Drogen Auf dem TripSeite 2/2
ZEIT ONLINE: LSD wird derzeit in seiner ursprünglichen Funktion wiederentdeckt – als wirksames und noch dazu wohlfeiles Medikament. Wie kann es denn überhaupt eingesetzt werden?
Amendt: Als therapeutisches Hilfsmittel. Es versetzt Menschen in die Lage, Kindheitserinnerungen zu aktivieren und Traumatisierungen in außerordentlicher Klarheit zu erkennen. So lautet die Hypothese. Der Klient bekommt eine vom Therapeuten festgelegte Dosis. Wenn der Trip langsam abklingt, wird die Erfahrung gemeinsam verarbeitet. Ob das ohne Neben- und Folgewirkungen funktioniert, ist offen.
ZEIT ONLINE: Diese Entwicklung sehen Sie nicht nur positiv. Sie fürchten auch verantwortungslose Wissenschaftler, die ihre Testpersonen psychisch beschädigen könnten.
Amendt: Im Verlaufe der vielen Jahre, in denen ich mich mit Drogen beschäftige, bin ich Psychiatern und Psychologen begegnet, denen ich jederzeit zutraue, verantwortungsvoll mit LSD umzugehen. Vorausgesetzt: das Ganze funktioniert ohne gravierende Nebenwirkungen. Angesichts der steigenden Pharmakologisierung des Alltags fürchte ich jedoch, dass die Droge auch in die Hände von Scharlatanen und geldgierigen Wellnesstherapeuten gerät. Wir müssen uns aber immer bewusst sein: Die Droge ist in der Welt, Rückruf ausgeschlossen.
ZEIT ONLINE: Mit einer partiellen Legalisierung wäre sie ja auch wieder etwas manifester in der Welt.
Amendt: Ja. Aus Erfahrung wissen wir, dass eine medizinisch erfolgreiche psychoaktive Substanz früher oder später als smart-drug auch am illegalen Drogenmarkt angeboten wird. Das kann man gut finden oder schlecht. Es ist einfach so.
Hilft LSD der Kreativität? Lesen Sie weiter im zweiten Teil
Die Fragen stellte Frank Schäfer.
- Datum 10.07.2008 - 07:51 Uhr
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Was hier fehlt ist, dass LSD _kostenlos_ verteilt wurde, von HerstellerFirmen, gesponsert von den RockeFeller- BeeinFlusserKreisen; Effekt: ==> die Massen wurden unkritisch, konzentrierten sich auf die Orgien usw., ==> Drogen wurden dann kriminalisiert, und schon war Flower-Power, Peace, Aktivismus usw. weitgehend kriminell==> weil die Leute, die weitgehend identisch waren mit dem "linken-" oder "VietnamGegnerPack" einfach von der Polizei eigefangen werden konnten, unter dem DrogenVorwand.Das Modell/Verfahren kannte man schon aus der OpiumKriegsZeit der Englischen Krone in China, wo ganz China wehrlos und dem Rausch verfallen war und so keinen WiderStand gegen die koloniale Ausbeutung leisten konnte.So hat man eine ganze Generation entschärft (die was verändern/ verbessern wollte), und es konnte in den _vorgesehenen_ Bahnen gesellschaftlich weitergehen ohne grosse weitere Störungen.
Das mit dem LSD-Verteilen/junge Leute als Testpersonen ist im Umfeld von der Berkley-Uni (oder wie das nun geschrieben wird) passiert, es gab auch die Diskussion was man mit den ganzen jungen Leuten macht und ob die wegen der gesteigerten Produktivität und einem hohen Bevölkerungswachstum ("Babyboomer") die Leute ruhig gehalten werden müssen, damit sie vor lauter Langeweile nicht auf dumme Gedanken kommen (ums mal salopp auszudrücken). Der Staatsapperat hatte da auch seine Finger drin. Ansonsten ist es jedem seine Sache, mit welchen Mittelchen er seine Welt rosa anmalt *g*; eine sinnvolle und sachliche Aufklärung halte ich für den sinnvollen Weg und bin ja damit sogar einer Meinung mit dem Interviewten. Das Kranke heutzutage ist ja eher, daß sich Kids schon mit 11-13 Jahren Drogen in nicht geringen Mengen aussetzen, das bringt halt auch nicht die Punkte.
Das mit dem LSD-Verteilen/junge Leute als Testpersonen ist im Umfeld von der Berkley-Uni (oder wie das nun geschrieben wird) passiert, es gab auch die Diskussion was man mit den ganzen jungen Leuten macht und ob die wegen der gesteigerten Produktivität und einem hohen Bevölkerungswachstum ("Babyboomer") die Leute ruhig gehalten werden müssen, damit sie vor lauter Langeweile nicht auf dumme Gedanken kommen (ums mal salopp auszudrücken). Der Staatsapperat hatte da auch seine Finger drin. Ansonsten ist es jedem seine Sache, mit welchen Mittelchen er seine Welt rosa anmalt *g*; eine sinnvolle und sachliche Aufklärung halte ich für den sinnvollen Weg und bin ja damit sogar einer Meinung mit dem Interviewten. Das Kranke heutzutage ist ja eher, daß sich Kids schon mit 11-13 Jahren Drogen in nicht geringen Mengen aussetzen, das bringt halt auch nicht die Punkte.
