Kernenergie Helmut Schmidt für Atomkraft
Der Altkanzler und ZEIT-Herausgeber glaubt, dass Deutschland weiterhin Kernkraftwerke braucht – und dass seine SPD dies früher oder später einsehen wird
Auf die Frage, ob die SPD sich einen Ausstieg aus dem Atomausstieg erlauben könne, sagt Schmidt dem ZEITmagazin : „Diese Wende ist im Augenblick nicht dringend notwendig, aber irgendwann wird sie kommen.“
Schmidt hatte sich in seiner Zeit als Bundeskanzler gegen heftige Widerstände seiner Partei für Kernkraftwerke eingesetzt. „Ich finde es erstaunlich, dass unter allen großen Industriestaaten der Welt - von den USA bis China, Japan und Russland - die Deutschen die Einzigen sind, die glauben, sie könnten ohne Kernkraft auskommen. Wir haben praktisch unseren Kohlebergbau aufgegeben, wir haben so gut wie kein Öl in unserem Boden, auch nicht vor unseren Küsten. Deshalb liegt es nahe, dass Deutschland einen Teil seiner Energie aus Kernkraft bezieht. Natürlich hat Kernkraft ihre Risiken. Es gibt aber keine Energie und nichts auf der Welt ohne Risiken, nicht einmal die Liebe“, sagt der Ex-Kanzler.
Zu dem Risiko der Lagerung atomarer Brennstäbe sagt Schmidt: „Die große Mehrheit aller Staaten der Welt, aller Parlamente und Regierungen der Welt ist zu dem Ergebnis gekommen, dass dieses Risiko ethisch vertretbar sei. Ich wundere mich darüber, dass allein Deutschland zu einem anderen Ergebnis kommen möchte.“
Das vollständige Interview lesen Sie in der neuen Ausgabe der ZEIT. Ab Donnerstag am Kiosk
- Datum 16.09.2008 - 14:08 Uhr
- Quelle ZEIT online
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Sehr geehrter Herr Altbundeskanzler,
ich kann Ihre Befürwortung nicht nachvollziehen. Was wollen Sie mit der Atomkraft, denn erreichen? Die Strommenge ist und wird nicht so knapp, dass das Thema Atomkraft wieder auf das Tablett muss. Der Ansatz muss doch lauten, verbraucht weniger Strom! Muss den ganzen Tag der Fernseher oder der Rechner laufen? Wir sind wohl eine bequeme Gesellschaft geworden, alles soll mit Hilfsmotoren bedienbar sein.
Als Heizung hat der Nachtspeicherofen, per Gesetz, ausgedient. Als Energie für unsere Autos ist Strom noch lange kein Thema, also wozu noch mehr Strom? Als Exportschlager?
Zum Thema Risiko, bei der Atomkraft ist das Risiko tödlich, und nicht nur für den Betreiber. Bei der Liebe bleibt das Risko ... In diesem Sinne; Risiko dort wo die Folgen auch für andere erträglich bleiben.
über das Schicksal meiner Kinder entscheiden wollen!
Denken Sie, dass 'alte Herren' nicht an ihre eigenen Kinder und ihre Enkel denken ? Vielleicht sollten Sie 'alten Herren' und alten Damen auch etwas mehr Lebenserfahrung zuschreiben, da sie Kriegs-und Nachkriegsnotzeiten haben durchmachen muessen und sich viel besser vorstellen koennen als die 'jungen' (und die icht mehr ganz so jungen), was Chaos, Not und Katastrophe sein koennen. Die juengeren Generationen behaupten zwar, dass sie das Klima-Problem ernst nehmen, und treffen ein paar (natuerlich nuetzliche) Massnahmen, die aber alles andere als ausreichend sind,um uns vor kommenden Klimaproblemen zu schuetzen. Denken Sie einmal darueber nach, ob die Probleme, denen Ihre Kinder entgegen sehen muessen, nicht um ein Vielfaches realer sind als ubertrieben empfundene potentielle Gefahren von Kernreaktoren.
Von einem Mitbűrger
Immer wenn Aussagen, Meinungen oder Standpunkte beurteilt werden, auf Grund von Eigenschaften der sich äussernden Person, dann bin ich glücklich! Das erinnert mich immer an meine Kindheit, da sprach es von den Eltern: Geh erstmal arbeiten, dann kannst Du auch deine Meinung äussern! Ein Argument ist ein Argument, ist ein Argument! Es ist, verdammt nochmal, völlig unwichtig von wem es kommt und welche persönlichen Eigenschaften er (sie) hat, der (die) es vorbringt !
