Erneuerbare Energien Akku gesucht

Weil immer mehr Ökostrom im Netz ist, arbeiten Experten an neuen Speichermöglichkeiten. Doch es gibt kaum ökonomische Anreize, in neue Technologien zu investieren

Wenn es an der Küste stürmt, stößt das Stromnetz an seine Grenzen: Bis zu 10.000 Megawatt Leistung sind dann an einem Tag am Netz. In Huntorf bei Oldenburg freut man sich darüber. Dort betreibt E.on Energie ein Druckluftspeicherkraftwerk. Das Unternehmen nutzt den billigen Windstrom, um unter Tage Luft einzuspeichern und später damit erneut Strom zu produzieren. „Wenn viel Strom im Netz ist und unsere Turbinen leer sind, nehmen wir auch Windstrom“, erklärt eine Sprecherin.

Ursprünglich war das Kraftwerk dafür geplant, in der Nacht überschüssigen Atomstrom abzunehmen. Doch die Zeiten haben sich gewandelt. Inzwischen gibt es zu manchen Zeiten nicht nur Atomenergie im Überfluss. Stürmt es, ist Windstrom im Übermaß vorhanden und kann in Huntorf gespeichert werden. Allerdings sind die Kapazitäten gering: Der Huntorfer Verdichter hat eine Kapazität von 60 Megawatt (MW), ein mittelgroßes Kohlekraftwerk kommt dagegen auf rund 300 MW.

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Die Anlage in Huntorf ist eine Rarität. Weltweit  gibt es nur zwei Druckluftspeicher-Kraftwerke: eines in den USA und das andere in der norddeutschen Tiefebene bei Oldenburg. Doch obwohl das E.on-Kraftwerk bereits 1978 in Betrieb ging und damit eindeutig zu den Oldtimern gehört, ist die Technologie so aktuell wie zuvor.

Je mehr Wind- und Solarstrom im Netz ist, desto dringender wird der Bedarf, den überschüssigen Strom zwischenzuspeichern. Schon heute müssen manche Windkraftanlagen zu den besten Sturmzeiten abgestellt werden, weil das Netz überlastet ist. Kommt der geplante Ausbau der Offshore-Windenergie tatsächlich voran, werden die Schwankungen im Stromnetz noch zunehmen. Und wenn der Netzausbau weiterhin so schleppend wie bisher vorankommt, werden Stromspeicher immer attraktiver.

„Es gibt theoretisch einen ökonomischen Anreiz, den Strom einzuspeichern, wenn viel im Netz ist, und ihn abzugeben, wenn er knapp ist und damit teuer“, erklärt Martin Pehnt, Energieexperte am Institut für Energie und Umweltforschung in Heidelberg (IFEU). Doch in der Praxis fehlt den Windanlagen-Betreibern und Solarwirten der Anreiz, in Speicher zu investieren. „Das EEG sieht feste Vergütungssätze vor, unabhängig vom Zeitpunkt der Einspeisung“, sagt Pehnt. Den Energieversorgern könne man allerdings keinen Vorwurf machen, den Speicherausbau zu verschleppen, sagt der Energieexperte. „Für sie ist die günstigere Maßnahme in den meisten Fällen, in Spitzenzeiten einfach eine Gasturbine zuzuschalten, als extra einen Stromspeicher zu bauen.“

Trotzdem kündigte der Energieriese EnBW aus Baden-Württemberg vor zwei Jahren an, im Jahr 2011 ein Druckluftspeicherkraftwerk in Betrieb zu nehmen. Der Clou: Das weltweit erste „adiabate Druckluftspeicher-Kraftwerk“ recycelt die Wärme, die beim Zusammenpressen der Luft anfällt. So kommt es auf einen Wirkungsgrad von 70 Prozent. In Huntorf erreicht man gerade einmal 54 Prozent, weil man extra Erdgas zufeuern muss, um die Luft beim Entweichen zu erhitzen – sonst würde sie vereisen.

