Klimaschutz "Sieg der Autolobby"
Matthias Seiche von der Umweltschutzorganisation BUND hält die Einigung Deutschlands und Frankreichs auf CO2-Vorgaben für Pkw für eine Mogelpackung. Ein Interview
ZEIT online:
Herr Seiche, Deutschland und Frankreich haben sich endlich auf eine gemeinsame Position zu den geplanten europäischen Klimaschutzvorgaben für die Autoindustrie verständigt. Warum kritisieren Sie den Kompromiss?
Matthias Seiche:
Weil er einen Sieg für die deutsche Autolobby bedeutet. Die EU-Kommission wollte den Autobauern vorschreiben, dass Neuwagen von 2012 an nicht mehr als durchschnittlich 120 Gramm Kohlendioxid ausstoßen dürfen. Das wurde nun dadurch aufgeweicht, dass man eine Übergangsfrist eingebaut hat, die bis 2015 gilt, also drei Jahre länger. In dieser Phase sollen nur die sparsamen Autos die Klimaziele einhalten. Die anderen können beliebig darüber hinausschießen. Das ist ein fatales Signal.
ZEIT online:
Paris und Berlin haben sich auch darauf verständigt, „ökologische Innovationen“ stärker zu honorieren. Was sind das für Neuerungen?
Seiche:
Leichtlaufreifen zum Beispiel, die den Spritverbrauch um bis zu fünf Prozent senken können. Aber das ist eine Mogelpackung. Denn der Spritverbrauch der Fahrzeuge wird bereits mit diesen „Innovationen“ getestet und danach eingeschätzt. Da wird also doppelt gezählt. Ganz abgesehen davon, dass der Spritverbrauch auf der Straße ohnehin um 10 bis 15 Prozent höher liegt als der Wert, der in den Tests der Hersteller gemessen wird.
ZEIT online:
Zugleich ist die Rede von „flexibleren Regelungen“, was die Strafen bei Verstößen gegen die Auflagen betrifft. Heißt flexibel schlicht geringere Strafen?
Seiche:
Das ist zu befürchten. Zwar ist noch nicht festgelegt, wie hoch das Strafmaß für diejenigen Autobauer sein werden, die die Grenzwerte überschreiten. Die EU-Kommission hatte mehrere tausend Euro pro Auto angepeilt, jetzt könnte es nur noch auf ein paar hundert Euro hinauslaufen. Das bedeutet, dass der Anreiz für die Autobauer steigt, die Strafen einfach auf den Kaufpreis aufzuschlagen.
ZEIT online:
Statt die Strafen als Anreiz zu begreifen, in neue Technik zu investieren ...
Seiche:
Ja. Bei einem Porsche Cayenne würde der Preis prozentual nur marginal steigern. Es gibt Käuferschichten, die extrem große Autos auch dann kaufen, wenn sie teurer werden. Deshalb muss die Industrie in die Pflicht genommen werden.
ZEIT online:
Immerhin haben sich Angela Merkel und Nicolas Sarkozy auch auf längerfristige Ziele geeinigt. Bis 2020 wollen sie die Werte auf 95 bis 110 Gramm pro Kilometer senken.
Seiche:
Es ist richtig, der Autoindustrie langfristige Ziele zu setzen. Denn die Produktionszyklen der Autobauer sind lang. Besser aber wären 80 Gramm. Das ist durchaus keine willkürliche Zahl. Sie entspricht etwa dem Verbrauch eines Drei-Liter-Autos. Das gibt es schon lange und wird im Ausland vorangetrieben. Nehmen Sie zum Beispiel den Wagen, den Tata in Indien baut.
ZEIT online:
Die Frage ist nur, ob die Verbraucher da mitziehen. Selbst der hohe Ölpreis hält sie derzeit kaum vom Autofahren ab – auch mit spritfressenden Geländewagen.
Seiche: Der deutsche Verbraucher ist träge. Wir erleben auf dem Markt gerade eine bemerkenswerte Spaltung. Auf der einen Seite wächst die Nachfrage nach spritarmen Modellen. Auf der anderen Seite aber kaufen die Deutschen mehr Geländewagen. Es gibt noch immer eine Käufergruppe, der das Klima egal ist.
Matthias Seiche ist Klimaexperte des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Die Fragen stellte
Philip Faigle
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- Datum 31.12.1899 - 01:00 Uhr
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- Quelle ZEIT online
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die sich wie immer am Feindbild No. 1 festhält.
Zitat:„Ja. Bei einem Porsche Cayenne würde der Preis prozentual nur marginal steigern. Es gibt Käuferschichten …. Der deutsche Verbraucher ist träge.
