Familienförderung "Für arme Kinder tun wir zu wenig"

Die Ökonomin Irene Becker hält die CDU-Pläne zum Kindergeld für den falschen Weg. Sie fordert stattdessen eine Grundsicherung für Kinder, besonders aus einkommensschwachen Familien

Mutter und Kind: Die Regierung will das Kindergeld erhöhen, die SPD die Kinderbetreuung verbessern. Doch Experten bezweifeln den Sinn der Konzepte.

Mutter und Kind: Die Regierung will das Kindergeld erhöhen, die SPD die Kinderbetreuung verbessern. Doch Experten bezweifeln den Sinn der Konzepte.

ZEIT ONLINE: Frau Becker, die Große Koalition will den Familien ab dem kommenden Jahr mehr Kindergeld zahlen. Eine gute Idee?

Irene Becker: Ich kritisiere das nicht. Man sollte nur nicht hoffen, dass dadurch das Armutsrisiko der Kinder in Deutschland merklich sinkt.

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ZEIT ONLINE: Warum nicht?

Becker: Eine Erhöhung des Kindergeldes beseitigt die Kinderarmut nicht. Es werden große Summen bewegt, aber sie kommen nicht bei denen an, die es brauchen. Wir haben unlängst berechnet, was der Zuwachs beim Kindergeld in den Jahren 1998 und 2003 den armen Familien gebracht hat. In dieser Zeit stieg der Betrag immerhin um 40 Euro. Das Armutsrisiko sank jedoch nur um 1,8 Prozentpunkte. Das heutige System kann Kinderarmut nicht verhindern.

ZEIT ONLINE: Teile der SPD wollen deshalb die Kinderbetreuung ausbauen statt die Transfers zu erhöhen.

Becker: Auch das greift zu kurz. Man kann nicht das eine fördern zulasten des anderen. Wir brauchen beides: einen Ausbau der Infrastruktur und ein Transfersystem, das den Kindern zugutekommt, die wirklich finanzielle Unterstützung brauchen. Außerdem hätten die heutigen Schüler nichts davon, wenn man die vorschulische Bildung verbessert. So etwas wirkt erst nach Jahren. Die neuen Turnschuhe für den Fußballverein brauchen sie jetzt.

ZEIT ONLINE: Das klingt nach einem Slogan, der früher auf linken Demos erklang: „Alles für alle – und zwar sofort“. Die Haushaltsmittel sind aber knapp.

Becker: Ja. Aber wenn die Regierung das Ziel ernst nimmt, Kinder aus der Armut zu holen, muss sie mehr Geld für die unteren Einkommensschichten in die Hand nehmen. Das muss nicht zwangsläufig zulasten der Haushaltskonsolidierung gehen, wenn man das Geld anders verteilt.

ZEIT ONLINE: Die geplante Kindergelderhöhung hat immerhin ein Volumen von mehr als zwei Milliarden Euro.

Leser-Kommentare
  1. ....da ja so viele am liebsten sowenig staatliche Eingriffe zulassen möchten wie möglich... wie währe es denn, wenn die Löhne endlich mal so hoch sind das die Menschen davon leben können... ohne staatliche Krücken? Dann könnte man auch sehen wie die wirkliche Kalkulationsbasis der schlecht zahlenden Unternehmen aussieht. Diese lassen ja sich sonst die Profite noch durch staatliche zuschüsse via die zu tiefen Löhne finanzieren und dann wandert das Geld wieder zu den Aktionären...Für mich sind Löhne die das immer mehr zunehmende Heer der sogeannten "working poor" immer grösser werden lassen einem so reichen Land nicht würdig... oder ist etwa doch der Reichtum nicht gerecht verteilt? ---------------------------
    "...wenn ich den armen zu Essen geben werde ich zum Heiligen. Wenn ich frage warum sie nicht's zu Essen haben schimpfen sie mich Kommunist...".

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    Ein Mindestlohn von 7,50€, ja selbst von 10€ genügt, damit ein Alleinstehender davon leben kann. Eine Familie mit 2 Kindern hingegen bleibt in jedem Falle unter dem Existenzminimum und ist auf zusätzliche Unterstützung angewiesen, so oder so. Der Spruch "Eine Arbeit, von der man nicht leben kann, ist nicht wert, getan  zu werden" ist daher völlig unsinnig - nach dieser Logik müßten viele Geringverdiener, mit oder ohne Mindestlohn, sofort aufhören zu arbeiten, da sie ohnehin auf zusätzliche Unterstützung angewiesen sind. Nein: gerechte Löhne gibt es nicht. Wieviel eine Arbeit wert ist, kann nur davon abhängen, wer bereit ist, dafür zu bezahlen.  Sie schimpfen wie so viele heutzutage auf "die Unternehmen", deren Aktionäre sich angeblich die Taschen vollstopfen. Das Problem ist aber: jeder Unternehmer will etwas verdienen - sonst unternimmt er nämlich GAR NICHTS (wie im Komunismus). Wenn Aktien so reich machen, warum decken Sie sich nicht ein damit? Weil das riskant ist, weil das Unternehmen auch in Schieflage geraten kann. Die Konkurrenz, einheimisch wie aus Übersee, wird nämlich einen allzu konfortablen Preis in der Regel nicht zulassen - wer sich die Taschen vollstopft, der wird unterboten und ist irgendwann weg vom Fenster. Das ist das Grundprinzip der Marktwirtschaft. Nur in natürlichen Monopolbereichen - wie der Energiewirtschaft - ist es außer Kraft, weshalb der Staat hier regulierend eingreift.Letztlich entscheidet der Verbraucher. Wir alle sind Arbeitgeber, bei jedem Einkauf, bei jeder Tätigkeit im Haus, bei jedem Friseurgang: was uns zu teuer ist, das kaufen wir nicht, und der Hersteller, der Händler macht weniger Umsatz - also braucht er niemanden anstellen. Da hilft kein Lamentieren, kein Schimpfen auf die bösen Unternehmen: wenn uns, den Konsumenten, eine Dienstleistung den Preis nicht wert ist, dann kaufen wir sie nicht. Und die Leistung, die ein Geringqualifizierter anzubieten hat, ist uns oft schlichtweg keinen Mindestlohn von (incl. Arbeitgeberanteilen) 10€ und mehr wert. Geringe Einkommen aufzustocken - oder staatlicherseits Nachfrage nach bestimmten Tätigkeiten schaffen, etwa im Pflegebereich - ist Sache der Solidargemeinschaft, also des Staates, und nicht der Unternehmen. Mindestlöhne (und HartzIV ist faktisch schon einer, übrigens ein für Eltern wesentlich höherer als für Kinderlose) bewirken nur, daß es mehr Arbeitslose gibt, die voll unterstützt werden müssen, und daß volkswirtschaftlich sinnvolle Arbeit liegenbleibt. Deshalb sind intelligente Kombilöhne tausendmal sinnvoller als Mindestlöhne.