Leser-Kommentare
  1. _DEzentrale EnregieVersorgung ist wohl das, wovon man hofft, dass keiner drauf kommt: Die ökonomischste Variante; allerdings könnten dann die Konzerne z.T. einpacken:==> Heizöl, das sich auch für DieselMotoren eignet (mit sehr langer Laufzeit), könnte mit > 50 % WirkungsGrad in elektrische Enegie umgewandelt werden, je nach Bedarf.==> Die Wärme kann gespeichert werden, und zwar mittels Wasser: Wasser hat  eine so hohe WärmeAufnahmeFähigkeit, dass es der beste Wärmespeicher ist;==> so hätte man 100 % Ausnutzung, > 50 % elektrisch !!Das ist auch der Grund, warum die EVU beim StichWort "dezentral" zur NotWehr mittels GesetzGebung greifen: Sie wären schlichtweg überflüssig.Kleine Rechnung: Erdöl hat einen Heizwert von ca. 10 kWh/liter, http://de.wikipedia.org/w...also 5 kWh elektrisch. Sogar bei dem exorbitanten ÖlPreis von heute, der sich hoffentlich nicht allzulange halten können wird (denn er stellt eine Sanierung der US-VerliererBanken über den ÖlPreis dar:http://www.financialsense...) kommt ein Preis von unter 20ct/kWh heraus (elektrisch).Aber die WärmeEnergie wurde ja im Wasser gespeichert, und steht nun ebenfalls zur Verfügung !Der WasserSpeicher  kann im wesentlichen einfach in Gestalt von dezentralen TankAnlagen in den Kellern der Häuser vorliegen.Im Sommer lässt sich diese Wärme auch mittels der billigen ThermoSolarZellen- Technik (Schläuche auf den Dächern, GlasScheiben darüber) gewinnen, und genügend davon kann gespeichert werden, um den ganzen Winter zum Heizen zu dienen, kostenlos, mittels _billiger_ Technologie.Aber die dezentral-Idee gefällt den Konzernen ganz und gar nicht, deswegen wird diese, mittels Lobbyismus, ver-unmöglicht wo es geht (GesetzGebung), und auch verteuert (CO2-Abgaben).SelbstVerständlich ginge Dezentral auch mit Gas, oder Kohle (Vergasung), die Technik ist lange schon reif genug, und die Wirtschaft/ Verbraucher könnten endlich erleichtert aufatmen. Dem Zwang der Monopole müsste dieser Staat schon entkommen, wenn es nochmal aufwärts gehen soll.

    • ttob
    • 03.07.2008 um 11:07 Uhr

    ... mal wieder Zeit für die Politik die richtigen Anreize zu setzen. Ich hoffe wir stimmen alle darin überein, die Sache lieber jetzt anzuschieben und nicht zu warten bis der Markt sie in 20-30 Jahren irgendwann rentabel macht und dann alle Forschungen und Installationen innerhalb von 2 Jahren stattfinden sollen (so wie derzeit beim Spritverbrauch). Langes Warten wird bestraft, kostet zusätzlich und schadet dem Klima.Wer ein wenig technisches Hintergrundwissen und Analysen zu den verfügbaren Techniken lesen möchte, kann das hier tun:FZ Jülich - Analyse StromspeicherLeider scheint die ZEIT kein Geld mehr für tieferschürfende Artikel zu haben, zumindest kratzte dieser nur ein wenig an der Oberfläche des Themas. Schade.Die Möglichkeit Energie z.B. dezentral auf Niederspannungsebene zwischenzuspeichern wurde z.B. gar nicht erwähnt. Dabei wäre sie analog zur dezentralen Energieerzeugung eine interessante Alternative zu den Monsterkraftwerken und Speichern, die die Konzerne so gerne planen. Mit Hilfe der Massenproduktion wäre sie u.U. sogar schneller und kostengünstiger zu realisieren als solitäre Großprojekte. Denkbar wären z.B. Schwungradspeicher, an denen schon länger geforscht wird und die es auch schon als fertiges Produkt gibt.

