Obama-Rede Visionen eines Weltbürgers
Es gibt große Herausforderungen, aber gemeinsam können wir sie meistern: Mit dieser Botschaft begeistert US-Präsidentschaftskandidat Obama auch die skeptischen Berliner - wenigstens ein bisschen.

© BARBARA SAX/AFP/Getty Images
Spektakulärer Auftritt an der Siegessäule: Obama und seine 200.000 Zuhörer
Er ist da. Endlich. Fotohandys werden in die Luft gerissen. Es wird geklatscht. „Obama Obama“, skandieren die Menschen. Und dann den berühmten Schlachtruf, seinen Ruf: „Yes we can“. Wenn man unten mitten im Getümmel steht, dann wirkt der Mann auf der Bühne irgendwie sehr klein. Aber das macht nichts. Hauptsache, er ist es wirklich, Barack Obama, echt und live. Da steht er, die riesige Berliner Siegessäule im Rücken, winkt in die Menge und strahlt sein weltberühmtes Obama-Lächeln. „Oh my god, I’m seeing him“, kreischt ein Mädchen in der Menge.
200.000 Menschen sind gekommen, um den Mann zu sehen, der vielleicht einmal Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sein wird und der schon jetzt die Menschen auf der ganzen Welt bezirzt mit seiner Botschaft vom Wandel. Von dort oben, wo er steht, muss es ein grandioses Bild sein. Auf eine fast zwei Kilometer lange Menschenschlange blickt er, die sich vom Großen Stern inmitten des grünen Berliner Tiergartens fast bis zum Brandenburger Tor hinzieht. Unten, in der Menge, ist es vor allen Dingen eng.
Hier, ganz vorne, stehen seine treuesten Fans. Diejenigen, die bereit waren, zwei und mehr Stunden auf ihn zu warten, nur um wirklich ganz nahe dran zu sein an ihrem Idol. Der 15-jährige Berliner Angelo etwa, der sich zum Erstaunen seiner Mutter für Politik interessiert, seit es dabei um Obama geht. Die Religionslehrerin, die als Kind die Berliner Rede von John F. Kennedy erlebte und sich nun so sehr freut, dass es ausgerechnet ihr Geburtstag ist, an dem Obama Berlin seinen Besuch abstattet. Die Studenten, die extra für die Rede aus Köln gekommen sind. Dazwischen viele, viele Amerikaner, die in Deutschland leben.
Die Fotografin Deborah zum Beispiel, Afroamerikanerin wie Obama selbst. Lohnt sich das Warten? „Ach“, sagt Deborah. „Ich habe so viele Jahre darauf gewartet, dass ein schwarzer Mann Präsident wird. Was sind da zwei Stunden?“
Dann ist es so weit. Barack Obama schreitet zum Rednerpult. Der Erwartungsdruck, der auf ihm lastet, ist riesig. Auf ihn gerichtet sind die Kameras aus der ganzen Welt. Es ist die einzige Rede, die er während seiner Europareise in dieser Woche halten wird.
Doch Obama weiß mit der Situation umzugehen. Er komme nicht als Wahlkämpfer, sagt er und nimmt damit auch die Kritik auf, die es im Vorfeld an seinem Besuch gab. Er komme als stolzer Bürger der USA und als Weltbürger. Dann schwenkt er schnell von Pathos auf Witz um. „Ich weiß, ich sehe nicht so aus wie die Amerikaner in früheren Wahlen.“ Die Leute lachen. „You look better, baby!“ ruft eine Frau. Zum ersten Mal brandet wirklicher Jubel auf. Dass Barack Obama schwarz ist, ist schließlich einer der Gründe, warum die Menschen hier ihn mögen. Es macht auf den ersten Blick deutlich: Der ist anders. Und genau das wollen sie ja, „change“.