Auf der anderen Seite aber kaufen die Deutschen mehr Geländewagen. Es gibt noch immer eine Käufergruppe, der das Klima egal ist.
In Deutschland wurden 2007 rund 4.700 Cayenne zugelassen.
Das sind die Tatsachen.
Sind es also tatsächlich die „paar Porsche“, welche das Kraut fett machen? Nein, sie stechen dem Missgünstigen nur allzu gern ins Auge und sind zugegeben kein Vorbild in Sachen Verbrauch, respektive Umweltschutz.
Die Frage stellt sich doch aber ganz anders.
Wer sind die wahren Umweltverschmutzer in Deutschland?
Warum spricht, wenn wir schon über Verkehr sprechen, niemand über den LKW Transport, der so ineffizient ist, wie sonst noch was? Und über Schadstoffausstoß dort?
Der Lkw-Verkehr in Deutschland steigt nach einer aktuellen Verkehrsprognose des Bundesverkehrsministeriums bis 2025 um 84 Prozent.
Das führe zu einem Anstieg der Kohlendioxidemissionen des Lkw-Verkehrs um 19 Prozent auf 57 Millionen Tonnen im Jahr 2025.
„Der europäische Lkw-Markt hat im Juli und August seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Wie der Europäische Automobilverband (Acea) am Mittwoch mitteilte, stieg die Zahl der Neuzulassungen von mittelschweren und schweren Lkw über 3,5 t unter Herausrechnung von Reise- und Stadtbussen im Juli und August gegenüber dem Vorjahresmonat um 27,5% auf 35.622 bzw. um 20,8% auf 32.474 Fahrzeuge.“
32 bis 40 Liter Diesel für 100 Km, ältere Modelle verbrauchen schon mal das Doppelte. Alle durch das Transitland No.1 in Deutschland.
Wer spricht denn eigentlich darüber?
Wer wirklich Umweltschutz will, der würde dort zuallererst anfangen.
Aber auf den „Anonymus“ Cayenne –Fahrer „drischt es sich doch wahrlich leichter“ ein, nicht wahr Herr Seiche?
Im Transportbereich ist es sofort klar, wohin zu große Auflagen führen. Zu stark ansteigenden Verbraucherpreisen für Lebensmittel und wegen des Nichts an Lagerhaltung auch für alle anderen Waren. Und vor leeren Regalen im Supermarkt will nun keiner stehen. Im Personenverkehr merkt es in erster Linie der Nutzer des PKW wie sich die Preise für Steuern, Schmierstoffe und anderes verteuert haben. Der Einfluss auf die Preise anderer Güter ist indirekt. Und beim LKW zeigt sich der verfehlte Ansatz aktueller Umweltpolitik. Sollen sie doch ausloben: Die erste Fabrik mit dem 10 Liter LKW mit 150 gr co2, (wahrscheinlich gemäß Ideal immer noch zu viel) erhält X.... Mittelstandsinitiative, so wie nach dem "Sputnik Schock" Kreativität verlangt wurde. Zu kompliziert? Nein, zu abgabenneutral.
Wäre ein Golf auch nur annähernd so effektiv, müsste er mit etwa 1.5l/100km auskommen. Das schaffen umgerechnet aber nur Elektroautos, weil man die 50% Wirkungsgrad eines LKW-Diesels in einen PKW-Motor nicht reinbekommt.Selbst die Bahn ist nicht soviel besser als die LKWs wie gemeinhin angenommen wird. Die produziert ihren Strom nämlich in eigenen Kohlekraftwerken. Nur Schiffe kommen mit deutlich weniger aus - u.a. deshalb, weil deren Dieselmotoren bis zu 60% Wirkungsgrad haben.Bevor man also über den Treibstoffverbrauch der LKWs meckert, sollte man erst mal über Alternativen nachdenken, die nicht auf Abschaffen rauslaufen. Durch das Abschaffen würden wir nämlich alle ärmer.
Im Transportbereich ist es sofort klar, wohin zu große Auflagen führen. Zu stark ansteigenden Verbraucherpreisen für Lebensmittel und wegen des Nichts an Lagerhaltung auch für alle anderen Waren. Und vor leeren Regalen im Supermarkt will nun keiner stehen. Im Personenverkehr merkt es in erster Linie der Nutzer des PKW wie sich die Preise für Steuern, Schmierstoffe und anderes verteuert haben. Der Einfluss auf die Preise anderer Güter ist indirekt. Und beim LKW zeigt sich der verfehlte Ansatz aktueller Umweltpolitik. Sollen sie doch ausloben: Die erste Fabrik mit dem 10 Liter LKW mit 150 gr co2, (wahrscheinlich gemäß Ideal immer noch zu viel) erhält X.... Mittelstandsinitiative, so wie nach dem "Sputnik Schock" Kreativität verlangt wurde. Zu kompliziert? Nein, zu abgabenneutral.