  2. "Bis zu 10.000 Megawattstunden Leistung sind dann an einem Tag am Netz." Was soll man bitte von so einem Satz halten? Vorschlag an die Autorin: "Bis zu 10.000 Megawatt Leistung sind dann zeitgleich am Netz." oder "Bis zu 10.000 Megawattstunden Energie werden dann an einem Tag ins Netz eingespeist." (je nachdem, was gemeint ist, wobei mir die zweite Möglichkeit eher zu niedrig gegriffen erscheint, tippe daher auf ersteres...). Aber so wie es da steht, passt leider überhaupt nichts.GrussSK

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    • lef
    • 03.07.2008 um 11:37 Uhr

    und wenn es nicht so traurig wäre, wäre es nur einen Schmunzler wert, dass in der "Zeit" Artikel veröffentlicht werden (öfters!), die alleinfachste Begriffe (8.Klasse Physik) durcheinander bringen.Traurig ist, dass die überwiegende Mehrheit selbst der sich für intelligent einschätzenden Bevölkerung hier im Lande nicht ein Mal ansatzweise weiß, was Energie eigentlich ist und deshalb auch völlig unsinnige Vorschläge unwidersprochen stehen bleiben,ja, sogar mit ebenso völlig unsinnigem Energieaufwand ( -verschwendung) dann obendrein noch in Massen realisiert werden.Und Keiner sieht den Zusammenhang zwischen dieser Energieverschwendung und dem beginnenden Energiemangel

    • lef
    • 03.07.2008 um 11:37 Uhr

    und wenn es nicht so traurig wäre, wäre es nur einen Schmunzler wert, dass in der "Zeit" Artikel veröffentlicht werden (öfters!), die alleinfachste Begriffe (8.Klasse Physik) durcheinander bringen.Traurig ist, dass die überwiegende Mehrheit selbst der sich für intelligent einschätzenden Bevölkerung hier im Lande nicht ein Mal ansatzweise weiß, was Energie eigentlich ist und deshalb auch völlig unsinnige Vorschläge unwidersprochen stehen bleiben,ja, sogar mit ebenso völlig unsinnigem Energieaufwand ( -verschwendung) dann obendrein noch in Massen realisiert werden.Und Keiner sieht den Zusammenhang zwischen dieser Energieverschwendung und dem beginnenden Energiemangel

    • lef
    • 03.07.2008 um 11:37 Uhr

    und wenn es nicht so traurig wäre, wäre es nur einen Schmunzler wert, dass in der "Zeit" Artikel veröffentlicht werden (öfters!), die alleinfachste Begriffe (8.Klasse Physik) durcheinander bringen.Traurig ist, dass die überwiegende Mehrheit selbst der sich für intelligent einschätzenden Bevölkerung hier im Lande nicht ein Mal ansatzweise weiß, was Energie eigentlich ist und deshalb auch völlig unsinnige Vorschläge unwidersprochen stehen bleiben,ja, sogar mit ebenso völlig unsinnigem Energieaufwand ( -verschwendung) dann obendrein noch in Massen realisiert werden.Und Keiner sieht den Zusammenhang zwischen dieser Energieverschwendung und dem beginnenden Energiemangel

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    • ttob
    • 03.07.2008 um 12:25 Uhr

    ... du schon wieder und dein ewiger Glaubenkrieg gegen Solar, Windkraft und was weiß ich noch..."Traurig ist, dass die überwiegende Mehrheit selbst der sich für intelligent einschätzenden Bevölkerung hier im Lande nicht ein Mal ansatzweise weiß, was Energie eigentlich ist und deshalb auch völlig unsinnige Vorschläge unwidersprochen stehen bleiben,
    ja, sogar mit ebenso völlig unsinnigem Energieaufwand ( -verschwendung) dann obendrein noch in Massen realisiert werden."
    Zum Beispiel? Und diesmal bitte mit belastbaren Belegen.

