RAF Ex-Terroristin Becker wohl nicht Bubacks Mörderin

Das frühere RAF-Mitglied war einem DNA-Gutachten zufolge wahrscheinlich nicht an dem Attentat auf den Generalbundesanwalt 1977 beteiligt

Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, stammen DNA-Spuren, die nach dem Mord Siegfried Buback vor mehr als 30 Jahren gefunden worden waren, definitiv nicht von Verena Becker. Dabei geht es um sogenannte Mischspuren, die in einem Motorradhandschuh, in einem Helm neben dem Tat-Motorrad sowie in einer Motorradjacke im Fluchtauto gefunden worden waren. Untersuchungen des Bundeskriminalamts hätten Becker als Mitverursacherin der Spuren ausgeschlossen, erklärte die Ermittlungsbehörde.

Nach den bisherigen Untersuchungen der drei Spuren war eine Frau als Miturheberin nicht auszuschließen. Deshalb hatte die
Bundesanwaltschaft vor kurzem offiziell neue Ermittlungen gegen die 55-jährige eingeleitet, um von ihr eine DNA-Probe entnehmen zu können. Die oberste Ermittlungsbehörde hatte die Untersuchungen zu dem bis heute nicht restlos aufgeklärten Attentat im vergangenen Jahr wieder wieder aufgenommen – auf Drängen vor allem des Sohns von Siegried Buback.

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Verena Becker war einen Monat nach dem Mord an Buback und seinen beiden Begleitern zusammen mit Günter Sonnenberg, einem der Attentäter, im süddeutschen Singen festgenommen worden. Sie war im Besitz der Tatwaffe. Ein Ermittlungsverfahren gegen sie war jedoch Anfang der 80er Jahre eingestellt worden.

Wegen der Schießerei bei ihrer Festnahme wurde sie später zu lebenslanger Haft verurteilt. 1989 wurde sie begnadigt.

 
Leser-Kommentare
    • QUOTE
    • 22.07.2008 um 13:12 Uhr

    ...wird noch nach 30 Jahren ermittelt - während über vielen anderen, viel näher zurückliegenden Fällen die Akten längst und und für immer geschlossen sind.In einem wirklich demokratischen Rechtsstaat dürfte eine derartige kleine Kamarilla eigentlich keine Möglichkeit haben, nach Jahrzehnten noch ihre persönliche Vendetta mit Hilfe staatlicher Organe zu führen.

  1. es gibt _zwei_ helme. und - es wird nicht gesagt, wem denn nun die dna-spuren zugeordnet werden müssen. mehr dazu im doppelkopf gespräch mit michael buback vom wochenende

    das ist wahrscheinlich ein paradebeispiel für "qualitätsjournalismus" a la "zeit" - einfach die infos der behörden weitergeben und hoffen, es merkt keiner.

    zu blöd: ich jedenfalls hab's bemerkt ...

    http://www.tv3.de/kety3_t...

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