Wäre ein Golf auch nur annähernd so effektiv, müsste er mit etwa 1.5l/100km auskommen. Das schaffen umgerechnet aber nur Elektroautos, weil man die 50% Wirkungsgrad eines LKW-Diesels in einen PKW-Motor nicht reinbekommt.Selbst die Bahn ist nicht soviel besser als die LKWs wie gemeinhin angenommen wird. Die produziert ihren Strom nämlich in eigenen Kohlekraftwerken. Nur Schiffe kommen mit deutlich weniger aus - u.a. deshalb, weil deren Dieselmotoren bis zu 60% Wirkungsgrad haben.Bevor man also über den Treibstoffverbrauch der LKWs meckert, sollte man erst mal über Alternativen nachdenken, die nicht auf Abschaffen rauslaufen. Durch das Abschaffen würden wir nämlich alle ärmer.
Die Spaltung des Markts entspringt einer Spaltung der Bewusstseins.Es gibt ein spürbares Problem: Steigende Energiepreise und menschliche Eingriffe in die Atmosphäre. Die einen sagen: Es wird weitergehen wie bisher. Und jetzt erst recht das Auto, das ich mir leisten kann. Und handeln sollen im Zweifelsfalle immer erst die anderen. Die anderen sagen: Es ist Zeit zu handeln und Tun es.Diese Auseinandersetzung ist notwendig. Sie wird mit steigenden Preisen an Schärfe zunehmen.Die Große Koalition setzt mit ihrem halbherzigen Klimaschutzprogramm auf ein Weiter so. Den Preis zahlen die sozial Schwachen. Hier und erst recht in der dritten Welt. Bitte verschont mich mit Eurem christlichen Abendland oder mit Eurer Solidarität!Hier siegt, zumindest im Moment der kurzfristig orientierte Egoismus.Stefan StarkeFriedrichshafen
Schuld sind immer die anderen...natürlich verbraucht ein LKW mehr als ein Cayenne - ein Flugzeug oder ein Frachter verbrauchen übrigens noch mehr. Und auch am Gesamt-CO2-Ausstoß in Deutschland macht der Verkehrssektor wenns hoch kommt nur 20% aus, soll man doch lieber über die Industrie oder Kraftwerkstechnik sprechen. Aber auch bitte nicht mehr als sprechen, den machen müssen wir garnichts, schauen wir doch mal über die Grenzen hinweg: Wir liegen (Werte von 2005) mit einem Gesamt-CO2-Ausstoß von 860 Millionen Tonnen doch noch so weit hinter den USA (knapp 6000 Millionen Tonnen) oder China (knapp 4800 Millionen Tonnen), und die kümmern sich doch noch viel weniger um die Umwelt. Jut, wäre das geklärt: weitermachen!!Denkt eigentlich wirklich jeder nur an sich, jetzt, hier und heute? 4700 Porsche Cayenne...und ich behaupte mal, dass der Cayenne nichtmal das meistgekaufte SUV in Deutschland ist - jede große Marke ist auf diesen Trend eingegangen, auch kleinere "sportlichere" SUVs werden angeboten...aber der 3l-Lupo, der 3l-Audi2, nichtmal die "normalen" 4-5 Liter Kleinwagen der deutschen Auto-Hersteller werden (zwecks mangelnder Nachfrage) mehr gebaut. Der neue Corsa wiegt mit 1200kg mehr als ein wenige Jahre älterer Kombi.......muss das wirklich alles? Und noch ganz unabhängig davon, ob der Klimawandel tatsächlich am CO2-Ausstoß liegt: Mit welchem Recht verschwenden wir unsere Ressourcen für Jux und Dollerei? Wenn wir das schon machen (und wir dürfen das ja auch weiterhin, bis 2012 und länger - muss halt jeder selbst entscheiden) dann doch bitte ein bisschen mehr dafür zahlen...das sollte denjenigen, die sich son Panzer kaufen, auch nix machen. Aber evtl. wird durch solche politischen Reformen schonmal etwas vorausschauend in die Zukunft geforscht und aus einer tollen 1-Liter Studie (die bereits 2002 fahrtüchtig war, auf Grund mangelnder Nachfrage aber einfach zu teuer blieb) ein nicht ganz so egoistischer Trend entstehen, der (vielleicht, man weiß es ja nicht) der Umwelt gut tut und uns ganz nebenbei auch noch unabhängiger vom Öl macht. Und wer weiß, evtl. hätten an diesen neuartigen, innovativen Techniken auch andere Länder Interesse.... Von alleine würde dafür jedenfalls keiner Abstriche machen. Da sind wir Deutschen - und ich denke mal wir sind da international keine Ausnahme - wie Herr Seiche treffend formuliert hat tat, tatsächlich einfach was träge.....
