschland ausgebrochen. Deshalb hört man so häufig deutsch in den Warteschlangen der Apple Stores von New York, schreibt unsere Kolumnistin

Wer, wie ich, fern der Heimat lebt, guckt gerne in deutsche Zeitungen, um zu erfahren, was daheim los ist. Daheim ist offenbar eine Armutswelle ausgebrochen. Das wundert mich kein bisschen, denn New York ist überschwemmt von deutschen Touristen, die sich hier günstig mit dem Überlebensnotwendigsten eindecken: Levy‘s Jeans, Abercrombie & Fitch-T-Shirts, North Face-Jacken, Nike-Turnschuhen und IPods. Vor allem IPods. Und MacBooks.

MacBooks und IPods kosten hier in Dollar das, was sie in Deutschland in Euro kosten, deshalb fahren die Apple Stores Sonderschichten. Vier Läden hat Apple in Manhattan, und sie werden von Touristen belagert wie Troja von den Truppen der Danaer, oder, für unsere jüngeren Leser, wie der Planet Coruscant von der dunklen Seite der Macht. Nicht nur Deutsche natürlich, auch Schweizer, Franzosen, Italiener und Skandinavier.

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Neulich bin ich eine halbe Stunde an der Kasse vom Apple in SoHo gestanden, nur um ein Paar Kopfhörer zu bezahlen, so beeinträchtigt die Armutswelle in Deutschland auch mich. Außerdem wird es immer schwieriger, Stories aus dem New Yorker Alltagsleben an deutsche Blätter zu verkaufen; kein Redakteur liest gerne Alltagsgeschichten darüber, dass die Kopfhörer von Bose zwar dreimal so teuer sind wie die von Sony, aber viel besser, oder dass man frischen Hummer am besten an der Grand Street kauft.

Zwar ist der Tourismus aus Übersee zurückgegangen, und das trotz eines Dollars, der, wenn es die Deutsche Mark noch gäbe, bei 1 Mark 27 liegen würde. Aber das gilt nicht für New York. In die Stadt kommen inzwischen mehr als vierzig Millionen Touristen im Jahr, davon ein Fünftel aus Übersee. Das liegt daran, sagt unser Bürgermeister Michael Bloomberg, dass New York tolerant und weltoffen ist, und nicht fremdenfeindlich, anders als, beispielsweise, Utah, aber das sagt er natürlich nicht, das denkt er bloß.

Ich glaube, dass auch die Apple Stores eine große Rolle spielen. Allerdings, die Touristen, jedenfalls die Deutschen, kaufen nicht nur ein. Sie lustwandeln auf dem Broadway, laufen über die Brooklyn Bridge, sitzen im Central Park, bevölkern das Metropolitan Museum; neulich habe ich zwei Touristen bei einem Vortrag über Stadtplanung getroffen, in einer winzigkleinen Galerie in Chinatown, die dem Goethe-Institut gehört. Touristen! Sie seien drei Wochen hier und wollten sich nicht bloß das Übliche angucken, sagten sie. Ich schickte sie in die Bronx, in die Arthur Avenue, wo Robert de Niros Mafiafilm „A Bronx Tale“ spielt.

Wobei, auch die Bronx ist heute für Touristen sicher — das Schlimmste, was einem dort passieren kann, ist ein 300-Dollar-Strafzettel, weil man Papier weggeworfen hat oder auf der Straße Bier trinkt. Aber die meisten Touristen wollen natürlich nach Manhattan, nach Greenwich Village, wo Carrie, Miranda, Charlotte und Samantha ihre Manolo Blahniks kaufen, und lunchen. Am Wochenende war ich am Magnolia Café im Village, wo die vier Freundinnen von Sex and the City ihre Cupcakes verzehren. Vor dem Laden war eine Schlange, so lang wie der halbe Block. Und man sprach deutsch.