Nicht alles, was er in der folgenden halben Stunde sagt, begeistert seine Fans gleichermaßen. Dass er dafür wirbt, dass Europa und die USA wieder enger zusammenstehen müssten, hört man gerne. Dass er auch die Lastenteilung anspricht, die er ebenso erwartet, dass er das Stichwort Afghanistan nennt und auf die Gefahren des internationalen Terrorismus hinweist, bringt ihm dagegen keinen Applaus.
Doch viele schöne Obama-Sätze funktionieren auch in Berlin. Wenn er den großen Integrator gibt, der keine Grenzen kennen will zwischen den Ethnien und Religionen, zwischen Christen und Moslems, wenn er eine atomwaffenfreie Welt verspricht, wenn er den Rückzug aus dem Irak in Aussicht stellt oder zum Klimaschutz aufruft mit den Worten: „Das ist der Augenblick, in dem wir den Globus für unsere Kinder retten müssen“. Dann wird gejubelt, dann ist er der Obama, den die Menschen erwartet haben. Erst recht gilt das, wenn er ausdrücklich Fehler einräumt, die Amerika begangen habe und sich zu den Menschenrechten bekennt. „Wir sind gegen Folter und für Rechtsstaatlichkeit", sagt er. Zwar fallen die Worte Guantanamo und Abu Ghraib nicht, doch es gibt wohl kaum jemanden auf dem Platz, der sie nicht dazu denkt.
Es ist die Vision von einer friedlichen Welt, in der alle Menschen guten Willens an der Lösung der großen Menschheitsprobleme arbeiten, die Obama in den abendlichen Julihimmel malt. Und zur typischen Obama-Rede gehört natürlich auch der immer wiederkehrende Appell, die Sache endlich anzupacken. „Das ist unser Kampf, den müssen wir gewinnen“, ruft Obama. Was er bietet, ist Sinn, eine Aufgabe von historischer Dimension. Das kommt an, bei dem 15-jährigen Angelo, dem 35-jährigen Lehrer Tim, bei vielen in dem überwiegend jungen Publikum.
Als er geendet hat, bekommt er langen, aber keineswegs frenetischen Applaus. Kein minutenlanges Obama-Rufen, kein erneutes „yes we can“. Das mag auch daran liegen, dass die Berliner einfach nicht so leicht zu Jubelstürmen hinzureißen sind. „Das war eine gute Rede, aber vielleicht ein bisschen viele Versprechungen“, findet der 17-jährige Martin. Und die Amerikanerin neben ihm? Die kannte das meiste halt schon. „Ein bisschen viel Campaign-Speech“. Ach ja, da war ja noch die Hoffnung auf den einen großen Satz, den man in 40 Jahren noch zitieren wird, der die Rede historisch macht. So richtig hat den irgendwie keiner herausgehört. Vielleicht waren einfach zu viele wohlklingende Sätze dabei.
- Datum 14.10.2008 - 13:13 Uhr
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40.000, maximal 50.000 waren da. Woher, Frau Schuler haben Sie ihre Zahl?_______________________________________________________
Die Interessen der ZEIT:
http://de.wikipedia.org/w...
Was derzeit wirklich passiert:
http://www.pelastop.de/20...
Meinte, sorry, schon Goebbels. Das viele aber auch heutzutage nicht genügend differenzieren können und bestimmte politische Floskeln allzu naiv schlucken, erschreckt einen doch immer wieder. Ersetzen wir Schäuble durch Obama: die Online-Hausdurchsuchung wäre gegessen.
Eigentlich ist das alles ja auch an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten: Obama macht in Deutschland Wahlkampf für die USA, die deutschen Medien sekundieren (u.a. auch mit völlig falschen Angaben über die Zahl der Zuhörer) und einige von uns meinen allen ernstes, Obama sei der neue Messias nur weil er einen guten Werbespruch erfunden hat, dessen Inhalt (Yes, we can!) wohl besser für die ersten Alleine-aufs-Klo-gehen-Versuche eines Kleinkindes gelten könnten.
