Akte X Zurück ins Übernatürliche
Der neue "Akte-X"-Film kommt ins Kino. Nach sechs Jahren Pause ermitteln die Agenten Mulder und Scully wieder. Ein Porträt des Schöpfers Chris Carter
Akte X war Kult. Die FBI-Agenten Fox Mulder und Dana Scully jagten Vampire und Monster, Geister und Außerirdische. Dann kamen die Männern aus Washington, die mit Hilfe der Aliens die Menschheit versklaven wollten. Vor sechs Jahren verließen Mulder und Scully das FBI, auf der Flucht vor ihren Feinden.
Jetzt sind sie wieder da. Der neue Akte-X -Film kommt in die deutschen Kinos. Er trägt den Titel I Want To Believe – das Motto vom UFO-Plakat, das in Mulders Büro hängt. Vor dem Filmstart trafen wir Chris Carter, den Schöpfer der Serie und den Drehbuchautor des Films, in einem Cafe am Sunset Boulevard in Hollywood.
Er ist hochgewachsen, blond, Anfang 50, ein passionierter Surfer, das sieht man sofort. Zurzeit ist er unterwegs, um seinen neuen Film zu bewerben. „Der Dreh war eine wahnsinnige Arbeit“, stöhnt er. „Ich habe das Gefühl, als ob ich zehn Filme auf einmal gemacht hätte. Und für das Marketing geht noch einmal genauso viel Energie drauf.“ Dann lässt er sich auf den Korbstuhl fallen und bestellt ein Bier.
Neun Jahre lief die Serie Akte X im Fernsehen, zwischendurch gab es einen Kinofilm, Fight The Future . Dann kam die lange Pause: Der Hauptdarsteller, David Duchovny, hatte keine Lust mehr, den ewig paranoiden Verschwörungstheoretiker zu spielen. „Als wir anfingen, waren wir alle noch jung und grün“, sagt Carter. „Wir haben neun Jahre lang an der Serie gearbeitet, und am Ende waren wir alle müde, auch David. Aber jetzt, wenn wir zurückblicken, erkennen wir alle, was das für eine großartige Erfahrung war.“
Außerdem gab es einen Rechtsstreit zwischen Carters Produktionsfirma Ten Thirteen und der 20th Century Fox. Es ging um die Aufteilung der Umsätze. „Und als unsere Anwälte das gelöst hatten, riefen die von Fox an und sagten: Wenn du den Film noch machen willst, dann jetzt sofort.“
Carter wuchs in der kalifornischen Kleinstadt Bellflower auf (der Mädchenname seiner Mutter war übrigens „Mulder“), in der Zeit des Vietnamkriegs, des Kennedy-Attentats, der Mondlandung. Das prägte ihn. Zugleich waren es auch TV-Serien wie Star Trek oder auch Twilight Zone , die ihn beeinflussten. „Wobei mein Bruder aber immer ein größerer Star-Trek -Fan war als ich“, sagt Carter. „Ich bin nie so recht über diese albernen Kostüme hinweggekommen.“
- Datum 16.12.2008 - 09:36 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT online
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren