USA/Europa Bye, bye, Bush!
Der amerikanische Präsident geht. Keiner in Europa weint ihm eine Träne nach, vielen aber kam er sehr zupass

© JIM WATSON/AFP/Getty Images
Die Europäer weinen im keine Träne nach: US-Präsident Bush auf dem Weg zum EU-USA-Gipfel
Paris, Rom, London, Berlin im Schweinsgalopp, zudem noch einen Abstecher ins slowenische Idyll Brdo George W. Bushs Abschiedstournee durch halb Europa unterscheidet sich kaum vom Abstecher amerikanischer Touristen in die Alte Welt. Rund 80 Prozent der Europäer lehnen heute die Politik dieses Präsidenten ab, verkünden die Umfragen. Der Mann, so räsoniert Altaußenminister Hans-Dietrich Genscher, habe alles getan, um den Abstand zwischen den USA und Europa zu verbreitern.
Das mögen die meisten so sehen und übersehen dabei womöglich, dass es nicht ein Mann alleine war, der über dem Atlantik einen Abstand aufreißen ließ, und der Buhmann Bush den Europäern so manche eigene Entscheidung abgenommen oder erleichtert hat.
Der tiefe Wandel der Vereinigten Staaten wurde von Bush mehr begleitet als befördert, wirtschaftlich allemal, auch im Sozialen, und selbst in der Außenpolitik: Mit dem Ende des Kalten Kriegs sahen viele das Pazifische Zeitalter anbrechen. Amerika ist Anrainer am Stillen Ozean und darum mit von der Partie. Die transatlantischen Beziehungen prägen die amerikanische Weltsicht also zwangsläufig weit weniger als in der Vergangenheit, Bush hin, Bush her.
Die Hochrüstungspolitik der Bush-Krieger kritisiert weder ein John McCain noch ein Barack Obama: Fast die Hälfte aller Waffen dieser Welt, im kaum vorstellbaren Gegenwert von über einer halben Billion Dollar leistet sich dieses Land und schafft es doch nicht, die Erde so sicher zu machen, wie es die eigene Angst vor dem Rest der Welt gerne hätte. Glaubt man den Kandidaten um Bushs Nachfolge, dann wird sich an dieser gewaltigen Verschwendung nichts ändern. Denn gekauft wird von den Amerikanern daheim, ein Wirtschaftskreislauf, der seiner eigenen Vernunft folgt.
Aber reden wir von den Europäern, die diesem George W. Bush keine Träne nachweinen. Ihre Sicherheit verteidigen sie heute auch am Hindukusch, um den ehemaligen deutschen Verteidigungsminister Peter Struck zu zitieren. Aber tun sie es aus Überzeugung, gar aus strategischem Denken oder nicht doch eher, um die viel beschworene Bündnistreue zu demonstrieren?
Der Irakkrieg hat den Nahen und Mittleren Osten unsicherer gemacht denn je, diesem Vorwurf kann selbst ein Bush nicht länger ausweichen. Der damalige Außenminister Joschka Fischer hatte also recht mit seinem I am not convinced, ich bin nicht überzeugt, dass dieser folgenschwere Feldzug das Richtige sei. Allerdings ist Genugtuung wenig hilfreich und schon gar kein Grund zur Schadenfreude: Wissen denn die Europäer, wie sie selbst mit der Krisenregion Nahost umgehen wollen, von Iran nicht zu reden?
- Datum 11.06.2008 - 12:00 Uhr
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...vermutlich auch in seiner Heimat wird ihm kaum jemand eine Träne nachweinen. Ausnahme: Die Herren der Rüstungsindustrie. Dazu passt der jüngste Beitrag der BBC zu diesem Thema. http://news.bbc.co.uk/2/h...Lesen und staunen....
Auftragnehmer der Bush Administration, Dick Cheney als früherer Administrator in Diensten desselben Ladens. Was kann da jemand anderes erwarten? Interessant in diesem Zusammenhang wäre die Liste der Sponsoren zur Kandidatur von Mr. President Bush GW, die genaueren Aufschluß über die Trinkgelder geben kann.Wen wundert diese Vorgensweise heute noch. Viele Menschen haben den Kuwait/Irak-Krieg 1991 vergessen. Nach Beendigung, nur um eines der Themen zu durchleuchten, Trinkwasser, besser gesagt Mineralwasser war aus aller Welt gefragt, bis es zur Lieferung kam. Wer die durchführen konnte, das war bekannt, nur US-Gesellschaften. Da lohnt sich der militärische Einsatz denn schon, selbst unter fadenscheinigen Vor- und Grundsätzen. Nicht anders wurden Länder durch die Brandmarke "Schurkenstaaten" die Gesellschaften der Staaten vom freien Markt der WTO ferngehalten.Krieg und Frieden muß in einer Hand bleiben, damit das Geschäft zu jeder Zeit blühen kann.Schönen Tag noch - Gute ZEIT mit der ZEIT!