    Ein Mindestlohn von 7,50€, ja selbst von 10€ genügt, damit ein Alleinstehender davon leben kann. Eine Familie mit 2 Kindern hingegen bleibt in jedem Falle unter dem Existenzminimum und ist auf zusätzliche Unterstützung angewiesen, so oder so. Der Spruch "Eine Arbeit, von der man nicht leben kann, ist nicht wert, getan  zu werden" ist daher völlig unsinnig - nach dieser Logik müßten viele Geringverdiener, mit oder ohne Mindestlohn, sofort aufhören zu arbeiten, da sie ohnehin auf zusätzliche Unterstützung angewiesen sind. Nein: gerechte Löhne gibt es nicht. Wieviel eine Arbeit wert ist, kann nur davon abhängen, wer bereit ist, dafür zu bezahlen.  Sie schimpfen wie so viele heutzutage auf "die Unternehmen", deren Aktionäre sich angeblich die Taschen vollstopfen. Das Problem ist aber: jeder Unternehmer will etwas verdienen - sonst unternimmt er nämlich GAR NICHTS (wie im Komunismus). Wenn Aktien so reich machen, warum decken Sie sich nicht ein damit? Weil das riskant ist, weil das Unternehmen auch in Schieflage geraten kann. Die Konkurrenz, einheimisch wie aus Übersee, wird nämlich einen allzu konfortablen Preis in der Regel nicht zulassen - wer sich die Taschen vollstopft, der wird unterboten und ist irgendwann weg vom Fenster. Das ist das Grundprinzip der Marktwirtschaft. Nur in natürlichen Monopolbereichen - wie der Energiewirtschaft - ist es außer Kraft, weshalb der Staat hier regulierend eingreift.Letztlich entscheidet der Verbraucher. Wir alle sind Arbeitgeber, bei jedem Einkauf, bei jeder Tätigkeit im Haus, bei jedem Friseurgang: was uns zu teuer ist, das kaufen wir nicht, und der Hersteller, der Händler macht weniger Umsatz - also braucht er niemanden anstellen. Da hilft kein Lamentieren, kein Schimpfen auf die bösen Unternehmen: wenn uns, den Konsumenten, eine Dienstleistung den Preis nicht wert ist, dann kaufen wir sie nicht. Und die Leistung, die ein Geringqualifizierter anzubieten hat, ist uns oft schlichtweg keinen Mindestlohn von (incl. Arbeitgeberanteilen) 10€ und mehr wert. Geringe Einkommen aufzustocken - oder staatlicherseits Nachfrage nach bestimmten Tätigkeiten schaffen, etwa im Pflegebereich - ist Sache der Solidargemeinschaft, also des Staates, und nicht der Unternehmen. Mindestlöhne (und HartzIV ist faktisch schon einer, übrigens ein für Eltern wesentlich höherer als für Kinderlose) bewirken nur, daß es mehr Arbeitslose gibt, die voll unterstützt werden müssen, und daß volkswirtschaftlich sinnvolle Arbeit liegenbleibt. Deshalb sind intelligente Kombilöhne tausendmal sinnvoller als Mindestlöhne.

  2. Wieder zeigt sich, wie eng der Horizont vieler sog. Sozialwissenschaftler gestrickt ist. Sie sehen die Symptome einer Krankheit und fordern, an selbigen herzumzudoktern; die Ursachen werden vernachlässigt, und die Krankheit wird immer schlimmer. Dabei zeigen viele Untersuchungen, daß weniger materielle als geistig-soziale Armut das Grundproblem "armer" Familien ist. Die materielle Armut (die ohnehin nur relativ definiert ist) ist in der Regel nicht die Ursache, sondern die Folge der geistig-sozialen. Daß gerade Alleinerziehende so oft "arm" sind, liegt zu erheblichen Teilen daran, daß von Haus aus armutsgefährdete Frauen verhältnismäßig viele Kinder bekommen - und daß HartzIV starke Anreize setzt, nicht offiziell mit dem Erzeuger zusammenzuleben. Man bleibt "alleinerziehend", weil dann erstens dem zweiten Elternteil das ALGII nicht gekürzt wird und zweitens die Mutter den sog. "Alleinerziehendenzuschlag" erhält. "Armen" Eltern mit der Gießkanne Geld zu geben hilft häufig nicht, ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Denn vielen mangelt es an ganz anderen Dingen: Zuwendung, Aufmerksamkeit, kluge Erziehung, auch Begabung (geistige und soziale Fähigkeiten werden nun mal teilweise vererbt). Oft können die Eltern, speziell mit Blick auf ihre Kinder, mit Geld nicht sinnvoll umgehen - es wird nicht in gesundes Essen und Bildung investiert, sondern in Zigaretten, Flachbildschirme, Autos, Urlaubsreisen. Fatal ist, daß die "Grundsicherung" ein neuer, starker Anreiz gerade für solche Menschen, speziell für Frauen mit geringer Qualifikation sein könnte, Kinder in die Welt zu setzen. Jedenfalls dann, wenn sie im Ergebnis über das heutige Hartz-IV-Niveau (Existenzminimum)  hinausgeht. Denn sie räumt in der Praxis den Eltern größere finanzielle Spielräume auch für sich selbst ein und verführt gerade die ungeeignetsten, oft sehr jungen Frauen, sich eine heile Familie zu erträumen. Genauso kurzsichtig ist umgekehrt die Vorstellung, "reiche" Familien hätten ja gar keine Unterstützung "nötig". In der Praxis haben die Eltern einer Mittelstandsfamilie mit 4 Kindern oft weniger Geld zur freien Verfügung als eine vergleichbare Hartz-IV-Empfänger-Familie. Doch selbst, wenn das nicht der Fall ist, vergleichen sich diese Eltern nicht mit einem HartzIV-ler. Sondern mit ihren kinderarmen Kollegen und Freunden. Dieser Vergleich fällt dermaßen vernichtend aus, daß in solchen Familien hohe Kinderzahlen die absolute Ausnahme sind. Die wären aber notwendig, um den hohen Anteil Kinderloser auszugleichen. Kern allen Übels ist die Idee, "Familienförderung" sei eine "Sozialleistung" und müsse "arme" Kinder unterstützen. In Wahrheit werden Familien, genauer: Mittelschichtfamilien, in unserem Staat in vielfältiger Weise ausgebeutet. Denn die Früchte ihrer Erziehungsleistungen (Steuern, Beiträge von morgen) sind sozialisiert, der Aufwand aber verbleibt den Eltern. Deshalb ist sowohl im Erwerbs-als auch im Rentenalter der Lebensstandard von Eltern weit geringer als der vergleichbarer Kinderloser, obgleich es ihre Kinder sind, die den Lebensabend der Kinderlosen finanzieren. Von Kindern profitiert, wer keine hat. Das ist eine moderne Form des Diebstahls, und ihn zu beenden ist keine Gnade des Staates, sondern eine Frage der Gerechtigkeit. Not täte eine horrizontale Umverteilung: das persönlich Verfügare Einkommen darf nicht von der Kinderzahl abhängen! Zunächst einmal müssen nicht Kinder, sondern Eltern bessergestellt werden, und nicht alle, sondern die heute benachteiligten. Ein Chefarzt mit 3 Kindern ist zu stellen wie ein kinderloser Chefarzt, unter Berücksichtigung des Betreuungsaufwands (meist: nicht oder teilzeit arbeitende Mutter). Dazu ist vom kinderlosen Oberarzt auf seine Kollgen umzuverteilen, so daß beide sich gleichstehen und Kinder keinen wirtschaftlichen Nachteil mehr darstellen. Diese Gleichtstellung muß auf allen Ebenen erfolgen, bis hinunter  zum Hilfsarbeiter. Das würde die Geburtenrate in den Mittelschichten in die Höhe schnellen lassen, damit den Anteil von Kindern aus "guten" Elternhäusern am Gesamtnachwuchs, damit die Erwerbschancen der nächsten Generation -- welche unter anderem die Unterstützung für die Bedürftigeren der eigenen und der anderen Generationen zu finanzieren hat. Dann kann man in einem zweiten Schritt, wenn man möchte, die vertikale Umverteilung ändern und "ärmere" Menschen besser fördern. Im Gegensatz  zu heute treffen dann aber die Kosten dafür den kinderlosen Oberarzt genauso wie den mit 4 Kindern, und es profitiert die Verkäuferin mit Kindern genauso stark wie die Verkäuferin ohne Kinder.  Das "Gießkannenprinzip" hingegen würde die Grundprobleme - absolut wenige Kinder in den Mittelschichten, relativ viele im Prekariat, viele Alte, wenig Junge - von Generation zu Generation noch weiter verschärfen. In der Praxis sind wir schon heute an dem Punkt angelangt, wo die Mittelschicht nicht mehr imstande ist, das gewachsene Prekariat mit Geld "ruhigzustellen". Und dabei steht die große demographische Herausforderung, der Überhang an Alten, die ebenfalls von dieser Mittelschicht versorgt werden wollen, erst noch ins Haus. Noch leben wir insofern in der besten aller Welten - aber bis 2030 wird sich der Wind radikal drehen.[Anm.: Bitte vermeiden Sie herabwürdigende Pauschalaussagen. Vielen Dank. /Die Redaktion pt.]

