Atomenergie Gabriel attackiert Union
CDU und SPD streiten um den künftigen Umgang mit der Atomenergie. Umweltminister Gabriel dementierte aber, dass er eine Strafsteuer auf Atomenergie plane
«Dreister als die Union kann man diese Risikotechnologie nicht verharmlosen», sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Die Union will die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängern, um damit mehr für den Klimaschutz zu tun und die Energiepreise zu senken. Damit
betätige man sich als «Lobby für die Verbraucher», argumentierte Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU).
«Wenn die Stromversorgung verlässlich, bezahlbar und klimafreundlich sein soll, müssen wir die energiepolitische Sackgasse des Ausstiegs aus der Kernenergie verlassen - und zwar schnell», sagte Glos am Sonntag. Mit der Kernenergie würden heute bereits rund 150 Millionen Tonnen CO
2
-Emissionen im Jahr eingespart - das entspreche nahezu dem gesamten jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß des deutschen Straßenverkehrs.
Gabriel hält die Unions-Pläne für Verbrauchertäuschung. «Was ich schlimm finde, ist, dass die Union den Leuten vorgaukeln will, man könnte mit Atomkraft die Öl- und Gaspreise dämpfen», sagte er. «Ich kenne keinen, der sein Auto mit Brennstäben tankt, und Öl- oder Gasheizungen lassen sich auch nicht mit Atomstrom betreiben.» Der Strompreis steige außerdem seit mehreren Jahren, obwohl etwa ein Viertel des Stroms aus Atomkraftwerken stamme. «Wer also wirklich etwas gegen steigende Energiepreise machen will, der muss auf Energiesparen setzen, der muss investieren in moderne Heizungen, in neue Dämmungen, und der muss sich mit dem massiven Ausbau erneuerbarer Energien unabhängiger machen von Gas und Öl.»
Der Umweltminister rief die Energieversorgungsunternehmen erneut dazu auf, die schon heute bestehenden Möglichkeiten für längere Reaktorlaufzeiten zu nutzen: «Ich habe schon vor einem Jahr vorgeschlagen, die sieben ältesten Meiler abzuschalten und deren Laufzeit auf die neun jüngeren zu übertragen», sagte Gabriel der
Leipziger Volkszeitung
. Das könnten die Betreiber ohne Genehmigung sofort tun, um die Laufzeiten der sichersten Reaktoren
weit über 2020 hinaus zu verlängern «und damit viel Geld zu verdienen».
Das Umweltministerium dementierte einen «Spiegel»-Bericht, wonach über eine Verteuerung von Atomstrom nachgedacht werde, etwa mit einer «Brennelementesteuer» von einem Cent pro Kilowattstunde. Es gebe keine derartigen Forderungen im Ministerium, sagte ein Sprecher.
Nach dem in der rot-grünen Regierungszeit vereinbarten Atomausstieg soll der letzte deutsche Atommeiler bis zum Jahr 2022 vom Netz gehen. Gabriel sieht keine parlamentarische Mehrheit dafür, diese Pläne zu ändern: «Union und Atomwirtschaft müssen sich endlich damit abfinden, dass der auf mehr als 20 Jahre angelegte Atomausstieg
entschieden ist», sagte Gabriel. «Eine schwarz-gelbe Mehrheit wird die Weisheit der Wähler verhindern. Und in allen anderen Konstellationen wird die Union ihre Pro-Atom-Politik nicht durchsetzen können, wenn sie mitregieren will.»
Der grüne Europa-Abgeordnete Cem Özdemir bezeichnete den Atomausstieg als «rote Linie», die seine Partei nicht aufgeben werde. Der Kandidat für den Parteivorsitz der Grünen warf der Union im Deutschlandfunk «ein hohes Maß an Heuchelei» vor, weil es ihr nicht um das Klima gehe, sondern um «knallharte Wirtschaftsinteressen»: «Die Atomkraftwerke, vor allem diejenigen mit einer langen Laufzeit, sind Gelddruckmaschinen. Darum geht's im Kern und um nichts anderes.»
- Datum 01.07.2008 - 15:49 Uhr
- Quelle ZEIT online, dpa, 29.6.2008
- Kommentare 13
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Die Energieversorgung ist doch durchsetzt mit Oligopolen, Monopolen und Pfründe-sichernden Verträgen, die weder Ökologie noch die Bedürfnisse der Kunden befriedigen. Die neuesten Lügen der CDU über angebliche "Öko-Kernkraft" kommen genau aus dieser Ecke: Da bekommen C-Politiker von der Atom-Lobby Sprüche zugesteckt, die diese dann vor der Öffentlichkeit aufsagen sollen während im Verborgenen schwarze Koffer ihre Besitzer tauschen. Und warum? Nur damit die Mono- und Oligopole nicht angetastet werden, denn Kernkraft ist wie kaum eine andere Technologie Mono- bzw. Oligopol-fördernd. Und mit den Monopolpreisen, die den Kunden abgepresst werden, werden dann PR-Agenturen und PR-Strategen bezahlt, die die Sprüche für die ebenfalls bezahlten Lobbyisten und Politiker ausarbeiten.Sonne, Wind und Wasser sind aber dezentral, sie werden in kleinen Einheiten nach Bedarf erzeugt und Gewinne fließen ein kleine und mittlere Betreiber-Unternehmen. Statt behäbiger Monster mit irrwitzigen Wasserköpfen, Gewinnvorstellungen und Erpressungspotenzial wie e-on, Vattenfall etc. hat man schlanke Unternehmen, die uns im Mix für eine wesentlich dynamischere, sicherere, ökologischere und vor allem nach marktwirtschaftlicheren Prinzipien versorgen - die sich gleichzeitig Konkurrenz machen und aufeinander angewiesen sind. Eben dieser Wettbewerb sorgt aber auf lange sicht zu angemessenen Preisen und eine Kunden-Orientierung, die die Monopolisten schon längst aus Kostengründen einsparen konnten.Warum akzeptiert unsere soziale Marktwirtschaft immer öfter immer privatwirtschaftliche Monopole -ja, weitet sie sogar in einigen Zukunftsbereichen immer weiter aus, z.B. bei der Content-Industrie? Sind wir schon so am Ende und sind unsere Politiker so ohnmächtig, blind, stumm und dumm?F. Mayer
Es ist neben der erkennbaren Ablehnung neuer dezentraler und somit autarkiefördernder Energiemarktstrukturen aus einem noch ganz anderen Grund erstaunlich, dass gerade aus einer "christlichen" Partei immer wieder Anläufe gemacht werden die Atomenergie weiter zu manifestieren.Es gibt nach meinem Wissen keinen der eigentlich gemeinten christlichen Lebenswirklichkeit widersprechenderen Impuls als den der Kernspaltung. Die nur mühsam kontrollierte und im Zaum gehaltene tödliche Bedrohung sollte eigentlich vorrangigst jeden christlichen Politiker auf den Plan rufen.Das krasse Gegenteil ist offenkundig der Fall.Atomenergie als Klimaschutz zu verkaufen ist genauso intelligent, wie eine Mikrowelle anzupreisen um eine heiße Tomate zu kühlen.Zu weiteren Aspekten des Themas habe ich mich heute schon hier geäußert:http://kommentare.zeit.de...
".....dass die Union den Leuten vorgaukeln will, man könnte mit Atomkraft die
Öl- und Gaspreise dämpfen», sagte er. «Ich kenne keinen, der sein Auto
mit Brennstäben tankt, und Öl- oder Gasheizungen lassen sich auch nicht
mit Atomstrom betreiben."Ist das wirklich korrekt?Um sich nicht der nebulösen Aktualia zum Elektroauto zu bedienen, nehmen wir mal was handfesteres:http://www.zeit.de/online...Wenn das mit den Wärmepumpen nicht der Beweis des Gegenteiles zu Gabriels Aussage ist, was ist es dann?Und dann hätt ich noch zu bieten, daß seit rotgrünen Zeiten doch kein "Realpolitiker"je behauptet hätte, daß der Ausstieg mit Wind etc. allein zu stemmen wäre. Die Erdgasverstromung war doch immer eine beliebte "grüne" Option, bis hin zu greenpeace. Auch wenn man das dann der Öffentlichkeit mit netten Titeln wie Kraft-Wärme-Kopplung verkauft. ..... War nicht auch die Mineralölsteuer auf Gas in der Stromerzeugung eine rotgrüne Baustelle?Der Ausstieg soll also wirklich keinen Druck auf den Gasmarkt ausüben, auch nicht über die ach so CO2-armen Ersatzkapazitäten?Glos argumentiert für meine Begriffe plausibler als Gabriel.
«Was ich schlimm finde, ist, dass die Union den Leuten vorgaukeln will, man könnte mit Atomkraft die Öl- und Gaspreise dämpfen», sagte er. «Ich kenne keinen, der sein Auto mit Brennstäben tankt, und Öl- oder Gasheizungen lassen sich auch nicht mit Atomstrom betreiben.»
Also Öl kommt doch aus Arabien, Gas kommt von Freund Gasprom-Gerd aus Russland, und Strom kommt aus der Steckdose. Wer möchte also versuchen, die Öl- und Gaspreise durch Atomstrom zu senken ???
Der Strompreis steige außerdem seit mehreren Jahren, obwohl etwa ein Viertel des Stroms aus Atomkraftwerken stamme. «
Ok, der Strompreis hat sich verdoppelt, seit der Windenergie- und Photovoltaik-Mist mit Beträgen im satten 2-stelligen Milliardenbereich jährlich subventioniert wird und das Geld dafür beim Endverbraucher eingetrieben wird.
Eine weitere Gabriel'sche Stilblüte ist auch die Aussage, dass (sinngemäss)
"an der Strombörse der teuerste Anbieter den Preis bestimmt".
Das heisst also, an einer erzkapitalistischen Einrichtung wie einer Börse existiert kein Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage. Besser gehts einfach nicht mehr.
Und das allerschlimmste ist, das dieser Minister in fast allen wählbaren, politischen Konstellationen die Bundestagswahl 2009 überstehen wird.
Über die logische Konsequenz, gelb zu wählen, hab ich auch schon mal nachgedacht.Im Übrigen ........Mit der PDS haben wir ja auch eine ganz passable Pro-Atom-Partei. (War wohl nix?)Die Gysi-Lafontain-Truppe mag ihren Wählern zwar viel erzählen, aber daß man grüne Wahkampfpamphlete essen kann, und daß der Strom über Sonnenblumenfelder in die Steckdose reinkommt, das zählt immerhin nicht dazu.(.......insofern Ypsilanti's hessische Strategiespiele ganz interessant zu beobachten......)Noch ein letztes. Wenn "alte Meiler" Gelddruckmaschinen sind, warum denn nicht?Ich hätte dann nur die Forderung, daß die Allgemeinheit ihren Teil davon abbekommt.Kindergärten bauen, ....... von miraus auch Windräder subventionieren (wenn's was bringt.....)Oder läuft das alles schon so? Oder wird das Geld doch in die Steuerparadise transferiert? Das wäre wieder ein Argument, nicht gelb zu wählen........
