Aktienmarkt Keine Panik an den BörsenSeite 3/3

Im Moment kann davon jedoch keine Rede sein. In der vergangenen Woche stieg der Panik-Index zwar leicht an. Inzwischen ist er aber sogar ins Negative gerutscht, seine Komponenten liegen also unter dem Durchschnitt der vergangenen Monate. An der Börse herrscht nicht nur Ruhe. Die Anleger scheinen zu schlafen. Dabei gäbe es genügend Gründe, in Panik zu verfallen, man denke nur an die Schwierigkeiten von Freddie Mac und Fannie Mae oder den Bankrott von Indymac, immerhin die zweitgrößte Bankenpleite der US-Geschichte.

Statt die Gelegenheit zum Verkauf zu nutzen, betreiben die Anleger offenbar eher Bottom-Fishing. Darunter versteht man das Bemühen, Aktien zu kaufen, wenn ihr Kurs dem Tiefststand nahe ist. Die Hoffnung ist ihnen noch nicht vergangen, ein Ausverkauf noch lange nicht in Sicht. Deshalb haben die Märkte ihren Tiefstpunkt wohl noch lange nicht erreicht.

Anzeige

Conrad Mattern ist Vorstand der Conquest Investment Advisory AG und Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

 
Leser-Kommentare
    • zetti
    • 22.07.2008 um 10:47 Uhr

    Ein Artikel, der bei kurzfristig und/oder auf Spekulation angelegten Börsianern bestenfalls Bauchgrummeln und neue Fragen aufwirft: Soll er seine Aktien verkaufen, um künstlich eine Panik herbeizuführen um dann beim Tiefpunkt wieder günstig einkaufen zu können? Was wenn der Tiefpunkt allen Unkenrufen zum Trotz schon fast erreicht ist? Wieder teuer einsteigen, weil die globale Wirschaft zu gut aufgestellt ist und sich weigert in Panik zu verfallen? Oder die Masse der Anleger gelernt hat, daß Panik nur bei denen Verluste beschert, die bei einer Krise verkaufen? Gut, daß mein Anlagehorizont Mittel- bis Langfristig ausgelegt ist: Was stört mich jetzt ein Tiefpunkt, wenn ich erst in 5 Jahren EVENTUELL an meine Aktien ran muß?Zetti

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service