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    • ttob
    • 07.08.2008 um 11:34 Uhr

    "Ein Chefarzt mit 3 Kindern ist zu stellen wie ein kinderloser Chefarzt, unter Berücksichtigung des Betreuungsaufwands (meist: nicht oder teilzeit arbeitende Mutter). Dazu ist vom kinderlosen Oberarzt auf seine Kollgen umzuverteilen, so daß beide sich gleichstehen und Kinder keinen wirtschaftlichen Nachteil mehr darstellen. Diese Gleichtstellung muß auf allen Ebenen erfolgen, bis hinunter zum Hilfsarbeiter."Eine Super Idee, nur wie willst du die umsetzen? Der Betreuungsaufwand beträgt (zumindest bis Kindergartenalter) etwa 50% (beide Elternteile arbeiten Halbzeit). Ein solcher Oberarzt wäre also entweder nur noch 50% der Zeit im Betrieb, für das selbe Gehalt seines Kollegen oder würde viel mehr verdienen für die selbe Arbeitszeit (um die Betreuung+Steuern+Abgaben zu finanzieren). Die Folge wäre, dass junge Leute (mit Familienaussicht oder Kind) signifikant verschlechterte Einstellungschancen hätten. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, wenn gar kein Single-Oberarzt da ist, der sein Gehalt für eine solche Umverteilung zur Verfügung stellt. Was machst du dann?Fazit: Du müsstest Mindestgehälter in Abhängigkeit der Kinderanzahl festlegen, würde dir das gefallen? Gegen Mindestlöhne bist du ja scheinbar, wenn ich deine anderen Postings lese, oder?

    • ali-ch
    • 07.08.2008 um 15:44 Uhr

    Arme Frauen sollten überhaupt keine Kinder kriegen dürfen.
    Oder nur ausnahmsweise, auf Antrag. Nach einer erbbiologischen Untersuchung kann dann allenfalls eine Befruchtung erfolgen.
    Sehr einfach kann der Besuch der ArGe verbunden mit einer Grativitationsoptimierung - oder was man sich sonst noch für ein schönes Wort dafür erfinden kann.

    Wenn es schon nicht funktioniert. Statt ab- wurde dieser menschenverachtende Kommentar aufgewertet!!!________________________________________________________________

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

    wenn sie die Nation schon mit einem Volkskörper gleichsetzen, und gesellschaftliche Probleme mit Krankheit gleichsetzen, warum denken sie den Gedanken nicht zu Ende?!Der Körper entledigt sich der Zellen, die keinen Nutzen für den Körper erfüllen.Warum dann nicht Soylent Green anstatt Rente, meinetwegen in drei Geschmacksrichtungen:Elite, Normal und Hartz IV....Das ist durchaus nicht meine Ideologie, ich will nur aufzeigen, wohin eine Denkweise, wie die Ihre führt...._________________________________________________________________

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

    • ttob
    • 07.08.2008 um 11:34 Uhr

    "Ein Chefarzt mit 3 Kindern ist zu stellen wie ein kinderloser Chefarzt, unter Berücksichtigung des Betreuungsaufwands (meist: nicht oder teilzeit arbeitende Mutter). Dazu ist vom kinderlosen Oberarzt auf seine Kollgen umzuverteilen, so daß beide sich gleichstehen und Kinder keinen wirtschaftlichen Nachteil mehr darstellen. Diese Gleichtstellung muß auf allen Ebenen erfolgen, bis hinunter zum Hilfsarbeiter."Eine Super Idee, nur wie willst du die umsetzen? Der Betreuungsaufwand beträgt (zumindest bis Kindergartenalter) etwa 50% (beide Elternteile arbeiten Halbzeit). Ein solcher Oberarzt wäre also entweder nur noch 50% der Zeit im Betrieb, für das selbe Gehalt seines Kollegen oder würde viel mehr verdienen für die selbe Arbeitszeit (um die Betreuung+Steuern+Abgaben zu finanzieren). Die Folge wäre, dass junge Leute (mit Familienaussicht oder Kind) signifikant verschlechterte Einstellungschancen hätten. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, wenn gar kein Single-Oberarzt da ist, der sein Gehalt für eine solche Umverteilung zur Verfügung stellt. Was machst du dann?Fazit: Du müsstest Mindestgehälter in Abhängigkeit der Kinderanzahl festlegen, würde dir das gefallen? Gegen Mindestlöhne bist du ja scheinbar, wenn ich deine anderen Postings lese, oder?

    • ali-ch
    • 07.08.2008 um 15:44 Uhr

    Arme Frauen sollten überhaupt keine Kinder kriegen dürfen.
    Oder nur ausnahmsweise, auf Antrag. Nach einer erbbiologischen Untersuchung kann dann allenfalls eine Befruchtung erfolgen.
    Sehr einfach kann der Besuch der ArGe verbunden mit einer Grativitationsoptimierung - oder was man sich sonst noch für ein schönes Wort dafür erfinden kann.

    Wenn es schon nicht funktioniert. Statt ab- wurde dieser menschenverachtende Kommentar aufgewertet!!!________________________________________________________________

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

    wenn sie die Nation schon mit einem Volkskörper gleichsetzen, und gesellschaftliche Probleme mit Krankheit gleichsetzen, warum denken sie den Gedanken nicht zu Ende?!Der Körper entledigt sich der Zellen, die keinen Nutzen für den Körper erfüllen.Warum dann nicht Soylent Green anstatt Rente, meinetwegen in drei Geschmacksrichtungen:Elite, Normal und Hartz IV....Das ist durchaus nicht meine Ideologie, ich will nur aufzeigen, wohin eine Denkweise, wie die Ihre führt...._________________________________________________________________

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

    • Rellem
    • 07.08.2008 um 10:01 Uhr

    Hi @ll
    Die Crux ist, das es in D-Land keine Familienpolitik gibt, stattdessen herrscht Ideologie auf breiter Front.
    Das fängt schon mal mit dem zuständigen Ministerium an, was sich für alle zuständig fühlt, ausser für Männer.
    Das aus Männern mal Väter werden, ist in der gegenwärtigen "Familienpolitik" Schlichtweg nicht vorgesehen und die "Alleinerziehende Mutter" wird quasi als Göttin verehrt, während die Väter als Erzeuger disqualifiziert werden.
    Wer möchte das es in Deutschland mehr Kinder gibt, der wird nicht darumkommen unser restlos femminisiertes Kindschafts und Unterhalts-Unrecht gründlich zu ändern, es geht auch nicht an das jährlich tausende Kinder straffrei getötet werden dürfen ohne das der betreffende Vater jemals um Erlaubnis gefragt werden braucht.
    Für jeden Mann der wissen möchte was einem blühen kann wenn er in Deutschland heiratet
    www.trennungsfaq.de
    Mehr Geld?
    Nützt nichts, die einzigen die einen unmittelbaren Nutzen daraus ziehen, sind die eingewanderten Großfamillien die die zusätzliche Kohle in noch mehr Kinder umsetzen werden.
    Familienpolitik in Deutschland?
    Fehlanzeige.
    Gruss
    Rene

