Atomstreit Die Anti-AKW-Bewegung erwacht

Außenminister Steinmeier widerspricht dem Plan der Union, die deutschen Reaktoren länger laufen zu lassen. Die Grünen wollen den Protest auch auf die Straße tragen

Steinmeier sagte der Frankfurter Rundschau : «Wer jetzt zur Kernkraft zurückkehren will, ruft zu Investitionszurückhaltungen in moderne Technologien für saubere Kohle- und Gaskraftwerke auf.» Die Unionsforderung nach einer Verlängerung der Restlaufzeiten für bestehende Atomkraftwerke bezeichnete der SPD-Vize als «einfallslos». Damit würde mehr Wettbewerb auf dem Energiesektor verhindert.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast, kündigte an, den Widerstand gegen den von der Union geplanten Ausstieg aus dem Atomausstieg «auch auf die Straße» zu tragen. Die Grünen planen dem Tagesspiegel zufolge neben einer Anzeigenkampagne und der Verbreitung von Argumentationspapieren Aktionsveranstaltungen in Regionen mit Reaktoren und an geplanten Atommüll-Endlagerstandorten. «Wir werden den Widerstand gegen die Atomlobby flächendeckend organisieren, von Neckarwestheim über Biblis, Brunsbüttel bis Gorleben», sagte Künast.

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Auch die Deutsche Energie-Agentur (DENA) warnte vor einem Weiterbetrieb der AKWs. DENA-Geschäftsführer Stephan Kohler sagte: «Kernenergie ist nicht sicher, denn es gibt weltweit keinen Reaktor, bei dem bei einem Störfall nicht auch radioaktive Stoffe austreten könnten, und wir haben weltweit keine sicheren Endlager.» Die Bedeutung der Kernkraft für den Klimaschutz werde weit überschätzt. «Es gibt bessere Möglichkeiten wie Energieeffizienz, wie regenerative Energien, wie hocheffiziente Kohle- und Erdgaskraftwerke.»

In der Unionsspitze wird laut Financial Times Deutschland damit gerechnet, dass die SPD nach der Bundestagswahl 2009 einer Verlängerung der AKW-Laufzeiten zustimmt. Auf Dauer sei es im Interesse des Klimaschutzes und der Energiesicherheit nicht durchzuhalten, die letzten Meiler schon 2021 abzuschalten, zitierte die Zeitung ungenannte Unionskreise. Allerdings werde die SPD ihre Position nicht vor der Wahl räumen, und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) werde sich an den Koalitionsvertrag halten. Der sieht vor, dass am Atomkonsens der rot-grünen Regierung nicht gerüttelt wird - bis zur Wahl jedenfalls.

 
Leser-Kommentare
  1. 1. Macher

    Die Macher-Elite hat die Welt innerhalb weniger Jahrzehnte !!!!heruntergewirtschaftet. Die Kernenergie zeigt ironischerweise gerade überall seine grausige Fratze, wen interessiert es??! Die Finanzsysteme brechen zusammen und die Verluste der Banken etc. werden aus  den Sozialsystemen der Staaten subventioniert! Wen interessiert es??! Die Energieunternehmen sind unkontrollierbar geworden. Wen interessiert es??   Die Macherelite betreibt Konkursverschleppung, sie zockt weiter ab, sie hat die politische Macht hinter sich (wodurch eigentlich?), und jungdynamische Jungjournalisten reihen pseudoobjektive Wörter der Berichterstattung hintereinander - wo ein beherzter Aufschrei zur Rettung der Umwelt nötig wäre. Aber Party-machen bringt wohl mehr Aufmerksamkeit - und ist weniger anstrengend.

  2. 2. Also,

    "Die" Kernenergie zeigt "ihre" ironische, grausige Fratze, nicht "seine". Und den "beherzten Aufschrei" würde ich auch gerne hören, das wäre sicher mal ein Party-Knüller.

    • Anonym
    • 12.07.2008 um 8:42 Uhr

    Bewegung muss her.Nicht nur eine Partei hat das Recht Anti zu sein.Es lebe die pure Atomkraft!

  3. soll das etwa heissen, das ich ab sofort an jeder Strassenecke von einer Zusammenrottung moralisierender Sozialkundelehrer angesprochen werde ?

  4. Liebe ignorante Couchpotatoes und Sesselfurzer, die Atomkraft wird [...] die kuschelige Heimstatt auch nicht retten. Denn den Atomstrom werdet ihr euch bald auch nicht mehr leisten können, während sich die Zasterscheffler die Hände reiben. Ihr seid doch nur Manövriermasse und Kanonenfutter für die Atomlobby. Die werden wohl immer Dumme finden. Hoffen wir nur, dass sie diesmal nicht genug Dumme finden, um ihr perfides Spiel zu spielen. MfG[Gekürzt, bitte achten Sie auf Ihre Ausdrucksweise. Danke. /Die Redaktion pt.]

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    ausser Daniel. Schlau sind doch eher die "Zasterscheffler", die bis 2010 geschätzte 70 Milliarden an Subventionen für, in der hiesigen Klimazone einfach lächerliche, Photovoltaikanlagen kassieren. Natürlich werden die "ungemütlich", wenn es endlich mal an ihre Pfründe geht.

    ausser Daniel. Schlau sind doch eher die "Zasterscheffler", die bis 2010 geschätzte 70 Milliarden an Subventionen für, in der hiesigen Klimazone einfach lächerliche, Photovoltaikanlagen kassieren. Natürlich werden die "ungemütlich", wenn es endlich mal an ihre Pfründe geht.

  5. ausser Daniel. Schlau sind doch eher die "Zasterscheffler", die bis 2010 geschätzte 70 Milliarden an Subventionen für, in der hiesigen Klimazone einfach lächerliche, Photovoltaikanlagen kassieren. Natürlich werden die "ungemütlich", wenn es endlich mal an ihre Pfründe geht.

  6. "Den Arsch retten" ist für euch schon zensurwürdig? Das ist doch ein ganz normaler, geläufiger Ausdruck für einen Sachverhalt. Damit wird niemand als Arsch bezeichnet. Das ist nicht beleidigend (gemeint). Da finde ich Sesselfurzer wesentlich grobsprachlicher. Egal. Aber: wenn ihr schon sinnentstellend Teile eines Satzes löscht, gebt dem Urheber die Möglichkeit, seinen verstümmelten Beitrag zurückzunehmen.

  7. wenn ihnen etwas nicht gefaellt,langsam gehen mit diese Oeko [...] auf die Nerven.[Gekürzt. Bitte vermeiden Sie den indirekten Vergleich von Nationalsozialisten und den Grünen./ Die Redaktion; ew]

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    alle Worte die auch nur im Entferntesten etwas mit die noch aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 aus den Woerterbuechern entfernen? Am besten gleich ein Gesetz fordern dass den Gebrauch dann auch gleich strafbar macht.

    alle Worte die auch nur im Entferntesten etwas mit die noch aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 aus den Woerterbuechern entfernen? Am besten gleich ein Gesetz fordern dass den Gebrauch dann auch gleich strafbar macht.

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