Guantánamo Erstes Video von Guantánamo-Verhör veröffentlicht

Bilder zeigen, wie der damals 16-jährige Omar Khadr im Februar 2003 von kanadischen Agenten verhört wird

Erstmals ist eine Videoaufnahme von dem Verhör eines Insassen des US-Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba veröffentlicht worden. Die offenbar heimlich aufgenommenen Bilder zeigen nach Angaben des kanadischen Senders CBC, wie der damals 16-jährige Khadr im Februar 2003 von kanadischen Agenten verhört wird.

Das Video soll sechs Monate nach Khadrs Festnahme entstanden sein. Nach den Aussagen von Nathan Whitling, einer von Khadrs Anwälten, wurde das Video von US-Regierungsbeamten gedreht. Mit Hilfe eines Gerichtsbeschlusses durften die Anwälte jetzt die Aufnahmen veröffentlichen.

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Die Aufnahmen von dem dreitägigen Verhör wurden offenbar heimlich durch die Klappe eines Lüftungsschachtes gemacht. Der junge Kanadier wird von den Agenten zu seinem islamischen Glauben befragt und dazu, was er über das Terrornetzwerk Al Qaida wisse. Während des Verhörs weinte Khadr teilweise heftig und zerrte verzweifelt an seinen Haaren. Außerdem zeigte er den Agenten seine Verletzungen. Einer der Agenten sagt zu Khadr, er werde medizinisch gut behandelt und müsse kooperieren. Ein anderer Agent versucht Khadr zu beruhigen und fordert ihn auf, "etwas zu essen". Außerdem sagt er: "Ich verstehe, dass das stressig ist." Eine Gewaltanwendung gegen den Gefangenen ist in dem zehnminütigen Ausschnitt nicht zu sehen.

Leser-Kommentare
    • KHJ
    • 15.07.2008 um 22:31 Uhr

    Medial ist das zur Zeit der absolute"Bringer"! Alle, aber alle Medien stürzen sich auf das Guantanamo-Video, das im Verbogenen gedreht wurden ist. Ich möchte nicht wissen, wer sich da eine goldene Nase verdient hat. Da müssen Millionen von Dollar geflossen sein, um die exclusiven Rechte zu erhalten zu haben. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten!

    Denn es spielt vordergründig kein Rolle mehr, um was es eigentlich hier geht.

    In Guantanamo auf Kuba sitzen Gefangene, die Terroranschläge verübt haben und Leute einfach umgebracht haben im Namen von Allah. Im Big-Brother-Manier soll uns klar gemacht werden, das die USA die Bösen sind und die Taliban und die anderen islamistischen Terrorkämpfer, die Guten. Billiger geht´s wirklich nicht mehr!

    Der Blick in andere Gefängnisse auf dieser Welt wäre mal etwas Neues. Wer es sich wagt, hat bestimmt nicht mehr lange zu leben? KHJ aus Köln

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    in guantanamo sitzen nicht menschen, die anschläge verübt haben, sondern menschen von denen irgendjemand glaubt, dass sie anschläge verübt haben könnten. und es wird ihnen das recht vorenthalten vor gericht entscheiden zu lassen ob dieser verdacht stimmt oder nicht. insofern relativiert sich dann jede aussage in ihrem kommentar. und was das foltern, und speziell das foltern von kindern angeht kann ich mich nur meinem vorposter anschliessen.

    • Rahab
    • 16.07.2008 um 10:17 Uhr

    dies video veranschaulicht, was befürwortet wird, wenn die anwendung von 'feindstrafrecht' inklusive 'härterer befragungsmethoden' gutgeheißen wird. - zu guantanamo wissen wir im übrigen bereits genug, um darüber klarheit zu haben, dass dort nicht unbedingt 'täter' sitzen, sondern verdächtige. das ist ein kleiner aber feiner unterschied. - das folterverbot besteht nicht grundlos. dass nicht nur in guantanamo sondern auch anderswo gefoltert wird, ist kein grund, dies nun auch in guantanamo gutzuheißen. ganz im gegenteil!

    in guantanamo sitzen nicht menschen, die anschläge verübt haben, sondern menschen von denen irgendjemand glaubt, dass sie anschläge verübt haben könnten. und es wird ihnen das recht vorenthalten vor gericht entscheiden zu lassen ob dieser verdacht stimmt oder nicht. insofern relativiert sich dann jede aussage in ihrem kommentar. und was das foltern, und speziell das foltern von kindern angeht kann ich mich nur meinem vorposter anschliessen.

