Kernkraft Diskussion über neue AKWs
Die Große Koalition streitet immer heftiger über die Zukunft der Atomenergie in Deutschland. Aus der Union kommt jetzt auch der Ruf nach neuen AKWs. Die SPD will sie per Grundgesetzänderung verbieten
Zusätzlich angefacht haben die Debatte über einen Ausstieg aus dem Atomausstieg Äußerungen des SPD-Politikers und -Vordenkers Erhard Eppler. Der hatte am Wochenende in Aussicht gestellt, dass die SPD längeren Laufzeiten für die bestehenden deutschen AKWs möglicherweise zustimmen könnte, falls die Union einem Bauverbot für neue Atommeiler zustimme.
Daraufhin verlangte der Vorsitzende des CDU-Wirtschaftsrats, Kurt Lauk, am Montag in der Bild -Zeitung, Forschung und Entwicklung für eine nächste Generation von Kernkraftwerken dürften kein Tabuthema sein. Ähnlich hatte sich zuvor bereits Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) geäußert.
Ihnen widersprach jedoch Hamburgs CDU-Bürgermeister Ole von Beust. «Es ist weitgehender Konsens in der CDU, dass wir keine neuen Atomkraftwerke bauen wollen. Das ist in Deutschland nicht durchsetzbar», sagte er dem Berliner Tagesspiegel . Deutschland sei allerdings klug beraten, die Laufzeiten über 2020 hinaus bis etwa 2028 zu verlängern. Auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) erneuerte seine Ablehnung des Atomausstiegs.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor Kurzem angekündigt, dass die CDU den von SPD und Grünen vereinbarten Atomausstieg zum Thema im Bundestagswahlkampf machen will , und hatte damit die SPD provoziert. Beim G-8-Gipfel im japanischen Toyako machte Merkel jedoch am Montag deutlich, dass sie die Kernenergie-Nutzung für keinen entscheidenden Faktor im Kampf gegen den Klimawandel hält – womit sie im Kreis der Industrieländer um die USA und Frankreich in dieser Frage isoliert ist.
SPD-Generalsekretär Hubertus Heil versuchte in Berlin, den Spieß umzudrehen. Er forderte die Union zu einem «klaren Bekenntnis» auf, ob sie sei bereit sei, ein Bauverbot für neue AKWs im Grundgesetz zu verankern. Für Irritation innerhalb der SPD selbst sorgten allerdings die Äußerungen von Eppler. Der frühere Anführer der Anti-Atombewegung war am Wochenende vom Spiegel mit dem Vorschlag zitiert worden, einige Meiler ein paar Jahre länger laufen zu lassen, wenn die Union im Gegenzug den Bau neuer Atomkraftwerke für die Zukunft ausschließe. Mit einem solchen Kompromiss könnte man den Übergang zu erneuerbaren Energieträgern absichern.
Heil berichtete, Eppler habe ihn angerufen, weil er unglücklich über die öffentliche Wahrnehmung seiner Äußerungen sei. Er habe versichert, dass er schon wegen der terroristischen Bedrohungen strikter Gegner der Atomkraft sei. Auch Eppler habe die Union zu einer klaren Haltung gegen AKW-Neubauten zwingen wollen.
- Datum 16.09.2009 - 11:50 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT online
- Kommentare 34
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Mal ein paar Fragen:
Wo soll der Strom herkommen wenn die Sonne nicht scheint und Windstille herscht?Sind die Konsequenzen der Klimakatastrophe in den nächsten 100 Jahren nicht grössen als die vom Atommüll?Wie viele Arbeitsplätze gehen verloren wenn alle energieintensiven Industrienen auswandern?(Aluhütten haben schon zu gemacht)Sollte man nicht erstmal das Atomkraftwerk Temelin abschalten?(Tschernobly Typ)Wieviel Radioaktivität ist bei der Katastrophe in Harrisburg ausgetreten? Wieviele Atomwaffen auf Uranbasis könnte man in Brennstäbe umwandeln und sinnvoll nutzen?Wie wärs mal mit Antworten von den AKW Gegnern?
