Wissenschaftsjournalismus Skeptisch sein und weiterdenken

Wie ein Stuttgarter Institut versucht, mit Drohungen gegen einen Artikel im ZEIT Wissen-Magazin vorzugehen

Es war ein ungewöhnlicher Anruf, den ich Anfang Juni bekam. "Ertel" meldete sich eine aufgeregte Stimme am Telefon. Er wolle über den Text reden, sagte der Anrufer. Über den Text, der in der  aktuellen Ausgabe von ZEIT Wissen steht.

"Rufschädigend" sei das, was wir da über ihn und sein "Institut für Rationelle Psychologie" verbreiten würden. "Unwahrheiten" würden darin stehen, sagte Ertel, nun immer erregter. Er beschwerte sich bitter über den Autor des Textes und fragte, warum wir als eigentlich seriöses Magazin so jemanden bei uns so etwas so Unseriöses schreiben lassen würden.

Meine Antwort war eindeutig: Weil es ein guter Autor ist, der ein gutes Stück geschrieben hat, in dem alle Fakten stimmen. Dass Ertel diese Aussage nicht zufrieden stellte, war keine Überraschung.

Warum aber machte Ertel der Artikel in ZEIT Wissen so wütend, was hatte ihn so erbost?

In "Für dumm verkauft" werden die Methoden des Instituts für Rationelle Psychologie hinterfragt, in dem Henner Ertel offensichtlich der Chefdenker ist. Das Institut ist seit Jahren ein bewährter Lieferant von Schlagzeilen.

Ein Auszug: "Für Sex nehmen sich die Erfurter 13 Minuten Zeit, die Berliner nur neun. Bier oder Saft aus Glasflaschen zu trinken bereitet den Deutschen messbar mehr Genuss als das Trinken aus Dosen oder Getränkekartons. Zwei Drittel der CDU/CSU-Wähler bevorzugen Frauen mit großer Oberweite, zwei Drittel der Grünen-Wähler finden dagegen kleine Brüste attraktiv. Alle paar Monate erreichen Zahlen wie diese die deutsche Öffentlichkeit. Sie werden von der Bild- Zeitung zitiert, aber auch von der Süddeutschen Zeitung, der FAZ, der ZEIT, Spiegel Online, stern und dpa. Die Meldungen haben eines gemeinsam: den Absender, ein "Institut für Rationelle Psychologie" in Stuttgart. Klingt seriös, doch Wissenschaftler zweifeln an den Sensationsmeldungen. Stimmen all die kuriosen Befunde wirklich, mit denen das Institut für Rationelle Psychologie die Deutschen seit Jahrzehnten versorgt?"

Dieser Frage geht der Autor des Stücks, Jochen Paulus, akribisch nach. Stück für Stück deckt Paulus auf, wie zweifelhaft die Methoden des Instituts für Rationelle Psychologie sind, wie angreifbar die Ergebnisse sind, die es publiziert und die viele Medien gerne aufnehmen und verbreiten.

Die fundierte Fleißarbeit von Paulus machte Ertel offensichtlich zu schaffen, und so fuhr er am Telefon schwere Geschütze auf. Zunächst beleidigte er unseren Autor Jochen Paulus als suspekten Boulevardjournalisten, der nicht die einfachsten Regeln journalistischer Arbeit beherrsche. Das zeige sich zum Beispiel an den Aussagen der Wissenschaftler, die wir in unserem Text zitieren. Die meisten von ihnen hätten sich inzwischen von ihren Zitaten distanziert, behauptete Ertel.

Explizit führt Ertel den emeritierten Heidelberger Psychologie-Professor Manfred Amelang an, der ihm gegenüber bestritten habe, sich so geäußert zu haben, wie ZEIT Wissen ihn zitiert hat. Doch Amelang hatte sich keineswegs distanziert, im Gegenteil: "Ich stehe sehr wohl hinter den Äußerungen, mit denen Sie mich zitieren", schrieb Amelang unserem Autor in einer E-Mail. Auch keiner der anderen zitierten Experten, etwa der renommierte Neurobiologe und Psychologe Niels Birbaumer, distanzierte sich uns gegenüber von ihren Äußerungen.