    • TDU
    • 03.07.2008 um 13:16 Uhr

    Solche, Entschuldigung, oberlehrerhaften Sätze ( Ihr seid alle doof, Ihr könnt sowieso nichts, Ihr könnt nicht denken),  haben mir bereits als junger Schüler den Spass an allem, was mit komplizierter Technik zu tun hatte, verleidet. Und da bin ich sicher nicht der Einzige.
    Aber das es knapp und wird, wenn alle im Übermaß verbrauchen, merkt man spätestens, wenn man eine Familie hat oder in einer aufgewachsen ist. Auch da bin sicher nicht der einzige. Aber wann fängt die Verschwendung an?. Ich glaube, mein überaus sparsamer Großvater hätte bereits den Verbrauch  des Stroms für diesen Kommentar mißbilligt, unabhängig von seiner (vielleicht nicht vorhandenen) Qualität. Aber das Argument mit den Vielen: Alle verschwenden, alle essen zu viel, alle produzieren zu viel Müll u.s.w.  dient zumindest staatlicherseits hervorragend dazu, sich nicht wirklich mit der Realität befassen zu müssen, sondern pauschale abgabenfixierte und klientelorientierte Politik zu machen. Individual- oder marktwirtschaftliche Konzepte sind da nur hinderlich.     

    • ttob
    • 03.07.2008 um 12:25 Uhr

    ... du schon wieder und dein ewiger Glaubenkrieg gegen Solar, Windkraft und was weiß ich noch..."Traurig ist, dass die überwiegende Mehrheit selbst der sich für intelligent einschätzenden Bevölkerung hier im Lande nicht ein Mal ansatzweise weiß, was Energie eigentlich ist und deshalb auch völlig unsinnige Vorschläge unwidersprochen stehen bleiben,
    ja, sogar mit ebenso völlig unsinnigem Energieaufwand ( -verschwendung) dann obendrein noch in Massen realisiert werden."
    Zum Beispiel? Und diesmal bitte mit belastbaren Belegen.

    • TDU
    • 03.07.2008 um 13:16 Uhr

    Solche, Entschuldigung, oberlehrerhaften Sätze ( Ihr seid alle doof, Ihr könnt sowieso nichts, Ihr könnt nicht denken),  haben mir bereits als junger Schüler den Spass an allem, was mit komplizierter Technik zu tun hatte, verleidet. Und da bin ich sicher nicht der Einzige.
    Aber das es knapp und wird, wenn alle im Übermaß verbrauchen, merkt man spätestens, wenn man eine Familie hat oder in einer aufgewachsen ist. Auch da bin sicher nicht der einzige. Aber wann fängt die Verschwendung an?. Ich glaube, mein überaus sparsamer Großvater hätte bereits den Verbrauch  des Stroms für diesen Kommentar mißbilligt, unabhängig von seiner (vielleicht nicht vorhandenen) Qualität. Aber das Argument mit den Vielen: Alle verschwenden, alle essen zu viel, alle produzieren zu viel Müll u.s.w.  dient zumindest staatlicherseits hervorragend dazu, sich nicht wirklich mit der Realität befassen zu müssen, sondern pauschale abgabenfixierte und klientelorientierte Politik zu machen. Individual- oder marktwirtschaftliche Konzepte sind da nur hinderlich.     

    • ttob
    • 03.07.2008 um 12:25 Uhr

    ... du schon wieder und dein ewiger Glaubenkrieg gegen Solar, Windkraft und was weiß ich noch..."Traurig ist, dass die überwiegende Mehrheit selbst der sich für intelligent einschätzenden Bevölkerung hier im Lande nicht ein Mal ansatzweise weiß, was Energie eigentlich ist und deshalb auch völlig unsinnige Vorschläge unwidersprochen stehen bleiben,
    ja, sogar mit ebenso völlig unsinnigem Energieaufwand ( -verschwendung) dann obendrein noch in Massen realisiert werden."
    Zum Beispiel? Und diesmal bitte mit belastbaren Belegen.

    Antwort auf "Stimmt,"
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    • lef
    • 03.07.2008 um 14:13 Uhr

    ganz einig sind sich Alle bei der Verwertung von Biomasse.Wie soll man Rechenlegasthenikern und Schulträumern (Physik 8.Klasse) denn auch etwas beweisen - das ist nun Mal mangels Grundwissen sinnlos........

    • lef
    • 03.07.2008 um 14:13 Uhr

    ganz einig sind sich Alle bei der Verwertung von Biomasse.Wie soll man Rechenlegasthenikern und Schulträumern (Physik 8.Klasse) denn auch etwas beweisen - das ist nun Mal mangels Grundwissen sinnlos........

