Parteiausschluss Drohender Clement-Rauswurf entzweit SPD
Ob der Ex-Bundeswirtschaftsminister die Partei tatsächlich verlassen muss, ist fraglich. Schon jetzt aber schürt der Beschluss in der Sozialdemokratie erneut den Streit über ihren Kurs
In der deutschen Sozialdemokratie gehen die Meinungen über den drohenden Partei-Rauswurf von Wolfgang Clement weit auseinander. Der konservative Flügel sagte ihm seine Unterstützung zu und übte scharfe Kritik an der Entscheidung . Vertreter des linken Flügels dagegen hielten den Ausschluss für gerechtfertigt.
Während der SPD-Parteivorsitzende Kurt Beck vorerst schwieg, ergriff sein Stellvertreter und Mitbewerber um die Kanzlerkandidatur 2009, Frank-Walter Steinmeier, indirekt Partei für Clement: "Ich bin froh, dass es in der Volkspartei SPD viele Meinungen gibt - von Wolfgang Clement bis Erhard Eppler". Er verwies ausdrücklich auf Clements Verdienste, nannte dessen Äußerungen jedoch "alles andere als hilfreich".
Auch für SPD-Fraktionschef Peter Struck sind Clements Aussagen im hessischen Wahlkampf "ohne Zweifel ärgerlich". Clement habe aber als Ministerpräsident, als Wirtschafts- und Arbeitsminister "große Verdienste für die SPD erworben", sagte er. Der SPD-Fraktionsvize Joachim Poß warnte vor einem innerparteilichen "Glaubenskrieg".
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ludwig Stiegler, sprach von einer "krassen Fehlentscheidung". Zwar habe Clement Fehler gemacht . "Aber das, was er getan hat, rechtfertigt nach 40 Jahren Arbeit für die SPD nicht einen Parteiausschluss." Auch Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) übte Kritik am Vorgehen der nordrhein-westfälischen Genossen: "Die Weisheit dieser Entscheidung erschließt sich mir nicht."
Nur wenige Sozialdemokraten begrüßten die Düsseldorfer Entscheidung. SPD-Bundesvorstandsmitglied Hermann Scheer sagte: "Mit seinem Namen und seiner Reputation als ehemaliger SPD-Vize und Bundesminister hat Clement eine Woche vor einer Landtagswahl dazu aufgerufen, nicht die SPD zu wählen." Damit habe er der "Partei bewusst geschadet".
Johano Strasser, Mitglied der SPD-Grundwertekommission, warf Clement "Illoyalität gegenüber der Partei" vor. Clement sei mittlerweile "Industrielobbyist", sagte er. Aus dieser Position heraus habe er dazu aufgerufen, Ypsilanti in Hessen nicht zu wählen. "Das kann keine Partei hinnehmen."
- Datum 20.10.2008 - 08:20 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Die Wähler haben jetzt die Möglichkeit genau zu verfolgen, welche SPD Abgeordneten hier Stellung für Clement beziehen! Ich jedenfalls habe bereits den Abgeordneten meines Wahlkreises
daraufhin überprüft und werde mir genau überlegen wem ich bei der
Bundestagswahl 2009 meine Erststimme gebe.
