USA Gespräche mit dem Schurkenstaat
Erstmals seit 30 Jahren wird ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung mit Iran reden. Der überraschende Schritt wird den Streit über die Außenpolitik im US-Wahlkampf weiter anheizen
In Washington schlug die Nachricht wie eine Bombe ein. „Spektakuläre Wende“ in der US-Außenpolitik, meldete CNN: Ein hochrangiger Vertreter des US-Außenministeriums soll am Samstag in Genf an den Atomverhandlungen mit Iran teilnehmen. Offiziell zählt Iran für die Regierung von George W. Bush zur „Achse des Bösen“. Die Frage, ob es direkte Kontakte der USA mit Iran geben könnte, ist einer der außenpolitischen Streitpunkte zwischen den Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain. Wird schon jetzt, ein halbes Jahr vor dem Abgang Bushs, eine erste „Korrektur“ der Außenpolitik eingeleitet? Eines ist sicher: Der überraschende Schritt wird den Streit über die Außenpolitik im US-Wahlkampf weiter anheizen.
Erste Reaktionen auf die Nachricht klingen geradezu begeistert. „Die Nukleargespräche werden das fast 30-jährige Schweigen brechen“, schwärmt die Zeitung The Wall Street Journal . Schließlich ist es nicht irgendwer, der an dem Treffen mit den Iranern teilnimmt, sondern Staatssekretär William Burns, die „Nummer drei“ im State Department. Der „höchste diplomatische Kontakt“ der USA mit dem Iran seit 1979, heißt es. Damals erlebten die USA mit der Besetzung ihrer Botschaft in Teheran einen Albtraum. 444 Tage lang wurden 52 Amerikaner als Geiseln gehalten; das Drama ist tief ins Bewusstsein der Amerikaner eingeschrieben.
Die Wende kommt faktisch einer Unterstützung Obamas gleich“, meint eine Wahlkampfexpertin bei CNN. Schließlich habe der schwarze Senator trotz scharfer Kritik immer wieder für direkte Gespräche auch auf höchster Ebene mit Iran geworben – sein Rivale McCain hatte solche Kontakte schlichtweg als „naiv“ und einfältig verurteilt. Mit einem Paria-Staat verhandele man nicht. Obama machte in seiner jüngsten außenpolitischen Rede klar, er wolle alle Elemente der amerikanischen Macht nutzen, um Teheran unter Druck zu setzen – „beginnend mit aggressiver, auf Prinzipien basierender und direkter Diplomatie; Diplomatie gestützt durch starke Sanktionen und ohne Vorbedingungen“.
Vor der Europa- und Nahostreise Obamas – die ihn am 24. Juli auch nach Berlin führen soll – ist Außen- und Sicherheitspolitik zum beherrschenden Wahlkampfthema geworden. Hier liegt immer noch die Achillesferse von Obama. Nach einer Umfrage von ABC News und Washington Post halten 72 Prozent der Amerikaner McCain für einen guten Oberkommandierenden. Lediglich 48 Prozent würden das von Obama behaupten – ein schweres Handicap für ihn.
„Ich weiß, wie man Kriege gewinnt“, meint der selbstbewusste McCain immer wieder vor seinen Anhängern. Der 71-jährige Vietnamveteran, der als Bomberpilot im Vietnamkrieg abgeschossen wurde und jahrelang in Hanoi gefangen war, setzt sein Image als „Kriegsheld“, der auch zur Härte und zum Durchhalten bereit ist, immer offener ein. Durchhalten müsse man auch im Irak – so seine Botschaft. So habe die Aufstockung der Truppen im Irak zu einer deutlichen Verbesserung der Sicherheitslage geführt. „Obama war gegen die Aufstockung“, so der Tenor McCains. „Heute wissen wir, dass Senator Obama im Unrecht war.“
- Datum 08.05.2009 - 14:17 Uhr
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Wenn man davon ausgeht, dass die geplante iranische ÖlBörse, auf der in EUR abgerechnet werden soll statt in $,http://www.financialsense... der eigentliche Grund für die US-Agression ist, dann kann man spekulieren, dass==> der Iran nun vielleicht gekauft werden soll,==> weil er mit China, Russland u. Indien zu starke BündnisPartner und NachschubLieferanten hätte.Vielleicht genügt schon ein iranisches Einlenken dergestalt, dass das Öl weiter in $ gehandelt wird, oder die ÖlBörse gar nicht erst aufmacht, und schon ist der ganze Spuk vorbei ...Auf jeden Fall ist das Märchen von den USA als "WeltMacht" weiter am unglaubwürdig werden, auch wenn in den Medien vorerst noch anderes behauptet wird.
Iran is in der beste Situation, USA sind in die schlechtste Situation seit 30 jahren.
die bankrotte (Ex) Weltmacht hat erkannt daß Iran weder militärisch und schon gar nicht Wirtschaftlich beizukommen ist. so müßen sie sich auf Verhandlungen einzulassen.
Ist es die Angst der Republikaner, daß das amerik. Volk mehr zu Obama bzw. einer Veränderung von der bisherigen Kriegs- zur Friedenspolitik schwenken könnte ?
Oder ist es die Angst, daß sich der Iran wirtschaftlich stärker in die Arme seiner östlichen Nachbarn begibt.
So oder so ist diese Wende sicher ein Schock für die Amerikaner den jeder Krieg bislang heilig ist - oder war ? Wahrlich, es wäre wirklich an der Zeit.
Angeblich sind in dem Papier, dass Solana dem Iran vorgelegt hat, auch Sicherheitsgarantien der USA enthalten oder zumindest in Aussicht gestellt.Nur: wie verhält es sich mit diesen Garantien, wenn Israel iranische Atomanlagen bombadiert und Iran zurückschlägt?Zu vieles deutet darauf hin, dass die USA mit gezinkten Karten spielen:Bush rüstet seine Verbündeten im Nahen und Mittleren Osten dramatisch auf; erzwingt sich von der irakischen Regierung die Zusage, von irakischem Boden aus beliebig Angriffe auf andere Staaten unternehmen zu können, hat sich schon im vergangenen Jahr 400 Mio $ bewilligen lassen, um dissidente und separatistische iranische Gruppen zu unterstützen, nimmt die Mudschadehin aus der Terrorkartei (preparing the battlefield).Bleibt zu hoffen, dass Bush angesichts der massiven ökonomischen Krise in den USA die Lust auf eine weitere, durch Notstandsgesetze locker herbeizuführende dritte Amtszeit vergeht.Wir sitzen auf einem verdammten Pulverfass, und Vernunft ist in den verantwortlichen Kreisen rar gesät, dort herrscht eher Größenwahn vor.Ein Blick auf den Dow Jones sagt uns, wie stabil bzw. instabil der ohnehin labile Weltfrieden ist.Ein verletztes Raubtier wird zunehmend gefährlich.
daß dieses ganze Theater dazu dienen soll, endgültig zu beweisen, daß auch bei bestem Willen - inclusive diplomatischer Kontakte - mit dem Iran nicht zu reden sei.Nachtigall, ick hör dir trapsen.
Ja, das könnte die Sache auf den Punkt bringen.Nachher heißt es, man habe ja alles Menschenmögliche versucht.Aber die bösen Iraner haben ja mit ihrer Unbelehrbarkeit nichts übriggelassen, als sie anzugreifen und auszulöschen.
keox, das könnte es auf den Punkt bringen. Dass Bush nun 30 Jahre Funkstille hinter sich lassen will ist wohl eher unwahrscheinlich.Warten wir es ab. Sollte der Beschluss zum Angriff irgendwann gefasst worden sein, gibt es seit Langem kein zurück mehr.Der Artikel hätte mehr über diesen Fritze vom Aussenministerium sagen müssen, anstatt zu McCain und Obama. Dann wäre vielleicht mehr Licht in die Sache gekommen.
Ja, das könnte die Sache auf den Punkt bringen.Nachher heißt es, man habe ja alles Menschenmögliche versucht.Aber die bösen Iraner haben ja mit ihrer Unbelehrbarkeit nichts übriggelassen, als sie anzugreifen und auszulöschen.
keox, das könnte es auf den Punkt bringen. Dass Bush nun 30 Jahre Funkstille hinter sich lassen will ist wohl eher unwahrscheinlich.Warten wir es ab. Sollte der Beschluss zum Angriff irgendwann gefasst worden sein, gibt es seit Langem kein zurück mehr.Der Artikel hätte mehr über diesen Fritze vom Aussenministerium sagen müssen, anstatt zu McCain und Obama. Dann wäre vielleicht mehr Licht in die Sache gekommen.
Die interessanten Fragen läßt der Artikel aus: Warum will jetzt plötzlich die US-Regierung hochrangig mit dem Iran verhandeln.Was bezweckt man wirklich damit. Ist es ernst gemeint mit Verhandlungen, oder dient das Ganze eher als Show fürs Volk (zuerst es im Guten versuchen, bevor man den großen Knüppel rausholt).Immerhin ist das eine krasse Kehrtwede zum bisherigen Kurs gegenüber der Axis of Evil.Stattdessen läßt der Artikel räsonieren, ob dieser Schritt Obama oder McCain nützt. Gehts noch?
Die Politik von Bush ist ja auf allen Gebieten gescheitert. Im Irak hangelt man sich so durch bis in den November. Im Inneren Rezssion, der US-$ schwach, zunehmende Verarmung (Gesundheitsvorsorge), Farmern geht es schlecht, Sprit, Strom, Gas, Nahrungsmittel teuerer. Bush ist eine lame duck. Ähnlich wie Azner ( NF abgewählt), Blair (NF wird abgewählt), Howard (Australien) abgewählt. Nur in Italien wird ein Gefolgsmann die Macht behalten, weil das ganze Land mafiös ist, die Institutionen mehr nicht funktionieren, im Grunde das OK regiert.
Politische Änderung in den USA ein Erfolg von OBAMA. Natürlich will man ihm den Wind aus den Segeln nehmen. Aber auch in der Politik ist Dokumentation alles.
O. braucht nur die früheren Positionen des US-Gov. den jetzigen gegenüberzustellen. Mc Cain, persönlich ein Held und Ehrenmann, aber politisch ein Traumtänzer. Kommt mir wie ein Rosinenpickler vor. Ein wenig hiervon, ein wenig davon.
Aber die entscheidende Frage in den USA lautet:
A) Politik für den militärisch-industriellen Komplex und andere Wirtschaftsgruppen
oder
B) Politik für das Volk.
Man könnte es auch anders formulieren:
Was hast Du lieber:
Milliardäre, Millionäre und ihre verwerflichen Handhabungen
oder
die Interessen der Millionen wie Du und ich, wobei Du auf vieles Angenehme verzichten musst? ( DENN DER EHRLICHE WAR, IST UND BLEIBT, WENN DU ES NICHT ÄNDERST, DER DUMME!!)
Die Crux ist: viele Menschen gehen gern den bequemen Weg, die breite Straße, die bekanntlich, laut NT, ins Verderben führt.
Ja, das könnte die Sache auf den Punkt bringen.Nachher heißt es, man habe ja alles Menschenmögliche versucht.Aber die bösen Iraner haben ja mit ihrer Unbelehrbarkeit nichts übriggelassen, als sie anzugreifen und auszulöschen.
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