Leser-Kommentare
    • Anonym
    • 31.05.2008 um 17:50 Uhr

    wenn es darum geht, sie um ihren Namen nachfragt und sie antworten schlicht mit Müller, Meier oder Schulze. Thats wrong, your name is Dollar! Sie verstehen mich? Gut so.Schönes Wochenende - Gute ZEIT mit der ZEIT!
    debrasseur

    http://kommentare.zeit.de...

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    • gayorg
    • 31.05.2008 um 21:19 Uhr

    Euro Euro und nochmals Euro.Viel Spass mit der BILD ZEITUNG und EXPRESS und RTL UND UND UND

    • gayorg
    • 31.05.2008 um 21:19 Uhr

    Euro Euro und nochmals Euro.Viel Spass mit der BILD ZEITUNG und EXPRESS und RTL UND UND UND

    • Anonym
    • 31.05.2008 um 17:57 Uhr

    das finde ich irgendwie fantastisch, wenn Deutsche New York erobern und die Geschäfte geradezu mit ihren Dollars ausplündern.Es stimmt, in der heutigen ZEIT wird man auf die vielen TV-Kanäle innerhalb und außerhalb der USA nicht mehr Herr der Lage. Da greift man verzweifelt nach der papiernen Form. Das haftet irgendwie länger.Selbst wenn der Apple nur noch einen Euro, was ja demnächst im Vergleich mit einem US-Dollar saumäßig hoch, also unanständiger Wechselkurs, würde ich mich nicht dazu hergeben, einen Apple besitzen zu wollen. Ich gehöre schließlich nicht zu der Gruppe der Blinden, die alles Mögliche der Werbung abnehmen und Glauben schenken.Die anfallenden Verbindungsebühren, bleiben, wie immer außen vor und im Hintergrund, denn das Geschäft würde daran sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Das bedenken die wenigsten beim Kauf. Mackt nichts, wird irgendwie in Doitschland wieder abgeschrieben, nach alter Manier.Schönes Wochenende - Gute ZEIT mit der ZEIT!
    debrasseur

    http://kommentare.zeit.de...

  1. Ich glaub Sie haben das Problem nciht verstanden:1. ist das problem der deutschen das auseinanderklaffen der schichten was gemessen an den oecd ländern viel schneller voranschreitet als in den partnerstaaten2. ist es sehr gut dass die zustände nciht so sind wie in den usa, mit den vielen leuten die mehrere schlechtbezahlte jobs haben, ganz zu schweigen von der krankenversicherungso gesehen geht es uns hier in deutschland besser als in deutschland aber es ist nichts dran verkehrt diesen zustand auch beibehalten zu wollen3. mich erstaunt es sehr dass ein so undurchdachter artikel in der zeit erscheint, das ist sehr enttäuschend normalerweise ist so eine argumentationsweise der boulevardpresse zuzuschreiben. 4. mich enttäuscht es auch sehr dass sie SCHEINBAR die verständliche amerikanische sicht auf deutschland teilen weil es für sie als deutsche sofort klar sein sollte woher das rührt anstatt einfach blind nachzuplappern was andere mit anderem horizont denken

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    • gayorg
    • 31.05.2008 um 20:33 Uhr

    Hallo Herr Anton Maier,subjekt, prädikat , objekt, das ist die einfachste Form der deutschen Sprache ( und nicht nur der )Was Sie da so von sich geben, ich verstehe es nicht ( es kann ja durchaus intelligentere Leute wie mich geben) Die ganzen Rechtschreibfehler und vor Allem der Sinn des Ganzen, Zitat: Ihres Kommentares: `so gesehen geht es uns hier in deutschland besser als in deutschland´  So ein Quatsch: Ich denke Sie sollten erst mal mit der BILD Zeitung anfangen !

    • gayorg
    • 31.05.2008 um 20:33 Uhr

    Hallo Herr Anton Maier,subjekt, prädikat , objekt, das ist die einfachste Form der deutschen Sprache ( und nicht nur der )Was Sie da so von sich geben, ich verstehe es nicht ( es kann ja durchaus intelligentere Leute wie mich geben) Die ganzen Rechtschreibfehler und vor Allem der Sinn des Ganzen, Zitat: Ihres Kommentares: `so gesehen geht es uns hier in deutschland besser als in deutschland´  So ein Quatsch: Ich denke Sie sollten erst mal mit der BILD Zeitung anfangen !

