David Beckham Der 55 Millionen-Dollar-RockstarSeite 2/2
In New York wollten am vergangenen Samstag fast 50.000 Besucher Beckham sehen. Einige von ihnen zahlten 275 Dollar für ein Ticket. Aber – eine berechtigte Zwischenfrage – für was eigentlich? Tempofußball gewöhnte und -verwöhnte Fußballfans aus England, Spanien, Italien und Deutschland können es sich schwer vorstellen, aber am Wichtigsten für die amerikanische Liga sind immer noch Beckhams Flanken, Finten und Freistöße.
In dieser Saison hat er bisher immerhin fünfmal getroffen, darunter einmal aus fast 70 Metern (allerdings ins leere Tor). Zudem hat er sieben Treffer vorbereitet und Los Angeles auf Rang zwei der Weststaffel geführt. So gut war der Verein seit drei Jahren nicht mehr.
“Er hat den Fußball beeinflusst, wie kein anderer”, sagt Tim Leiweke. Leiweke gehört Los Angeles Galaxy, er hat Beckham nach Amerika geholt. Und Leiweke war im Juni bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. Dort, berichtet er stolz, habe man über die Major League Soccer geredet. Das ist ein riesiger Fortschritt.
Künftig könnte die US-Liga für weitere internationale Stars interessant werden. Frankreichs Nationalspieler Thierry Henry deutete vor Kurzem an, dass er sich gut vorstellen könne, nach Vertragsende beim FC Barcelona in die USA zu wechseln. Aber mindestens bis dahin ist David Beckham das Maximum. Alexi Lalas geht noch etwas weiter: Beckhams wahren Wert, sagt der Präsident von L. A. Galaxy, werden viele sowieso erst erkennen, wenn er nicht mehr da ist.
- Datum 23.07.2008 - 10:31 Uhr
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