Afghanistan Pariser Konferenz fordert "Afghanisierung" des Wiederaufbaus

Afghanistans Präsident Karsai bittet um 50 Milliarden Dollar für sein Land - dabei gehören Korruption und Drogenhandel zu den größten Hindernissen des Wiederaufbaus

In Afghanistan werden manche Schulen gebaut, ohne dass es Lehrer gibt. Ein Großteil der Hilfsgelder geht an ausländische Experten. Die afghanische Regierung hat keinen Überblick über die Hilfsprojekte im eigenen Land – dies sind nur einige der Missstände, die bei der internationalen Afghanistan-Konferenz eine Rolle gespielt haben. Vertreter von 80 Staaten und Organisationen haben am Donnerstag in Paris über die Verbesserung der Aufbauhilfe für das Bürgerkriegsland beraten.

Die Konferenz sei eine selbstkritische Bestandsaufnahme der Geberländer, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Die Hilfe müsse besser koordiniert werden, aber zugleich sei es wichtig, dass die Afghanen mehr und mehr Verantwortung übernähmen.

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Deutschland sagte 420 Millionen Euro bis 2010 zu. Der Wiederaufbau sei ebenso wichtig wie der Militäreinsatz, sagte Steinmeier. Spekulationen über die Obergrenze deutscher Truppen in Afghanistan lehne er jedoch ab. „Die Zahlendebatte führt zu nichts“, sagte Steinmeier. Es wird erwartet, dass der Generalinspekteur der Bundeswehr eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes von 3500 auf bis zu 5000 Mann vorschlagen wird.

Der afghanische Präsident Hamid Karsai, der auf seine Wiederwahl im kommenden Jahr hofft, zählte die Fortschritte auf, die sein Land in den vergangenen Jahren gemacht hat: Die Zahl der Schulkinder ist von knapp einer auf sechs Millionen gestiegen, davon sind zwei Drittel Mädchen, mehrere Tausend Kilometer Straßen wurden instand gesetzt, etwa 85 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu einer medizinischen Versorgung, zuvor waren es neun Prozent, fünf Millionen Flüchtlinge sind zurückgekehrt. „Aber wir haben noch einen langen Weg vor uns“, sagte er. Mangelnde Sicherheit, Korruption und vor allem Drogenhandel sind die größten Probleme, mit denen Afghanistan zu kämpfen hat.

Leser-Kommentare
  1. Karzai verlangt 50 Milliarden, das reiche Deutschland bietet 500 Millionen, also nur ein Hundertstel dieser Summe.   Wenn die 10 reichsten Länder der Welt ebenso handeln wie Deutschland, ergeben sich nur 5 Milliarden.

  2. Wer es nun immer noch nicht begriffen hat: aus Afghanistan wird nie was, weder mit Geld, noch mit Truppen, noch mit Aufbauhelfern, am wenigsten mit Karzai, der keine Minute ohne seine Leibgarde ueberleben wuerde, abert ein schoenes Geld verdient.Afghaner sehen nicht nur anders aus und sprechen eine andere Sprache. Sie sind auch anders und werden nie das Opieumgeschaeft, den Waffenschmuggel und die Korruption aufgeben. Das sind die Eckpfeiler der Wirtschaft und der Gesellschaft.  Daher sollten der Westen da raus gehen und es den Afgahnern selbst ueberlassen, was sie aus ihrem Land machen. Wird was draus, schoen. Wird nichts draus, ist es auch egal.[Anmerkung: Bitte vermeiden Sie Pauschalisierungen./ Die Redaktion; ew]

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    • Walid
    • 25.06.2008 um 13:41 Uhr

    Walid
    Wie gut, dass Sie die Afghanen so genau kennen. Haben Sie sich auch die Frage gestellt, seit wann die Afghanen die drei von Ihnen aufgezählten „ruhmreichen Eigenschaften“ sich zugelegt haben? Meines Wissens  haben sich die Afghanen diese Eigenschaften erlangen, als sie im Wirbelsturm des kalten Krieges zwischen Ost und West geraten waren. <?xml:namespace prefix =" o" ns =" "urn:schemas-microsoft-com:office:office"" />
    Ehemalige russische Kriegsgeneräle schreiben heute, dass der Krieg zwischen den Afghanen und der UdssR unter vielen andern  Faktoren auch einen Faktor war, der zum Niedergang des Sozialismus führte, in dessen Folge ganze Osteuropa und das heutige Deutschland entstanden.  
     
    Walid    
     

    • Walid
    • 25.06.2008 um 13:41 Uhr

    Walid
    Wie gut, dass Sie die Afghanen so genau kennen. Haben Sie sich auch die Frage gestellt, seit wann die Afghanen die drei von Ihnen aufgezählten „ruhmreichen Eigenschaften“ sich zugelegt haben? Meines Wissens  haben sich die Afghanen diese Eigenschaften erlangen, als sie im Wirbelsturm des kalten Krieges zwischen Ost und West geraten waren. <?xml:namespace prefix =" o" ns =" "urn:schemas-microsoft-com:office:office"" />
    Ehemalige russische Kriegsgeneräle schreiben heute, dass der Krieg zwischen den Afghanen und der UdssR unter vielen andern  Faktoren auch einen Faktor war, der zum Niedergang des Sozialismus führte, in dessen Folge ganze Osteuropa und das heutige Deutschland entstanden.  
     
    Walid    
     

    • Kite
    • 13.06.2008 um 23:46 Uhr

    Richtig! Den Afghanen sollte man ihr Land selber überlassen.Wer hat denn die Kriegsverbrecher an der Macht gebracht und sie unterstützt immer noch? Was wäre aus Deutschland geworden, wenn die westlichen Alleirrten Himmler und Göring an der Macht gelassen hätten? Hätten Sie auch dann gesagt, dass die Deutschen selber Schuld an den Verbrechen einer fanatischen Gruppe wären? Die Deutschen haben ihre Begeisterung für den Führer aufgegeben und Nachhinein gemerkt, dass es Falsch war - aber nur mit der Hilfe der Internationaller Gemeinschaft.Edel sei der Mensch, hat mal Goethe gesagt. Genau der Mensch - nicht Deutschen, oder Amerikaner oder Afghanen.

    • Walid
    • 25.06.2008 um 13:41 Uhr

    Walid
    Wie gut, dass Sie die Afghanen so genau kennen. Haben Sie sich auch die Frage gestellt, seit wann die Afghanen die drei von Ihnen aufgezählten „ruhmreichen Eigenschaften“ sich zugelegt haben? Meines Wissens  haben sich die Afghanen diese Eigenschaften erlangen, als sie im Wirbelsturm des kalten Krieges zwischen Ost und West geraten waren. <?xml:namespace prefix =" o" ns =" "urn:schemas-microsoft-com:office:office"" />
    Ehemalige russische Kriegsgeneräle schreiben heute, dass der Krieg zwischen den Afghanen und der UdssR unter vielen andern  Faktoren auch einen Faktor war, der zum Niedergang des Sozialismus führte, in dessen Folge ganze Osteuropa und das heutige Deutschland entstanden.  
     
    Walid    
     

    Antwort auf "Nichtss wie weg."

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