Ausstellung

Einfache Ansichten

»Fotografie ist die einzige Sprache, die weltweit verstanden werden kann«, schrieb Andreas Feininger (1906 bis 1999) kurz vor seinem Tod. »Visuelles Blabla« verachtete er, »Keep it simple« lautete seine Devise. Klare Linien und starke Kontraste prägen die Bildkompositionen, mit denen der gelernte Architekt beim Life Magazine Karriere machte und zu einem der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts wurde. Die Ausstellung That’s Photography im Bremer Focke Museum dokumentiert nun mit 300 herausragenden Aufnahmen, warum die Zeitgenossen den Sohn des Malers Lionel Feininger »das Auge New Yorks« nannten. Stadtlandschaften in Schwarz-Weiß (hier ein Foto von Manhattan mit dem Empire State Building, 1940) faszinieren durch ihre beinahe sakrale Ausstrahlung. Als gewachsenen Organismus analysiert Feininger nicht nur die Natur, sondern auch urbane Konstruktionen. MWE

»That’s Photography« läuft bis zum 28. September: Focke Museum, Schwachhauser Heerstr. 240, 28213 Bremen, Tel. 0421/699600-0; www.focke-museum.de. Geöffnet: Di 10–21 Uhr, Mi–So 10–17 Uhr, Eintritt (inkl. Dauerausstellung): Erwachsene 6 Euro, ermäßigt 3 Euro, Katalog: Hatje Cantz Verlag 2004; 318 S., 29,90 Euro

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