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    Sehen Sie, wenn die Decke für mehrere Personen zu kurz ist, dann liegt immer einer in der Kälte. Es mag sein, daß heute im  Zweifel Mama und Kinder zugedeckt bleiben (jedenfalls halbwegs) und der Vater der Gelackmeierte ist. Aber wenn man die Decke zu ihm hinzieht, dann fehlt es auf der anderen Seite. Dann muß die Mutter für sich selbst sorgen, hat aber zugleich die Kinder am Bein. Oder die Kinder kommen zu kurz. Übrigens gibt es viele Männer, die sich der Zahlungspflicht entziehen oder zu wenig verdienen - auch für Frauen ist das Scheitern einer Ehe riskant.Das Grundproblem ist die zu kurze Decke! Familien der Mittelschicht sind unterfinanziert, was im Trennungsfall besonders deutlich wird. Hätte ein Mann nach Abzug des Betreuungsaufwands (sprich: Unterhalt für seine Frau) und der Unterhaltskosten für seine Kinder eingerechnet, dasselbe frei verfügbare Einkommen wie ein vergleichbarer Kinderloser, dann wäre Familiengründung kein Existenzrisiko mehr, nicht einmal im Trennungsfall.

    Sehen Sie, wenn die Decke für mehrere Personen zu kurz ist, dann liegt immer einer in der Kälte. Es mag sein, daß heute im  Zweifel Mama und Kinder zugedeckt bleiben (jedenfalls halbwegs) und der Vater der Gelackmeierte ist. Aber wenn man die Decke zu ihm hinzieht, dann fehlt es auf der anderen Seite. Dann muß die Mutter für sich selbst sorgen, hat aber zugleich die Kinder am Bein. Oder die Kinder kommen zu kurz. Übrigens gibt es viele Männer, die sich der Zahlungspflicht entziehen oder zu wenig verdienen - auch für Frauen ist das Scheitern einer Ehe riskant.Das Grundproblem ist die zu kurze Decke! Familien der Mittelschicht sind unterfinanziert, was im Trennungsfall besonders deutlich wird. Hätte ein Mann nach Abzug des Betreuungsaufwands (sprich: Unterhalt für seine Frau) und der Unterhaltskosten für seine Kinder eingerechnet, dasselbe frei verfügbare Einkommen wie ein vergleichbarer Kinderloser, dann wäre Familiengründung kein Existenzrisiko mehr, nicht einmal im Trennungsfall.

  3. Ein Mindestlohn von 7,50€, ja selbst von 10€ genügt, damit ein Alleinstehender davon leben kann. Eine Familie mit 2 Kindern hingegen bleibt in jedem Falle unter dem Existenzminimum und ist auf zusätzliche Unterstützung angewiesen, so oder so. Der Spruch "Eine Arbeit, von der man nicht leben kann, ist nicht wert, getan  zu werden" ist daher völlig unsinnig - nach dieser Logik müßten viele Geringverdiener, mit oder ohne Mindestlohn, sofort aufhören zu arbeiten, da sie ohnehin auf zusätzliche Unterstützung angewiesen sind. Nein: gerechte Löhne gibt es nicht. Wieviel eine Arbeit wert ist, kann nur davon abhängen, wer bereit ist, dafür zu bezahlen.  Sie schimpfen wie so viele heutzutage auf "die Unternehmen", deren Aktionäre sich angeblich die Taschen vollstopfen. Das Problem ist aber: jeder Unternehmer will etwas verdienen - sonst unternimmt er nämlich GAR NICHTS (wie im Komunismus). Wenn Aktien so reich machen, warum decken Sie sich nicht ein damit? Weil das riskant ist, weil das Unternehmen auch in Schieflage geraten kann. Die Konkurrenz, einheimisch wie aus Übersee, wird nämlich einen allzu konfortablen Preis in der Regel nicht zulassen - wer sich die Taschen vollstopft, der wird unterboten und ist irgendwann weg vom Fenster. Das ist das Grundprinzip der Marktwirtschaft. Nur in natürlichen Monopolbereichen - wie der Energiewirtschaft - ist es außer Kraft, weshalb der Staat hier regulierend eingreift.Letztlich entscheidet der Verbraucher. Wir alle sind Arbeitgeber, bei jedem Einkauf, bei jeder Tätigkeit im Haus, bei jedem Friseurgang: was uns zu teuer ist, das kaufen wir nicht, und der Hersteller, der Händler macht weniger Umsatz - also braucht er niemanden anstellen. Da hilft kein Lamentieren, kein Schimpfen auf die bösen Unternehmen: wenn uns, den Konsumenten, eine Dienstleistung den Preis nicht wert ist, dann kaufen wir sie nicht. Und die Leistung, die ein Geringqualifizierter anzubieten hat, ist uns oft schlichtweg keinen Mindestlohn von (incl. Arbeitgeberanteilen) 10€ und mehr wert. Geringe Einkommen aufzustocken - oder staatlicherseits Nachfrage nach bestimmten Tätigkeiten schaffen, etwa im Pflegebereich - ist Sache der Solidargemeinschaft, also des Staates, und nicht der Unternehmen. Mindestlöhne (und HartzIV ist faktisch schon einer, übrigens ein für Eltern wesentlich höherer als für Kinderlose) bewirken nur, daß es mehr Arbeitslose gibt, die voll unterstützt werden müssen, und daß volkswirtschaftlich sinnvolle Arbeit liegenbleibt. Deshalb sind intelligente Kombilöhne tausendmal sinnvoller als Mindestlöhne.

    Antwort auf "äh, na ja..."
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    • ttob
    • 07.08.2008 um 11:58 Uhr

    "Wenn Aktien so reich machen, warum decken Sie sich nicht ein damit? Weil das riskant ist, weil das Unternehmen auch in Schieflage geraten kann."Nein, weil ich kein Geld dafür habe und als Kleinaktionär keinerlei Macht hätte. Wie REICH die Börse machen kann und auf wessen Kosten, kann man z.B. hier nachlesen oder man googele z.B. nach "Heuschrecke"."Das Problem ist aber: jeder Unternehmer will etwas verdienen - sonst unternimmt er nämlich GAR NICHTS"Der Satz ist richtig, nur sind Aktionäre keine Unternehmer (wie du implizierst) sondern Kapitalbesitzer, ein riesiger Unterschied. Aktionäre machen GAR NICHTS, sie verleihen lediglich etwas von dem Überfluß den sie im Übermaß angehäuft haben. Wieviel, kann man abschätzen, wenn man obigen Artikel liest, es sind mind. 2 Billionen Dollar, wenn man allein die Vermögen der Hedge-Fonds heranzieht."...wer sich die Taschen vollstopft, der wird unterboten und ist irgendwann weg vom Fenster."Wirkliche Konkurrenz gibt es nur in wenigen Branchen, aber immer ist die Frage nach niedrigen Löhnen und sozialer Ausbeute eine Kernthema. Auch wenn das eingesparte Geld manchmal nicht zum Gewinn wird, sondern als Dumpingpreis weitergereicht. Egal welcher dieser Fälle, immer ist hier ein Mindestlohn nötig."Und die Leistung, die ein Geringqualifizierter anzubieten hat, ist uns oft schlichtweg keinen Mindestlohn von (incl. Arbeitgeberanteilen) 10€ und mehr wert."Das trifft auf den Endkundenbereich durchaus zu und ist übrigens auch eine Folge der Lohndrückerei (hier beißt sich die Katze in den Schwanz). Eine Abwärtsspirale. Aber schon im Unternehmensbereich trifft das nicht mehr zu, ein Unternehmen MUSS seine Toiletten ab und zu reinigen lassen und seine Gebäude bewachen. Es MUSS daher den niedrigsten am Markt verfügbaren Preis aktzeptieren (ob ihm das gefällt oder nicht), natürlich gibt es die Kosten weiter, was aber angesichts des Anteils der Niedriglöhner vernachlässigbar sein sollte."Geringe Einkommen aufzustocken - oder staatlicherseits Nachfrage nach bestimmten Tätigkeiten schaffen, etwa im Pflegebereich - ist Sache der Solidargemeinschaft"Ganz und gar nicht, warum sollte ich mit meinen Steuergeldern den Wachdienst der Unternehmen subventionieren? Wer Arbeitskräfte haben will, soll sie fair bezahlen, wenn er sie sich nicht leisten kann, PECH GEHABT. Ich muss mir auch die Haare selber schneiden, wenn mir der Friseur zu teuer ist."Mindestlöhne (und HartzIV ist faktisch schon einer, übrigens ein für Eltern wesentlich höherer als für Kinderlose) bewirken nur, daß es mehr Arbeitslose gibt, die voll unterstützt werden müssen."Obwohl das in keinem Mindestlohnland der Fall ist? Wie verbohrt bist du eigentlich?[Anm.: Bitte bleiben Sie sachlich, vielen Dank. /Die Redaktion pt.]