    • brux
    • 03.07.2008 um 12:42 Uhr
    6. Europa

    Wir brauchen eben einen europäischen Energieverbund mit einem Hochspannungs-Gleichspannungs-Netz. Dann könnte man Bedarf und Angebot vernünftig (d.h. nahezu verlustfrei) zusammen bringen.
     
    Auch das würde der Lissabon-Vertrag dramatisch erleichtern. Aber leider wird die Debatte von Leuten mit ganz niedrigem Horizont bestimmt. Dezentralisierung ist ja schön und würde auch einiges bringen, aber Grossindustrien kann man damit nicht energetisch versorgen. Die Antwort auf Globalisierung und Klimawandel heisst eben nicht Biedermeier sondern europäische Kooperation.

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    • ttob
    • 03.07.2008 um 13:47 Uhr

    "Auch das würde der Lissabon-Vertrag dramatisch erleichtern. Aber leider wird die Debatte von Leuten mit ganz niedrigem Horizont bestimmt."Wieso, hast du etwa mitdiskutiert?"Dezentralisierung ist ja schön und würde auch einiges bringen, aber Grossindustrien kann man damit nicht energetisch versorgen."1) Der Beweis müsste noch erbracht werden, wenn dezentral mehr abfällt als verbraucht wird, könnte das u.U. auch für die ein oder andere "Großindustrie" reichen, aber momentan sind wir weit davon etfernt, da geb ich dir recht.2) Behauptet ja niemand das ALLES dezentral und kleinteilig sein sollte, aber man sollte das Potential erkennen, die Technik erörtern und entwickeln und sie nicht ständig von vornherein als untaugliche unprofessionelle Zusatztechnik betrachten. Alternativer Strom deckt bereits 10% des deutschen Bedarfs, eine Zahl die die Konzerne immer als unmöglich dargestellt hatten. Und das alles mit relativ geringem finanziellem Aufwand."Die Antwort auf Globalisierung und Klimawandel heisst eben nicht Biedermeier sondern europäische Kooperation."Das ist durchaus was dran und wenn ich dir jetzt sage, dass ich für "europäische Kooperation" und trotzdem gegen den Vertrag bin? Ich wette dann bist du verwirrt, gelle? Aber sicher passen Leute wie ich nicht unter deinen "weiten Horizont" oder in eine deiner mediengeprägten Schubladen.

    • ttob
    • 03.07.2008 um 13:47 Uhr

    "Auch das würde der Lissabon-Vertrag dramatisch erleichtern. Aber leider wird die Debatte von Leuten mit ganz niedrigem Horizont bestimmt."Wieso, hast du etwa mitdiskutiert?"Dezentralisierung ist ja schön und würde auch einiges bringen, aber Grossindustrien kann man damit nicht energetisch versorgen."1) Der Beweis müsste noch erbracht werden, wenn dezentral mehr abfällt als verbraucht wird, könnte das u.U. auch für die ein oder andere "Großindustrie" reichen, aber momentan sind wir weit davon etfernt, da geb ich dir recht.2) Behauptet ja niemand das ALLES dezentral und kleinteilig sein sollte, aber man sollte das Potential erkennen, die Technik erörtern und entwickeln und sie nicht ständig von vornherein als untaugliche unprofessionelle Zusatztechnik betrachten. Alternativer Strom deckt bereits 10% des deutschen Bedarfs, eine Zahl die die Konzerne immer als unmöglich dargestellt hatten. Und das alles mit relativ geringem finanziellem Aufwand."Die Antwort auf Globalisierung und Klimawandel heisst eben nicht Biedermeier sondern europäische Kooperation."Das ist durchaus was dran und wenn ich dir jetzt sage, dass ich für "europäische Kooperation" und trotzdem gegen den Vertrag bin? Ich wette dann bist du verwirrt, gelle? Aber sicher passen Leute wie ich nicht unter deinen "weiten Horizont" oder in eine deiner mediengeprägten Schubladen.

    • TDU
    • 03.07.2008 um 12:58 Uhr

    Da lese ich doch im Artikel über die Raumsonde Voyager, dass die sich mit Atom-Batterien bewegt, die bis 2020 reichen. Warum gibts da nicht mal ansatzsweise was für den privaten Bereich, die Teflon Pfanne hat's ja auch geschafft. Vielleicht mal einen Home-Trainer mit Strom-Versorgungsmöglichkeit oder so was. Und wenn der Weltraum ein Ei sein sollte: Vielleicht überlegt ein Huhn noch, ob es uns wirklich ausbrüten soll.