Isaac Ben Laurence Weismann
http://kommentare.zeit.de...
Da die AMIs die KrisenHerde erst geschaffen haben bräuchte man sie nicht zu vermissen ... Ohne AMIs wären die Probleme zwar immer noch da, aber wenigstens wäre nicht Bock == Gärtner.Ausserdem sind die Russen auch noch wer, und unterstützen Iran's friedliche NuklearAktivitäten:http://youtube.com/watch?...So lange Putin davor warnt, den Iran anzugreifen:http://youtube.com/watch?... sind die USA dort auch keine ProblemLöser, höchstens vielleicht VerSchlimmerer
Bye, bye US (und auch Europa fuer die Amerikaner).
Der tiefe Wandel der Vereinigten Staaten wurde von Bush mehr begleitet als befoerdert.
Mit dem Ende des "Kalten Krieges" haben Genscher (mit seinem Balkan Krieg gegen Gross-Jugoslawien im Namen, aber tatsaechlich gegen die Serben) und Fischer im Schweinsgalopp alles getan mit verschiedenen Werkzeugen um den Abstand zwischen den Kuesten des Atlantik zu verbreiten.
Heutzutage weint (mit Recht) niemand dieser Trennung eine Traene nach. Warum auch?
Gottseidank fuehrt man einen friedlichen Dialog, zu dem Bush's Reise in Europa gehoert, was eine totale Verschwendung der Kosten ist, die seine Steuerzahler dafuer ausgeben. Trotzdem, ein friedlicher Dialog ist weder schlecht noch unnoetig, da die UN sich endlich (GottseiDank) selbst beinah ueberall ausgeschaltet hat. (Bald wird man entscheiden muessen, ob man fuer sie die Mehrheit der Kosten aus Europa bezahlen will, da Afrika und Asien mit wenigen Ausnahmen, das Geld dafuer nicht haben. Es ist ein "Wunder der Welt", dass die Amerikaner immer noch soviel ihres "nuetzlosen" Geld fuer sie ausgeben.)
Amerikaner sind genau so zufrieden, wie die Kommentar-Schreiber der ZEIT mit den heutigen Zustaenden. Die Trenning zwischen Deutschland und Amerika ist viel endgueltiger als die Trennung der US von anderen Laendern. Was zu erwarten ist nicht nur weil wir zum "Normalzustand" zurueckkehren. "St. Petersburg liegt Deutschland viel naeher als Harvard" (zitiert). Die deutschen Wirtschaftsinteressen liegen im Osten. Putin und sein Nachfolger werden den Deutschen immer weiter mehr sympatisch werden als Bush und sein Nachfolger, ob Obama (wahrscheinlich) oder McCain.
Warum ist das schlecht? Ist es nicht gut? Man verlaesst sich auf Energie aus Russland. Mehr Werte die den deutschen aehnlich und sympatisch sind, kann man in Russland (niemand spricht hier von der Soviet Union) finden als in Amerika.
Leider ob das so oder anders its, hat wohl wenig damit zu tun, wie das Einwanderungs-Problem nach Deutschland aus Afrika und dem Nahen Osten geloest wird. Was die Welt in der die deutsche Bevoelkerung lebt, mehr aendern kann oder wird als alles andere.
Berlin - St. Petersburg gibts für 49 Euro. Nach Boston ists sicher teurer. (Habe übrigens dort 1 Jahr studiert. Intellektuell ist Harvard freilich näher an Europa als St. Petersburg. Aber das ist der einzige Ort in den USA, für den das gilt. Insofern war meine Aussage falsch. Für den Rest der USA gilt meine Aussage allerdings sowohl in geistiger als auch geographischer Hinsicht.)
Wenn das Vereinigte Königreich der Ausgangspunkt der Industriellen Revolution war, so waren die deutschen Universitäten des 19. Jahrhunderts der Ausgangspunkt der Technologischen Revolution. Beide Revolutionen haben die Lebensumstände der Weltbevölkerung entscheidend verändert. Das wird weltweit so gesehen und anerkannt.
