Fackellauf Pekinger ZynismusSeite 2/2
Für Millionen einfacher Chinesen am Straßenrand ist der Fackellauf eine erste reale Begegnung mit westlicher Sportkultur – die Euro 2008 gibt es zwar auf jedem chinesischen Dorf im Fernsehen, aber Bayern und Barca kamen bisher immer nur bis nach Peking oder Schanghai.
Olympia ist nun dank der Flamme überall in China. Wobei sich die KP-Propaganda natürlich der olympischen Symbole bedient – aber besser rote Fahnen mit Olympia-Maskottchen als rote Fahnen, die dem platten Nationalismus huldigen.
Wobei es für viele Chinesen nicht leicht sein wird, die richtigen Lehren aus dem Fackellauf zu ziehen. So groß ist unter ihnen vielerorts die Zustimmung, dass man die unerwartete Gegenmobilisation in Paris und San Francisco ebenso wie die unwürdigen Zustände am Samstag in Lhasa leicht verdrängen kann.
Umgekehrt wird es westlichen Kritikern schwerfallen, die Fackel nicht nur mit Tibet in Verbindung zu sehen. Dabei läge hier die große Erkenntnischance am Rande des Fackellaufs: dass die Öffentlichkeiten in China und im Westen im Zuge des gleichen Ereignisses lernen, wie unterschiedlich ihre Wahrnehmungen sind.
- Datum 21.06.2008 - 11:30 Uhr
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Ein wenig wichtiger wäre die Info gewesen, dass Peking 1000 Personen die an den Unruhen beteiligt waren wieder freigelassen hat.
ungefragt entscheiden kann, was und worüber wann berichtet wird.
Ni hao - Georg Blume bemüht sich hier einmal mehr um Ausgewogenheit - lieber Xiaomage - bitte nenne doch Deine Quellen, damit auch wir die Wichtigkeit dieser Message nachvollziehen können. Keiner - weder Georg Blume, noch der immer um Kooperation bemühte Dalai Lama bezweifeln, dass Tibet oder Xizang eine autonome Provinz Chinas ist - aber -der Dalai Lama ist eben der religiöse Führer des tibetischen Lamaismus und es sollte ihm auch eine politische Kooperationsmöglichkeit angetragen werden. Sowohl der Dalai Lama als auch Georg Blume haben immer die Wichtigkeit der Spiele für das chinesische Volk betont und sich gegen jeden Boykott gewandt.
Die Uiguren in Sinkiang haben leider nicht diese Lobby wie die Tibeter - siehe @RudraChakrin`s Artikel http://kommentare.zeit.de.... Also - was wollt Ihr ?
Der Westen und seine politischen ( wie wirtschaftichen) Vetreter wie auch die KP haben zwei Gesichter - die Flucht in den Nationalismus ist immer eine einfältige Reaktion - mit solchen Reaktionen arbeitet Ihr eher gegen fortschrittliche und ausgleichende Kräfte in der KP - und gegen Wen Jaibao und seinen Einfluss im Zentralorgan -Kräfte, die es Euch auch ermöglichen, hier zu posten.
Schönes Wochenende - xiexie!
ungefragt entscheiden kann, was und worüber wann berichtet wird.
Ni hao - Georg Blume bemüht sich hier einmal mehr um Ausgewogenheit - lieber Xiaomage - bitte nenne doch Deine Quellen, damit auch wir die Wichtigkeit dieser Message nachvollziehen können. Keiner - weder Georg Blume, noch der immer um Kooperation bemühte Dalai Lama bezweifeln, dass Tibet oder Xizang eine autonome Provinz Chinas ist - aber -der Dalai Lama ist eben der religiöse Führer des tibetischen Lamaismus und es sollte ihm auch eine politische Kooperationsmöglichkeit angetragen werden. Sowohl der Dalai Lama als auch Georg Blume haben immer die Wichtigkeit der Spiele für das chinesische Volk betont und sich gegen jeden Boykott gewandt.
Die Uiguren in Sinkiang haben leider nicht diese Lobby wie die Tibeter - siehe @RudraChakrin`s Artikel http://kommentare.zeit.de.... Also - was wollt Ihr ?
