Fotografie

Schlachtengemälde

G-8-Gipfel Genua, Italien, 2001  |  © Julian Röder

Zum G-8-Gipfel in Genua im Jahr 2001 reiste Julian Röder noch als Demonstrant. In den folgenden Jahren aber dokumentierte der Berliner Fotograf alle Demonstrationen gegen die Treffen der Mächtigsten der Welt.

Anders als die bekannten Pressebilder von Ausschreitungen zwischen Polizei und schwarzem Block sind Röders Fotos Gesellschaftsstudien: ein Vermummter vor einem Haufen Pflastersteinen versucht, den Stadtplan von Genua zu entziffern, junge Leute sonnen sich zwischen zwei Demonstrationen in einem Kornfeld. Manchmal zieht sich der Fotograf auch zurück und zeigt aus der Distanz eine ganz ungewöhnliche Ästhetik des Widerstands.

Zum G8-Treffen in Japan reiste Röder auf die Insel Hokkaido und entdeckte dort eigenartige fernöstliche Protestgewohnheiten. Seine ungewöhnlichen Bilder über die zaghaften Versuche, dort zu demonstrieren, sehen Sie im aktuellen ZEITmagazin Nr. 31.

Service