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    • ttob
    • 03.07.2008 um 15:35 Uhr

    ... bei Atombatterien (respektive Radioisotopengeneratoren) ist vermutlich vor allem die Strahlung. Man kann sie zwar relativ gut abschirmen (je nach Art und Intensität, bei jedem Isotop anders), aber für den Alltagsgebrauch gelten sie dadurch wohl einfach als zu gefährlich.Auch die Kosten dürften nicht ganz vernachlässigbar sein, ebenso wie die Missbrauchsmöglichkeiten.Die Idee an sich ist aber gar nicht so schlecht, offensichtlich wird auch noch daran geforscht: BetavoltaikAllerdings scheinbar nur in sehr kleinen Dimensionen.Die ultimative Energiequelle (sauber, billig, sicher, mobil, effektiv, ressourcenschonend, unkompliziert) gibts vermutlich nicht. Außer man aktzeptiert so wissenschaftliche Unmöglichkeiten wie den Perendev-Generator/MotorAber wer weiß, vielleicht ist der Mann ja tatsächlich auf eine neue Energiequelle gestoßen und nicht nur ein Scharlatan, ich hab da aber keine große Hoffnung :-)

    Meine Rede...
    Die Voyager Teile laufen mit Plutonium 238.
    Das ist ein Beispiel, wie ich finde, dem wir alle folgen sollten

    • ttob
    • 03.07.2008 um 15:35 Uhr

    ... bei Atombatterien (respektive Radioisotopengeneratoren) ist vermutlich vor allem die Strahlung. Man kann sie zwar relativ gut abschirmen (je nach Art und Intensität, bei jedem Isotop anders), aber für den Alltagsgebrauch gelten sie dadurch wohl einfach als zu gefährlich.Auch die Kosten dürften nicht ganz vernachlässigbar sein, ebenso wie die Missbrauchsmöglichkeiten.Die Idee an sich ist aber gar nicht so schlecht, offensichtlich wird auch noch daran geforscht: BetavoltaikAllerdings scheinbar nur in sehr kleinen Dimensionen.Die ultimative Energiequelle (sauber, billig, sicher, mobil, effektiv, ressourcenschonend, unkompliziert) gibts vermutlich nicht. Außer man aktzeptiert so wissenschaftliche Unmöglichkeiten wie den Perendev-Generator/MotorAber wer weiß, vielleicht ist der Mann ja tatsächlich auf eine neue Energiequelle gestoßen und nicht nur ein Scharlatan, ich hab da aber keine große Hoffnung :-)

    Meine Rede...
    Die Voyager Teile laufen mit Plutonium 238.
    Das ist ein Beispiel, wie ich finde, dem wir alle folgen sollten

  3. @brux: GleichSpannungsNetz aber bitte dann mit dezentraler EnergieErzeugungsErlaubnis für alle, Einspeisung == GeldGutschrift durch die EVU, und nicht zum lächerlichen DiktaturPreis; Makler-lose vollelektronische Preisfindung ohne Gebühren und EintrittsSchwellen für kleine Erzeuger ("anschliessen und los gehts mit verdienen") wären als angesagt zu erwägen.Die derzeitige Leipziger (!) StromBörse ist offenbar so noch nicht geeignet, Verbraucherfreundliche Preise zu finden.Monopole abschaffen !! Auch die NetztbetreiberMonopole.Ob sich das GleichSpannungsNetz dann loht, bleibt aber immer noch fraglich; vielleicht lohnt sich das dann auch wieder nur für die EVU-eigenen Baufirmen ... ==> und der Verbraucher muss mit Verweis auf die "hohen  InvestritionsKosten" weitere 20 Jahre sein ganzes Geld abliefern ==> und damit investiert werden kann gibts von der Politik natürlich weiterhin die dezentralisierungs-Hürden aufrecht erhalten ??Aber dahin solls doch hoffentlich in Zulkunft nicht mehr gehen ?

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