USA Amerika und der Umgang mit kriminellen ImmigrantenSeite 2/2

McCain hat ursprünglich Immigrationsgesetze unterstützt, die Einwanderern ohne Dokumente legalisieren sollten, denn die Industrie sucht dringend Fachkräfte. Inzwischen rudert er unter dem Druck seiner Wählerbasis zurück. Auch Obama versucht, beide Seiten zu bedienen: Er ist ebenfalls dafür, illegalen Immigranten ein Visum zu gewähren, wenn sie Strafe zahlen, englisch lernen, keine Vorstrafen haben und sich wieder „hinten in der Schlange anstellen“. Er will aber Arbeitgeber bestrafen, die Illegale anheuern, und den Grenzzaun zu Mexiko verstärken.

Wäre Serkan A. in den USA geboren, hätte er allerdings die Staatsbürgerschaft — noch. Aber diese Gesetze werden in den USA immer restriktiver. Ursprünglich, als noch alle Einwanderer weiß waren, reichte es, Amerika per Schiff zu erreichen. 1882 wurde chinesische Einwanderung verboten, 1924 wurde das Quotensystem eingeführt, das Nordeuropäer gegenüber Slaven und Juden bevorzugte. Erst, seit kaum noch Europäer kommen, wandern Menschen aus China, den Philippinen und von allem Mexiko ein (während Immigration aus Schwarzafrika sehr begrenzt ist). Aus arabischen Ländern sind fünf bis sechs Millionen eingewandert, in der Mehrheit aber Christen und Juden. Von daher ist es unwahrscheinlich, dass Serkan A.s Eltern ein Visum bekommen hätten.

Eine Reihe Abgeordneter, darunter der Republikaner Lamar Smith aus Texas, wollen das sogenannte 14th Amendment der Verfassung von 1868 modifizieren, das die Staatsbürgerschaft durch Bodenrecht definiert; der Sinn des Verfassungszusatzes war damals ohnehin, in den USA geborenen Schwarzen die Staatsbürgerschaft zu gewähren. Zwar haben sie nicht die Mehrheit im Kongress. Aber es gab immer wieder, zuletzt im Dezember 2005, Vorstöße von Abgeordneten, die Staatsbürgerschaft nur noch Kindern zu gewähren, bei denen wenigstens ein Elternteil Amerikaner ist.

Solch eine Gesetzesänderung beträfe viele. Nach Schätzungen des Pew Hispanic Center werden in den USA jedes Jahr rund 300.000 Babys von Ausländerinnen ohne Visum geboren, zumeist Latinos. Rund fünf Millionen Kinder haben zumindest einen Elternteil, der illegal hier ist. Bei einer Abschiebung dürfen die Kinder zwar bleiben, aber in der Praxis bleibt den Eltern oft nichts anderes übrig, als sie mitzunehmen.

 
Leser-Kommentare
  1. Wir können ja auch die Todesstrafe einführen, Langzeitarbeitslosen kein Geld mehr zahlen,  die Grenze zu Polen und Tschechien mit Mauer und Stacheldraht unpassierbar machen und Kleinganoven für immer wegsperren. Der Stammtisch würde jubeln!

  2. rhhaml.Auf diese Gesetze kann man fast neidisch werden  GOTT SCHÜTZE AMERIKA. Ich wäre schon froh wenn unsere Richter einen Bruchteil dieser Gesetze anwenden würden--auch wenn die Überwachung gefährlicher Umfelder mit mehr Personal und Kameras stattfinden würde. Oder die Strafverbüßung in den Heimatländern absolviert wird---dort kommt der Aufenthalt dem Steuerzahler wesentlich billiger und der Vollzug mehr einer Strafe gleich---in Deutschland ist der Strafvollzug mehr ein Aufenthalt in einem Kurheim gleich----auf jeden Fall besser als in einem Deutschen Altenheim---Sport-Bildungsmögkichkeiten--Ärzte zur Verfügung---mehrgängige Mahlzeiten--etc.

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    Wie lange waren Sie denn zur Kur?

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  3. Wie lange waren Sie denn zur Kur?

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    • ali-ch
    • 09.07.2008 um 14:55 Uhr

    Danke. Die Frage wollte ich auch gerade stellen.

    • ali-ch
    • 09.07.2008 um 14:55 Uhr

    Danke. Die Frage wollte ich auch gerade stellen.

  4. Die USA sind ein faschistoider Staat, der 2 Millionen seiner Buerger weggesperrt hat. Ich weiss wirklich nicht, was dieser Artikel soll. (...entfernt. Anmerkung: Bitte bleiben Sie in Ihrer Kritik sachlich und achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/jk)

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    wie in Nigeria die Justiz funktioniert und wie fantastisch die Menschenrecht dort gewaehrt werden ,da denke ich ist die USA noch ein Musterknabe.

    wie in Nigeria die Justiz funktioniert und wie fantastisch die Menschenrecht dort gewaehrt werden ,da denke ich ist die USA noch ein Musterknabe.

