Kernkraft Vertuschter Unfall?
Wie gefährlich der Unfall in der französischen Atomanlage Tricastin war, wird weiterhin kontrovers debattiert. Kernkraftgegner werfen den Betreibern Vertuschung vor

© FRED DUFOUR/AFP/Getty Images
Die Atomanlage Tricastin ist, so sagen es die Betreiber, die größte der Welt. Im zugehörigen Werk für Urananreicherung, Eurodif, liefen Montagnacht 30.000 Liter Wasser aus, das mit dem radioaktiven und hochgiftigen Metall verseucht war
Einen Tag nach dem Austritt uranhaltigen Wassers aus der französischen Atomanlage Tricastin hält die Debatte über die Gefährlichkeit des Vorfalls und die Informationspolitik der Betreiber an. Die französische Aufsichtsbehörde ASN kritisiert, der Betreiber der Anlage, der staatliche Atomkonzern Areva, habe den Vorfall zu spät gemeldet.
Das kontaminierte Wasser sei bereits am Montag gegen 23 Uhr ausgelaufen und in zwei Flüsse und somit in die Umwelt gelangt. Areva habe den Unfall aber erst am nächsten Morgen gemeldet.
Inzwischen geht die Umweltbelastung offenbar zurück: Die Verwaltungen der betroffenen Bezirke, Vaucluse und Drôme, melden, dass die Uran-Konzentration bis Mittwoch auf ein Drittel zurückging. Deshalb wurden die zunächst angeordneten Vorsichtsmaßnahmen wieder aufgehoben. Ursprünglich hatten die Behörden unter anderem ein Angel- und Badeverbot in den angrenzenden Gemeinden verhängt.
Am Mittwochmorgen seien noch 31 Mikrogramm (31 millionstel Gramm) pro Liter gemessen worden. Am Dienstagabend seien es noch 90 Mikrogramm gewesen. Das ausgetretene Uran ist nicht angereichert gewesen, war also nicht für die Kernspaltung im Kraftwerk aufgearbeitet. ASN schätzte die Gesundheitsgefahr darum als gering ein. Nach Angaben der Aufsichtsbehörde handelte es sich um einen Unfall auf der Stufe eins auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES). Die Skala hat acht Kategorien von null (keine nennenswerte Gefahr) bis sieben (katastrophaler Unfall).
Umweltschützer sehen die Einschätzung der Aufsichtsbehörden allerdings kritisch. „Wir schätzen den Vorfall als ernst ein“, sagte Heinz Smital, Atomkraftexperte von Greenpeace. Die INES-1-Bewertung werde womöglich der Schwere des Unfalls nicht gerecht. Vielmehr hätte die Stufe drei, "ernster Störfall", gewählt werden müssen, die für Vorfälle gilt, bei denen strahlendes Material nach außerhalb der Atomanlage gelangt.
- Datum 16.09.2008 - 14:08 Uhr
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Ein Rückgang von 90mg auf 30mg entspricht einem Rückgang AUF ein Drittel nicht UM ein Drittel
Vielen Dank für den absolut richtigen Hinweis - wir haben den Fehler inzwischen korrigiert.Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT online
Vielen Dank für den absolut richtigen Hinweis - wir haben den Fehler inzwischen korrigiert.Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT online
Da sollen wir nun die sichersten Atomkraftwerke haben, wie uns die Atomlobbyisten glauben lassen wollen. Nun fließen derweil mal eben 30.000 Liter uranhaltiger Flüssigkeit in Frankreich in den Fluss – es gibt kaum etwas Giftigeres. Nun glaube ich schon lange nicht mehr daran, dass Atomkraft sicher zu betreiben ist. Aber der aktuelle Unfall in Frankreich lässt mich nun an wirklich allem zweifeln, weil er hätte, so leicht vermieden werden können. Es ist doch technisch keine Herausforderung dafür zu sorgen, dass Flüssigkeiten nicht unkontrolliert auslaufen können. Aber solche Vorsorge kostet Geld. Und darum geht es schließlich bei Atom. Es geht um Geld – sehr viel Geld sogar. Investitionen werden gescheut, weil sie der Rendite schaden. Glauben wir wirklich, wir haben die sichersten Atomkraftwerke haben? Den Betreibern geht es um die Rendite. Diesem Ziel wird alles untergeordnet. Diese Technik gehört abgeschaltet, besser morgen als übermorgen!