...und nicht nur nicht (!) auf den bösen Porsche- oder die LKW-Fahrer eindreschen. Wir alle, oder fast alle, fahren doch wohl ein Auto!?
Mal Hand auf's Herz, wir gefallen uns gerne darin, nur einen Kleinwagen oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Dann fühlen wir uns doch schon ganz gut. Die allerdings fahren auch nicht durch reine Geisteskraft, sondern, zugegebenermaßen mit weniger aber nichts desto Trotz, mit Kraftstoff und/oder Strom.
Meinen wir es Ernst mit der CO2-Reduktion, dann hilft nicht Bahnfahren, sondern nur überhaupt nicht fahren. Nicht weniger, sondern garnicht!
Aber wie sieht sie aus, die Wirklichkeit? Viele Menschen sind für Umweltschutz, aber die Billigflieger haben keinen Mangel an Passagieren, die mal zum Shoppen nach London oder Madrid fliegen (!). Scheinbar sind Millionen von Pendlern gezwungen (!), täglich 'zig Kilometer zwischen Wohn- und Arbeitsstätte zu pendeln. Ist nicht vielmehr der Wunsch nach einem Haus im Grünen der wirkliche Grund fürs Pendeln? Erstaunlicherweise kommt dieser Grund in der öffentlichen Diskussion überhaupt nicht vor.
Ein Volk von Opfern der Umstände, und ein Volk voller Menschen, dass stets die Schuldigen zu kennen meint. Bei diesen allerdings, ist man selber nie dabei!
Der Umweltschutz hört bereits bei 1,50 pro Liter auf, Steuern runter lautet dann die Parole. Verbrauch runter, durch Verzicht, ist leider weniger laut zu hören.
Der Cayenne- und LKW-Fahrer ist schuld...naja, wer das denkt, der scheut den Blick in den Spiegel! Ich selbst inklusive!!
Manche DieselMotoren funktionieren auch mit ökologischem Walöl ... ...Aber mal im Ernst: Die FCKW-Abschaffung war notwendig, aber CO2 ?? Die meisten Pflanzen haben die optimale PhotosyntheseAktivität bei ca. 700 ppm CO2, nicht bei _nur_ 350 wie derzeit. Warum: Weil es erdgeschichtlich nun einmal besonders _niedrige_ CO2-Werte sind, die heute vorliegen. Die Temperaturerhöhung der letzten Jahrzehnte ist auch nicht eindeutig zurückzuführen auf den CO2-Gehalt. Aber sie liegt im Trend eines TemperaturAnstiegs während der vergangenen Jahrhunderte, seit der "kleinen EisZeit".=> Russ muss weg=> StickOxide müssen weg=> aber CO2 kann bleiben, denn es schadet nichtMittels der internationalen Kyoto-Faxen sollen doch am Ende evtl. nur SchwellenLänder vom Aufholen auf den Westen abgehalten werden ...
fährt schon so gut wie gar nicht mehr oder kann sich erst gar kein Auto leisten. Wenn man für 200 km Verwandtenbesuch am Wochenende mit öffentlichem Verkehr hin und zurück 10 Strunden braucht, mit dem Auto 4 kann man es sein lassen, wenn man sich den Sprit nicht leisten kann. Und natürlich haben höhere KFZ-Kosten ja gar keinen Einlfuss auf andere Bereiche, so wie die Ökosteuer auf Benzin nur die Preise für Benzin erhöht hat. Wo sind aber die Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr in der Fläche.
Manche Ökologen handeln gemäß dem Grundsatz: Fiat justitia, pereat mundi. Keine Mittelstandsoffensive sondern nur Abgaben, Subventionen, verschärfte Gesetze und Verzicht sind die Rezepte. Neue Technologien brauchen finanziellen Spielraum. Durch eine Alles oder Nichts Politik werden noch mehr arbeitslos. Aber die werden werden ja staatlicherseits auf niedrigstem Niveau aufgefangen. Ist auch gut so, können sie nicht mehr so viel Fleisch essen und vor allem kein Auto mehr fahren.
