Siemens-Affäre Pierer übernimmt "politische Verantwortung"
Der ehemalige Siemens-Chef hat sich im Gespräch mit der ZEIT erstmals zu seiner grundsätzlichen Verantwortung für Korruptionsaffären während seiner Amtszeit bekannt
Der
ZEIT
sagt von Pierer: "Wahrscheinlich hätte ich deutlicher sagen sollen, dass ich die politische Verantwortung trage für die Dinge, die während meiner Amtszeit geschehen sind." Von Pierer weiter: "Ich dachte, das bringe ich mit meinem Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender deutlich genug zum Ausdruck."
Der Manager war von 1992 bis 2005 Siemens-Konzernchef und trat danach an die Spitze des Aufsichtsrats. Im Zuge der Korruptionsaffäre musste von Pierer den Platz im Kontrollgremium 2007 räumen. Von Pierer widerspricht in der ZEIT der Kritik, er sei zu spät als Chefkontrolleur abgetreten: "Ich dachte, ich könnte im Aufsichtsrat mehr für Siemens tun als außerhalb."
Ein großes Porträt des ehemaligen Siemens-Chefs lesen Sie ab Donnerstag in der aktuellen Ausgabe der ZEIT
- Datum 12.06.2008 - 13:00 Uhr
- Quelle ZEIT online
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Was ein Schmarren! Unter seiner Führung wurde ein Schwarzgeldsystem etabliert, bzw. weiterentwickelt, das sowohl eigene Mitarbeiter wie auch Kunden und Politiker weltweit korrumpierte. Hier den Begriff der politischen Verantwortung für ein kriminelles Auftragsbeschaffungssystemheranzuziehen ist schlimster Euphemismus.Der Versuch, diese kriminellen Machenschaften schönzureden, passt zwar in die derzeitige politische Landschaft, ist aber angesichts der Beträge, um die es dabei geht, schon ziemlich dreist. Die ZEIT sollte diese Dinge als das darstellen, was sie sind: Wirtschftskriminalität der übelsten Art.
Sehr geehrter Herr Dr. von Pierer, hier ist nochmals mein offener Brief an Sie in DER ZEIT: http://kommentare.zeit.de/node/127046/99126#comment-99126 (dort an 2. Stelle). Mit freundlichen Grüssen Dr. Reinhard Munzert, Erlangen
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