Es kommt schon ab und an einmal vor, dass sich Menschen beschweren, die sich von ZEIT Wissen ungerecht behandelt fühlen. Selten aber habe ich eine solche Massivität erlebt, wie sie Ertel an den Tag legte. Denn er beließ es nicht bei seinem Anruf. Es folgten noch weitere Telefonate mit Drohungen, und es erreichte uns ein neunseitiges Fax von ihm, in dem er alle Vorwürfe schriftlich ausbreitet.

In dem Schreibens bezichtigt er den Autor der "Schlampigkeit", weil er vom "Institut für Rationelle Psychologie in Stuttgart" schreiben. Ertel wörtlich: "Wir sind seit 1969 ein Münchner Institut, das auch in München steuerlich erfasst ist und kein Stuttgarter Institut." Dumm nur, dass wenige Zentimeter über dieser Behauptung im Briefkopf die Adresse "Industriestr. 4 - 70765 Stuttgart" steht.

Am Ende seines neunseitigen Faxes empfiehlt Ertel, "dass Sie uns einen Vorschlag machen, wie Sie Ihre Verleumdungen, Beleidigungen, Rufschädigung und Rechtsverletzungen korrigieren wollen".

Unsere Antwort darauf ist eindeutig: Wir können und werden nichts korrigieren, was richtig ist.
Klar ist: Fehler können passieren, auch wenn wir immer bemüht sind, die Fakten genau zu überprüfen und nachzurecherchieren. Gerade bei diesem Text haben wir auf besonders große Genauigkeit geachtet. Und wir haben Quellen zitiert, was unüblich ist für ein Nicht-Fachblatt wie ZEIT Wissen.

Besonders erschüttert aber hat mich ein weiterer Vorstoß von Ertel. Nach einigen Tagen stellte sich heraus, dass er Wissenschaftlern, die sich in unserem Artikel kritisch über ihn geäußert hatten, mit seinen Anwälten gedroht hatte, falls sie ihre Zitate nicht widerrufen würden. Keiner der Wissenschaftler ließ sich aber einschüchtern: Alle blieben bei ihren Aussagen.

Inzwischen hat sich der Anwalt von Ertel bei uns gemeldet und droht uns mit gerichtlichen Schritten.

Und auf der Kommmentarseite von ZEIT ONLINE haben am 8.8. auf wunderliche Weise die Kommentare zu dem Paulus-Artikel zugenommen. Ein Leser mit Namen renneh kündigt dort ein wenig redundant große Taten an. "Wir werden für alle, die es interessiert, am Dienstag, den 12.8. eine vollständige Darstellung zu allen wahrheitswidrigen Behauptungen und Verleumdungen auf unsere Web-Seite stellen," schreibt renneh gleich mehrmals. Man fragt sich: Welche wahrheitswidrigen Behauptungen? Welche Verleumdungen? Weiter behauptet renneh: "Alles was wir hier sagen, können wir in allen Punkten beweisen." Falls das Institut für Rationelle Psychologie und vielleicht sogar Ertel hinter diesen Kommentaren stehen, muss man sagen: Das wäre dann mal wirklich etwas Neues.

Das Beispiel "Institut für Rationelle Psychologie" zeigt mir einmal mehr, dass es sich lohnt, kritisch zu sein, alles zu hinterfragen - auch und gerade scheinbar plausible, weil wissenschaftlich anmutende Zahlen und Ergebnisse.

Vielleicht ist genau das ja auch das Problem, das Henner Ertel mit dem Text von Jochen Paulus hatte: Dass er von einem Wissenschaftsmagazin Hofberichterstattung erwartet, die nach dem alten Muster "Die Wissenschaft hat festgestellt" funktioniert, in der die tollsten, spannendsten und aufsehenerregendsten Phänomene erklärt und hochgejubelt werden.