    gerne auch mit einer ganzen Menge Sarkasmus....Da so viele Leute "glauben" dieses auf Kapital und dessen Vermehrung basierende System sei über allen Systemen erhaben die man sich sonst noch ausdenken oder leben kann... ja dann bleibt mir nicht's anderes als auf die Negativen Seiten hinzuweisen... "working poor" sind nur grad einer der vielen Punkte die beileibe nicht's mit anzustrebenden Zielen oder anders ausgedrückt als Kollateralschaden zu gunsten des allgemeinen Wohlbefindens zu tun haben... sollten.Das in den vergangenen 20 Jahren umengen an Gesetzen Gestrichen, Abgeändert oder neu Eingeführt wurden welche den einzigen Zweck haben den Kapitalbesitzern noch mehr den roten Teppich auszurollen während wiederum eine Unmenge an einst sozial/gemeinschaftlich Finanzierten Domänen privatisiert wurden und im Nachhinein noch mit Steuergeldern refinanziert werden müssen...Das und vieles andere finde ich weder super intelligent noch ist es einfach kritiklos hinzzunehmen...Wenn sie und noch viele andere glauben eine Arbeit und deren Bezahlung hängt nur davon ab wieviel jemand bereit ist dafür zu bezahlen wird leider oft untschlagen, wieviel der Nebenkosten die der Aufbau und Betrieb eines Unternehmens kostet, dem Steuerzahler aufgebürdet werden. Mit anderen Worten, ich werfe eben diesen vor sich an der Allgemeinheit zu berreichern... Wie in diesem Fall, so tiefe Löhne zu bezahlen das der Rest vom Staat aufgestockt werden muss so das möglichst niemand im Strassengraben verhundern muss... ---------------------------
    "...wenn ich den armen zu Essen geben werde ich zum Heiligen. Wenn ich frage warum sie nicht's zu Essen haben schimpfen sie mich Kommunist...".

    • ttob
    • 07.08.2008 um 11:58 Uhr

    "Wenn Aktien so reich machen, warum decken Sie sich nicht ein damit? Weil das riskant ist, weil das Unternehmen auch in Schieflage geraten kann."Nein, weil ich kein Geld dafür habe und als Kleinaktionär keinerlei Macht hätte. Wie REICH die Börse machen kann und auf wessen Kosten, kann man z.B. hier nachlesen oder man googele z.B. nach "Heuschrecke"."Das Problem ist aber: jeder Unternehmer will etwas verdienen - sonst unternimmt er nämlich GAR NICHTS"Der Satz ist richtig, nur sind Aktionäre keine Unternehmer (wie du implizierst) sondern Kapitalbesitzer, ein riesiger Unterschied. Aktionäre machen GAR NICHTS, sie verleihen lediglich etwas von dem Überfluß den sie im Übermaß angehäuft haben. Wieviel, kann man abschätzen, wenn man obigen Artikel liest, es sind mind. 2 Billionen Dollar, wenn man allein die Vermögen der Hedge-Fonds heranzieht."...wer sich die Taschen vollstopft, der wird unterboten und ist irgendwann weg vom Fenster."Wirkliche Konkurrenz gibt es nur in wenigen Branchen, aber immer ist die Frage nach niedrigen Löhnen und sozialer Ausbeute eine Kernthema. Auch wenn das eingesparte Geld manchmal nicht zum Gewinn wird, sondern als Dumpingpreis weitergereicht. Egal welcher dieser Fälle, immer ist hier ein Mindestlohn nötig."Und die Leistung, die ein Geringqualifizierter anzubieten hat, ist uns oft schlichtweg keinen Mindestlohn von (incl. Arbeitgeberanteilen) 10€ und mehr wert."Das trifft auf den Endkundenbereich durchaus zu und ist übrigens auch eine Folge der Lohndrückerei (hier beißt sich die Katze in den Schwanz). Eine Abwärtsspirale. Aber schon im Unternehmensbereich trifft das nicht mehr zu, ein Unternehmen MUSS seine Toiletten ab und zu reinigen lassen und seine Gebäude bewachen. Es MUSS daher den niedrigsten am Markt verfügbaren Preis aktzeptieren (ob ihm das gefällt oder nicht), natürlich gibt es die Kosten weiter, was aber angesichts des Anteils der Niedriglöhner vernachlässigbar sein sollte."Geringe Einkommen aufzustocken - oder staatlicherseits Nachfrage nach bestimmten Tätigkeiten schaffen, etwa im Pflegebereich - ist Sache der Solidargemeinschaft"Ganz und gar nicht, warum sollte ich mit meinen Steuergeldern den Wachdienst der Unternehmen subventionieren? Wer Arbeitskräfte haben will, soll sie fair bezahlen, wenn er sie sich nicht leisten kann, PECH GEHABT. Ich muss mir auch die Haare selber schneiden, wenn mir der Friseur zu teuer ist."Mindestlöhne (und HartzIV ist faktisch schon einer, übrigens ein für Eltern wesentlich höherer als für Kinderlose) bewirken nur, daß es mehr Arbeitslose gibt, die voll unterstützt werden müssen."Obwohl das in keinem Mindestlohnland der Fall ist? Wie verbohrt bist du eigentlich?[Anm.: Bitte bleiben Sie sachlich, vielen Dank. /Die Redaktion pt.]

    gerne auch mit einer ganzen Menge Sarkasmus....Da so viele Leute "glauben" dieses auf Kapital und dessen Vermehrung basierende System sei über allen Systemen erhaben die man sich sonst noch ausdenken oder leben kann... ja dann bleibt mir nicht's anderes als auf die Negativen Seiten hinzuweisen... "working poor" sind nur grad einer der vielen Punkte die beileibe nicht's mit anzustrebenden Zielen oder anders ausgedrückt als Kollateralschaden zu gunsten des allgemeinen Wohlbefindens zu tun haben... sollten.Das in den vergangenen 20 Jahren umengen an Gesetzen Gestrichen, Abgeändert oder neu Eingeführt wurden welche den einzigen Zweck haben den Kapitalbesitzern noch mehr den roten Teppich auszurollen während wiederum eine Unmenge an einst sozial/gemeinschaftlich Finanzierten Domänen privatisiert wurden und im Nachhinein noch mit Steuergeldern refinanziert werden müssen...Das und vieles andere finde ich weder super intelligent noch ist es einfach kritiklos hinzzunehmen...Wenn sie und noch viele andere glauben eine Arbeit und deren Bezahlung hängt nur davon ab wieviel jemand bereit ist dafür zu bezahlen wird leider oft untschlagen, wieviel der Nebenkosten die der Aufbau und Betrieb eines Unternehmens kostet, dem Steuerzahler aufgebürdet werden. Mit anderen Worten, ich werfe eben diesen vor sich an der Allgemeinheit zu berreichern... Wie in diesem Fall, so tiefe Löhne zu bezahlen das der Rest vom Staat aufgestockt werden muss so das möglichst niemand im Strassengraben verhundern muss... ---------------------------
    "...wenn ich den armen zu Essen geben werde ich zum Heiligen. Wenn ich frage warum sie nicht's zu Essen haben schimpfen sie mich Kommunist...".

