Sorge um Steve Jobs

Der Mann, der gebraucht wird

 |  © Justin Sullivan/Getty Images

Es ist nicht so, dass es Apple an guten Mitarbeitern mangeln würde. Weltweit arbeiten für das Unternehmen mehr als 20.000 Menschen, und das äußerst erfolgreich. 2007 setzte das Unternehmen rund 24 Milliarden Dollar um. Und doch ist ein einzelner Mann in der Lage, den Börsenkurs rapide fallen und steigen zu lassen – und sei es nur durch Berichte über seinen Gesundheitszustand. Nachdem Steve Jobs ankündigte, dass er bis Juni pausieren wolle, sackte die Apple-Aktie um etwa zehn Prozent auf 77 Dollar, den niedrigsten Stand seit Dezember 2006. Wir zeigen die Stationen seiner Karriere.
 

Leser-Kommentare
  1. Jobs macht den Fehler der meisten Autokraten. Er sorgt sich nicht um seine Nachfolge. Seine ganze Karriere ist ein einziger großer Ego-Trip.Jobs hat Apple nach den visionslosen Jahren von Spindler und Amelio wieder ganz nach oben gebracht, wobei aber in der zunehmenden Ausrichtung auf Livestyle-Produkte ein großes Risiko steckt: Mode kommt und geht und verlangt alle paar Monate einen neuen Kitzel.Nur ein Mann mit der Durchsetzungskraft eines Steve Jobs kann alle kreativen Köpfe eines so weit verzweigten Unternehmens wie Apple auf eine Linie bringen.In so fern ist die Sorge durchaus berechtigt, dass eine ernsthafte Erkrankung dieses Mannes das Ende der Apple-Ära bedeuten könnte. Und das wäre für die ganze Computer & Elektronik-Branche eine Katastrophe, obwohl die Apple-Konkurrenz und deren Anhänger das großenteils noch nicht kapieren.

  2. ... für die ganze Branche? Gehts ohne Messiasse wohl nicht?

    Des Pudels Kern liegt nach meiner Überzeugung woanders, wenn man berücksichtigt, dass zugrunde geht, was zugrunde gehen muss: WENN der Rückzug Jobs das Unternehmen quasi mitreisst, dann ist es nur ein Zeichen dafür, dass es wenig Substanz hatte (nur Design langt eben nicht für ein langes "Sein" und dann läuft Apple auch in die Falle, an der auch und vor allem die Medien eifrig mit bastelten, nämlich das Unternehmen unbegründeterweise zu hoch zu schreiben; bei so manchem Kollegen der Journaille fehlte der klare, objektive Blick)

    !!! und DASS die Apple-Blase im Zuge der ganzen überhitzten Finanzblase (mehr Schein als Sein; analog bei Apple: Mehr Design als Sein), zu der sie doch so gut passte (viel Wind um zu wenig), nun eben auch mit weggespült wird.

    Im Moment haben wir die Phase der Decouvrierung. Kein Zufall, dass es Apple eben auch erwischt. Jobs scheint mir schon länger krank gewesen zu sein. Es ist hm seit längrem anzusehen. Aber nun, eben in der Zeit der Entlarvung aller hohlen Philososphien und Geschäfte, kann auch er nicht mehr standhalten. Als kranker Mann zumal nicht. Das Leben ist hart.

    (Nichtsdestotrotz tut es mir um Jobs persönlich natürlich sehr, sehr leid).

    aja, und noch was: Und die Medien sollten aufhören, in einem ja nun wirklich nicht lebensnotwendigen oder gar für das Menschenglück unabdingbaren Bereich wie dem von Computern, Handys, Musikabspielteilen etc. dermaßen nach Heilsbringern zu gieren oder gar solche hochzustilisieren. Jobs ist kein Messias. Und Ipods retten nicht die Welt.

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    zu Ihrer Schönheit? Und der Ipod und der Imac und sonst noch ein paar geniale Designs aus dem Hause Apple machten nun mal die Welt um einiges schöner...

    Schönheit ist ein Evolutionskriterium, jedenfalls was freizeitbetonte Konsumgüter anbetrifft.
    Ich kaufe mir ja auch nicht einen ach so bequemen Fernsehsessel wenn dieser vor hässlicher Funktionalität nur so schmerzt...

