Andy Warhol

Der Pop-Art-Papst

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Er fertigte Werbegrafiken und arbeitete als Illustrator. Er produzierte Filme und erklärte Campbell-Suppendosen zu Kunst. In seiner New Yoker Wohn- und Arbeitsstätte, der sogenannten Factory, tummelte sich in den sechziger Jahren die Gegenkultur. Andy Warhol war unter allen Pop-Art-Künstlern der schillerndste. Sein Einfluss reicht bis in die Gegenwart. Aufgewachsen in Pittsburgh, übersiedelte er Ende der vierziger Jahre nach New York. Hier lebte er zunächst von Gelegenheitsjobs, bevor er als Werbegrafiker und Künstler Fuß fasste. Vor allem seine im Siebdruck-Verfahren hergestellten Porträts von Hollywoodstars und anderen Prominenten, aber auch von Selbstmördern und Verbrechern sind Ikonen. Als Vorlagen dienten ihm Presse- und Polaroidfotos. Die Serienproduktion seiner Arbeiten lenkte den Blick vom Motiv zur Machart. Warhol analysierte mit seinen Drucken den american way of life – und war selbst ein Teil davon. Kommerz, Sensationsgier und Trivialkultur überführte er in Kunst.