Wissenschaftsjournalismus aber, wie ihn ZEIT Wissen, die ZEIT und andere Medien verstehen, funktioniert anders. Für uns gehört immer dazu, skeptisch zu sein, zu analysieren, weiterzudenken - kurz: kritisch zu sein. Und damit eckt man auch einmal an und bekommt Ärger. Aber es lohnt sich.

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Leser-Kommentare
    • th80ej
    • 22.07.2008 um 19:14 Uhr

    sozi

  1. Richtig so!Zudem: wissenschaft lebt von der kritischen Hinterfragung, dem immer wieder in Frage stellen von Positionen, Ergebnissen und Methoden --> das ist der 'Motor' der Weiterentwicklung.Und ein guter Wissenschaftsjournalismus ist nicht nur das herabbrechen und auf die systematisch wichtigen punkte fokusierende Erfassung auf leichtverständliche Art von wissenschaftlichen Positionen, sondern auch immer ein kritisches Hinterfragen desselben.Gerade Institute, die auch Öffentlichsarbeit machen oder die in öffentlichen Diskursen mit ihren Ergebnissen hineinstrahlen sind dabei um ein vielfaches kritisch zu hinterfragen, ja man kann durchaus zu recht sagen, dass gerade diese Institute mit ihren Arbeiten besonders gründlich von einer freien wissenschaftsjournalistischen presse beleuchtet werden müssen. Dies deshalb in meinen Augen, weil sonst viele Menschen, die in wissenschaftlichen Methoden und Standarts nicht bewandert sind,durch populistische pseudowissenschaftliche Beitröge dieser Institutionen ihren Glauben an wissenschaftliche redlichkeit verlieren können. Insoweit hat der wissenschaftsjournalismus eine zusätzliche Moralische-pädagogische Dienstleistungsverpflichtung seiner Leserschaft gegenüber, indem er nämlich für diese auf die Seriösität und dem Einhalten von Standarts achtet von wissenschaftlichen Beiträgen.Vion daher ist eine kritische Betrachtung, die auch nicht scheut sich Feinde zu machen, gerade auch im Interesse der Leser und eine Pflicht für jedes popularwissenschaftliche Magazin, dass etwas auf sich hält und sich dem alten Ideal dieser Journalismusrichtung verpflichtet weis - kritische wissenschaftliche Beiträge als Form der Volksbildung (~ Bürgerbildung).

  2. Man sieht es ja schon fast mit Mitleid, wenn sich beim Schummeln erwischte Menschen danach in Panikreaktionen selbst diskreditieren.Falls Sie wieder mit Herrn Ertel telefonieren sollten, fragen Sie doch bitte nochmals nach den "Muts- und Glücksquotienten".

    • Anonym
    • 22.07.2008 um 19:52 Uhr

    Bertelsmann! 

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Genau! Und gleich mit dieser vor Suggestivfragen strotzenden Umfrage über eine angebliche neue Religosität anfangen.http://www.religionsmonit...

    Genau! Und gleich mit dieser vor Suggestivfragen strotzenden Umfrage über eine angebliche neue Religosität anfangen.http://www.religionsmonit...

  3. Mal abgesehen von den im Artikel angesprochenen Fragwürdigkeiten, finde ich den gesamten Fachbereich Marktpsychologie bedenklich. Die Tatsache, dass Forschungsgelder dafür aufgewandt werden, die Methoden mit denen Kaufverhalten (und die diesem zugrundeliegende Geisteshaltung) beeinflusst werden soll, weiterzuentwickeln, ist mir sehr unsympathisch.Die Kunden der G.R.P. finden sich übrigens nicht nur im Medienbereich:http://www.grp-net.com/in...

  4. Genau! Und gleich mit dieser vor Suggestivfragen strotzenden Umfrage über eine angebliche neue Religosität anfangen.http://www.religionsmonit...