    Ich hoffe also inständigst, dass uns die Visionäre dieser Welt nicht alle früh genommen werden, wie zum Beispiel schon mein Lieblingsschriftsteller Douglas Adams... mit 53 Jahren.

    zu Ihrer Schönheit? Und der Ipod und der Imac und sonst noch ein paar geniale Designs aus dem Hause Apple machten nun mal die Welt um einiges schöner...

    Schönheit ist ein Evolutionskriterium, jedenfalls was freizeitbetonte Konsumgüter anbetrifft.
    Ich kaufe mir ja auch nicht einen ach so bequemen Fernsehsessel wenn dieser vor hässlicher Funktionalität nur so schmerzt...

    Ich hoffe also inständigst, dass uns die Visionäre dieser Welt nicht alle früh genommen werden, wie zum Beispiel schon mein Lieblingsschriftsteller Douglas Adams... mit 53 Jahren.

  3. zu Ihrer Schönheit? Und der Ipod und der Imac und sonst noch ein paar geniale Designs aus dem Hause Apple machten nun mal die Welt um einiges schöner...

    Schönheit ist ein Evolutionskriterium, jedenfalls was freizeitbetonte Konsumgüter anbetrifft.
    Ich kaufe mir ja auch nicht einen ach so bequemen Fernsehsessel wenn dieser vor hässlicher Funktionalität nur so schmerzt...

    Ich hoffe also inständigst, dass uns die Visionäre dieser Welt nicht alle früh genommen werden, wie zum Beispiel schon mein Lieblingsschriftsteller Douglas Adams... mit 53 Jahren.

    Antwort auf "Wieso Katastrophe ..."
  4. Wenn man sich nie ernsthaft damit auseinandergesetzt hat, könnte man bei Apple-Produkten sicherlich leicht zu dem Schluss kommen, sie seien einfach nur "hübscher designed" (wie der naive Volksmund spricht und dabei "gutaussehend" denkt).

    Doch bei "Design" es geht es nicht nur um hübsche Gehäuse oder bunte iPods - als Softwareentwickler kann ich beispielsweise rein objektiv beurteilen, dass die Programmierschnittstellen des Mac OS X einfach genial sind. Microsoft dagegen, zeichnete sich immer schon durch äußerst ranzige Programmierschnittstellen aus. Die Integration und die Erweiterungsmöglichkeiten durch das Mac OS X Framework "Cocoa" (basierend auf OpenStep) sind im Mainstream bis heute unerreicht. "Gutes Design" heißt objektiv gesehen eben nicht "gutaussehend" sondern eher "funktional und durchdacht". Man kann zu Apple, Mac und Steve Jobs sicher viel Kritik finden - trotzdem muss man einfach leidenschaftslos zugeben, dass der Erfolg nicht einfach nur auf hübschem Aussehen der Produkte basieren kann; andere haben das geglaubt und sind daran gescheitert.

    Mit Apple würde es sicherlich auch ohne Steve Jobs weitergehen - ich fände es dennoch schade. Bei allen seltsamen Marotten ist er mir als Mensch - gerade in seiner Fehlbarkeit - eigentlich sehr sympathisch. Er scheint definitiv aus seinem Innersten heraus an das zu glauben was er tut - das ist in der IT-Branche eigentlich nicht besonders gängig.

    • o_O
    • 16.01.2009 um 9:42 Uhr

    ... sind doch immer wieder Kommentare, in denen es Andere ja Gott sei Dank besser wissen.

    Ich denke *niemand*, der nicht bei oder (ganz eng) mit Apple zusammenarbeitet kann sich ein Urteil darüber erlauben, wie dort der Führungsstil ist bzw. die Zusammenarbeit abläuft. Die Tatsache, dass diese Firma so begehrenswerte Produkte auf den Markt bringt, dass jedesmal ein riesiger Hype veranstaltet wird, sollte man weder der Firma noch irgendeiner einzelnen Person ankreiden, bzw. diese Fähigkeit solche Produkte zu designen oder zu produzieren irgendjemandem alleine zusprechen.

    Ich denke wäre es *nur* Steve, der dort wie der "Einäugige" unter den Blinden dieses Unternehmen steuern würde, könnte die Firma auch nicht so erfolgreich sein. Ein einziger Mann kann nicht diesen Erfolg produzieren geschweige kontrollieren oder steuern.

    Da gehört schon mehr dazu, als eine einzige Person.

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