Das Deutschland und die Europäische Gemeinschaft nach 60 Jahren Aufarbeitung der Katastrophen des 20. Jahrhunderts sich endlich von Amerika wieder zu emanzipieren beginnen, ist nicht verwunderlich. "Europa" alias Deutschland war nie weg! (Ganz abgesehen von Plänen der USA das deutsche Volk nach 1945 auszurotten! Vor diesem Ausgerottetwerden hat uns letztendlich die Sowjetunion bewahrt!)
Die amerikanische Gesellschaft der Räuberbarone der Wall Street ist weltweit nicht willkommen. Amerika fehlt die Erfahrung des Sozialismus. Vielleicht wird jetzt in der Periode des "welthistorischen" Abstiegs dieser Räuberbarone sich so etwas wie Zivilcourage gegen das kapitalistische Ausbeutungssystem entwickeln. Ich wage es aber zu bezweifeln. Amerika ist nichtsdestotrotz in seinen überwiegenden Teilen ein Drittweltland - eben Obervolta mit Raketen. Als Ex-Amerikaner tut mir das natürlich sehr leid. Aber da letztlich der Humanismus siegt, werden wir die USA sicher nicht vergessen. (Nichts liegt uns ferner als die Amerikaner zu anti-ieren.)
Berlin - St. Petersburg gibts für 49 Euro. Nach Boston ists sicher teurer. (Habe übrigens dort 1 Jahr studiert. Intellektuell ist Harvard freilich näher an Europa als St. Petersburg. Aber das ist der einzige Ort in den USA, für den das gilt. Insofern war meine Aussage falsch. Für den Rest der USA gilt meine Aussage allerdings sowohl in geistiger als auch geographischer Hinsicht.)
Wenn das Vereinigte Königreich der Ausgangspunkt der Industriellen Revolution war, so waren die deutschen Universitäten des 19. Jahrhunderts der Ausgangspunkt der Technologischen Revolution. Beide Revolutionen haben die Lebensumstände der Weltbevölkerung entscheidend verändert. Das wird weltweit so gesehen und anerkannt.
Das Deutschland und die Europäische Gemeinschaft nach 60 Jahren Aufarbeitung der Katastrophen des 20. Jahrhunderts sich endlich von Amerika wieder zu emanzipieren beginnen, ist nicht verwunderlich. "Europa" alias Deutschland war nie weg! (Ganz abgesehen von Plänen der USA das deutsche Volk nach 1945 auszurotten! Vor diesem Ausgerottetwerden hat uns letztendlich die Sowjetunion bewahrt!)
Die amerikanische Gesellschaft der Räuberbarone der Wall Street ist weltweit nicht willkommen. Amerika fehlt die Erfahrung des Sozialismus. Vielleicht wird jetzt in der Periode des "welthistorischen" Abstiegs dieser Räuberbarone sich so etwas wie Zivilcourage gegen das kapitalistische Ausbeutungssystem entwickeln. Ich wage es aber zu bezweifeln. Amerika ist nichtsdestotrotz in seinen überwiegenden Teilen ein Drittweltland - eben Obervolta mit Raketen. Als Ex-Amerikaner tut mir das natürlich sehr leid. Aber da letztlich der Humanismus siegt, werden wir die USA sicher nicht vergessen. (Nichts liegt uns ferner als die Amerikaner zu anti-ieren.)
Um meinen Punkt, die USA würden die Kriesen erzeugen, am Beispiel des Iraks zu verdeutlichen:=> erst haben die AMIs Hussein eingesetzt und goutiert=> dann haben sie ihn sogar mit dem GiftGas beliefert, das er einsetzte=> dann haben sie Kuweit mit horizontal-ErdölBohrern beliefert=> damit Kuweit von unter dem Irak Öl klauen konnten, für ein paar Mrd/Jahr=> und nicht mehr lange dauerte es bis zum Anlassen des 1. GolfKriegeshttp://www.cbsnews.com/st...Vergleichbares gilt für die meisten Länder Lateinamerikas, für viele Gegenden Afrikas, usw.