1. Befürworter des Atomausstiegs gehen von einem Strommix aus. Das bedeutet, es wird ein paar Kohle- und Gaskraftwerke geben, viele (dezentrale) Stromerzeugungsanlagen mit verschiedenen Techniken (wie Wind, Sonne, Geowärme, Biomasse, Wasserkraft), dazu auch Speicherkraftwerke. Windstille über ganz Deutschland ist extrem unwahrscheinlich. Die Wetteraufzeichnungen werden beim Bau von Kraftwerken berücksichtigt. Ausserdem wird sehr stark auf einen sinkenden Verbrauch von Primär- und Sekundärenergie gesetzt. Dazu gehört z.B. auch verbesserte Energieausnutzung im Wohnbereich, alternative Infrastruktur, usf.Unterschiede sind dabei durchaus zu berücksichtigen. Einige glauben z.B. nicht an die dauerhafte Leistungsfähigkeit des Individualverkehrs, andere setzen auf Hybrid- oder Elektroautos. Wie auch immer, selbst bei dem geschätzten Verbrauch sind sich die Entscheider uneinige. Einige sind der Meinung, wir hätten eine ausreichende Kapazität um schon jetzt auf Atomenergie zu verzichten, andere argumentieren, wir haben schon jetzt eine Energielücke. 2. Das kommt darauf an, wie der Klimawandel wirklich abläuft. Zunächst einmal ändert sich auch bei sofortigem Stopp des Kohlendioxid-Ausstoß in die Athmosphäre für einige Zeit (geschätzte Jahrzehnte) wenig. Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten, es findet bereits statt. Wir steuern jetzt die Zukunft in mehr als 30 Jahren (wird gesagt, bin kein Wissenschaftler, der sich mit sowas auskennt). Wir schlimm der Klimawandel wird - das wissen wir nicht. Welche Maßnahmen wir treffen können, um die Folgen für uns gering zu halten - unklar. Relativ sicher, die Landmasse wird kleiner, es wird zu einer Änderung der Artenverbreitung kommen (möglicherweise auch zu weiterem Artensterben).Atomkraft produziert Müll. Die Folgen des Mülls in den nächsten 100 Jahren werden voraussichtlich gering sein. (Reden wir noch einmal darüber in 10000 Jahren, dann ist der immer noch da). Wieviel strahlendes Material bis dahin Fläche verseucht hat, ist unmöglich abzuschätzen. Sei es durch die Verfügbarkeit von spaltbarem Material und möglichen Atombombenzündungen, sei es durch Unfälle im Reaktor- oder Transportbereich, sei es durch Terroranschläge.Welche Folgen schlimmer sind, ist schwer abzuschätzen. Ich würde noch nicht einmal behaupten, welche Folgen besser handhabbar sind, ist einigermassen klar. 'Vorteil' der Klimaerwärmung - wir haben es prinzipiell mit einem umkehrbaren Prozeß zu tun (abgesehen von den ganzen toten Arten und den möglicherweise entstandenen Wüsten, also nicht vollständig). 3. Kein Ahnung. Wir sind allerdings gegen die Abwanderung von arbeits- und energieintensiver Energie nie gefeiht. 4. Diese Entscheidung obliegt der tschechischen Regierung. Wir tun schon seit Jahren viel dafür, dass dieses Kraftwerk sicherer wird (und möglichst bald stillgelegt werden kann). 5. Weiß ich nicht. 6. (Fast) keine. Soweit ich informiert bin, lohnt dieser Prozeß nicht. Allerdings weiss ich nicht, ob bei der Entsorgung der Atomsprengköpfe bereits eine Entkernung des Urankerns vorgenommen wurde. Uran besteht aus einer Mischung von 2 wesentlichen Isotopen, 235 und 238 (stimmt das????). Soweit mich meine rudimentäre Bildung nicht im Stich läßt, ist in Atomwaffenfähigem Uran verhältnismäßig mehr 235 (das ist der Neutronenstrahler, der die Kernreaktion in Gang setzt) enthalten, als in Reaktorbrennstäben. Die Trennung der Isotope erfolgt (und ich vertue mich hier sicher in den Details) auf die Umwandlung in Uranhexafluorid und die anschliessende Zentrifugierung. Ich meine wie gesagt, in Atomwaffenfähigem Uran ist das interessante Isotop bereits konzentrierter als in Brennstäben. Kurz - nichts genaues weiss ich auch nicht. Vielleicht kann ein anderer näheres dazu erklären.