  4. Sehen Sie, wenn die Decke für mehrere Personen zu kurz ist, dann liegt immer einer in der Kälte. Es mag sein, daß heute im  Zweifel Mama und Kinder zugedeckt bleiben (jedenfalls halbwegs) und der Vater der Gelackmeierte ist. Aber wenn man die Decke zu ihm hinzieht, dann fehlt es auf der anderen Seite. Dann muß die Mutter für sich selbst sorgen, hat aber zugleich die Kinder am Bein. Oder die Kinder kommen zu kurz. Übrigens gibt es viele Männer, die sich der Zahlungspflicht entziehen oder zu wenig verdienen - auch für Frauen ist das Scheitern einer Ehe riskant.Das Grundproblem ist die zu kurze Decke! Familien der Mittelschicht sind unterfinanziert, was im Trennungsfall besonders deutlich wird. Hätte ein Mann nach Abzug des Betreuungsaufwands (sprich: Unterhalt für seine Frau) und der Unterhaltskosten für seine Kinder eingerechnet, dasselbe frei verfügbare Einkommen wie ein vergleichbarer Kinderloser, dann wäre Familiengründung kein Existenzrisiko mehr, nicht einmal im Trennungsfall.

    Antwort auf "Familienpolitik"
    • ttob
    • 07.08.2008 um 11:34 Uhr

    "Ein Chefarzt mit 3 Kindern ist zu stellen wie ein kinderloser Chefarzt, unter Berücksichtigung des Betreuungsaufwands (meist: nicht oder teilzeit arbeitende Mutter). Dazu ist vom kinderlosen Oberarzt auf seine Kollgen umzuverteilen, so daß beide sich gleichstehen und Kinder keinen wirtschaftlichen Nachteil mehr darstellen. Diese Gleichtstellung muß auf allen Ebenen erfolgen, bis hinunter zum Hilfsarbeiter."Eine Super Idee, nur wie willst du die umsetzen? Der Betreuungsaufwand beträgt (zumindest bis Kindergartenalter) etwa 50% (beide Elternteile arbeiten Halbzeit). Ein solcher Oberarzt wäre also entweder nur noch 50% der Zeit im Betrieb, für das selbe Gehalt seines Kollegen oder würde viel mehr verdienen für die selbe Arbeitszeit (um die Betreuung+Steuern+Abgaben zu finanzieren). Die Folge wäre, dass junge Leute (mit Familienaussicht oder Kind) signifikant verschlechterte Einstellungschancen hätten. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie das funktionieren soll, wenn gar kein Single-Oberarzt da ist, der sein Gehalt für eine solche Umverteilung zur Verfügung stellt. Was machst du dann?Fazit: Du müsstest Mindestgehälter in Abhängigkeit der Kinderanzahl festlegen, würde dir das gefallen? Gegen Mindestlöhne bist du ja scheinbar, wenn ich deine anderen Postings lese, oder?

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    Es ist heute der Staat, der dem kinderlosen Chefarzt die Früchte seiner Investition wegnimmt - weil seine Kinder, über Steuern und Abgaben, den Kinderlosen später finanzieren müssen. Beim Chefarzt geschicht das vor allem über Steuern sowie die Abgaben, die später seinen Kindern auferlegt werden (und sie zwingen, statt ihrer eigenen Eltern viele anonyme Kinderlose zu versorgen). Bei einem normalen Arbeitnehmer geschicht es zusätzlich noch durch die Renten- und Krankenversicherung, die in erheblichem Umfang Zahlungen wiederum von deren eigenen Eltern auf kinderlose Rentner umverteilt.Natürlich ist der Chefarzt nur ein Beispiel. In der Praxis muß sich die Umverteilung an Einkommensgruppen orientieren. Das ganze Steuer- Renten- Pensions- und Krankenversicherungssystem gehört im Sinne horizontaler Gerechtigkeit umgekrempelt.  Kinderlose müßten deutlich höhere Beiträge und Steuern bezahlen (in Höhe dessen, was sie sich für eigene Kinder an Aufwand sparen), gleichzeitig würden ihre Leistungen gekürzt (so daß ein kinderloses Paar in Summe dieselbe Alterssicherung hat wie ein Paar mit zwei Kindern). Da jeder auf Nachwuchs angewiesen ist (spätestens im Alter), muß auch jeder zu dessen Aufzucht beitragen - entweder durch eigene Kinder oder durch Zahlungen in entsprechender Höhe. Alternativ könnte man Kinderarme zwingen, kapitalgedeckt für ihr Alter in einem Umfang vorzusorgen, der den Rückgriff auf die Kinder anderer Leute ausschließt. Sprich: sie müßten voll in die Sozialsysteme einzahlen (weil die dazu dienen, ihre eigenen Eltern zu finanzieren). Sie würden aber keinerlei Ansprüche dafür bekommen, sondern müßten zusätzlich, auch für Krankheit und Pflege, voll privat vorsorgen. Geht aber natürlich nur, wenn die Sozialsysteme auch für Chefärzte verpflichtend werden.In der Praxis sinkt jeweils das kumulierte Nettoeinkommen des kinderlosen Chefarztes und seiner Frau oder kinderlosen Kollegin. Selbst, wenn beide zusammen nur ein Kind haben, sinkt es noch, wenn auch weniger deutlich. Das (netto-) Einkommen des Chefarztes mit zwei und mehr Kindern steigt umgekehrt, allerdings (weil Kinderlose noch immer die Minderheit sind) lang nicht im selben Umfang. Wenn sich das verfügbare Einkommen (nach Unterhaltskosten der Kinder!) beider Paare trifft, ist das Ziel erreicht.

    Es ist heute der Staat, der dem kinderlosen Chefarzt die Früchte seiner Investition wegnimmt - weil seine Kinder, über Steuern und Abgaben, den Kinderlosen später finanzieren müssen. Beim Chefarzt geschicht das vor allem über Steuern sowie die Abgaben, die später seinen Kindern auferlegt werden (und sie zwingen, statt ihrer eigenen Eltern viele anonyme Kinderlose zu versorgen). Bei einem normalen Arbeitnehmer geschicht es zusätzlich noch durch die Renten- und Krankenversicherung, die in erheblichem Umfang Zahlungen wiederum von deren eigenen Eltern auf kinderlose Rentner umverteilt.Natürlich ist der Chefarzt nur ein Beispiel. In der Praxis muß sich die Umverteilung an Einkommensgruppen orientieren. Das ganze Steuer- Renten- Pensions- und Krankenversicherungssystem gehört im Sinne horizontaler Gerechtigkeit umgekrempelt.  Kinderlose müßten deutlich höhere Beiträge und Steuern bezahlen (in Höhe dessen, was sie sich für eigene Kinder an Aufwand sparen), gleichzeitig würden ihre Leistungen gekürzt (so daß ein kinderloses Paar in Summe dieselbe Alterssicherung hat wie ein Paar mit zwei Kindern). Da jeder auf Nachwuchs angewiesen ist (spätestens im Alter), muß auch jeder zu dessen Aufzucht beitragen - entweder durch eigene Kinder oder durch Zahlungen in entsprechender Höhe. Alternativ könnte man Kinderarme zwingen, kapitalgedeckt für ihr Alter in einem Umfang vorzusorgen, der den Rückgriff auf die Kinder anderer Leute ausschließt. Sprich: sie müßten voll in die Sozialsysteme einzahlen (weil die dazu dienen, ihre eigenen Eltern zu finanzieren). Sie würden aber keinerlei Ansprüche dafür bekommen, sondern müßten zusätzlich, auch für Krankheit und Pflege, voll privat vorsorgen. Geht aber natürlich nur, wenn die Sozialsysteme auch für Chefärzte verpflichtend werden.In der Praxis sinkt jeweils das kumulierte Nettoeinkommen des kinderlosen Chefarztes und seiner Frau oder kinderlosen Kollegin. Selbst, wenn beide zusammen nur ein Kind haben, sinkt es noch, wenn auch weniger deutlich. Das (netto-) Einkommen des Chefarztes mit zwei und mehr Kindern steigt umgekehrt, allerdings (weil Kinderlose noch immer die Minderheit sind) lang nicht im selben Umfang. Wenn sich das verfügbare Einkommen (nach Unterhaltskosten der Kinder!) beider Paare trifft, ist das Ziel erreicht.