Interessant wird es auch werden, zu sehen wie sich Kommunal- und Landespolitiker hierzu äußern. Dann kann man sich ein Bild davon machen, ob man die SPD wenigstens auf Landes-, und Kommunalebene noch wählen kann, oder ob man auch hier einer anderen Partei den Vorzug gibt._________________________________________________________________
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Interessant wird es auch werden, zu sehen wie sich Kommunal- und Landespolitiker hierzu äußern. Dann kann man sich ein Bild davon machen, ob man die SPD wenigstens auf Landes-, und Kommunalebene noch wählen kann, oder ob man auch hier einer anderen Partei den Vorzug gibt._________________________________________________________________
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Das Verhalten Clements und auch die Politik für die er steht stehen zu Recht in einem zweifelhaften Ruf, jedoch lässt das Parteiausschlussverfahren noch viel tiefer den Blick in eine engstirnig verspießte Partei zu, die sich nicht mehr hinter ihrem offenkundigen und inhaltsleeren Populismus verstecken kann, der letztlich auch Politiker wie Clement überhaupt erst auf den Schild gehoben hat. Vermutlich ist das der Hauptgrund, warum die Linken ihn nicht ausstehen können, er hat Ihnen den Spiegel vorgehalten!Hier wird offenkundig das beide Seiten wie die zwei Seiten einer Münze zusammengehören und im Grunde völlig sinnentlehrte Politik allein auf Machtgewinn ausgerichtete Politik betreiben.Die Partei ist dermaßen marode, dass sie sich anscheinend nur noch auf das schlechteste ihrer "Potentiale" einigen kann.Berthold Grabe
das hat er nun zum zweiten Mal gezeigt. Das erste Mal wurde es offensichtlich, als er bei der Diskussion um die Agenda -Politik mit dem Verlassen der Partei drohte. Hier sprach wohl der Aufsichtsratsvorsitzende der Zeitarbeitsfirma durch den Mund des "SPD-Politikers". Diesmal vertritt er die Interessen eines Energie-Riesen, der durch seine Quasi-Monopol-Stellung auf dem Markt sich ohnehin schon an wehrlosen Bürgern schamlos bereichern kann. Offensichtlicher geht es kaum. Wie tief die Medien in Bezug auf Berichterstattung gesunken sind, zeigt sich daran, dass die Aufsichtsrats-Posten des Herrn Clement von der Presse kaum thematisiert werden. Die eigentliche Aufgabe der Medien, als "Vierte Gewalt", ein Auge auf mögliche Machenschaften der Machthaber zu werfen, ist längst zur reinen Propaganda-Industrie verkommen.Und da unsere Politiker wieder und wieder über sich selbst in der Zeitung lesen, wie sinnvoll und wie gut ihre menschenverachtende Politik ist, wird Selbstkritik auch nicht gerade gefördert. Es ist ein geschlossener Kreis, was die Bürger wirklich von ihren Politikern denken, dringt nicht mehr durch._________________________________________________________________
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
das hat er nun zum zweiten Mal gezeigt. Das erste Mal wurde es offensichtlich, als er bei der Diskussion um die Agenda -Politik mit dem Verlassen der Partei drohte. Hier sprach wohl der Aufsichtsratsvorsitzende der Zeitarbeitsfirma durch den Mund des "SPD-Politikers". Diesmal vertritt er die Interessen eines Energie-Riesen, der durch seine Quasi-Monopol-Stellung auf dem Markt sich ohnehin schon an wehrlosen Bürgern schamlos bereichern kann. Offensichtlicher geht es kaum. Wie tief die Medien in Bezug auf Berichterstattung gesunken sind, zeigt sich daran, dass die Aufsichtsrats-Posten des Herrn Clement von der Presse kaum thematisiert werden. Die eigentliche Aufgabe der Medien, als "Vierte Gewalt", ein Auge auf mögliche Machenschaften der Machthaber zu werfen, ist längst zur reinen Propaganda-Industrie verkommen.Und da unsere Politiker wieder und wieder über sich selbst in der Zeitung lesen, wie sinnvoll und wie gut ihre menschenverachtende Politik ist, wird Selbstkritik auch nicht gerade gefördert. Es ist ein geschlossener Kreis, was die Bürger wirklich von ihren Politikern denken, dringt nicht mehr durch._________________________________________________________________