Es sind 30.000 Liter einer (natur-)uranhaltigen Flüssigkeit unkontrolliert aus einer Urananreicherungsanlage - nicht aus einen Atomkraftwerk - ausgelaufen. Das ist tatsächlich schlimm, denn Natururan ist wie Sie selbst schreiben Hochgiftig - genauer es ist Nirenschädigend - aber nur schwach radioaktiv. Allerdings gibt es nach den gemachten Messungen keinen Grund zur Panik, das Flusswasser enthält momentan 30µg/L Uran, Tendenz stark fallend. Spätestens in 2 Tagen wird der Urangehalt im Flusswasser auf dem Niveau des Leitungswassers von z.B. Kulmbach (etwa 8 mg/L) liegen. Übrigens, wir alle nehmen tägl. etwa 2-4mg Uran mit der Nahrung auf und das völlig Unabhängig von der Kernenergie.
Es sind 30.000 Liter einer (natur-)uranhaltigen Flüssigkeit unkontrolliert aus einer Urananreicherungsanlage - nicht aus einen Atomkraftwerk - ausgelaufen. Das ist tatsächlich schlimm, denn Natururan ist wie Sie selbst schreiben Hochgiftig - genauer es ist Nirenschädigend - aber nur schwach radioaktiv. Allerdings gibt es nach den gemachten Messungen keinen Grund zur Panik, das Flusswasser enthält momentan 30µg/L Uran, Tendenz stark fallend. Spätestens in 2 Tagen wird der Urangehalt im Flusswasser auf dem Niveau des Leitungswassers von z.B. Kulmbach (etwa 8 mg/L) liegen. Übrigens, wir alle nehmen tägl. etwa 2-4mg Uran mit der Nahrung auf und das völlig Unabhängig von der Kernenergie.
Vielen Dank für den absolut richtigen Hinweis - wir haben den Fehler inzwischen korrigiert.Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT online
Es sind 30.000 Liter einer (natur-)uranhaltigen Flüssigkeit unkontrolliert aus einer Urananreicherungsanlage - nicht aus einen Atomkraftwerk - ausgelaufen. Das ist tatsächlich schlimm, denn Natururan ist wie Sie selbst schreiben Hochgiftig - genauer es ist Nirenschädigend - aber nur schwach radioaktiv. Allerdings gibt es nach den gemachten Messungen keinen Grund zur Panik, das Flusswasser enthält momentan 30µg/L Uran, Tendenz stark fallend. Spätestens in 2 Tagen wird der Urangehalt im Flusswasser auf dem Niveau des Leitungswassers von z.B. Kulmbach (etwa 8 mg/L) liegen. Übrigens, wir alle nehmen tägl. etwa 2-4mg Uran mit der Nahrung auf und das völlig Unabhängig von der Kernenergie.
Allen Ernstes: Sollte das Leitungswasser in Kulmbach wirklich 8 mg/Liter Uran enthalten? Oder hat der Verfasser in der Eile Milli und Mikro verwechselt?Was soll man von solchen Beiträgen halten, die auf die Schnelle rausgeschickt werden, ohne daß man sie noch einmal genau liest?Außerdem: Die WHO bezeichnet den Grenzwert von 0,015 mg/l (also 15 µg/l) als "provisional", also vorläufig, wegen der noch bestehenden bedeutenden Unsicherheiten in Bezug auf die Toxikologie und Epidemiologie. Man sollte sich also besser bei 15 µg/Liter nicht beruhigt zurücklehnen.
Allen Ernstes: Sollte das Leitungswasser in Kulmbach wirklich 8 mg/Liter Uran enthalten? Oder hat der Verfasser in der Eile Milli und Mikro verwechselt?Was soll man von solchen Beiträgen halten, die auf die Schnelle rausgeschickt werden, ohne daß man sie noch einmal genau liest?Außerdem: Die WHO bezeichnet den Grenzwert von 0,015 mg/l (also 15 µg/l) als "provisional", also vorläufig, wegen der noch bestehenden bedeutenden Unsicherheiten in Bezug auf die Toxikologie und Epidemiologie. Man sollte sich also besser bei 15 µg/Liter nicht beruhigt zurücklehnen.
Wie lange will uns die CDU/CSU (allen voran Herr Glos) eigentlich noch ihre Verharmlosungen in Sachen Atomkraft zumuten? Wer kann so eindimensional denken, trotz aller nicht kalkulierbaren
Belastungen für Mensch und Umwelt, die Atomenergie als "ökologische",
da "klimafreundliche" Alternative zu propagieren?Neben dem jüngsten Unfall in Tricastin gab es im Mai eine Panne in Slowenien. Und es sind gerade mal 2 Jahre her, dass es im schwedischen Forsmark beinahe zu einem GAU gekommen wäre. Letztes Jahr wurde eine Studie über das erhöhte Krebsrisiko für in der Nähe von Atomanlagen lebende Kinder vorgelegt. Erst vor wenigen Wochen wurden Pannen im Atommüllendlager Asse bekannt. Was muss erst noch passieren, das den Mythos von der christlichen Kernenergie erschüttern könnte?
Das Thema ist zu ernst als dass man mit Parteischelte weiterkommt. Die Frage die sich stellt, ist doch wie wir die für unsere Existenz notwendige Energie produzieren können ohne uns die Grundlage für unsere Existenz zu entziehen.Fossile Energieträger?Müssen möglichst zügig ersetzt werden, da Sie massgeblich für die Klimaveränderungen verantwortlich sind. Aufgrund der zu erwartenden Preisentwicklung sind Sie für einen Grossteil unserer Gesellschaft auch bald nicht mehr Finanzierbar.Agrar-Energieträger?Nein, solange Sie in direkter Konkurenz zur Lebensmittelproduktion stehen.Sonnenenergie?Ja, allerdings ohne Speichersysteme nicht GrundlasttauglichWindkraft?Siehe SonnenenergieWasserkraft?Definitiv Ja, leider aber mit massiven Eingriffen in die Natur verbunden. Allerdings zwingt schon das Abschmelzen der Alpengletscher zum Massiven überdenken unser Wasserwirtschaftskonzepts. Es sollten daher alle Möglichkeiten für Stauseen und Wasserkraftwerke genutz werden.Atom-Spaltung:Meines erachtens ein Notwendiges übel, sofern man den den CO2 Austoss schnell senken will. Atom-Fusion:Die Erforschung und Umsetzung muss weiter massiv gefördert werden um schnellstmöglich Einsatzfähig zu werden.
Das Thema ist zu ernst als dass man mit Parteischelte weiterkommt. Die Frage die sich stellt, ist doch wie wir die für unsere Existenz notwendige Energie produzieren können ohne uns die Grundlage für unsere Existenz zu entziehen.Fossile Energieträger?Müssen möglichst zügig ersetzt werden, da Sie massgeblich für die Klimaveränderungen verantwortlich sind. Aufgrund der zu erwartenden Preisentwicklung sind Sie für einen Grossteil unserer Gesellschaft auch bald nicht mehr Finanzierbar.Agrar-Energieträger?Nein, solange Sie in direkter Konkurenz zur Lebensmittelproduktion stehen.Sonnenenergie?Ja, allerdings ohne Speichersysteme nicht GrundlasttauglichWindkraft?Siehe SonnenenergieWasserkraft?Definitiv Ja, leider aber mit massiven Eingriffen in die Natur verbunden. Allerdings zwingt schon das Abschmelzen der Alpengletscher zum Massiven überdenken unser Wasserwirtschaftskonzepts. Es sollten daher alle Möglichkeiten für Stauseen und Wasserkraftwerke genutz werden.Atom-Spaltung:Meines erachtens ein Notwendiges übel, sofern man den den CO2 Austoss schnell senken will. Atom-Fusion:Die Erforschung und Umsetzung muss weiter massiv gefördert werden um schnellstmöglich Einsatzfähig zu werden.
Toxikologie
Akute Toxizität: LD50 (oral, Ratte): 204 mg/kg
Für lösliche Uranverbindungen gilt allgemein: Uran und seine Verbindungen sind sehr giftig. Folgende Symptome einer Vergiftung wurden beschrieben: Entzündliche Hautreaktionen, Nierenschädigungen, toxische Wirkung auf das Gefäßsystem. Uranverbindungen in gelöster Form sind wegen der schnellen Darmpassage relativ wenig toxisch. Inhalierte Partikel sind dagegen hoch toxisch und können langfristig ein erhöhtes Risiko für Lungentumore darstellen. Der Stoff ist daher mit besonderer Vorsicht zu handhaben. Staubentwicklung und das Einatmen von Stäuben/Aerosolen ist unbedingt zu vermeiden. Die Gefahr kumulativer Wirkungen ist zu beachten.
Der Stoff ist im nicht beruflichen Bereich anzeigepflichtig nach §4 Abs. (1) StrlSchV.
Aus dem Internet
Rechnet man den LD 50 Wert auf den Menschen formal hoch, dann müsste ein 75 kg schwerer Mensch etwa 15 g davon schlucken, dass er mit 50 % iger Wahrscheinlichkeit davon stirbt, er hätte 1.25 Liter der ursprünglich ausgetretenen Lösung (12g /L)trinken müssen. Wahrscheinlich würde der erste Schluck schon nicht so richtig schmecken und wieder ausgespuckt werden. Mehr davon würde man vielleicht schlucken, wenn man in solch einer Brühe zu ertrinken droht.
Im Bewußtsein, keine Ratte zu sein - ich bekenne mich hingegen zu meinem inneren Hund - sehe ich persönlich allerdings gern davon ab, an derartigen Experimenten zu LD-Dosen teilzunehem... ;-)
Im Bewußtsein, keine Ratte zu sein - ich bekenne mich hingegen zu meinem inneren Hund - sehe ich persönlich allerdings gern davon ab, an derartigen Experimenten zu LD-Dosen teilzunehem... ;-)
etwa 200 meter Luftlinie von meiner Wohnung entfernt, versuchten letztes Jahr einige Mitarbeiter der Firma Casella Chemie einen Tanklaster mit Chlorgas zu entladen. Resultat:
70 Verletzte, einer davon wirklich übelst verätzt. Der frankfurter Osten war ca. 6 Stunden lang für jeglichen Verkehr gesperrt, ich persönlich habe noch nie im Leben so viele Krankenwagen und Hubschrauber auf einmal gesehen.
Presseecho ? Abends 3 Sätze im Fernsehen in der Tagesschau, am nächsten Tag ein kurzer Artikel im Lokalteil der Frankfurter Rundschau.
Anderes Beispiel: Vor etwa 2 Wochen kippte auf der A3 ein Gefahrgutlaster um, es dauerte fast 2 Tage, das ausgelaufene Gift zu entsorgen (wo eigentlich, so nebenbei ?). Es handelt sich dabei um Gefahrguttransporte, die täglich zu hunderten durch die Innenstädte rollen.
Stehen vieleicht die ganzen Atom-Katastrophen-Experten in einer gewissen Verbindung mit der Chemie-Lobby ?
Das Thema ist zu ernst als dass man mit Parteischelte weiterkommt. Die Frage die sich stellt, ist doch wie wir die für unsere Existenz notwendige Energie produzieren können ohne uns die Grundlage für unsere Existenz zu entziehen.Fossile Energieträger?Müssen möglichst zügig ersetzt werden, da Sie massgeblich für die Klimaveränderungen verantwortlich sind. Aufgrund der zu erwartenden Preisentwicklung sind Sie für einen Grossteil unserer Gesellschaft auch bald nicht mehr Finanzierbar.Agrar-Energieträger?Nein, solange Sie in direkter Konkurenz zur Lebensmittelproduktion stehen.Sonnenenergie?Ja, allerdings ohne Speichersysteme nicht GrundlasttauglichWindkraft?Siehe SonnenenergieWasserkraft?Definitiv Ja, leider aber mit massiven Eingriffen in die Natur verbunden. Allerdings zwingt schon das Abschmelzen der Alpengletscher zum Massiven überdenken unser Wasserwirtschaftskonzepts. Es sollten daher alle Möglichkeiten für Stauseen und Wasserkraftwerke genutz werden.Atom-Spaltung:Meines erachtens ein Notwendiges übel, sofern man den den CO2 Austoss schnell senken will. Atom-Fusion:Die Erforschung und Umsetzung muss weiter massiv gefördert werden um schnellstmöglich Einsatzfähig zu werden.
"Das Thema ist zu ernst als dass man mit Parteischelte weiterkommt. Die
Frage die sich stellt, ist doch wie wir die für unsere Existenz
notwendige Energie produzieren können ohne uns die Grundlage für unsere
Existenz zu entziehen."Stimmt! Aber stellt nicht auch die Atomtechnik eine Bedrohung der Grundlage unserer Existenz dar (s. Tschernobyl)?
"Das Thema ist zu ernst als dass man mit Parteischelte weiterkommt. Die
Frage die sich stellt, ist doch wie wir die für unsere Existenz
notwendige Energie produzieren können ohne uns die Grundlage für unsere
Existenz zu entziehen."Stimmt! Aber stellt nicht auch die Atomtechnik eine Bedrohung der Grundlage unserer Existenz dar (s. Tschernobyl)?
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