Ist schon peinlich hier den gleichen Leser-Kommentar aus dem Artikel "Wollen wir Tschernobyl vergessen" hinüber zu kopieren (dort Kommentar Nr. 14).Warum finanziert die Atom-Lobby nicht einfach große Anzeigen bei zeit.de?
bei der blöd zeitung duerfen sie immer das gleiche schreiben - merkt keiner.(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/jk)
1. Befürworter des Atomausstiegs gehen von einem Strommix aus. Das bedeutet, es wird ein paar Kohle- und Gaskraftwerke geben, viele (dezentrale) Stromerzeugungsanlagen mit verschiedenen Techniken (wie Wind, Sonne, Geowärme, Biomasse, Wasserkraft), dazu auch Speicherkraftwerke. Windstille über ganz Deutschland ist extrem unwahrscheinlich. Die Wetteraufzeichnungen werden beim Bau von Kraftwerken berücksichtigt. Ausserdem wird sehr stark auf einen sinkenden Verbrauch von Primär- und Sekundärenergie gesetzt. Dazu gehört z.B. auch verbesserte Energieausnutzung im Wohnbereich, alternative Infrastruktur, usf.Unterschiede sind dabei durchaus zu berücksichtigen. Einige glauben z.B. nicht an die dauerhafte Leistungsfähigkeit des Individualverkehrs, andere setzen auf Hybrid- oder Elektroautos. Wie auch immer, selbst bei dem geschätzten Verbrauch sind sich die Entscheider uneinige. Einige sind der Meinung, wir hätten eine ausreichende Kapazität um schon jetzt auf Atomenergie zu verzichten, andere argumentieren, wir haben schon jetzt eine Energielücke. 2. Das kommt darauf an, wie der Klimawandel wirklich abläuft. Zunächst einmal ändert sich auch bei sofortigem Stopp des Kohlendioxid-Ausstoß in die Athmosphäre für einige Zeit (geschätzte Jahrzehnte) wenig. Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten, es findet bereits statt. Wir steuern jetzt die Zukunft in mehr als 30 Jahren (wird gesagt, bin kein Wissenschaftler, der sich mit sowas auskennt). Wir schlimm der Klimawandel wird - das wissen wir nicht. Welche Maßnahmen wir treffen können, um die Folgen für uns gering zu halten - unklar. Relativ sicher, die Landmasse wird kleiner, es wird zu einer Änderung der Artenverbreitung kommen (möglicherweise auch zu weiterem Artensterben).Atomkraft produziert Müll. Die Folgen des Mülls in den nächsten 100 Jahren werden voraussichtlich gering sein. (Reden wir noch einmal darüber in 10000 Jahren, dann ist der immer noch da). Wieviel strahlendes Material bis dahin Fläche verseucht hat, ist unmöglich abzuschätzen. Sei es durch die Verfügbarkeit von spaltbarem Material und möglichen Atombombenzündungen, sei es durch Unfälle im Reaktor- oder Transportbereich, sei es durch Terroranschläge.Welche Folgen schlimmer sind, ist schwer abzuschätzen. Ich würde noch nicht einmal behaupten, welche Folgen besser handhabbar sind, ist einigermassen klar. 'Vorteil' der Klimaerwärmung - wir haben es prinzipiell mit einem umkehrbaren Prozeß zu tun (abgesehen von den ganzen toten Arten und den möglicherweise entstandenen Wüsten, also nicht vollständig). 3. Kein Ahnung. Wir sind allerdings gegen die Abwanderung von arbeits- und energieintensiver Energie nie gefeiht. 4. Diese Entscheidung obliegt der tschechischen Regierung. Wir tun schon seit Jahren viel dafür, dass dieses Kraftwerk sicherer wird (und möglichst bald stillgelegt werden kann). 5. Weiß ich nicht. 6. (Fast) keine. Soweit ich informiert bin, lohnt dieser Prozeß nicht. Allerdings weiss ich nicht, ob bei der Entsorgung der Atomsprengköpfe bereits eine Entkernung des Urankerns vorgenommen wurde. Uran besteht aus einer Mischung von 2 wesentlichen Isotopen, 235 und 238 (stimmt das????). Soweit mich meine rudimentäre Bildung nicht im Stich läßt, ist in Atomwaffenfähigem Uran verhältnismäßig mehr 235 (das ist der Neutronenstrahler, der die Kernreaktion in Gang setzt) enthalten, als in Reaktorbrennstäben. Die Trennung der Isotope erfolgt (und ich vertue mich hier sicher in den Details) auf die Umwandlung in Uranhexafluorid und die anschliessende Zentrifugierung. Ich meine wie gesagt, in Atomwaffenfähigem Uran ist das interessante Isotop bereits konzentrierter als in Brennstäben. Kurz - nichts genaues weiss ich auch nicht. Vielleicht kann ein anderer näheres dazu erklären.
Ist schon peinlich hier den gleichen Leser-Kommentar aus dem Artikel "Wollen wir Tschernobyl vergessen" hinüber zu kopieren (dort Kommentar Nr. 14).Warum finanziert die Atom-Lobby nicht einfach große Anzeigen bei zeit.de?
bei der blöd zeitung duerfen sie immer das gleiche schreiben - merkt keiner.(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/jk)
1. Befürworter des Atomausstiegs gehen von einem Strommix aus. Das bedeutet, es wird ein paar Kohle- und Gaskraftwerke geben, viele (dezentrale) Stromerzeugungsanlagen mit verschiedenen Techniken (wie Wind, Sonne, Geowärme, Biomasse, Wasserkraft), dazu auch Speicherkraftwerke. Windstille über ganz Deutschland ist extrem unwahrscheinlich. Die Wetteraufzeichnungen werden beim Bau von Kraftwerken berücksichtigt. Ausserdem wird sehr stark auf einen sinkenden Verbrauch von Primär- und Sekundärenergie gesetzt. Dazu gehört z.B. auch verbesserte Energieausnutzung im Wohnbereich, alternative Infrastruktur, usf.Unterschiede sind dabei durchaus zu berücksichtigen. Einige glauben z.B. nicht an die dauerhafte Leistungsfähigkeit des Individualverkehrs, andere setzen auf Hybrid- oder Elektroautos. Wie auch immer, selbst bei dem geschätzten Verbrauch sind sich die Entscheider uneinige. Einige sind der Meinung, wir hätten eine ausreichende Kapazität um schon jetzt auf Atomenergie zu verzichten, andere argumentieren, wir haben schon jetzt eine Energielücke. 2. Das kommt darauf an, wie der Klimawandel wirklich abläuft. Zunächst einmal ändert sich auch bei sofortigem Stopp des Kohlendioxid-Ausstoß in die Athmosphäre für einige Zeit (geschätzte Jahrzehnte) wenig. Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten, es findet bereits statt. Wir steuern jetzt die Zukunft in mehr als 30 Jahren (wird gesagt, bin kein Wissenschaftler, der sich mit sowas auskennt). Wir schlimm der Klimawandel wird - das wissen wir nicht. Welche Maßnahmen wir treffen können, um die Folgen für uns gering zu halten - unklar. Relativ sicher, die Landmasse wird kleiner, es wird zu einer Änderung der Artenverbreitung kommen (möglicherweise auch zu weiterem Artensterben).Atomkraft produziert Müll. Die Folgen des Mülls in den nächsten 100 Jahren werden voraussichtlich gering sein. (Reden wir noch einmal darüber in 10000 Jahren, dann ist der immer noch da). Wieviel strahlendes Material bis dahin Fläche verseucht hat, ist unmöglich abzuschätzen. Sei es durch die Verfügbarkeit von spaltbarem Material und möglichen Atombombenzündungen, sei es durch Unfälle im Reaktor- oder Transportbereich, sei es durch Terroranschläge.Welche Folgen schlimmer sind, ist schwer abzuschätzen. Ich würde noch nicht einmal behaupten, welche Folgen besser handhabbar sind, ist einigermassen klar. 'Vorteil' der Klimaerwärmung - wir haben es prinzipiell mit einem umkehrbaren Prozeß zu tun (abgesehen von den ganzen toten Arten und den möglicherweise entstandenen Wüsten, also nicht vollständig). 3. Kein Ahnung. Wir sind allerdings gegen die Abwanderung von arbeits- und energieintensiver Energie nie gefeiht. 4. Diese Entscheidung obliegt der tschechischen Regierung. Wir tun schon seit Jahren viel dafür, dass dieses Kraftwerk sicherer wird (und möglichst bald stillgelegt werden kann). 5. Weiß ich nicht. 6. (Fast) keine. Soweit ich informiert bin, lohnt dieser Prozeß nicht. Allerdings weiss ich nicht, ob bei der Entsorgung der Atomsprengköpfe bereits eine Entkernung des Urankerns vorgenommen wurde. Uran besteht aus einer Mischung von 2 wesentlichen Isotopen, 235 und 238 (stimmt das????). Soweit mich meine rudimentäre Bildung nicht im Stich läßt, ist in Atomwaffenfähigem Uran verhältnismäßig mehr 235 (das ist der Neutronenstrahler, der die Kernreaktion in Gang setzt) enthalten, als in Reaktorbrennstäben. Die Trennung der Isotope erfolgt (und ich vertue mich hier sicher in den Details) auf die Umwandlung in Uranhexafluorid und die anschliessende Zentrifugierung. Ich meine wie gesagt, in Atomwaffenfähigem Uran ist das interessante Isotop bereits konzentrierter als in Brennstäben. Kurz - nichts genaues weiss ich auch nicht. Vielleicht kann ein anderer näheres dazu erklären.
Auch wenn einiges schon beantwortet wurde:1. Der
Energiemix der Zukunft ist nicht genau klar. Es wird sicher auch noch
in 30 Jahren Kohlekraftwerke (KKW) geben, weil die jetzt geplanten oder
im Bau befindlichen auf eine Lebensdauer von ca. 40 Jahren ausgelegt
werden. Allerdings sind das modernere Kraftwerke als der aktuelle
Bestand - also so ca. 3-7% mehr Wirkungsgrad (ohne KWK). Selbst wenn
wir also nur alle alten KKW durch neue ersetzen würden, hätten wir
schon 3-7% CO2-Ersparnis. Die Windkraft wird massiv ausgebaut,
insbesondere auf See, was zuverlassiger und ergiebiger ist. Irgendwo
weht immer der Wind und falls nicht, kann man in diesen wenigen
Situationen auch Strom importieren. Zumindest bis wir größere
Stromspeicherlösungen verwirklicht haben, vor allem Druckluftspeicher.