Denken Sie, dass 'alte Herren' nicht an ihre eigenen Kinder und ihre Enkel denken ? Vielleicht sollten Sie 'alten Herren' und alten Damen auch etwas mehr Lebenserfahrung zuschreiben, da sie Kriegs-und Nachkriegsnotzeiten haben durchmachen muessen und sich viel besser vorstellen koennen als die 'jungen' (und die icht mehr ganz so jungen), was Chaos, Not und Katastrophe sein koennen. Die juengeren Generationen behaupten zwar, dass sie das Klima-Problem ernst nehmen, und treffen ein paar (natuerlich nuetzliche) Massnahmen, die aber alles andere als ausreichend sind,um uns vor kommenden Klimaproblemen zu schuetzen. Denken Sie einmal darueber nach, ob die Probleme, denen Ihre Kinder entgegen sehen muessen, nicht um ein Vielfaches realer sind als ubertrieben empfundene potentielle Gefahren von Kernreaktoren.
Von einem Mitbűrger
Immer wenn Aussagen, Meinungen oder Standpunkte beurteilt werden, auf Grund von Eigenschaften der sich äussernden Person, dann bin ich glücklich! Das erinnert mich immer an meine Kindheit, da sprach es von den Eltern: Geh erstmal arbeiten, dann kannst Du auch deine Meinung äussern! Ein Argument ist ein Argument, ist ein Argument! Es ist, verdammt nochmal, völlig unwichtig von wem es kommt und welche persönlichen Eigenschaften er (sie) hat, der (die) es vorbringt !
Schmidt scheint der einzig Vernünftige in der SPD zu sein.
Wahscheinlich kann er seine Meinung so offen sagen, weil ihn keiner seiner Genossen in irgendeiner Weise unter Druck setzen kann : Weder polititsch noch finanziell.
Wahrscheinlich gibt es noch Gleichgesinnte, die aber aus den angeführten Gründen sich nicht trauen, an die Öffentlichkeit zu gehen.
ich bezweifle dass die SPD sich trauen wuerde Alt-Kanzler Schmidt aus der Partei zu jagen.
ich bezweifle dass die SPD sich trauen wuerde Alt-Kanzler Schmidt aus der Partei zu jagen.
Liebe ZEIT darf denn wirklich jeder seinen Senf zur aktuellen Atmokraftlage dazugeben?Ob Herr Schmidt ein guiter Politiker war, mögen nachfolgende Generationen entscheiden, aber was soll es bringen, wenn jetzt jeder Politiker sein Schärflein zur nicht stattfindenden Diskusion "Atomkraft ja/Nein" beitragen will.Das wir aktuell die Kernkraft brauchen ergibt sich ja schon daraus, das wir momentan ein paar AKWs am Netz haben. So gesehen ist jeder Deutsche für Atomkraft, ob es ihm behagt oder nicht. Und solange die Frage nach einer vernünftigen Entsorgung nicht beantwortet werden kann, sollte der status quo erst einmal reichen. Anstatt Unsummen in kleine schwarze Koffer zu packen und weltweit auf Einkaufstour zu gehen, um bloss in jedem Markt dabei zu sein, sollte die Industrie ein paar Milliarden locker machen und mit in die Kernfusion einsteigen. Anstatt solche unnötigen Meinungen zu bringen, sollte sich einmal ein ZEIT-Redaktuer ans recherchierren machen und einmal ermitteln, wie billig Kernkraft in all ihren Aspekten wiklich ist. ( Die Entsorgung von Altöl beim letzten Ölwechsel meines Autos kostet mich auch nix, wenn ich das Zeug in Nachbars Garten vergrabe !)Es kann doch nicht so schwer sein, einmal vernünftig fundiertes WIssen zu sammeln und daruas einen Artikel zu machen, der erst einmal eine einigermassen vernünftige Diskusion ermöglicht. Und dann, und erst dann ineterssieren vielleicht einmal die Meinungen von Politikern, die meinen, zu allem was zu sagen zu haben, egal ob man Ahnung hat oder nur ahnt, das man keine Ahnung hat.
im Moment die gesamte deutsche Diskussionlanfschaft. Es wird vielmehr ideologisch argumentiert, als anhand von Fachwissen und rationalen Abwaegungen. Egal ob es sich um Kindergeld oder Atomkraft handelt. DASS muesste sich aendern, sehe aber wenig Erfolg, weil, um in einer Partei aufzusteigen, man linientreu sein muss, um ueberhaupt zu dem Punkt zu kommen, an dem man was zu sagen hat.Hannes
Vielleicht sollten Sie sich selbst einmal etwas informieren, warum es bisher noch keine Fusionsreaktoren gibt. Es erstaunt micht immer wieder, wie (leicht)technikglaeubig manche Mitmenschen sein koennen!
