Netzkultur Ist die Zukunft virtuell?
Das Bitfilm-Festival prämiert die spannendsten Trickfilme aus der Netzgemeinde. Ein Gespräch mit Bitfilm-Gründer Aaron Koenig über virtuelle Kinosäle und Machinima anlässlich der diesjährigen Preisverleihung
ZEIT ONLINE: Herr Koenig, zunächst einmal: Was ist Machinima?
Aaron Koenig: Ganz allgemein gesprochen sind das Filme, die mit Computerspielen gemacht sind. Es sind keine Animationsfilme im klassischen Sinne. Sie entstehen nicht von Frame zu Frame, sondern als eine Art digitaler Puppentrick, live . Das Wort setzt sich aus den Worten machine , animation und cinema zusammen. Durch einen Schreibfehler wurde Machinema zu Machinima.
ZEIT ONLINE: Der Begriff geht auf Hugh Hancock zurück, einen Guru der Szene.
Koenig: Er war es, der den Begriff prägte und im Jahre 2000 die Seite www.machinima.com online stellte. Im selben Jahr bin auch ich zum ersten Mal auf diese Trickfilmspielart aufmerksam geworden. 2002 haben wir Hancock als Jurymitglied zu unserem Festival eingeladen. Auffallend ist, dass sich Machinima im Laufe der Jahre aus der reinen Spielerszene hinaus bewegt hat. Anfänglich war das Phänomen Machinima oftmals interessanter als die Filme selbst. Mittlerweile gibt es eine riesige Anzahl wirklich spannender Filme.
ZEIT ONLINE: Was hat sich in den vergangenen Jahren am stärksten verändert?
- Datum 20.08.2008 - 11:43 Uhr
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Ein weiterer Schritt, die Beiträge der Netzgemeinde Salonfähig zu machen. Schließlich müssen sie sich jetzt Machinmas mit Filmen und nicht mehr mit "gewalthaltigen Spielen", aus denen sie zum Teil stammen, vergleichen. Teile der Machinmas sind besser als das, was man heute im TV oder Kino zu sehen bekommen. Hochachtung vor den Schöpfern!
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