Rechtsextremismus Braune Welle im WebSeite 2/2
Um gegen ausländerfeindliche Videos oder Websites mit unzulässigen - etwa volksverhetzenden - Inhalten oder auch gegen Community-Profile mit Links zu rechtsextremen Homepages vorzugehen, wendet sich jugendschutz.net direkt an die Internetprovider im In- und Ausland. Insgesamt seien in vier von fünf Fällen die entsprechenden Inhalte oder Websites aus dem Internet genommen worden.
Auch YouTube hat inzwischen reagiert: Seit 2007 gibt es zwischen jugendschutz.net und dem Internetunternehmen eine Vereinbarung zur "Entnazifizierung". Seither wurden über 1.250 Videos von der Webseite entfernt. Zuvor waren unzulässige Inhalte trotz alarmierender Hinweise von Usern noch geduldet worden.
Doch jugendschutz.net erwartet mehr von den Internetprovidern, zuvorderst Eigeninitiative in Form von zusätzlichem Personal und mehr technische Mittel im Kampf gegen rechtsextreme Inhalte. Glaser forderte die Betreiber auf, Maßnahmen zu treffen, um den neuerlichen Upload von rechtsextremen Videos zu verhindern. Dazu Glaser: "Rassismus erfordert Widerstand, und auch im Netz ist Zivilcourage angesagt".
- Datum 06.06.2008 - 09:01 Uhr
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