    • keox
    • 31.05.2008 um 20:18 Uhr

    es gibt diverse Varianten dieses Gewerbes. Obiger Artikel gründelt abgrundtief in geldwerten Abhängigkeiten.Nun gibt es viele Menschen, die - von keines Gedanken Blässe angekränkelt, von allen moralischen Forderungen unbeleckt - das verbale Ärschchen jedem Freier zur freien Verfügung überläßt.Da hilft auch die verschämte Entschuldigung nicht weiter, man sei ja schließlich auch nur ein Magerhirn.

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    • gayorg
    • 31.05.2008 um 20:42 Uhr

    Bitte können Sie mal in ganz einfachen Worten sagen was Sie meinen ? Ansonsten ist der Beitrag völliger Quatsch. Komisch, was für Kommentare in der ZEIT veröffentlicht werden.

    • gayorg
    • 31.05.2008 um 20:42 Uhr

    Bitte können Sie mal in ganz einfachen Worten sagen was Sie meinen ? Ansonsten ist der Beitrag völliger Quatsch. Komisch, was für Kommentare in der ZEIT veröffentlicht werden.

    • gayorg
    • 31.05.2008 um 20:33 Uhr

    Hallo Herr Anton Maier,subjekt, prädikat , objekt, das ist die einfachste Form der deutschen Sprache ( und nicht nur der )Was Sie da so von sich geben, ich verstehe es nicht ( es kann ja durchaus intelligentere Leute wie mich geben) Die ganzen Rechtschreibfehler und vor Allem der Sinn des Ganzen, Zitat: Ihres Kommentares: `so gesehen geht es uns hier in deutschland besser als in deutschland´  So ein Quatsch: Ich denke Sie sollten erst mal mit der BILD Zeitung anfangen !

    • gayorg
    • 31.05.2008 um 20:42 Uhr

    Bitte können Sie mal in ganz einfachen Worten sagen was Sie meinen ? Ansonsten ist der Beitrag völliger Quatsch. Komisch, was für Kommentare in der ZEIT veröffentlicht werden.

    Antwort auf "Prostitution,"
    • gayorg
    • 31.05.2008 um 21:19 Uhr

    Euro Euro und nochmals Euro.Viel Spass mit der BILD ZEITUNG und EXPRESS und RTL UND UND UND

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    • Anonym
    • 01.06.2008 um 9:57 Uhr

    Diese Instrumente, wie Sie gerade aufzählten stehen im ganz natürlichen Widerspruch zu meiner Person, sozusagen lebenslänglich.Schönes Wochenende - Gute ZEIT mit der ZEIT!
    debrasseur

    http://kommentare.zeit.de...

    • Anonym
    • 01.06.2008 um 9:57 Uhr

    Diese Instrumente, wie Sie gerade aufzählten stehen im ganz natürlichen Widerspruch zu meiner Person, sozusagen lebenslänglich.Schönes Wochenende - Gute ZEIT mit der ZEIT!
    debrasseur

    http://kommentare.zeit.de...

    • iDog
    • 31.05.2008 um 21:52 Uhr

    humor it wenn man ueber sich selbst lachen kann ... scheint in d-land nicht sehr weit verbreitet zu sein ... aber diese kommentare hier sind ja hoffemtlich nicht repraesentativ ... sonst liebes deutschland - gute nacht - da hilft dan auch kein reisesouvenier mehr.

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    • gayorg
    • 31.05.2008 um 22:52 Uhr

    Was also ist humor ?? Über sich selbst lachen. Das ist OK.  [...][Der Rest wurde gelöscht, siehe oben. /Die Redaktion pt.]

    • gayorg
    • 31.05.2008 um 22:52 Uhr

    Was also ist humor ?? Über sich selbst lachen. Das ist OK.  [...][Der Rest wurde gelöscht, siehe oben. /Die Redaktion pt.]

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