Das mit dem LSD-Verteilen/junge Leute als Testpersonen ist im Umfeld von der Berkley-Uni (oder wie das nun geschrieben wird) passiert, es gab auch die Diskussion was man mit den ganzen jungen Leuten macht und ob die wegen der gesteigerten Produktivität und einem hohen Bevölkerungswachstum ("Babyboomer") die Leute ruhig gehalten werden müssen, damit sie vor lauter Langeweile nicht auf dumme Gedanken kommen (ums mal salopp auszudrücken). Der Staatsapperat hatte da auch seine Finger drin. Ansonsten ist es jedem seine Sache, mit welchen Mittelchen er seine Welt rosa anmalt *g*; eine sinnvolle und sachliche Aufklärung halte ich für den sinnvollen Weg und bin ja damit sogar einer Meinung mit dem Interviewten. Das Kranke heutzutage ist ja eher, daß sich Kids schon mit 11-13 Jahren Drogen in nicht geringen Mengen aussetzen, das bringt halt auch nicht die Punkte.
...im ersten Absatz nicht beendet *kopfkratz*.Jedenfalls wollt ich drauf hinaus, daß es durchaus politische Aktivitäten gab und die Leute sich nicht ALLE zugeballert haben. Man muß ja nur an die Black-Power-Geschichten denken.Und radikale Bewegungen haben dummerweise die Angewohnheit sich selber zu zerfleischen.
Soviel ich weiss funktioniert LSD nach dem Schlüssel-Schloss Prinzip, das heisst der Botenstoff besetzt Rezeptoren in Gehirn die tagsüber im täglichen Leben eher wenig aktiviert werden. Durch das Aufschliessen entstehen die nirvanösen Einsichten und sonstigen Wahrnehmungen. Die Rezeptoren (Schloss) gehen bei diesem Vorgang allerdings kaputt. Und dann soll LSD heute wieder in irgend einer Therapie verwendet werden? A.Natol
...und der gesellschaftliche Druck groß ist, ja, dann lassen sich plötzlich hoch wirksame aber auch sehr gefährliche Drogen als medizinische Therapien massenhaft verkaufen.Ein erschreckendes Beispiel liefert das Ritalin und seine Verwandten, eingesetzt zur Behandlung der Hyperaktivität. Einst war das Syndrom der Hyperaktivität und des Aufmerksamkeitsdefizits ein eher randständiges Thema. Nur wenige gut belegte Fälle wurden medikamentös mit Amphetaminen therapiert und Kinder- wie Jugendpsychiater verhielten sich restriktiv in der Verordnung. Sie trauten sich noch, für alle möglichen Verhaltensauffälligkeiten und Konzentrationsstörungen längerfristig angesetzte und intensive psychotherapeutische Methoden anzubieten, meist ganz ohne Medikamente. Heute lässt der gesellschaftliche Druck (vorgeblich schnelle und kostengünstige Hilfe) die Diagnosezahlen für das Aufmerksamkeitsdefizit- und/oder Hyperaktivitätssyndrom in die Höhe schnellen und der Griff zum Amphetamin wird zur Regel. - In der familiären oder schulischen Realität hat aber der Einsatz der Droge nicht viel geändert. Nein, die Klagen über noch mehr auffällige Kinder wachsen weiter. - Hier soll nicht geleugnet werden, dass es einen Kern von Fällen gibt, bei denen Amphetamine tatsächlich "fast" ein Wunder bewirken. - Aber die Explosion der Fallzahlen, spricht eindeutig für eine derzeit schludrige Verordnungspraxis.Viele Ritalin-Verordnungen, -die heute sogar schon von Hausärzten, Neurologen und anderen Nicht- Psychiatern ausgeschrieben werden - , verdanken sich mangelhafter Diagnostik und dienen als Ersatz um bei fehlenden ökonomischer Ressourcen für eine intensive menschliche Betreuung aufälliger Kinder - und Jugerndlicher, trotzdem "etwas" anzubieten. - Die Drogenhersteller freuen sich, ein ältliches Präparat so gewinnträchtig verkaufen zu können.Ich will nicht unerwähnt lassen, dass längerer, selbst unregelmäßiger Gebrauch von Amphetaminen,- z. B. an jedem Disco-Wochenende-, irreversibleNervenzellschäden verursacht. Das ist Basiswissen der Neurowissenschaften.Nicht unerwähnt sollte auch bleiben, dass die Amphetamin-Präparate zu Spottpreisenhergestellt werden können und ihr Handel hohe Gewinnmargen abwirft.Herr Amendt ist daher bei LSD ebenso auf der richtigen Fährte, wie Mitkommentator A.Natol, bezüglich der schädigenden Wirkung.GrüßeChristoph Leusch
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