    • Rahab
    • 16.07.2008 um 10:17 Uhr

    dies video veranschaulicht, was befürwortet wird, wenn die anwendung von 'feindstrafrecht' inklusive 'härterer befragungsmethoden' gutgeheißen wird. - zu guantanamo wissen wir im übrigen bereits genug, um darüber klarheit zu haben, dass dort nicht unbedingt 'täter' sitzen, sondern verdächtige. das ist ein kleiner aber feiner unterschied. - das folterverbot besteht nicht grundlos. dass nicht nur in guantanamo sondern auch anderswo gefoltert wird, ist kein grund, dies nun auch in guantanamo gutzuheißen. ganz im gegenteil!

  1. Da hat sich sicherlich einer eine goldene Nase verdient. Aber nicht nur das. Er hat sich auch einen Platz im Olymp der Freiheit und Menschenrechte verdient. Wahrscheinlich kann er aber die ihm zustehenden Lohrbeeren nicht mal persönlich entgegen nehmen, denn die Rache der Schergen wäre grausam, getarnt hinter dem Vorwurf "Hochverrat".Hier tun sich Abgründe auf, die zwar bekannt sind, aber durch das Video für alle Welt anschaulich werden. Wer Kinder foltert, der hat sich schon lange aus der westlichen Wertegemeinschaft verabschiedet und gehört selbst in den Knast, wenn nicht nach Den Haag.KHJ, blicken Sie mal in andere Gefängnisse dieser Welt und Sie werden eine abscheuliche Fratze sehen. Bezeichnend, dass Sie diese als persönlichen Maszstab akzeptieren.

  2. in guantanamo sitzen nicht menschen, die anschläge verübt haben, sondern menschen von denen irgendjemand glaubt, dass sie anschläge verübt haben könnten. und es wird ihnen das recht vorenthalten vor gericht entscheiden zu lassen ob dieser verdacht stimmt oder nicht. insofern relativiert sich dann jede aussage in ihrem kommentar. und was das foltern, und speziell das foltern von kindern angeht kann ich mich nur meinem vorposter anschliessen.

    • Rahab
    • 16.07.2008 um 10:17 Uhr

    dies video veranschaulicht, was befürwortet wird, wenn die anwendung von 'feindstrafrecht' inklusive 'härterer befragungsmethoden' gutgeheißen wird. - zu guantanamo wissen wir im übrigen bereits genug, um darüber klarheit zu haben, dass dort nicht unbedingt 'täter' sitzen, sondern verdächtige. das ist ein kleiner aber feiner unterschied. - das folterverbot besteht nicht grundlos. dass nicht nur in guantanamo sondern auch anderswo gefoltert wird, ist kein grund, dies nun auch in guantanamo gutzuheißen. ganz im gegenteil!

    • CCWW
    • 16.07.2008 um 12:11 Uhr
    5. KHJ?

    ..unglaublich, da lebt doch echt noch jemand (in Deutschland?) in der Chuck Norris Welt der 80er...:D

  3. Ist doch plump: Ein WerbeVideo als "versteckt aufgenommen" verbreiten zu wollen ...Jeder kann bei "youtube" als Begriffe "waterboarding instructions"oder"police brutality" eingeben, und sich dann mit den tatsächlichen Gepflogenheiten bei den AMIs bekannt machen.

  4. Guantanamo ist eine Schande für eine Demokratie wie die USA, ohne Zweifel.Allerdings halte ich nichts davon im Zuge solcher Bilder wieder in das Gut-Böse Raster (egal wer als gut oder böse bezeichnet wird) zu verfallen.Dieser Konflikt zwischen den USA und der so genannten "Achse des Bösen" ist viel komplexer, als das man ihn in eine grobe Schablone pressen kann. Beide Seiten haben große Schuld auf sich geladen, auch die Selbstmordattentäter riskieren oft skrupellos das Leben ihrer eigenen Landsleute.Menschenrechte scheinen auf beiden Seiten keine große Rolle zu spielen.Die Opfer sind dann Sekretärinnen im World Trade Center oder eine Hochzeitsgesellschaft in Basra.....aber im seltensten Fall die wirklichen Täter.

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