Rauchverbot Pro Kein Recht auf Qualmen
Das Bundesverfassungsgericht entscheidet heute über das Rauchverbot in Gaststätten. Es sollte keine Ausnahmen zulassen. Ein Plädoyer
Es gibt kein Bürgerecht auf Nikotinverzehr! Jeder darf sich eine Zigarette, Zigarre oder Pfeife anstecken, wenn er will – aber nur dort, wo er niemand anderen schädigt oder beeinträchtigt.
Deshalb haben Bund und Länder richtig und konsequent gehandelt, als sie das Rauchen in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten generell untersagten. Die Nichtraucher, also die Mehrheit, freut das; manche Nikotinsüchtige nervt es, aber sie haben sich arrangiert.
Einige Kneipenbesitzer fordern nun, unterstützt von der Lobby der Gastronomie- und Tabakwirtschaft, das Rauchverbot zu lockern. Sie wollen, dass das Qualmen in kleinen Lokalen ohne Raucherraum wieder erlaubt wird. Am Mittwoch muss das Bundesverfassungsgericht über diesen Glaubenskrieg entscheiden.
Hier treten Gewerbefreiheit gegen Gesundheitsschutz an. Die klagenden Wirte argumentieren, durch das Rauchverbot sei ihr Umsatz drastisch gesunken, das gefährde ihre wirtschaftliche Existenz. Denn anders als die Inhaber größerer Lokale können sie keinen Hinterraum für Tabakliebhaber abtrennen.
Dem gegenüber aber steht der Schutz der Nichtraucher. Natürlich könnten sie, wie die Kläger empfehlen, in andere, rauchfreie Lokale ausweichen oder gleich ganz zu Hause bleiben. Aber warum sollten sie auf ein ungestörtes Feierabendbier in ihrer Lieblingskneipe verzichten müssen?
Außerdem: Wenn das Rauchverbot erst einmal gelockert wäre, würden sicher bald alle kleinen Lokale das Qualmen wieder zulassen – schon aus Konkurrenzgründen. Denn wenn es tatsächlich so viele nikotinsüchtige Trinker gibt, wie die Kläger behaupten, wird kein Wirt sie ohne Not vergraulen wollen.
- Datum 28.10.2008 - 13:13 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, 29.7.2008
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viele gute aspekte und gedanken, dennoch von anfang an verdreht:"Es gibt kein Bürgerecht auf Nikotinverzehr!"richtigEs gibt aber auch kein Bürgerrecht, jede Kneipe zu jeder Zeit aufsuchen zu dürfen.niemand muß sich dem aussetzen, jeder sollte es können dürfen.für den autor scheint es keinen unterschied zwischen einer kneipe (freiwillig) und dem arbeitsplatz (notgedrungen oder aus leidenschaft) zu geben.dementsprechend seine stringenz
Erstens: Ich habe kein Verständnis dafür, dass mir seit Wochen unterstellt wird, ich hätte mich mit dem Rauchverbot arrangiert! Anstatt in meine ehemaligen Lieblingsrestaurants zu gehen, koche ich selbst und lade Freunde (Raucher und Nichtraucher) dazu ein. Das ist kein Arrangieren, sondern die Flucht aus dem öffentlichen Raum.Zweitens: Das Argument, es sollte zum Rauchverbot in Deutschland keine Sonderregelung geben, ist eine unglaubliche Sonderlogik! Es hätte gar keine Regelung geben müssen, dann wären ersatzlos alle Sonderregelungen entfallen. Typisch DEUTSCH ist, dass hier alles geregelt wird.
Jeder Raucher und Trinker müsste dreifache Krankenkassenbeiträge zahlen. Am besten auch noch für die anderen schäden blechen (Brände u.s.w.). Wie oft sehe ich im Hochsommer die Kippen aus den Autos fliegen. Wieviele Unfalltote das schon gekostet hat. Mit Genuss hat es eh nichts zu tuen, sondern mit Dummheit!
Jeder Raucher und Trinker müsste dreifache Krankenkassenbeiträge zahlen. Am besten auch noch für die anderen schäden blechen (Brände u.s.w.). Wie oft sehe ich im Hochsommer die Kippen aus den Autos fliegen. Wieviele Unfalltote das schon gekostet hat. Mit Genuss hat es eh nichts zu tuen, sondern mit Dummheit!
Hin und wieder gehe ich, Raucher in die mir am nächsten gelegene Kneipe. Eine kleine typisch rheinländische. Und alle Nichraucher haben nichts gegen die Qualmerei.
Machmal träume ich allerdings von einem Alkohohlverbot. Denn das Geschwätz der nach einer gewissen Zeit Betrunkenen geht mir mittlerweile auf die Nerven, aber mangels Alternativen muss ich es aushalten. Das dazu, dass Biertrinken im Gegensatz zum Rauchen ja nur den Einzelnen betrifft und keine Auswirkungen auf andere Gäste hat.