Da werden sich einige noch stark wundern.
aber das mit dem Mr. O. geht auch mir ein bischen so da ich ja nach vielen Jahren endlich mal eine Alternative zu Mr. B. und Konsorten und deren Politikverständnis haben möchte... Da sich ja niemand anders als Mr. O. zur Verfügung stellt bzw. niemand anders genügend Geld akummulieren konnte bleibt nur das... und die Hoffnung, die stirbt ja bekanntlich zu letzt. Wenn die mal weg ist, dann wird auch Mr. O. vor leeren Plätzen reden.---------------------------
"...wenn ich den armen zu Essen geben werde ich zum Heiligen. Wenn ich frage warum sie nicht's zu Essen haben schimpfen sie mich Kommunist...".
...tja, warum hat sich das Team von Obama wohl gerade Deutschland für seine Rede ausgesucht......womit wir wieder bei dem Zitat von Goebbels wären.
Die Technik des Aufbaus einer Führerfigur zur Beeinflussung seiner Gefolgschaft geht auf Edward Bernays zurück. Sigmund Freuds Neffe war der Pionier von Kampagnen zur Meinungsmache auf Basis der Massenpsychologie. In seinem bekanntesten Buch "Propaganda" steht: "Die bewusste und intelligente Manipulation der [...] Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist."http://de.wikipedia.org/w...Bernays bezeichnete diese Tätigkeit als "dominieren". Goebbels war ein Bewunderer von Bernays und "Propaganda" gehörte zu seiner Leitlektüre._______________________________________________________
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aber das mit dem Mr. O. geht auch mir ein bischen so da ich ja nach vielen Jahren endlich mal eine Alternative zu Mr. B. und Konsorten und deren Politikverständnis haben möchte... Da sich ja niemand anders als Mr. O. zur Verfügung stellt bzw. niemand anders genügend Geld akummulieren konnte bleibt nur das... und die Hoffnung, die stirbt ja bekanntlich zu letzt. Wenn die mal weg ist, dann wird auch Mr. O. vor leeren Plätzen reden.---------------------------
"...wenn ich den armen zu Essen geben werde ich zum Heiligen. Wenn ich frage warum sie nicht's zu Essen haben schimpfen sie mich Kommunist...".
...tja, warum hat sich das Team von Obama wohl gerade Deutschland für seine Rede ausgesucht......womit wir wieder bei dem Zitat von Goebbels wären.
Die Technik des Aufbaus einer Führerfigur zur Beeinflussung seiner Gefolgschaft geht auf Edward Bernays zurück. Sigmund Freuds Neffe war der Pionier von Kampagnen zur Meinungsmache auf Basis der Massenpsychologie. In seinem bekanntesten Buch "Propaganda" steht: "Die bewusste und intelligente Manipulation der [...] Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist."http://de.wikipedia.org/w...Bernays bezeichnete diese Tätigkeit als "dominieren". Goebbels war ein Bewunderer von Bernays und "Propaganda" gehörte zu seiner Leitlektüre._______________________________________________________
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Die Geschichte wird Bush recht geben: Der Irak erholt sich langsam und den Koreakonflikt hat die Bush-Regierung serh gut hinbekommen... Man kann das nicht oft genug wiederholen.