Hallo SteinMain,zur Beurteilung dieser Fragestellungen ist ein gewisses Grundverständnis von Strommärkten erforderlich. Die Aussage von Herrn Gabriel, dass das teuerste Kraftwerk den Preis bestimmt, ist bezogen auf den Spotmarkt durchaus richtig. Für eine einfach gehaltene Erklärung siehe z. B. http://de.wikipedia.org/w... detaillierte Betrachtung befindet sich im Vorlesungsskript "Strommarktdesign" von Prof. Ockenfels (http://ockenfels.uni-koel...).Durch diesen Preisbildungsmechanismus ist auch der börsenpreisdämpfende (!) Effekt der Erneuerbaren Energien zu erklären (http://www.erneuerbare-en...), wobei man allerdings nicht vernachlässigen darf, dass sich durch die Einspeisung fluktuierender Energieträger die Volatilität des Spotmarktpreises steigt, was wiederum zu erhöhten Risiken für die Marktteilnehmer führt. Gleichzeitig senkt aber die Einspeisung der Erneuerbaren zusätzlich die externen Kosten des gesamten Strommixes (siehe z. B. http://www.erneuerbare-en...), so dass, volkswirtschaftlich gerechnet, die Erneuerbaren mehr einsparen, als sie insgesamt kosten.Die Strompreiserhöhungen der letzten Jahre lassen sich durch die Höhe der EEG-Umlage nicht erklären, da sie für einen durchschnittlichen Haushalt in der Größenordnung von 2-3 Euro im Monat lieg. In diesem Zusammenhang sei verwiesen auf die sehr fragwürdige Implementation des Emissionshandels in Deutschland, die zu Mitnahmeeffekten in Milliardenhöhe (Windfall Profits) durch die Stromkonzeren geführt hat. Hintergrund ist, dass die Zertifikate kostenlos zugeteilt wurden, aber trotzdem die Opportunitätskosten bei ihrer Nutzung in die variablen Kosten der Stromerzeugung eingepreist wurden (womit sie in der Merit Order landen). Siehe hierzu zum Beispiel http://www.vik.de/fileadm.... Die oligopolistischen Strukturen des deutschen Strommarktes tun ihr Übriges, um die Strompreise dahin zu befördern, wo sie zur Zeit sind.Beste GrüsseSK
Über die logische Konsequenz, gelb zu wählen, hab ich auch schon mal nachgedacht.Im Übrigen ........Mit der PDS haben wir ja auch eine ganz passable Pro-Atom-Partei. (War wohl nix?)Die Gysi-Lafontain-Truppe mag ihren Wählern zwar viel erzählen, aber daß man grüne Wahkampfpamphlete essen kann, und daß der Strom über Sonnenblumenfelder in die Steckdose reinkommt, das zählt immerhin nicht dazu.(.......insofern Ypsilanti's hessische Strategiespiele ganz interessant zu beobachten......)Noch ein letztes. Wenn "alte Meiler" Gelddruckmaschinen sind, warum denn nicht?Ich hätte dann nur die Forderung, daß die Allgemeinheit ihren Teil davon abbekommt.Kindergärten bauen, ....... von miraus auch Windräder subventionieren (wenn's was bringt.....)Oder läuft das alles schon so? Oder wird das Geld doch in die Steuerparadise transferiert? Das wäre wieder ein Argument, nicht gelb zu wählen........
Hallo SteinMain,zur Beurteilung dieser Fragestellungen ist ein gewisses Grundverständnis von Strommärkten erforderlich. Die Aussage von Herrn Gabriel, dass das teuerste Kraftwerk den Preis bestimmt, ist bezogen auf den Spotmarkt durchaus richtig. Für eine einfach gehaltene Erklärung siehe z. B. http://de.wikipedia.org/w... detaillierte Betrachtung befindet sich im Vorlesungsskript "Strommarktdesign" von Prof. Ockenfels (http://ockenfels.uni-koel...).Durch diesen Preisbildungsmechanismus ist auch der börsenpreisdämpfende (!) Effekt der Erneuerbaren Energien zu erklären (http://www.erneuerbare-en...), wobei man allerdings nicht vernachlässigen darf, dass sich durch die Einspeisung fluktuierender Energieträger die Volatilität des Spotmarktpreises steigt, was wiederum zu erhöhten Risiken für die Marktteilnehmer führt. Gleichzeitig senkt aber die Einspeisung der Erneuerbaren zusätzlich die externen Kosten des gesamten Strommixes (siehe z. B. http://www.erneuerbare-en...), so dass, volkswirtschaftlich gerechnet, die Erneuerbaren mehr einsparen, als sie insgesamt kosten.Die Strompreiserhöhungen