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Interessant wird es auch werden, zu sehen wie sich Kommunal- und Landespolitiker hierzu äußern. Dann kann man sich ein Bild davon machen, ob man die SPD wenigstens auf Landes-, und Kommunalebene noch wählen kann, oder ob man auch hier einer anderen Partei den Vorzug gibt._________________________________________________________________
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
das hat er nun zum zweiten Mal gezeigt. Das erste Mal wurde es offensichtlich, als er bei der Diskussion um die Agenda -Politik mit dem Verlassen der Partei drohte. Hier sprach wohl der Aufsichtsratsvorsitzende der Zeitarbeitsfirma durch den Mund des "SPD-Politikers". Diesmal vertritt er die Interessen eines Energie-Riesen, der durch seine Quasi-Monopol-Stellung auf dem Markt sich ohnehin schon an wehrlosen Bürgern schamlos bereichern kann. Offensichtlicher geht es kaum. Wie tief die Medien in Bezug auf Berichterstattung gesunken sind, zeigt sich daran, dass die Aufsichtsrats-Posten des Herrn Clement von der Presse kaum thematisiert werden. Die eigentliche Aufgabe der Medien, als "Vierte Gewalt", ein Auge auf mögliche Machenschaften der Machthaber zu werfen, ist längst zur reinen Propaganda-Industrie verkommen.Und da unsere Politiker wieder und wieder über sich selbst in der Zeitung lesen, wie sinnvoll und wie gut ihre menschenverachtende Politik ist, wird Selbstkritik auch nicht gerade gefördert. Es ist ein geschlossener Kreis, was die Bürger wirklich von ihren Politikern denken, dringt nicht mehr durch._________________________________________________________________
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Jetzt schlagen die Wellen der Empörung bei den rechten Genossen hoch und die linken feixen sich eins. Was lernen wiir denn nun aus diesem Konflikt?Erstens: Im Fall Hessenwahl hat Clement übel Foul gespielt und das als Vertreter des konservativen Flügels, der einer unliebsamen, politischen Gegnerin eins auswischen wollte. Das nennt man parteischädigend. Punkt und dafür gibt es in jeder Partei entsprechende Konsequenzen und Regularien. Da spielt es für mich auch keine Rolle, welche angeblichen Verdienste sich der Promi-Genosse erarbeitet haben soll. Die politische Auseinandersetzung mit Gegnern hat eben auch Spielregeln und erst recht parteiintern. Die hat Clement wissentlich missachtet. Deshalb sind die Konsequenzen für mich nur logisch und nötig.Zweitens: Und jetzt wird es interessant. Mit Wolfgang Clement hat ein politisches Schwergewicht der SPD, als Vertreter des wirtschaftsorientierten Flügels, Zwietracht unter den Genossen gesät, in dem er auf so unverfrorene Weise und vielleicht wahlkampfentscheidend, den eigenen Genossen vors Schienbein getreten hat. Über das Echo darf er sich nun nicht wundern, weil jetzt alte und nicht bewältigte Konflikte im Zusammenhang mit seiner Rolle in Schröders-Regierungszeiten aufbrechen. Die neo-liberale Politik holt die SPD nun wieder ein und zeigt uns, dass die Genossen nicht an einem Strang gezogen haben, als es darum ging, sie durchzusetzen. Viele haben halt nur die Faust in der Tasche geballt. Viele haben ihrer SPD aber auch den Rücken gekehrt und sind zu den Linken gewechselt. Der Konflikt ist aber nocht nicht ausgestanden und man hat vielmehr den Eindruck, dass die bröckelnde SPD eher dabei ist, sich gänzlich selbst zu zerstören. Keiner hat den Mumm Fehler einzugestehen und mit klarer Ausrichtung die inhaltliche Linie vorzugebenen. Statt dessen hampelt ein Kurt Beck in Sachen Zusammenarbeit mit den Linken "ja" oder "nein" jämmerlich herum und verspielt die letzte Glaubwürdigkeit der gegenwärtigen SPD-Elite. Die Folgen der Clement-Diskussion stürzt die SPD in parteiinternen Streit, der erst mal ausgestanden werden muss. Die Folgen der Agenda-Politik hat die SPD mitnichten bewältigt. Und die gegenwärtige Führungsriege macht eher nicht den Eindruck, als wenn sie da stabilisierend und richtungsweisend agieren könnte.Fazit: Die ehemalige Volkspartei droht sich selbst zu eliminieren. Und das vor den anstehenden Wahlen!!!Schöne Aussichten auf Wahlerfolge.....