    Antwort auf "und jetzt bitte"
  5. Schön, daß es heute noch jemandem auffällt, wenn die Wissenschaft wieder einmal gemäß dem Zeitgeist von der Ökonomie instrumentalisiert wird.
    Der Name des Institutes sagt doch schon alles: "Rationelle Psychologie" ?!
    Was soll das denn auch bitte sein?
    Unter "rationell" fand ich u.a. folgendes:
    meyers-online:
    rationell [lateinisch-französisch], vernünftig, auf Wirtschaftlichkeit bedacht, zweckmäßig.
    Und der wirtschaftliche Zweck, also die in dem Artikel beschriebenen 70 Millionen €uro, die das Institut angeblich pro Jahr mit nur zwei Personen generiert, sprechen doch eine deutliche Sprache.
    Wenn Ertel's Institut eines ist - dann rationell!
    Und die Drohanrufe und Alwaltskanzleien - das ist doch ebenfalls beste "rationelle Psychologie" - oder ? ;-)
    Also ist der Herr Ertel doch im Grunde ein ehrlicher Kerl - genau wie die Autoren der Zeitungen, die seine Zahlen aus denselben "rationellen" Gründen dann auch noch publizieren.
    Zum Glück kann man sich hierzulande ja aussuchen, welche Zeitungen man kauft, und welche nicht - und die ZEIT kann sich hoffentlich auch aussuchen, welchen Instituten sie zukünftig Glauben schenkt?!
    Herzliche Grüße,
    RudraChakrin

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... und weil's so schön zum Thema paßt...
    @ZEIT-Redaktion:
    An dieser Stelle kann ich Ihnen, als skeptischer Leser, der gewohnheitsmäßig meist etwas weiterzudenken pflegt, allerdings die Anmerkung nicht ersparen, daß diese "rationelle" moderne Denkweise des Homo Oeconomicus ludens auch bei der ZEIT bereits zur Zusammenarbeit mit Instututen führt, die aus meiner skeptischen Sicht, bestenfalls dubios sind.
    Ich meine den "Verein" - Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. - die "IVW".
    Die meisten - in Internet und Datenschutzfragen eher unskeptischen "User" werden sich wohl nur hin und wieder über Laufzeitverzögerungen oder "hängende Skripte" ärgern - und dies auf den Internet-Explorer schieben...
    Ich hingegen bin davon überzeugt, daß ein Verein, wie die IVW nicht nur lästig, sondern sogar potentiell gefährlich ist, weil er detaillierte Daten über das "Klickverhalten" aller User nach belieben analysieren und speichern kann.
    Und an die Mär der sichern "Anonymisierung" der Daten glauben im Zeitalter von Google, Lidl, Telekom, Schäuble und Co. nur noch die wirklich Naiven, unskeptischen, die nicht weiterdenken...
    Die IVW ist eine undurchsichtige Datensammel-Organisation, deren "Vereinsmitgliedern" ich nicht weiter traue, als den rationellen Herren vom Psychologie-Instutut.
    Ertel und die IVW spielen in der gleichen Liga!
    Sie stellen für die wirtschaftliche, rationell interessierte Öffentlichkeit Zahlen zur Verfügung, die sich verkaufen, wie warme Semmeln - und die zudem kein Mensch wirklich braucht!
    Ich bin nach wie vor der Meinung, daß die ZEIT - aufgrund ihres Namens und Leumundes - würde sie alle Klicks selbst erfassen und unter eigenem Namen an die Werbekundschaft kommunizieren, keinen einzigen Werbekunden verlieren würde.
    Warum auch?
    Sollte z.B. Mercedes-Benz einen Werbevertrag mit der ZEIT aufkündigen, weil sie keine "geweihten" Zahlen mehr von der IVW kekommen?
    Wenn die ZEIT - im eigenen Namen - behauptete,  N clicks auf  Seite X Artikel Y gehabt zu haben - dann wird ein Herr Benz das genauso wahrnehmen, als wenn ein dubioser IVW-Verein es ihnen sagt, oder ?!
    Bitte recherchieren Sie doch einmal die Möglichkeiten der ZEIT, ohne die IVW auszukommen, genauso gründlich, wie sie die dubiosen Methoden der Ratio/Psycho-Gelddruckmaschine des Herrn Ertel recherchiert haben.
    Oder hängen die Holtzbrinck-Gruppe und die IVW etwa auch zusammen?Und sie spielen alle längst zusammen Golf oder segeln?
    Dann können Sie diesen Kommentar natürlich als den infantilen Beitrag eines der ökonomischen Realität unkundigen Laien ignorieren und belächeln.
    Welche rationellen Gründe - und welche rationalen darüberhinaus - gibt es also für die ZEIT, mit der IVW zusammenzuarbeiten?
    Ich erwarte nicht ernsthaft eine Reaktion der ZEIT-Götter auf diese Frage, wollte sie jedoch als skeptischer Leser, der gern weiterdenkt, einfach einmal stellen.
    Herzliche Grüße,
    RudraChakrin
    (inkl. kostenloser Counter&IVW-Box...)
    Ein Schuft, wer schlecht darüber denkt! ;-)