"Machmal träume ich allerdings von einem Alkohohlverbot. Denn das
Geschwätz der nach einer gewissen Zeit Betrunkenen geht mir
mittlerweile auf die Nerven, aber mangels Alternativen muss ich es
aushalten. Das dazu, dass Biertrinken im Gegensatz zum Rauchen ja nur
den Einzelnen betrifft und keine Auswirkungen auf andere Gäste hat."Ich finde es immer wieder recht verklaerend, von einer Stoerung der Nichtraucher durch das Rauchen zu reden. Es geht hier nicht darum, dass Leute durch den Qualm beim Genuss von Speisen oder aehnlichem gestoert werden. Es geht hier darum, dass man im oeffentlichen Raum gesundheitlichen Risiken ausgesetzt wird, die sehr gut vermeidbar waeren. Und hier geht es tatsaechlich auch zuvorderst um das Personal in der Gastronomie, das eines gewissen Schutzes bedarf.Wenn aber immer wieder nur darueber diskutiert wird, welch eine Stoerung der Qualm vom Nachbartisch ist, dann ist auch der gedankliche Weg zu Absurditaeten wie Alkoholverbot, und vielleicht sogar einem Verbot von lauter Musik in Kneipen, nicht mehr fern. Letztendlich geht es nicht um eine Diskriminierung von Rauchern. Es geht darum, eine Loesung zu finden, wie Raucher weiterhin ihrem Konsum nachgehen koennen, ohne das ihr Umfeld darunter gesundheitlich leidet.
"Machmal träume ich allerdings von einem Alkohohlverbot. Denn das
Geschwätz der nach einer gewissen Zeit Betrunkenen geht mir
mittlerweile auf die Nerven, aber mangels Alternativen muss ich es
aushalten. Das dazu, dass Biertrinken im Gegensatz zum Rauchen ja nur
den Einzelnen betrifft und keine Auswirkungen auf andere Gäste hat."Ich finde es immer wieder recht verklaerend, von einer Stoerung der Nichtraucher durch das Rauchen zu reden. Es geht hier nicht darum, dass Leute durch den Qualm beim Genuss von Speisen oder aehnlichem gestoert werden. Es geht hier darum, dass man im oeffentlichen Raum gesundheitlichen Risiken ausgesetzt wird, die sehr gut vermeidbar waeren. Und hier geht es tatsaechlich auch zuvorderst um das Personal in der Gastronomie, das eines gewissen Schutzes bedarf.Wenn aber immer wieder nur darueber diskutiert wird, welch eine Stoerung der Qualm vom Nachbartisch ist, dann ist auch der gedankliche Weg zu Absurditaeten wie Alkoholverbot, und vielleicht sogar einem Verbot von lauter Musik in Kneipen, nicht mehr fern. Letztendlich geht es nicht um eine Diskriminierung von Rauchern. Es geht darum, eine Loesung zu finden, wie Raucher weiterhin ihrem Konsum nachgehen koennen, ohne das ihr Umfeld darunter gesundheitlich leidet.
Und wieder ein wunderschönes Beispiel militanter Raucherhetze."Dem gegenüber aber steht der Schutz der Nichtraucher. Natürlich könnten sie, wie die Kläger empfehlen, in andere, rauchfreie Lokale ausweichen oder gleich ganz zu Hause bleiben. Aber warum sollten sie auf ein ungestörtes Feierabendbier in ihrer Lieblingskneipe verzichten müssen?"Ich stimme kommentator #1 voll zu. Tatsächlich ist auch mir nicht bekannt das es ein verfassungsmäßiges Recht auf ein rauchfreies Lokal gibt. Es geht eben N I C H T um den Schutz der "Nichtraucher", sondern es wurde die Sorge um das Kneipenpersonal dieser Schmutz- und Hetzkampagne vorgeschoben. Es gibt z.B. auch keinen Grundgesetzlichen Anspruch auf einen Gardinenladen in jedem Dorf obwohl das sehr wünschenswert wäre. Im Übrigen wird immer so getan als ob Raucher aus reiner Rücksichtslosigkeit rauchen würden. Diese Menschen sind suchtkrank, ein Wort das ein Nichtraucher wohl nie im tieferen Sinn verstehen will und wird. Suchtkranke Menschen aus "Ihren" Kneipen (denn die Raucher sind es die für Umsatz sorgen) zu verjagen und generall als böse abzustufen udn sie draussen vor der Türe bei Wind und Wetter, frierend stehen zu lassen, weil diese Menschen ein Suchtproblem haben halte ich für Menschenunwürdig. Bin mal gespannt wie weit unser "ehrenwertes" BVG das Grundgesetz verbiegen wird um dem neuen Zeitgeist "Raucherhetze" Rechnung zu tragen. Erst wollte man uns Raucher mit höheren Beiträgen in den KK schrecken. Als sich dann herausstellte das Raucher viel viel weniger Krankheitskosten verursachen als die Nichtraucher die ewig leben und nicht sterben wollen, war das Thema ganz schnell wieder vom Tisch. Die restlichen Spuren hat dann noch die deutsche Hetzpresse