Neugeborene Der Tod im BabyhirnSeite 2/2
Hier setzt nun die Studie der Heidelberger an und zeigt erstmals, wie eine Störung des Serotoninhaushalts die Körperfunktionen auf tödliche Art beeinflusst. Dass der Mechanismus bei Menschenbabys derselbe ist oder ähnlich funktioniert, muss allerdings erst noch gezeigt werden. "Natürlich sind dies vorklinische Erkenntnisse", gibt auch Michael Klintschar zu bedenken. Das Bild sei in Wahrheit wohl wesentlich komplexer und wahrscheinlich seien mehrere, vermutlich ebenfalls mit Serotonin assoziierte Mechanismen beteiligt. Den Weg allerdings hält Klintschar für richtig. "Sobald ein Mechanismus identifiziert und charakterisiert ist - in diesem Fall der Serotonin Rezeptor 1a -, kann theoretisch auch ein Medikament dagegen konstruiert werden", sagt der Rechtsmediziner.
Die Autoren der Studie distanzieren sich ihrerseits von allzu großen Hoffnungen. Zwar konnten Gross und seine Kollegen ihre Mäuse mit einem Rezeptor-Blocker vor den Herzrhythmus-Krisen und damit auch vor dem Tod bewahren. "Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass SIDS-Babys exakt den gleichen Defekt im Gehirn haben wie unsere Mäuse", sagt Gross in einem Podcast-Interview mit Science. Er hofft jedoch, dass die Erkenntnisse aus den Heidelberger Versuchen die Aufmerksamkeit des Forschungsfeldes stärker auf den Serotoninhaushalt im Hirnstamm lenken, um zum Beispiel bestimmte Marker zu finden, die anfällige Babys dann vorzeitig identifizieren könnten. "Beim SIDS ist vieles noch auf die Defizite der Atmung konzentriert", erklärt Gross, den anderen autonomen Steuerungssystemen habe man bisher noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
- Datum 04.07.2008 - 15:32 Uhr
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Im Gegensatz zu Ihrem Text ist die SIDS-Ursache eindeutig geklärt, wenngleich vom "Establsihment" nicht anerkannt. Deshalb müßte ein Redakteur, der sich dieser Frage annimmt einige Texte durcharbeiten, um sich ein eigenes Urteil bilden zu können. Das wäre dann allerdings sehr wertvoll, weil eine zutreffende Information die Eltern in Deutschland in die Lage versetzte, diese Todesfälle zuverlässig zu verhindern.Folgende Links führen Sie zu den erwähnten Texten:1. www.ploetzlicher-kindstod.org2. www.kloesterl-infoportal.de (anmelden, dann: Suche "SIDS")3. www-ideen-rund-ums-kind.de (bei "Informationen" Suche nach "plotzlicher Kindstod / SIDS")Mit freundlichen Grüßen,Dr. Hannes Kapuste, Institut für Ausbildungsforschung
Aber ob Polyfix Matrazenhüllen da wirklich immer helfen, wage ich zu bezweifeln.Haben Sie da irgendwelche Erfahrungen gemacht?NeugierigW.
Dank an Herrn Kapuste für den Hinweis auf die Seite ploetzlicher-kindstod.de. Dass es sich um eine Werbeseite für Babymatratzen handelt, inklusive Bestellmöglichkeit, wundert mich angesichts seines Kommentars allerdings wenig. Falls Herr Kapuste sich jedoch etwas weitergehend informieren möchten, empfehle ich diesen Artikel der Arbeitsgruppe um Hannah Kinney von der Harvard Medical School in Boston. Die Studie erschien im Journal of the American Medical Association (kurz JAMA) und ist eine der zentralen Arbeiten aus der SIDS-Forschung in den vergangenen Jahren. Beachten Sie auch den zweiten Satz in der Einleitung. Mit freundlichem Gruß: Die Autorin.
Vielen Dank für diesen Artikel! Ich bin dabei gar nicht sonderlich an dem Thema interessiert, aber, da ich selbst Wissenschaftler bin, sehr daran, wie wissenschaftliche Befunde in der Tagespresse weitervermittelt werden. Oftmals wird hier bis zur Unkenntlichmachung oder Verfälschung vereinfacht, aber diesen Fehler begehen Sie hier nicht im Geringsten, Frau Zinkant. Mir macht das Mut.Herr Kapuste, ich habe mir mal die Mühe gemacht und ihren Artikel aus der Zeitschrift für Umweltmedizin und den Artikel von Herrn Sprott aus dem Journal of Nutritional & Environmental Medicine gelesen. Es werfen sich hier an allen Ecken und Enden methodische Zweifel auf: Sie schreiben "Die hier berichtete Beobachtung von 100000 Lebendgeborenen ohne einen Fall von SID sichern diese Erkenntnis daher mit überweltigender Zuverlässigkeit (p<1.9 x 10^-22)". Bitte verraten Sie mir doch, welches statistische Verfahren von einem angeblichen 0 zu 100000-Verhältnis auf DIESEN p-Wert führt! Ich muss es in meiner Statistik-Ausbildung und meiner vierjährigen Lehrtätigkeit in der Statistik versäumt haben. Diese Zahl wird dann von Sprott dankbar aufgegriffen (nicht ohne durch die Verwendung des Wortes "p-factor" ebenfalls die Vermutung nahezulegen, dass seine Statistikkenntnisse eher lückenhaft sind). Hier baut sich die Argumentation im Wesentlichen darauf auf, dass ja unter den SIDS-Opfern kein einziges gewesen wäre, dessen Matratze seinem Sicherheitsstandard genügt hätte. Herrje, ich vermute, dass auch kein einziges der Opfer einen Führerschein hatte. Schützt der also vor SIDS? Sie vergessen die Grundquote!!! Es wird lediglich argumetiert, dass ab einem gewissen Zeitpunkt sehr viel Werbung für die Matratzen-Behandlung gemacht wurde und, dass es ja bestimmt fast jeder macht. Zahlen? Daten? Fakten?Nein, Herr Kapuste, das ist keine Wissenschaft. Deswegen fühlen Sie sich auch vermutlich dem "Establishment" nicht zugehörig. Ich würde mich viel weniger aufregen, wenn es nicht um ein so ernstes Thema ginge. Ich möchte nicht an die Eltern denken, die ein Kind verloren haben und jetzt das Gefühl haben, dass all das nicht passiert wäre, wenn sie nur auf Sie gehört hätten!
Ach immer die Medikamente ...und dann noch für Säuglinge.
Womit bekämpfen denn Größere aller Altersstufen ihren Serotoninmangel? - Mit Schokolade.
Und womit kann man Serotoninmangel noch entgegenwirken?
Mit in sich - ruhen!
Aufmerksamkeit - äußere Ruhe - Liebe - Geborgenheit.
Ich weiss es nicht - aber wenn es z.B. recht laut ist in der Wohnung ...
dann kann man das Gacksen eines Babies nicht hören.
Hörte man es - ginge ich hin - sähe nach - und nähme das Kind hoch ... stillte es ...oder fütterte es.
Zu depressiven Erscheinungen kommt es, wenn man unglücklich ist.
Das können auch Schmerzen sein. - Die sind nicht so schlimm, das man schreit, aber ...
Egal um welche Schmerzen es sich handelt: Es hilft immer: Ein Streicheln - einer anderen Person.
dazu der Economist
mit den fällen plötzlichen kindstodes im selben bett mit der mutter? - ihr vorwerfen, dass sie eingeschlafen war?
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