    • ttob
    • 07.08.2008 um 11:58 Uhr

    "Wenn Aktien so reich machen, warum decken Sie sich nicht ein damit? Weil das riskant ist, weil das Unternehmen auch in Schieflage geraten kann."Nein, weil ich kein Geld dafür habe und als Kleinaktionär keinerlei Macht hätte. Wie REICH die Börse machen kann und auf wessen Kosten, kann man z.B. hier nachlesen oder man googele z.B. nach "Heuschrecke"."Das Problem ist aber: jeder Unternehmer will etwas verdienen - sonst unternimmt er nämlich GAR NICHTS"Der Satz ist richtig, nur sind Aktionäre keine Unternehmer (wie du implizierst) sondern Kapitalbesitzer, ein riesiger Unterschied. Aktionäre machen GAR NICHTS, sie verleihen lediglich etwas von dem Überfluß den sie im Übermaß angehäuft haben. Wieviel, kann man abschätzen, wenn man obigen Artikel liest, es sind mind. 2 Billionen Dollar, wenn man allein die Vermögen der Hedge-Fonds heranzieht."...wer sich die Taschen vollstopft, der wird unterboten und ist irgendwann weg vom Fenster."Wirkliche Konkurrenz gibt es nur in wenigen Branchen, aber immer ist die Frage nach niedrigen Löhnen und sozialer Ausbeute eine Kernthema. Auch wenn das eingesparte Geld manchmal nicht zum Gewinn wird, sondern als Dumpingpreis weitergereicht. Egal welcher dieser Fälle, immer ist hier ein Mindestlohn nötig."Und die Leistung, die ein Geringqualifizierter anzubieten hat, ist uns oft schlichtweg keinen Mindestlohn von (incl. Arbeitgeberanteilen) 10€ und mehr wert."Das trifft auf den Endkundenbereich durchaus zu und ist übrigens auch eine Folge der Lohndrückerei (hier beißt sich die Katze in den Schwanz). Eine Abwärtsspirale. Aber schon im Unternehmensbereich trifft das nicht mehr zu, ein Unternehmen MUSS seine Toiletten ab und zu reinigen lassen und seine Gebäude bewachen. Es MUSS daher den niedrigsten am Markt verfügbaren Preis aktzeptieren (ob ihm das gefällt oder nicht), natürlich gibt es die Kosten weiter, was aber angesichts des Anteils der Niedriglöhner vernachlässigbar sein sollte."Geringe Einkommen aufzustocken - oder staatlicherseits Nachfrage nach bestimmten Tätigkeiten schaffen, etwa im Pflegebereich - ist Sache der Solidargemeinschaft"Ganz und gar nicht, warum sollte ich mit meinen Steuergeldern den Wachdienst der Unternehmen subventionieren? Wer Arbeitskräfte haben will, soll sie fair bezahlen, wenn er sie sich nicht leisten kann, PECH GEHABT. Ich muss mir auch die Haare selber schneiden, wenn mir der Friseur zu teuer ist."Mindestlöhne (und HartzIV ist faktisch schon einer, übrigens ein für Eltern wesentlich höherer als für Kinderlose) bewirken nur, daß es mehr Arbeitslose gibt, die voll unterstützt werden müssen."Obwohl das in keinem Mindestlohnland der Fall ist? Wie verbohrt bist du eigentlich?[Anm.: Bitte bleiben Sie sachlich, vielen Dank. /Die Redaktion pt.]

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    Frage mich, woher Sie (mit welchem Recht duzen Sie mich übrigens?) Ihre Weisheit nehmen. "Wirkliche Konkurrenz gibt es nur in wenigen Branchen." Aha.  Was hat übrigens die Frage, ob ein Kleinaktionär Macht hat, mit der hier debattierten Frage zu tun? Über Dividenden und Kurssteigerungen profitiert er exakt proportional zum Großaktionär. Ja, die Börse KANN reich machen. Sie kann aber auch arm machen, und das
    genauso schnell. Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, daß viele sog.
    Heuschrecken derzeit mit mitsamt ihren Aktionären pleite gehen? Der
    Käufer der Hertie-Kaufhäuser etwa hat sich gründlich verspekuliert. Hätte er statt dessen den Laden auf Vordermann gebracht, eventuell - horribile dictu! - unter Entlassung der halben Belegschaft, dann hätten Sie ihn als Heuschrecke beschimpft. Daß die andere Hälfte ihren Arbeitsplatz im Ergebnis ihm verdankt hätte, würde Ihnen nie in den Sinn kommen.Selbstredend sind Aktionäre Unternehmer mit dem vollen unternehmerischen Risiko! Nur mit dem Unterschied, daß sie das Unternehmen nicht selbst führen, sondern jemanden dafür einstellen. Was Ihnen, mein Herr, nicht paßt, ist offenbar, daß manche Leute mehr Kapital haben als andere, also auch mehr investieren können. Aber leider lehrt alle Erfahrung: würden wir heute bei Null anfangen, dann gäbe es morgen wieder Reiche und Arme. Weil halt der eine mehr schafft und weniger praßt als der andere. Und weil er das, was er geschaffen hat, seinen Kindern weitergibt. Wer das ändern will, landet im Kommunismus - und schafft den Anreiz, irgendetwas zu tun, für alle ab. Ganz nebenbei: auch Sie, der sich so arm vorkommt, sind global gesehen ein Reicher und haben das dazu keineswegs Ihrer Leistung zu verdanken, sondern der Ihrer Vorfahren. Sie sind aus Sicht eines Nigerianers auch nichts anders als ein verwöhntes reiches Söhnchen. Ich halte jede Wette, daß Sie dennoch nicht bereit sind, die damit verbundenen enormen Privilegien herzugeben.  Ihre Unterscheidung zwischen "Endkundenbereich" und "Unternehmensbereich" ist völlig willkürlich. Genauso Ihre Annahme, der Unternehmer werde seine gestiegenen Kosten schon weitergeben können. Das "sollte" ja vernachlässigbar sein, ja? Na, Sie müssen es ja wissen! In Wirklichkeit kumulieren diese Kosten natürlich mit allen möglichen anderen. Ein Unternehmen, das bei jedem scheinbar kleinen Posten sagt: ist ja wurscht, darauf kommts ja nicht an -- ein solches Unternehmen überlebt nicht lange. Die Putzkolonne zählt zu den Kosten - Punkt, aus, Ende. Ich konkurriere mit Unternehmen, die den  neuen Putzroboter aus Japan einsetzen. Oder die von Rumänien aus produzieren, wo die Putzkkolonne ein Hunderstel verlangt. Zur Frage, warum Sie mit Ihren Steuern "den Wachdienst der Unternehmen" bezahlen sollen: ganz einfach. Weil das besser ist, als mit noch höheren Steuern die Leute für das Daheimhocken zu bezahlen. Besser auch für diese Leute und vor allem für ihre Kinder, deren Eltern eine Aufgabe und einen geregelten Tagsablauf haben. Sie bezahlen ja nicht nur den Wachdienst der Unternehmen, sondern auch die Pflegehilfe im Altersheim. Und der Markt wird dafür sorgen, daß die niedrigeren Kosten beider letztlich dem Verbraucher, also auch Dir und Deiner Oma, wieder zugutekommen.Den größtmöglichen Wohlstand schafft eine Gesellschaft, wenn jeder sich anstrengt, das nach seinen Kräften maximal mögliche zu leisten.Auch wenn das bei manchem nur wenig ist: es ist viel mehr als nichts. Jeder wird gebraucht! Aber dazu bedarf es eines Anreizsystems. Wer ohne Arbeit genausogut lebt, wird sich nicht besonders anstrengen, wenn er nicht gerade ein calivinistisches Arbeitsethos hat. An diesem Problem ist der Kommunismus gescheitert, und an diesem Problem (neben anderen) krankt unser Sozialsystem. Leute wie Du fordern die Geringqualifizierten geradezu auf, lieber schwarz oder gar nicht zu arbeiten, als für so einen bösen Ausbeuter Wache zu stehen.