  5. in ein Land, indem die Vernunft herrscht, nicht die 68er-Ideologie und wo (Eigen-)Verantwortung noch bekannt ist.Leuten, die selbst gewalttätige ausländische Straftäter nicht abschieben wollen, muss man Staatsfeindlichkeit unterstellen.

  6. Dass Deutschland seit '45 Zuwanderung erlebt, hat nicht dazu geführt, dass es ein Einwanderungsland geworden ist. Nur deshalb hat es sich vermutlich zum Magnet für problematische Klientels entwickeln können. Der Weg zur Selbstverständlichkeit eines Einwanderungslands ist noch weit. Rot-Grün ist seit jeher der größte Bremsklotz für eine sinnhafte Regelung der Einwanderung (einschl. Regelungen für den Entzug der Staatsbürgerschaft bei Kriminellen), da sie darin nicht Gestaltung sondern Aufarbeitung der NS-Zeit sehen. 

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    • Rahab
    • 09.07.2008 um 15:17 Uhr

    Deutschland (bwz. das heute so genannte territorium) hat zuwanderung wie abwanderung erheblich vor 1945 auch schon erlebt. vielleicht leicht übertrieben, aber dennoch könnten wir mal versuchen, es so zu sehen: das heutige deutschland verdankt sich permanenter zuwanderung, durchwanderung, weiterwanderung und auch einigen ausgesprochen sesshaften nmenschen. paßt das in ein aus politischen gründen verkürztes welt- und geschichtsbild? vermutlich nicht. da wird der träger dieses bildes es wohl für die historie passend machen müssen!

    • Rahab
    • 09.07.2008 um 15:17 Uhr

    Deutschland (bwz. das heute so genannte territorium) hat zuwanderung wie abwanderung erheblich vor 1945 auch schon erlebt. vielleicht leicht übertrieben, aber dennoch könnten wir mal versuchen, es so zu sehen: das heutige deutschland verdankt sich permanenter zuwanderung, durchwanderung, weiterwanderung und auch einigen ausgesprochen sesshaften nmenschen. paßt das in ein aus politischen gründen verkürztes welt- und geschichtsbild? vermutlich nicht. da wird der träger dieses bildes es wohl für die historie passend machen müssen!

    • ali-ch
    • 09.07.2008 um 14:55 Uhr

    Danke. Die Frage wollte ich auch gerade stellen.

    • Rahab
    • 09.07.2008 um 15:17 Uhr

    Deutschland (bwz. das heute so genannte territorium) hat zuwanderung wie abwanderung erheblich vor 1945 auch schon erlebt. vielleicht leicht übertrieben, aber dennoch könnten wir mal versuchen, es so zu sehen: das heutige deutschland verdankt sich permanenter zuwanderung, durchwanderung, weiterwanderung und auch einigen ausgesprochen sesshaften nmenschen. paßt das in ein aus politischen gründen verkürztes welt- und geschichtsbild? vermutlich nicht. da wird der träger dieses bildes es wohl für die historie passend machen müssen!

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    etwas wirr. Dennoch sollte der Hinweis auf die Religionszugehörigkeit nicht unerwähnt bleiben, der neben einem tiefen kulturellen Graben am meisten unsere muslimischen Neumitbürger davon abhält, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren.
    Von einem Dank Deutschlands an diese Menschen kann, jedenfalls was die 3. Generation anbetrifft, wohl kaum noch die Rede sein.
    Im Übrigen sollten alle Linken sich dem Widerspruch stellen, einerseits Deutschland als Einwanderungsland zu bezeichnen, andererseits aber die Ansprüche und Regeln der klassischen Einwanderungsländer nicht für Deutschland gelten lassen zu wollen. Oder die Schwelle so niedrig hängen, dass selbst die Spiridons und Serkans noch mühelos drübergelangen.

    etwas wirr. Dennoch sollte der Hinweis auf die Religionszugehörigkeit nicht unerwähnt bleiben, der neben einem tiefen kulturellen Graben am meisten unsere muslimischen Neumitbürger davon abhält, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren.
    Von einem Dank Deutschlands an diese Menschen kann, jedenfalls was die 3. Generation anbetrifft, wohl kaum noch die Rede sein.
    Im Übrigen sollten alle Linken sich dem Widerspruch stellen, einerseits Deutschland als Einwanderungsland zu bezeichnen, andererseits aber die Ansprüche und Regeln der klassischen Einwanderungsländer nicht für Deutschland gelten lassen zu wollen. Oder die Schwelle so niedrig hängen, dass selbst die Spiridons und Serkans noch mühelos drübergelangen.

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