...soll nicht mit Steinen werfen.Während sich die Vereinigten Staaten aktiv im Weltgeschehen engagieren (mit zweifelhaftem Erfolg), lehnt sich Europa zurück, mischt sich nirgendwo ein und kann mit selbstgefälliger Zufriedenheit sagen: WIR haben keine Fehler gemacht, um gleich mit erhobenen Zeigefinger den moralischen Stab über Washington zu brechen.Ist ja auch klar: Wer tatenlos ist, kann nicht für seine Taten kritisiert werden. So halte ich den "Wir hätten es ja von Anfang an besser gewusst" - Habitus in vielen Fällen ob der europäischen Passivität nicht nur für unangebracht, sondern entlarvend heuchlerisch.Auf die Spitze getrieben wurde diese europäische Doppelbödigkeit während der Jugoslawienkriege der Neunzigerjahre: Ein großer Aufschrei ging durch Berlin, Paris und London. Schon wieder Krieg auf europäischem Boden. Schon wieder erwies sich der Balkan als Pulverfass des Kontinents. Und was war die Folge? Sämtliche Friedensappelle an die konfliktbeteiligten Staaten gingen im Kugelhagel unter und erwiesen sich als gänzlich wirkungslos. Europa verharrte in Tatenlosigkeit, Passivität und Erstarrung; niemand war bereit, einzusehen, dass die rasche Beendigung des Grauens ein entschlossenes militärisches Durchgreifen verlangte. Europa war unfähig, vor seiner eigenen Haustüre für Ruhe zu sorgen und rief die Vereinigten Staaten zu Hilfe, die die "Schmutzarbeit" erledigen sollten. Und so waren sie es schließlich, die dem Schrecken ein Ende bereiteten.Der Fall Srebrenica, wo niederländische Blauhelmsoldaten einem Massaker der bosnischen Serben tatenlos zusahen, fügt sich übrigens vor diesem Hintergrund nur allzupassend ins Bild.Die Vereinigten Staaten mögen in ihrer emsigen Aktivität zahlreiche Fehler begehen, aber die europäische Passivität erweist sich nur allzu oft als schädlicher und moralisch verwerflicher.Vieles könnten Europa und die USA voneinander lernen. Aber eine Synthese von amerikanischer Entschlossenheit und europäischer Diplomatie bleibt wohl noch lange ein Traum....
Ein _Nein_ zur KriegsTreiberei ! Die Verursacher gehören sanktioniert und Wirtschaftlich so lange geächtet, bis sie keine Lust mehr haben ...Auch auf dem Balkan wurde der Krieg von aussen mindestens begünstigt.Wie meistens galt auch hier: "Kriege werden ausgelöst von Leuten, die sich kennen, und geführt von Leuten, die sich nicht kennen."Nix mit politischen Engagement in Form von Militärischen Einsätzen.Und ja: Manche haben es von Anfang an besser gewusst: Schon zum 1. GolfKrieg gab es zahlreiche Proteste, und auch sog. "Mahnwachen", überall in Deutschland.Schlecht für die, welche jetzt erst aufwachen, aber bitte: Nicht die eigenen Versäumnisse den anderen unterstellen !
Immer wieder hege ich die Hoffnung, dass Menschen fähig sind, aus der Geschichte zu lernen. Bedauerlicherweise erfahre ich sehr oft das Gegenteil.Ich kann Ihnen insofern zustimmen, dass alles im Bereich des Möglichen getan werden muss, um einen kriegerischen Konflikt zu vermeiden. Wenn jedoch der Punkt erreicht ist, an dem eben jener Bereich des Möglichen voll ausgeschöpft ist, so ist die militärische Intervention als ultima ratio ein Mittel, um noch schlimmeres zu verhindern. Spätestens die blutigen Auseinandersetzungen am Balkan (wie ich in meinem Kommentar No. 6 schon darstellte) führten Europa vor Augen, um viel entsetzlicher sich ein tatenloses Zusehen auswirken kann.Wenn wir eine Lehre aus diesen Geschehnissen ziehen sollten, dann diese: Wer nichts tut macht sich (mit)schuldig. "Ein Nein zur Kriegstreiberei" ist als objektive Aussage durchaus sinnvoll, aber in Wahrheit bedeutet dieser Spruch für viele "Pazifisten" ein gänzliches Nein zu jedem militärischen Einsatz in welcher Form und in welchem Rahmen auch immer. Auch hier scheint sich meine Hoffnung, die Geschichte als Lernprozess aufzufassen, in Luft aufzulösen.Denn dem selben Motto folgte auch der damalige britische Premierminister Neville Chamberlain in seiner Politik gegenüber Hitler, die als "Appeasment bezeichnet wurde. Während also der britische Regierungschef seine Beschwichtigungspolitik verfolgte, rüsteten die Nationalsozialisten zum Weltkrieg. Hätten Sie dennoch Chamberlains Anti - Kriesgspolitik zugestimmt, die in Wahrheit den Weg zum Weltkrieg noch begünstigte?So ist es sehr wohl legitim, zu behaupten, was ich ich schon in Kommentar No. 6 behauptete: Die Vereinigten Staaten mögen in ihrer emsigen Aktivität zahlreiche Fehler begehen, aber die europäische Passivität erweist sich nur allzu oft als schädlicher und moralisch verwerflicher.Vieles können Europa und die USA voneinander lernen. Eine Synthese amerikanischer Entschlossenheit und europäischer Diplomatie bleibt aber wohl noch lange ein Traum....
Immer wieder hege ich die Hoffnung, dass Menschen fähig sind, aus der Geschichte zu lernen. Bedauerlicherweise erfahre ich sehr oft das Gegenteil.Ich kann Ihnen insofern zustimmen, dass alles im Bereich des Möglichen getan werden muss, um einen kriegerischen Konflikt zu vermeiden. Wenn jedoch der Punkt erreicht ist, an dem eben jener Bereich des Möglichen voll ausgeschöpft ist, so ist die militärische Intervention als ultima ratio ein Mittel, um noch schlimmeres zu verhindern. Spätestens die blutigen Auseinandersetzungen am Balkan (wie ich in meinem Kommentar No. 6 schon darstellte) führten Europa vor Augen, um viel entsetzlicher sich ein tatenloses Zusehen auswirken kann.Wenn wir eine Lehre aus diesen Geschehnissen ziehen sollten, dann diese: Wer nichts tut macht sich (mit)schuldig. "Ein Nein zur Kriegstreiberei" ist als objektive Aussage durchaus sinnvoll, aber in Wahrheit bedeutet dieser Spruch für viele "Pazifisten" ein gänzliches Nein zu jedem militärischen Einsatz in welcher Form und in welchem Rahmen auch immer. Auch hier scheint sich meine Hoffnung, die Geschichte als Lernprozess aufzufassen, in Luft aufzulösen.Denn dem selben Motto folgte auch der damalige britische Premierminister Neville Chamberlain in seiner Politik gegenüber Hitler, die als "Appeasment bezeichnet wurde. Während also der britische Regierungschef seine Beschwichtigungspolitik verfolgte, rüsteten die Nationalsozialisten zum Weltkrieg. Hätten Sie dennoch Chamberlains Anti - Kriesgspolitik zugestimmt, die in Wahrheit den Weg zum Weltkrieg noch begünstigte?So ist es sehr wohl legitim, zu behaupten, was ich ich schon in Kommentar No. 6 behauptete: Die Vereinigten Staaten mögen in ihrer emsigen Aktivität zahlreiche Fehler begehen, aber die europäische Passivität erweist sich nur allzu oft als schädlicher und moralisch verwerflicher.Vieles können Europa und die USA voneinander lernen. Eine Synthese amerikanischer Entschlossenheit und europäischer Diplomatie bleibt aber wohl noch lange ein Traum....
Sollte des Abschied Bush´s ein Abschied der USA als selbsternannter Weltpolizei sein, würde wieder Platz entstehen für alle, ihre Vorhaben Probleme mit denen angehen wollen, die daran wirklich beteilgt sind.Aspiranten für die Rolle des Weltpolizisten kann nur empfohlen werden, sich allein die horrenten Kosten zu Gemüte zu führen, die dieses "Vergnügen" verschlingen kann. Entscheidender wird die Überlegung sein - ob irgendein Land die Entscheidung über Leben und Tod von Menschen außerhalb seiner Grenzen haben kann, die Millionen Menschen in aller Welt inzwischen nicht nur mit ihrem Leben bezahlt haben. Die gute Absicht ist das Eine - was zählt, ist das Ergebnis. Wenn Bush stolz ist, dann kann das auch der ebenso verständliche wie verzweifelte Versuch sein, seiner Polittik noch etwas Gutes abzugewinnen.Keiner der Präsidentschaftskandidaten hat Ambitionen geäußert, diese unselige Rolle der USA fortsetzen zu wollen. Das ist nicht so selbstverständlich wie vernünftig.
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