Von einem Mitbűrger
im Moment die gesamte deutsche Diskussionlanfschaft. Es wird vielmehr ideologisch argumentiert, als anhand von Fachwissen und rationalen Abwaegungen. Egal ob es sich um Kindergeld oder Atomkraft handelt. DASS muesste sich aendern, sehe aber wenig Erfolg, weil, um in einer Partei aufzusteigen, man linientreu sein muss, um ueberhaupt zu dem Punkt zu kommen, an dem man was zu sagen hat.Hannes
Vielleicht sollten Sie sich selbst einmal etwas informieren, warum es bisher noch keine Fusionsreaktoren gibt. Es erstaunt micht immer wieder, wie (leicht)technikglaeubig manche Mitmenschen sein koennen!
Von einem Mitbűrger
Eppler, Schmidt und Klement waren und sind wirklich die einzigen Vernuenftigen der SPD. Nur Schade fuer die Genossen, dass Schmidt auf seine Art "unantastbar" ist, Eppler ohne Angst vor Folgen und Schmidt finanziell zu unabhaengig und clever um den Mund zu halten. Hannes
im Moment die gesamte deutsche Diskussionlanfschaft. Es wird vielmehr ideologisch argumentiert, als anhand von Fachwissen und rationalen Abwaegungen. Egal ob es sich um Kindergeld oder Atomkraft handelt. DASS muesste sich aendern, sehe aber wenig Erfolg, weil, um in einer Partei aufzusteigen, man linientreu sein muss, um ueberhaupt zu dem Punkt zu kommen, an dem man was zu sagen hat.Hannes
Es hat so viele Menschen in diesem Lande, die über alles reden, aber weniges Bescheid wissen.Menschen, die eine Meinung haben, werden in Parteien, da widerspreche ich Ihnen nicht, erst nach einer Vielzahl von Hülsen, ich meine Worthülsen von den Vorderen wahrgenommen. Sie befinden sich dann auf hohem Niveau.Sozusagen unter Gleichen und gleich Gesinnten.debrasseur
Es hat so viele Menschen in diesem Lande, die über alles reden, aber weniges Bescheid wissen.Menschen, die eine Meinung haben, werden in Parteien, da widerspreche ich Ihnen nicht, erst nach einer Vielzahl von Hülsen, ich meine Worthülsen von den Vorderen wahrgenommen. Sie befinden sich dann auf hohem Niveau.Sozusagen unter Gleichen und gleich Gesinnten.debrasseur
einen Zwischenfall in einem AKW in Frankreich. Das Endlager fuer Atommuell gehoert dem Herrn Schmidt direkt vors Haus geparkt. Wenn Adenauer noch leben wuerde dann gaebe er sicherlich auch noch seinen Senf dazu. Erst Schroeder jetzt Schmidt, wo bleibt das deutsche Kabarett.
" wo bleibt das deutsche Kabarett"?Geduld, Geduld -- Ronald Profalla wird sich sicherlich auch noch mal äußern.Wie z.B. hier bereits dargestellt:http://kommentare.zeit.de...
Das Schlechtmachen von anderen Leuten ist auch eine Taktik beim Versuch, diese Leute - egal wer sie sind - mundtot zu machen.
Von einem Mitbűrger
" wo bleibt das deutsche Kabarett"?Geduld, Geduld -- Ronald Profalla wird sich sicherlich auch noch mal äußern.Wie z.B. hier bereits dargestellt:http://kommentare.zeit.de...
Das Schlechtmachen von anderen Leuten ist auch eine Taktik beim Versuch, diese Leute - egal wer sie sind - mundtot zu machen.
Von einem Mitbűrger
90 Lebensjahren ist es dann irgendwann auch mal soweit, den Jungen die Entscheidung über ihre Zukunft zu überlassen, wenn ich das mal so sagen darf.Bei allem Respekt, Herr Schmidt, das ging nun wirklich nach hinten los.
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