der letzten Jahre lassen sich durch die Höhe der EEG-Umlage nicht erklären, da sie für einen durchschnittlichen Haushalt in der Größenordnung von 2-3 Euro im Monat lieg. In diesem Zusammenhang sei verwiesen auf die sehr fragwürdige Implementation des Emissionshandels in Deutschland, die zu Mitnahmeeffekten in Milliardenhöhe (Windfall Profits) durch die Stromkonzeren geführt hat. Hintergrund ist, dass die Zertifikate kostenlos zugeteilt wurden, aber trotzdem die Opportunitätskosten bei ihrer Nutzung in die variablen Kosten der Stromerzeugung eingepreist wurden (womit sie in der Merit Order landen). Siehe hierzu zum Beispiel http://www.vik.de/fileadm.... Die oligopolistischen Strukturen des deutschen Strommarktes tun ihr Übriges, um die Strompreise dahin zu befördern, wo sie zur Zeit sind.Beste GrüsseSK
Über die logische Konsequenz, gelb zu wählen, hab ich auch schon mal nachgedacht.Im Übrigen ........Mit der PDS haben wir ja auch eine ganz passable Pro-Atom-Partei. (War wohl nix?)Die Gysi-Lafontain-Truppe mag ihren Wählern zwar viel erzählen, aber daß man grüne Wahkampfpamphlete essen kann, und daß der Strom über Sonnenblumenfelder in die Steckdose reinkommt, das zählt immerhin nicht dazu.(.......insofern Ypsilanti's hessische Strategiespiele ganz interessant zu beobachten......)Noch ein letztes. Wenn "alte Meiler" Gelddruckmaschinen sind, warum denn nicht?Ich hätte dann nur die Forderung, daß die Allgemeinheit ihren Teil davon abbekommt.Kindergärten bauen, ....... von miraus auch Windräder subventionieren (wenn's was bringt.....)Oder läuft das alles schon so? Oder wird das Geld doch in die Steuerparadise transferiert? Das wäre wieder ein Argument, nicht gelb zu wählen........
Hallo SteinMain,zur Beurteilung dieser Fragestellungen ist ein gewisses Grundverständnis von Strommärkten erforderlich. Die Aussage von Herrn Gabriel, dass das teuerste Kraftwerk den Preis bestimmt, ist bezogen auf den Spotmarkt durchaus richtig. Für eine einfach gehaltene Erklärung siehe z. B. http://de.wikipedia.org/w... detaillierte Betrachtung befindet sich im Vorlesungsskript "Strommarktdesign" von Prof. Ockenfels (http://ockenfels.uni-koel...).Durch diesen Preisbildungsmechanismus ist auch der börsenpreisdämpfende (!) Effekt der Erneuerbaren Energien zu erklären (http://www.erneuerbare-en...), wobei man allerdings nicht vernachlässigen darf, dass sich durch die Einspeisung fluktuierender Energieträger die Volatilität des Spotmarktpreises steigt, was wiederum zu erhöhten Risiken für die Marktteilnehmer führt. Gleichzeitig senkt aber die Einspeisung der Erneuerbaren zusätzlich die externen Kosten des gesamten Strommixes (siehe z. B. http://www.erneuerbare-en...), so dass, volkswirtschaftlich gerechnet, die Erneuerbaren mehr einsparen, als sie insgesamt kosten.Die Strompreiserhöhungen der letzten Jahre lassen sich durch die Höhe der EEG-Umlage nicht erklären, da sie für einen durchschnittlichen Haushalt in der Größenordnung von 2-3 Euro im Monat lieg. In diesem Zusammenhang sei verwiesen auf die sehr fragwürdige Implementation des Emissionshandels in Deutschland, die zu Mitnahmeeffekten in Milliardenhöhe (Windfall Profits) durch die Stromkonzeren geführt hat. Hintergrund ist, dass die Zertifikate kostenlos zugeteilt wurden, aber trotzdem die Opportunitätskosten bei ihrer Nutzung in die variablen Kosten der Stromerzeugung eingepreist wurden (womit sie in der Merit Order landen). Siehe hierzu zum Beispiel http://www.vik.de/fileadm.... Die oligopolistischen Strukturen des deutschen Strommarktes tun ihr Übriges, um die Strompreise dahin zu befördern, wo sie zur Zeit sind.Beste GrüsseSK
wie die in Ihren Links angeführten, sind eine moderne Form des Gottesbeweises, den Gelehrte bei Hofe in früheren Jahrhunderten zur Erbauung des sie sponsorenden Fürsten ablieferten, und deren Essenz darin bestand, das das absolutistische Herrschaftssystem gottgewollt sei.