    ... und weil's so schön zum Thema paßt...
    @ZEIT-Redaktion:
    An dieser Stelle kann ich Ihnen, als skeptischer Leser, der gewohnheitsmäßig meist etwas weiterzudenken pflegt, allerdings die Anmerkung nicht ersparen, daß diese "rationelle" moderne Denkweise des Homo Oeconomicus ludens auch bei der ZEIT bereits zur Zusammenarbeit mit Instututen führt, die aus meiner skeptischen Sicht, bestenfalls dubios sind.
    Ich meine den "Verein" - Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. - die "IVW".
    Die meisten - in Internet und Datenschutzfragen eher unskeptischen "User" werden sich wohl nur hin und wieder über Laufzeitverzögerungen oder "hängende Skripte" ärgern - und dies auf den Internet-Explorer schieben...
    Ich hingegen bin davon überzeugt, daß ein Verein, wie die IVW nicht nur lästig, sondern sogar potentiell gefährlich ist, weil er detaillierte Daten über das "Klickverhalten" aller User nach belieben analysieren und speichern kann.
    Und an die Mär der sichern "Anonymisierung" der Daten glauben im Zeitalter von Google, Lidl, Telekom, Schäuble und Co. nur noch die wirklich Naiven, unskeptischen, die nicht weiterdenken...
    Die IVW ist eine undurchsichtige Datensammel-Organisation, deren "Vereinsmitgliedern" ich nicht weiter traue, als den rationellen Herren vom Psychologie-Instutut.
    Ertel und die IVW spielen in der gleichen Liga!
    Sie stellen für die wirtschaftliche, rationell interessierte Öffentlichkeit Zahlen zur Verfügung, die sich verkaufen, wie warme Semmeln - und die zudem kein Mensch wirklich braucht!
    Ich bin nach wie vor der Meinung, daß die ZEIT - aufgrund ihres Namens und Leumundes - würde sie alle Klicks selbst erfassen und unter eigenem Namen an die Werbekundschaft kommunizieren, keinen einzigen Werbekunden verlieren würde.
    Warum auch?
    Sollte z.B. Mercedes-Benz einen Werbevertrag mit der ZEIT aufkündigen, weil sie keine "geweihten" Zahlen mehr von der IVW kekommen?
    Wenn die ZEIT - im eigenen Namen - behauptete,  N clicks auf  Seite X Artikel Y gehabt zu haben - dann wird ein Herr Benz das genauso wahrnehmen, als wenn ein dubioser IVW-Verein es ihnen sagt, oder ?!
    Bitte recherchieren Sie doch einmal die Möglichkeiten der ZEIT, ohne die IVW auszukommen, genauso gründlich, wie sie die dubiosen Methoden der Ratio/Psycho-Gelddruckmaschine des Herrn Ertel recherchiert haben.
    Oder hängen die Holtzbrinck-Gruppe und die IVW etwa auch zusammen?Und sie spielen alle längst zusammen Golf oder segeln?
    Dann können Sie diesen Kommentar natürlich als den infantilen Beitrag eines der ökonomischen Realität unkundigen Laien ignorieren und belächeln.
    Welche rationellen Gründe - und welche rationalen darüberhinaus - gibt es also für die ZEIT, mit der IVW zusammenzuarbeiten?
    Ich erwarte nicht ernsthaft eine Reaktion der ZEIT-Götter auf diese Frage, wollte sie jedoch als skeptischer Leser, der gern weiterdenkt, einfach einmal stellen.