Der Westen und seine politischen ( wie wirtschaftichen) Vetreter wie auch die KP haben zwei Gesichter - die Flucht in den Nationalismus ist immer eine einfältige Reaktion - mit solchen Reaktionen arbeitet Ihr eher gegen fortschrittliche und ausgleichende Kräfte in der KP - und gegen Wen Jaibao und seinen Einfluss im Zentralorgan -Kräfte, die es Euch auch ermöglichen, hier zu posten.
Schönes Wochenende - xiexie!
Wen provoziert Peking mit dem Fackellauf? Einige selbsternannten "Menschenrechtler und Demokraten" in Westen fühlen sich provoziert? Sie sollen sich beim Dalai Lama beschweren. Er wird ihnen die richtige Lehre geben. Herr Blume, ist das schon nicht zynisch, den Dalai Lama in die Abseite zu schieben, weil seine Aussage Ihnen nicht passt? Schließlich ist Tibet primär nicht die Sache der "westlichen Menschenrechtler".
Die Chinesen haben daraus noch keine richtige Lehre gezogen? Ich denke wohl. Darüber habe ich in meinem neuen Beitrag schon geschrieben. Die erste Lehre heißt: glauben Sie nicht, was ein westlich Journalist behauptet!
"besser rote Fahnen mit Olympia-Maskottchen als rote Fahnen, die dem platten Nationalismus huldigen."
pardon, aber inwiefern ist das besser? die ddr hat sich ebenfalls sehr viel mühe gegeben, sport als national(istisch)es symbol zu verwenden -- da hat die teilnahme an internationalen veranstaltungen keinen deut gebessert, eher im gegenteil.
wenn der ddr nicht nach ihrem nationalschwenk im zuge der perestroika in der su so bald die luft ausgegangen wäre, hätte man da noch einiges erleben dürfen -- gerade auch in der "sportnation" ddr mit ihrer militaristischen grundlegung aller sportlicher aktivitäten.
Die VRChina ist eine Besatzungsmacht, wie sich jetzt wieder in Lhasa zeigte. Und Kolonialherrenverhalten ist nicht mehr zeitgemäß.
Dass das IOC mit der Wahl Pekings der olympischen Idee einen Tort angetan hat, ist offensichtlich.
VW ist sicher auch Leidtragender wider Willen.
Mithin: Olympia in Peking? Eine nationale Veranstaltung einer Diktatur. Nicht mehr und nicht weniger.
ihre Plattitüden werden auch durch gebetsmühlenartiges Wiederkäuen nicht glaubwürdiger.
ihre Plattitüden werden auch durch gebetsmühlenartiges Wiederkäuen nicht glaubwürdiger.
ungefragt entscheiden kann, was und worüber wann berichtet wird.
sogar Dalai Lama gesteht, dass Tibet ein Teil Chinas ist. Wen kann dann der Fackellauf im eigem Land provozieren? Dass die Polizei präsenz in einer kritischen Situation ist, gehört zu einem Instrument eines Rechsstaats. Deutschland hat extra Zaun gebaut, um die Staatsführer des Globalierungsgipfels zu schützen. Und hat jemand damals das Vertrauen des Volkes zu der deutschen Regierung in Frage gestellt?
Die meisten Deutschen sind zu naiv zu glauben, dass die Tibetkrise ein reiner Konflikt zwischen den Tibeten und zentraler Regierung ist.
Dalai Lama ist als geistlicher Oberhaupt von den meisten Chinesen anerkannt. Solange er politisch arrangiert ist, hat er dann in Tibet nichts zu suchen. Nicht nur weil die Zentralregierung nicht erlaubt, sondern auch die lokale Regierung, die von Einheimischen dominiert ist. In den tibetischen Glauben gibt es auch verschiedene Gruppen. Die Tibeten in Exil unter Dalai Lama gehört zu einer Gruppe. Die anderen, die im Jahre 1959 nicht mit Dalai Lama nach Indie geflüchten, folgten sowieso nicht Dalai Lama. Glauben Sie, dass sie bereit sind, ihre Macht einfach Dalai Lama herauszugeben?
Nepalesen sein können, die hier beschrieben werden. Irgendwie gehöre sie ins Reich der Mitte, der VR China dazu? -:) Seltene Eigentore, dafür am laufenden Band. Klärt doch bitte einmal euer Sprachrohr über diesen Mißstand auf, dann kommt gebündelt mit neuer Meinung zurück.EUropa, jede ZEIT hat seine ZEIT, nutze auch Deine!
Isaac Ben Laurence Weismann
Nepalesen sein können, die hier beschrieben werden. Irgendwie gehöre sie ins Reich der Mitte, der VR China dazu? -:) Seltene Eigentore, dafür am laufenden Band. Klärt doch bitte einmal euer Sprachrohr über diesen Mißstand auf, dann kommt gebündelt mit neuer Meinung zurück.EUropa, jede ZEIT hat seine ZEIT, nutze auch Deine!
Isaac Ben Laurence Weismann
Warum sprecht ihr nur negatives über China? Warum sucht ihr jede Gelegenheit, ein fremdes Volk zu beleidigen? Was wollt ihr dadurch erreichen? Was ist ihr Motiv? Habt ihr wirklich verstanden, was Menschenrecht ist? Sind alle Leute, trotz ihren Herkunft, Hautfarbe, Glaube und Sprache, in Deutschland wirklich gleichberechtigt?
Da kommt endlich mal ein ausgewogener Artikel, in dem die nationalistische Vereinnahmung der Spiele durch Peking eher noch verteidigt wird, und die chinesische Fraktion regt sich wieder auf, als hätte man dem Dalai Lama nochmals den Nobelpreis gegeben.
Herr Blume hat nichts verzerrt, sondern die Dinge beim Namen genannt: Ein Fackellauf unter solchen Umständen ist eine Schande, Punkt aus. Da kann man einfach nichts mehr dran schönreden. Wenn wenigstens der Takt vorhanden gewesen wäre, die Route zu ändern. Aber nein, ein Exempel musste statuiert werden, koste es, was es wolle.
Schön, dass bei der Gelegenheit 1000 Tibeter amnestiert wurden. So erfährt man nebenbei, dass das so kleine Unruhen ja wohl nicht gewesen sein können, wenn sich doch so viele Leute zum Festnehmen gefunden haben. So, nun gewährt man also wie ein orientalischer Herrscher einem Korps von Gefangenen die Freiheit. Schön für die Gefangenen, keine Frage, aber dass die Geste natürlich auch dazu dienen soll, die zu erwartende Peinlichkeit der Veranstaltung in Lhasa zu übertünchen, ist überdeutlich.
Ich war und bin übrigens ein Gegner der Protest-Exzesse von Paris, aber was da in Lhasa passiert, ist im Grunde schlimmer, weil polizeistaatlich organisiert.
Der Fackellauf durch Lhasa ist würdelos gewesen. Eine peinliche Inszenierung der chinesischen Besatzungsmacht.
Die VRChina macht sich hier eine europäische, westliche Tradition zu eigen, entfremdet sie und geht mit ihr absolut würdelos um.
Wirklich eine Schande für das IOC aber noch mehr für die VRChina. Selbst in der Stunde eigener Not (Erdbeben, Überschwemmungen) demonstriert die VRChina Macht und zieht wieder negative Gefühle auf sich.
Buddhistisch gedacht: Eine karmisch ungeschickte Handlungsweise.
Der Fackellauf durch Lhasa ist würdelos gewesen. Eine peinliche Inszenierung der chinesischen Besatzungsmacht.
Die VRChina macht sich hier eine europäische, westliche Tradition zu eigen, entfremdet sie und geht mit ihr absolut würdelos um.
Wirklich eine Schande für das IOC aber noch mehr für die VRChina. Selbst in der Stunde eigener Not (Erdbeben, Überschwemmungen) demonstriert die VRChina Macht und zieht wieder negative Gefühle auf sich.
Buddhistisch gedacht: Eine karmisch ungeschickte Handlungsweise.
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