"Der Irak erholt sich langsam ( von Bush ) - das hat die Bush-Regierung sehr gut hinbekommen..""Man kann das nicht oft genug wiederholen."Genau.Aber nicht schwindelig dabei werden und bitte nicht auf die Rücksitze kotzen.< Der Gesang der Elche stört die Störe, welche .. >(Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/jk)
"Der Irak erholt sich langsam ( von Bush ) - das hat die Bush-Regierung sehr gut hinbekommen..""Man kann das nicht oft genug wiederholen."Genau.Aber nicht schwindelig dabei werden und bitte nicht auf die Rücksitze kotzen.< Der Gesang der Elche stört die Störe, welche .. >(Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/jk)
Es scheint so, als hätte Gerhardt Schröder rücklings auf einer artgefährdeten Galapagosschildkröte die Siegessäule emporreitend ein Robin Hood-Plakat entrollt.Der Siegessäule unter den Rock geschaut :Ich kann mich noch an einen heute gelesenen Artilkel auf Zeit-Online erinnern.http://www.zeit.de/online..."Er pfeift – schon stehen alle stramm und die Stadt ergibt sich der Obama-Manie."Schöne neue Werbewelt.Statt Köhler jetzt Obama.Dank ARD,ZDF,RTL,ADIDAS,SPIEGEL,ZEITKein Wunder :Selbst die altehrwürdige Zeit blendet seit Monaten amerikanische Wahlwerbespots auf Seite 1Achso - was mir noch auffiel heute:Kein ÖR-Sender hat die Rede in Zweikanalton übertragen. Kanal 1 Übersetzung / Kanal 2 Originalton.Vermutlich sollten die Zuschauer den Originaltext nicht hören.Positiv denken:Vielleicht eröffnet die amerikanische Politshow ja jetzt einen echten Berlin-Contest:Nächste Woche Medwedew, Sarkozy, Ahmadinejad, Erdogan, Hu Jintao und Abdullah bin Abdul Aziz Al Saud?Das wär dann multikulturelle Eventkultur.Naja - Gelbes Trikot ist ja schon vergeben. Möllemann etc.< Der Gesang der Elche stört die Störe, welche .. >
Es scheint so, als hätte Gerhardt Schröder rücklings auf einer artgefährdeten Galapagosschildkröte die Siegessäule emporreitend ein Robin Hood-Plakat entrollt.Der Siegessäule unter den Rock geschaut :Ich kann mich noch an einen heute gelesenen Artilkel auf Zeit-Online erinnern.http://www.zeit.de/online..."Er pfeift – schon stehen alle stramm und die Stadt ergibt sich der Obama-Manie."Schöne neue Werbewelt.Statt Köhler jetzt Obama.Dank ARD,ZDF,RTL,ADIDAS,SPIEGEL,ZEITKein Wunder :Selbst die altehrwürdige Zeit blendet seit Monaten amerikanische Wahlwerbespots auf Seite 1Achso - was mir noch auffiel heute:Kein ÖR-Sender hat die Rede in Zweikanalton übertragen. Kanal 1 Übersetzung / Kanal 2 Originalton.Vermutlich sollten die Zuschauer den Originaltext nicht hören.Positiv denken:Vielleicht eröffnet die amerikanische Politshow ja jetzt einen echten Berlin-Contest:Nächste Woche Medwedew, Sarkozy, Ahmadinejad, Erdogan, Hu Jintao und Abdullah bin Abdul Aziz Al Saud ?Das wär dann wohl multikulturelle Eventkultur.Naja - Gelbes Trikot ist ja schon vergeben. Möllemann etc.< Der Gesang der Elche stört die Störe, welche .. >
"Der Irak erholt sich langsam ( von Bush ) - das hat die Bush-Regierung sehr gut hinbekommen..""Man kann das nicht oft genug wiederholen."Genau.Aber nicht schwindelig dabei werden und bitte nicht auf die Rücksitze kotzen.< Der Gesang der Elche stört die Störe, welche .. >(Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/jk)
aber das mit dem Mr. O. geht auch mir ein bischen so da ich ja nach vielen Jahren endlich mal eine Alternative zu Mr. B. und Konsorten und deren Politikverständnis haben möchte... Da sich ja niemand anders als Mr. O. zur Verfügung stellt bzw. niemand anders genügend Geld akummulieren konnte bleibt nur das... und die Hoffnung, die stirbt ja bekanntlich zu letzt. Wenn die mal weg ist, dann wird auch Mr. O. vor leeren Plätzen reden.---------------------------
"...wenn ich den armen zu Essen geben werde ich zum Heiligen. Wenn ich frage warum sie nicht's zu Essen haben schimpfen sie mich Kommunist...".
anscheinend eine gute Werbeveranstaltung - coca-cola oder Burger-King hätten es ncht besser hingegriegt. Sie hätten nur länger gebraucht, den Platz zubekommen, wenn sie es denn überhaupt genehmigt bekommen hätten.Zetti
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