verwischt indem das Thema nie wider auf dem Tisch (sprich Tielseiten) kam. Nun hat man als Zugpferd die ach soooo armen Angestellten der Gastronomie gefunden - was ein Glück!Die Nichtraucher sind nunmal bekannt als ungemütliche Zeitgenossen, geizig und auch ansonsten sind sie mir eher unangenehm. Deshalb dürfen sie sich auch nicht wundern das sie kein Wirt haben will. Der Raucher sitzt nach dem Essen noch eine Weile am Tisch raucht sein Zigarettchen und trinkt dazu noch 1 Kaffee oder evt sogar noch 1 Cocnag. Echte Genießer eben. Den Nichtrauchern geht diese Lebensfreude völlig ab - (...) Weil sie in Wirklichkeit total neidisch auf die Raucher sind die saufen, vögeln und eben auch rauchen und dabei auf das gewhine und Gesundheitsgelabere der Nichtraucher pfeifen. Lieber 60 Jahre gelebt haben als 90 Jahre dagewesen zu sein kann ich da nur sagen.Hat jemand mal Feuer bitte?(Anmerkung: Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen, bleiben Sie sachlich und achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/jk)
Raucher kosten der Allgemeinheit nicht nur ihre Gesundheit sondern auch hohe finanzielle Mittel in der Krankenkasse u.s.w..Wegen ihrer Sucht sind sie rücksichtslos und sollten sich in Behandlung begeben (Kostet).
Suchtkranke gehören in eine Entzugsklinik, nicht in die Kneipe.
Raucher kosten der Allgemeinheit nicht nur ihre Gesundheit sondern auch hohe finanzielle Mittel in der Krankenkasse u.s.w..Wegen ihrer Sucht sind sie rücksichtslos und sollten sich in Behandlung begeben (Kostet).
Suchtkranke gehören in eine Entzugsklinik, nicht in die Kneipe.
dass auf Kartbahnen ein Tempolimit von 5km/h gesetzlich festgeschrieben wird.Ist sonst zu gefährlich...Natürlich könnte ich's auch sein lassen, warum sollten sie auf eine ungestörte Feierabendfahrt in meinem Lieblingskartcenter verzichten müssen?usw.
für diesen sachlichen und inhaltlich voll zutreffenden Artikel. Den erwartbaren Kommentaren der Nikotiniker hier im Forum zufolge scheint eine freiwillige Rücksichtnahme wie gehabt völlig ausgeschlossen und ein eindeutiger Auftrag des BVerfG an die Landesgesetzgeber, vorhandene Schlupflöcher in den jeweiligen Gesetzen zu schließen, der einzig gangbare Weg zu sein.
Faszinierend, wie tief Raucher argumentativ sinken können, wenn sie ihre Sucht rechtfertigen wollen. Als wenn das Nichtrauchen unnormal wäre und sich der Nichtraucher gefälligst den Wünschen der Stinker anzupassen hätte. Grotesk.
Argumente? Andere, die nicht die selbe Meinung vertreten, wie man selber, für doof zu halten, ist nicht so besonders originell.___________________________________________________________________
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Argumente? Andere, die nicht die selbe Meinung vertreten, wie man selber, für doof zu halten, ist nicht so besonders originell.___________________________________________________________________
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
"Machmal träume ich allerdings von einem Alkohohlverbot. Denn das
Geschwätz der nach einer gewissen Zeit Betrunkenen geht mir
mittlerweile auf die Nerven, aber mangels Alternativen muss ich es
aushalten. Das dazu, dass Biertrinken im Gegensatz zum Rauchen ja nur
den Einzelnen betrifft und keine Auswirkungen auf andere Gäste hat."Ich finde es immer wieder recht verklaerend, von einer Stoerung der Nichtraucher durch das Rauchen zu reden. Es geht hier nicht darum, dass Leute durch den Qualm beim Genuss von Speisen oder aehnlichem gestoert werden. Es geht hier darum, dass man im oeffentlichen Raum gesundheitlichen Risiken ausgesetzt wird, die sehr gut vermeidbar waeren. Und hier geht es tatsaechlich auch zuvorderst um das Personal in der Gastronomie, das eines gewissen Schutzes bedarf.Wenn aber immer wieder nur darueber diskutiert wird, welch eine Stoerung der Qualm vom Nachbartisch ist, dann ist auch der gedankliche Weg zu Absurditaeten wie Alkoholverbot, und vielleicht sogar einem Verbot von lauter Musik in Kneipen, nicht mehr fern. Letztendlich geht es nicht um eine Diskriminierung von Rauchern. Es geht darum, eine Loesung zu finden, wie Raucher weiterhin ihrem Konsum nachgehen koennen, ohne das ihr Umfeld darunter gesundheitlich leidet.
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