    Herzliche Grüße,
    RudraChakrin
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  6. ... und weil's so schön zum Thema paßt...
    @ZEIT-Redaktion:
    An dieser Stelle kann ich Ihnen, als skeptischer Leser, der gewohnheitsmäßig meist etwas weiterzudenken pflegt, allerdings die Anmerkung nicht ersparen, daß diese "rationelle" moderne Denkweise des Homo Oeconomicus ludens auch bei der ZEIT bereits zur Zusammenarbeit mit Instututen führt, die aus meiner skeptischen Sicht, bestenfalls dubios sind.
    Ich meine den "Verein" - Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. - die "IVW".
    Die meisten - in Internet und Datenschutzfragen eher unskeptischen "User" werden sich wohl nur hin und wieder über Laufzeitverzögerungen oder "hängende Skripte" ärgern - und dies auf den Internet-Explorer schieben...
    Ich hingegen bin davon überzeugt, daß ein Verein, wie die IVW nicht nur lästig, sondern sogar potentiell gefährlich ist, weil er detaillierte Daten über das "Klickverhalten" aller User nach belieben analysieren und speichern kann.
    Und an die Mär der sichern "Anonymisierung" der Daten glauben im Zeitalter von Google, Lidl, Telekom, Schäuble und Co. nur noch die wirklich Naiven, unskeptischen, die nicht weiterdenken...
    Die IVW ist eine undurchsichtige Datensammel-Organisation, deren "Vereinsmitgliedern" ich nicht weiter traue, als den rationellen Herren vom Psychologie-Instutut.
    Ertel und die IVW spielen in der gleichen Liga!
    Sie stellen für die wirtschaftliche, rationell interessierte Öffentlichkeit Zahlen zur Verfügung, die sich verkaufen, wie warme Semmeln - und die zudem kein Mensch wirklich braucht!
    Ich bin nach wie vor der Meinung, daß die ZEIT - aufgrund ihres Namens und Leumundes - würde sie alle Klicks selbst erfassen und unter eigenem Namen an die Werbekundschaft kommunizieren, keinen einzigen Werbekunden verlieren würde.
    Warum auch?
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    Wenn die ZEIT - im eigenen Namen - behauptete,  N clicks auf  Seite X Artikel Y gehabt zu haben - dann wird ein Herr Benz das genauso wahrnehmen, als wenn ein dubioser IVW-Verein es ihnen sagt, oder ?!
    Bitte recherchieren Sie doch einmal die Möglichkeiten der ZEIT, ohne die IVW auszukommen, genauso gründlich, wie sie die dubiosen Methoden der Ratio/Psycho-Gelddruckmaschine des Herrn Ertel recherchiert haben.
    Oder hängen die Holtzbrinck-Gruppe und die IVW etwa auch zusammen?Und sie spielen alle längst zusammen Golf oder segeln?
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    Welche rationellen Gründe - und welche rationalen darüberhinaus - gibt es also für die ZEIT, mit der IVW zusammenzuarbeiten?
    Ich erwarte nicht ernsthaft eine Reaktion der ZEIT-Götter auf diese Frage, wollte sie jedoch als skeptischer Leser, der gern weiterdenkt, einfach einmal stellen.
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