Die Ausgabe der Besonderheiten als Normalfall also: alle sind Verschwender, alle fahren zu viel, alle verbrauchen zu viel dient lediglich dem Drehen an der Abgabenschraube. Sie macht uns ärmer, unfreier und lässt keinen Spielraum für Veränderungen.
Im Transportbereich ist es sofort klar, wohin zu große Auflagen führen. Zu stark ansteigenden Verbraucherpreisen für Lebensmittel und wegen des Nichts an Lagerhaltung auch für alle anderen Waren. Und vor leeren Regalen im Supermarkt will nun keiner stehen. Im Personenverkehr merkt es in erster Linie der Nutzer des PKW wie sich die Preise für Steuern, Schmierstoffe und anderes verteuert haben. Der Einfluss auf die Preise anderer Güter ist indirekt. Und beim LKW zeigt sich der verfehlte Ansatz aktueller Umweltpolitik. Sollen sie doch ausloben: Die erste Fabrik mit dem 10 Liter LKW mit 150 gr co2, (wahrscheinlich gemäß Ideal immer noch zu viel) erhält X.... Mittelstandsinitiative, so wie nach dem "Sputnik Schock" Kreativität verlangt wurde. Zu kompliziert? Nein, zu abgabenneutral.
Wäre ein Golf auch nur annähernd so effektiv, müsste er mit etwa 1.5l/100km auskommen. Das schaffen umgerechnet aber nur Elektroautos, weil man die 50% Wirkungsgrad eines LKW-Diesels in einen PKW-Motor nicht reinbekommt.Selbst die Bahn ist nicht soviel besser als die LKWs wie gemeinhin angenommen wird. Die produziert ihren Strom nämlich in eigenen Kohlekraftwerken. Nur Schiffe kommen mit deutlich weniger aus - u.a. deshalb, weil deren Dieselmotoren bis zu 60% Wirkungsgrad haben.Bevor man also über den Treibstoffverbrauch der LKWs meckert, sollte man erst mal über Alternativen nachdenken, die nicht auf Abschaffen rauslaufen. Durch das Abschaffen würden wir nämlich alle ärmer.
Sehr geehrter scotty55,zum einen stimme ich Ihnen voll zu. LKW fahren in der gleichen Zeit fünf Mal so weit wie der durchschnittliche Geschäftswagen, sind entsprechend optimiert. Die im Kommentar 1 zitierten Spitzen-LKW mit 32 l auf 100 km haben vermutlich Scania Motoren mit Turbo-Compound. Die zweite Turbine im Abgasstrom schickt ihre Leistung auf den Antriebsstrang. Diese Technik gibt es etwa seit 1985.Eine Technik, die ebenfalls an die Abgas- ( und Motoren)abwärme nutzt, eine ORC Maschine, wird BMW ab dem Jahr 2010 anbieten. Das sind die feinen Unterschiede.Auf der anderen Seite widerspreche ich Ihnen: Natürlich kommt Bahnstrom heute zum guten Teil aus Kohlekraftwerken. Aber Strom lässt sich unproblematischer aus erneuerbaren Energien produzieren als Treibstoffe.Photovoltaik z.B. hat einen 25 bis 100 fach höheren Flächenertrag als Biotreibstoffe. Zudem bietet Strom aus Wärmeprozessen die Chance, die Abwärme zu nutzen.Mit freundlichen GrüßenStefan StarkeFriedrichshafen
Sehr geehrter scotty55,zum einen stimme ich Ihnen voll zu. LKW fahren in der gleichen Zeit fünf Mal so weit wie der durchschnittliche Geschäftswagen, sind entsprechend optimiert. Die im Kommentar 1 zitierten Spitzen-LKW mit 32 l auf 100 km haben vermutlich Scania Motoren mit Turbo-Compound. Die zweite Turbine im Abgasstrom schickt ihre Leistung auf den Antriebsstrang. Diese Technik gibt es etwa seit 1985.Eine Technik, die ebenfalls an die Abgas- ( und Motoren)abwärme nutzt, eine ORC Maschine, wird BMW ab dem Jahr 2010 anbieten. Das sind die feinen Unterschiede.Auf der anderen Seite widerspreche ich Ihnen: Natürlich kommt Bahnstrom heute zum guten Teil aus Kohlekraftwerken. Aber Strom lässt sich unproblematischer aus erneuerbaren Energien produzieren als Treibstoffe.Photovoltaik z.B. hat einen 25 bis 100 fach höheren Flächenertrag als Biotreibstoffe. Zudem bietet Strom aus Wärmeprozessen die Chance, die Abwärme zu nutzen.Mit freundlichen GrüßenStefan StarkeFriedrichshafen
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