    Frage mich, woher Sie (mit welchem Recht duzen Sie mich übrigens?) Ihre Weisheit nehmen. "Wirkliche Konkurrenz gibt es nur in wenigen Branchen." Aha.  Was hat übrigens die Frage, ob ein Kleinaktionär Macht hat, mit der hier debattierten Frage zu tun? Über Dividenden und Kurssteigerungen profitiert er exakt proportional zum Großaktionär. Ja, die Börse KANN reich machen. Sie kann aber auch arm machen, und das
    genauso schnell. Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, daß viele sog.
    Heuschrecken derzeit mit mitsamt ihren Aktionären pleite gehen? Der
    Käufer der Hertie-Kaufhäuser etwa hat sich gründlich verspekuliert. Hätte er statt dessen den Laden auf Vordermann gebracht, eventuell - horribile dictu! - unter Entlassung der halben Belegschaft, dann hätten Sie ihn als Heuschrecke beschimpft. Daß die andere Hälfte ihren Arbeitsplatz im Ergebnis ihm verdankt hätte, würde Ihnen nie in den Sinn kommen.Selbstredend sind Aktionäre Unternehmer mit dem vollen unternehmerischen Risiko! Nur mit dem Unterschied, daß sie das Unternehmen nicht selbst führen, sondern jemanden dafür einstellen. Was Ihnen, mein Herr, nicht paßt, ist offenbar, daß manche Leute mehr Kapital haben als andere, also auch mehr investieren können. Aber leider lehrt alle Erfahrung: würden wir heute bei Null anfangen, dann gäbe es morgen wieder Reiche und Arme. Weil halt der eine mehr schafft und weniger praßt als der andere. Und weil er das, was er geschaffen hat, seinen Kindern weitergibt. Wer das ändern will, landet im Kommunismus - und schafft den Anreiz, irgendetwas zu tun, für alle ab. Ganz nebenbei: auch Sie, der sich so arm vorkommt, sind global gesehen ein Reicher und haben das dazu keineswegs Ihrer Leistung zu verdanken, sondern der Ihrer Vorfahren. Sie sind aus Sicht eines Nigerianers auch nichts anders als ein verwöhntes reiches Söhnchen. Ich halte jede Wette, daß Sie dennoch nicht bereit sind, die damit verbundenen enormen Privilegien herzugeben.  Ihre Unterscheidung zwischen "Endkundenbereich" und "Unternehmensbereich" ist völlig willkürlich. Genauso Ihre Annahme, der Unternehmer werde seine gestiegenen Kosten schon weitergeben können. Das "sollte" ja vernachlässigbar sein, ja? Na, Sie müssen es ja wissen! In Wirklichkeit kumulieren diese Kosten natürlich mit allen möglichen anderen. Ein Unternehmen, das bei jedem scheinbar kleinen Posten sagt: ist ja wurscht, darauf kommts ja nicht an -- ein solches Unternehmen überlebt nicht lange. Die Putzkolonne zählt zu den Kosten - Punkt, aus, Ende. Ich konkurriere mit Unternehmen, die den  neuen Putzroboter aus Japan einsetzen. Oder die von Rumänien aus produzieren, wo die Putzkkolonne ein Hunderstel verlangt. Zur Frage, warum Sie mit Ihren Steuern "den Wachdienst der Unternehmen" bezahlen sollen: ganz einfach. Weil das besser ist, als mit noch höheren Steuern die Leute für das Daheimhocken zu bezahlen. Besser auch für diese Leute und vor allem für ihre Kinder, deren Eltern eine Aufgabe und einen geregelten Tagsablauf haben. Sie bezahlen ja nicht nur den Wachdienst der Unternehmen, sondern auch die Pflegehilfe im Altersheim. Und der Markt wird dafür sorgen, daß die niedrigeren Kosten beider letztlich dem Verbraucher, also auch Dir und Deiner Oma, wieder zugutekommen.Den größtmöglichen Wohlstand schafft eine Gesellschaft, wenn jeder sich anstrengt, das nach seinen Kräften maximal mögliche zu leisten.Auch wenn das bei manchem nur wenig ist: es ist viel mehr als nichts. Jeder wird gebraucht! Aber dazu bedarf es eines Anreizsystems. Wer ohne Arbeit genausogut lebt, wird sich nicht besonders anstrengen, wenn er nicht gerade ein calivinistisches Arbeitsethos hat. An diesem Problem ist der Kommunismus gescheitert, und an diesem Problem (neben anderen) krankt unser Sozialsystem. Leute wie Du fordern die Geringqualifizierten geradezu auf, lieber schwarz oder gar nicht zu arbeiten, als für so einen bösen Ausbeuter Wache zu stehen.

    • QUOTE
    • 07.08.2008 um 12:37 Uhr
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    Diese Entlastung um 20 Milliarden war ein Einmaleffekt, bedingt durch eine veränderte steuerliche Systematik (deren Tragweite eine leicht dämliche rot-grüne Regierung nicht erkannt hatte). Er ist inzwischen längst abgeklungen. Aber bilden Sie sich nichts ein. Selbst 20 Milliarden sind peanuts angesichts der Tatsache, daß wir seit Anfang der 90er allein den Bundeszuschuß zur Rentenversicherung um sage und schreibe 60 Milliarden (!) aufgestockt haben. Und dabei sind wir noch im honeypot der demographischen Entwicklung. Wenn die geburtenstarken Babyboomer das Rentenalter erreichen, ist Polen offen - die goldenen Gänse, um das auszugleichen, gibt es nicht.

    Diese Entlastung um 20 Milliarden war ein Einmaleffekt, bedingt durch eine veränderte steuerliche Systematik (deren Tragweite eine leicht dämliche rot-grüne Regierung nicht erkannt hatte). Er ist inzwischen längst abgeklungen. Aber bilden Sie sich nichts ein. Selbst 20 Milliarden sind peanuts angesichts der Tatsache, daß wir seit Anfang der 90er allein den Bundeszuschuß zur Rentenversicherung um sage und schreibe 60 Milliarden (!) aufgestockt haben. Und dabei sind wir noch im honeypot der demographischen Entwicklung. Wenn die geburtenstarken Babyboomer das Rentenalter erreichen, ist Polen offen - die goldenen Gänse, um das auszugleichen, gibt es nicht.

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