Ferner ist eine Speicherung in norwegischen Speicherseen mittel HGÜs
denkbar, da fallen beim Transport nur ca. 6% Verlust an. Langfristig
wird Wind, Sonne, Wasserkraft und Biomasse einen großen Teil des Strom
liefern. Es ist aber eine Illusion zu glauben, wir würden in den
nächsten 50 Jahren unabhängig von außländischen Energielieferungen,
egal ob mit oder ohne Kernkraft.2. Den Klimawandel kann man mit
Atomenergie nicht aufhalten. Am weltweiten Strommix ist Kernenergie mit
ca. 3% beteiligt - und die Stromerzeugung stellt nur ca. 1/3 der
weltweiten CO2-Emissionen dar. Wir müssten also statt der bisherigen
ca. 450 Atomkraftwerke tausende neue AKWs bauen um einen relevanten
Teil an CO2 einzusparen. Insbesondere in Staaten der 3. Welt - wo die
Sicherheit am wenigsten garantiert ist. Darüber hinaus geht das nur mit
einer extrem ausgebauten Uran/Plutonium-Wirtschaft. Denn Uran ist genau
so knapp wie Öl/Gas. Nur durch die Erbrütung von Plutonium könnte man
ausreichend lange Brennstoff für die Reaktoren erzeugen. Der
Proliferation von Kernwaffen sind so aber keine Grenzen mehr gesetzt.3.
Es gehen weit mehr Arbeitsplätze dadurch verloren, daß die fette, faule
Industrie auf ihren Ärschen sitzt und eine Umwelt-Innovation nach der
anderen verbummelt. Stichworte: Dieselrußfilter, Hybrid-Antrieb,
Energieeffizienz. Im übrigen sind gerade die energie-intensiven
Industrien meist ohnehin von der Ökosteuer befreit.4. Ja, Temelin und ähnliche Kraftwerke sollte man abschalten. Nur ist unser
Einfluß darauf begrenzt - nachdem wir sie erst mal in die EU rein
gelassen haben. Trotzdem sollte man nicht glauben, daß wir nicht
auch etliche alte Reaktoren haben, die lieber heute als morgen vom Netz
sollten. Diese Reaktoren haben auch meist nur so 600-800 MW Leistung,
die wir nicht vermissen werden.5. Keine - was pures Glück war.
Es beweist allerdings, daß es eine Kernschmelze selbst in den
"sicheren" Druck/Siedewasserreaktoren westlicher Bauart geben kann. Übrigens hat die Beseitung des halbgeschmolzenen Reaktors Unsummen gekostet und 10 Jahre gedauert.6.
Üblicherweise wird dieses Material nicht für Brennelemente verwendet -
es wäre pure Verschwendung das hochangereichert Material wieder zu
strecken. Es wird gelagert und für neue Bomben verwendet.
Ist schon peinlich hier den gleichen Leser-Kommentar aus dem Artikel "Wollen wir Tschernobyl vergessen" hinüber zu kopieren (dort Kommentar Nr. 14).Warum finanziert die Atom-Lobby nicht einfach große Anzeigen bei zeit.de?
sind die beiden Antworten um so griffiger...
sind die beiden Antworten um so griffiger...
sind die beiden Antworten um so griffiger...
Warum nur das Atomverbot ins Grundgesetz einbringen? Vielleicht sollte die SPD auch gleich noch im Grundgesetz festlegen, wo wir Gas und Öl kaufen dürfen.
natuerlich damit leute wie sie nicht so leicht eine atomkraftwerk bauen koenen.
... und die Wahrscheinlichkeit, dass es doch passiert nahe bei Null ist. Das heißt dann Wahlkampf.
natuerlich damit leute wie sie nicht so leicht eine atomkraftwerk bauen koenen.
... und die Wahrscheinlichkeit, dass es doch passiert nahe bei Null ist. Das heißt dann Wahlkampf.
natuerlich damit leute wie sie nicht so leicht eine atomkraftwerk bauen koenen.
bei der blöd zeitung duerfen sie immer das gleiche schreiben - merkt keiner.(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/jk)
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren