Reisemedizin

Fit in der Ferne

© Katharina Langer/ ZEIT ONLINE Grafik

Urlaub ist für die Erholung da? Nicht, wenn man ihn krank im Hotelzimmer verbringt. Es lohnt deshalb, sich gut zu rüsten. Eine Anleitung. Daheim heilen kleine Kratzer meist von allein. In der Fremde dagegen oftmals gar nicht. Mangelnde Hygiene, exotische Bakterien und der unausrottbare Irrglaube, Meerwasser wirke desinfizierend oder heilungsfördernd, machen selbst aus winzigen Wunden schwelende Infektionen, die irgendwann nur noch mit Antibiotika zu behandeln sind. Daher: Schlappen oder Schuhe für den Strand mitnehmen, als Prophylaxe gegen Scherben oder spitze Steine. Wenn trotzdem was passiert, muss die Wunde vorsichtig gesäubert und Steinchen oder Ähnliches mit einer sauberen Pinzette entfernt werden. Dann Jodsalbe auftragen, oder - für Schilddrüsenpatienten und Jodallergiker - Octenidinspray zum Desinfizieren. Erst jetzt das Pflaster drauf und fürs Erste bloß nicht ins Meer. Gerade an den Urlaubsstränden tummeln sich Bakterien aus Abwässern im azurblauen Nass, und das bisschen Salz löst nur das Pflaster auf - den Mikroben tut es herzlich wenig.
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