Man muss die Dinge nur genügend verkomplizieren und wissenschaftlich verbrämen, und plötzlich steht am Ende so etwas wie: 1 + 1 = 0,5 .
wie die in Ihren Links angeführten, sind eine moderne Form des Gottesbeweises, den Gelehrte bei Hofe in früheren Jahrhunderten zur Erbauung des sie sponsorenden Fürsten ablieferten, und deren Essenz darin bestand, das das absolutistische Herrschaftssystem gottgewollt sei.
Man muss die Dinge nur genügend verkomplizieren und wissenschaftlich verbrämen, und plötzlich steht am Ende so etwas wie: 1 + 1 = 0,5 .
Gabriel meint: "Ich kenne keinen, der sein Auto mit Brennstäben tankt". Ich auch nicht. Es tankt ja aber auch keiner Erdöl, sondern das Veredlungsprodukt Benzin. Das wäre dann vergleichsweise der Strom aus dem Kernkraftwerk. Hierzu folgende Äusserung von Minister Gabriel:
Zum Start des Flottenversuchs der Volkswagen AG mit "Plug-In-Hybrid"-Fahrzeugen sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 26. Juni 2008 in Berlin: "Autos, die Strom aus erneuerbaren Energien tanken und nur bei Bedarf auf Benzin zurückgreifen, machen uns unabhängiger vom Erdöl, verbessern die Lebensqualität in Ballungsräumen und helfen, den verkehrsbedingten CO2-Ausstoß zu mindern." (BMU Pressemitteilung vom 19.06.2008).
Der Umweltminister scheut sich offenbar nicht davor, sich selbst zu widersprechen, wenn er glaubt, er kann dadurch gegen die Kernkraft punkten.
H.-M. Prasser
"Das wäre dann vergleichsweise der Strom aus dem Kernkraftwerk"
Wiso? Das wäre eben nicht zwingenderweise der Strom aus dem Kernkraftwerk, sondern z.B. der von der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach ( oder Carport, Garage etc.)Und genau in diese Richtung hat doch Gabriel hingewiesen mit der Äusserung: "Autos, die Strom aus erneuerbaren Energien tanken und nur bei Bedarf
auf Benzin zurückgreifen, machen uns unabhängiger vom Erdöl, verbessern
die Lebensqualität in Ballungsräumen und helfen, den verkehrsbedingten
CO2-Ausstoß zu mindern."Wo ist da der Widerspruch?
"Das wäre dann vergleichsweise der Strom aus dem Kernkraftwerk"
Wiso? Das wäre eben nicht zwingenderweise der Strom aus dem Kernkraftwerk, sondern z.B. der von der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach ( oder Carport, Garage etc.)Und genau in diese Richtung hat doch Gabriel hingewiesen mit der Äusserung: "Autos, die Strom aus erneuerbaren Energien tanken und nur bei Bedarf
auf Benzin zurückgreifen, machen uns unabhängiger vom Erdöl, verbessern
die Lebensqualität in Ballungsräumen und helfen, den verkehrsbedingten
CO2-Ausstoß zu mindern."Wo ist da der Widerspruch?
"Das wäre dann vergleichsweise der Strom aus dem Kernkraftwerk"
Wiso? Das wäre eben nicht zwingenderweise der Strom aus dem Kernkraftwerk, sondern z.B. der von der Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach ( oder Carport, Garage etc.)Und genau in diese Richtung hat doch Gabriel hingewiesen mit der Äusserung: "Autos, die Strom aus erneuerbaren Energien tanken und nur bei Bedarf
auf Benzin zurückgreifen, machen uns unabhängiger vom Erdöl, verbessern
die Lebensqualität in Ballungsräumen und helfen, den verkehrsbedingten
CO2-Ausstoß zu mindern."Wo ist da der Widerspruch?
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