Gebe Ihnen vollkommen recht, sehe allerdings die Konflikte, die in der SPD ausbrechen nicht nur negativ. Sie sind eine wahre Chance.Voraussetzung ist allerdings, daß sich eine Persönlichkeit in der Partei findet, die die Konflikte lösen und nicht nur vertagen kann. Dann könnten sie der Ursprung einer SPD mit einer klaren sozialen Philosophie werden.Der Rausschmiss von Wofgang Clement ist ein erster Schritt, Konflikte zu lösen. Denn wenn einer so wie er den eigenen Leuten aus purem Opportunismus in den Rücken fällt kann man ihn nicht in der Partei behalten. So einer vergiftet das Klima.
Gebe Ihnen vollkommen recht, sehe allerdings die Konflikte, die in der SPD ausbrechen nicht nur negativ. Sie sind eine wahre Chance.Voraussetzung ist allerdings, daß sich eine Persönlichkeit in der Partei findet, die die Konflikte lösen und nicht nur vertagen kann. Dann könnten sie der Ursprung einer SPD mit einer klaren sozialen Philosophie werden.Der Rausschmiss von Wofgang Clement ist ein erster Schritt, Konflikte zu lösen. Denn wenn einer so wie er den eigenen Leuten aus purem Opportunismus in den Rücken fällt kann man ihn nicht in der Partei behalten. So einer vergiftet das Klima.
ganz im Gegensatz zu den Artikeln der Zeit einige erhellende Hintergrund-Informationen enthaltenhttp://www.nachdenkseiten...http://www.nachdenkseiten...__________________________________________________________________
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Sollte es zu einem Ausschluss Clements kommen, ist zu vermuten, dass es u.U. zu einem Putschversuch gegen Kurt Beck kommt, der, sollte er scheitern, vermutlich medienwirksam inszenierte Massenaustritte zur Folge hat. Ich persönlich glaube jedoch, dass das der SPD alles andere als schaden würde.
Wieso Putsch gegen den Problembären? Kurti hat rasiert oder unrasiert doch schon längere Zeit nix mehr zu melden. Der wird nur noch gebraucht um die Massse des roten Stimmviehs bei Laune zu halten. Schröders graue Eminenz und Tante Merkels treuer roter Knecht, Steinmeier ist schon als schon als Pseudo-Kanzlershowkandidat gehandelt. Wegen Clement gibts garantiert keine Massenaustritte aus der SPD. Seltsamerweise droht ja der Seeheimer Kreis und die alten Komplizen und Spiessgesellen der Gas-Gerd Gang ja auch nicht mit SPD Austritten , sondern haben seit gestern alle Propagandaschleussen für Clement geöffnet.Ich find es durchaus belustigend, das an vorderster Propagandafront der Journaille Blätter aktiv sind, denen ich bisher keine Affinität zur SPD unterstellt hätte.
Wieso Putsch gegen den Problembären? Kurti hat rasiert oder unrasiert doch schon längere Zeit nix mehr zu melden. Der wird nur noch gebraucht um die Massse des roten Stimmviehs bei Laune zu halten. Schröders graue Eminenz und Tante Merkels treuer roter Knecht, Steinmeier ist schon als schon als Pseudo-Kanzlershowkandidat gehandelt. Wegen Clement gibts garantiert keine Massenaustritte aus der SPD. Seltsamerweise droht ja der Seeheimer Kreis und die alten Komplizen und Spiessgesellen der Gas-Gerd Gang ja auch nicht mit SPD Austritten , sondern haben seit gestern alle Propagandaschleussen für Clement geöffnet.Ich find es durchaus belustigend, das an vorderster Propagandafront der Journaille Blätter aktiv sind, denen ich bisher keine Affinität zur SPD unterstellt hätte.
Gebe Ihnen vollkommen recht, sehe allerdings die Konflikte, die in der SPD ausbrechen nicht nur negativ. Sie sind eine wahre Chance.Voraussetzung ist allerdings, daß sich eine Persönlichkeit in der Partei findet, die die Konflikte lösen und nicht nur vertagen kann. Dann könnten sie der Ursprung einer SPD mit einer klaren sozialen Philosophie werden.Der Rausschmiss von Wofgang Clement ist ein erster Schritt, Konflikte zu lösen. Denn wenn einer so wie er den eigenen Leuten aus purem Opportunismus in den Rücken fällt kann man ihn nicht in der Partei behalten. So einer vergiftet das Klima.
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