Drogen Von der Partydroge zum Leistungssteigerer
Der BGH überprüft heute, ob der Strafrahmen für Crystal Speed verschärft wird. Wie gefährlich ist der Stoff? Ein Interview mit dem Experten Theo Baumgärtner
ZEIT ONLINE: Der Bundesgerichtshof beschäftigt sich mit der Frage, ob der Strafrahmen für den Besitz und Verkauf von Crystal Speed im Vergleich zu anderen sogenannten Partydrogen verschärft wird. Was halten Sie als Leiter des Hamburger Büros für Suchtprävention davon?
Theo Baumgärtner: Ich halte gesetzliche Regelungen immer für die Ultima Ratio des Staates, wenn andere Mittel ausgeschöpft sind. Wichtig daran ist vor allem die Symbolwirkung. Der Gesetzgeber zeigt: Wir nehmen das sehr ernst.
ZEIT ONLINE: Was macht gerade Crystal Speed so gefährlich im Vergleich zu anderen Designerdrogen wie Ecstasy?
Baumgärtner: Ihr Wirkstoffgehalt ist vier- bis fünfmal höher als bei anderen Amphetaminen und das Abhängigkeitspotenzial ist deutlich höher. Außerdem hat der Konsument überhaupt keine Kontrolle darüber, welche Stoffe und Streckmittel die Droge enthält, und kann damit auch die Wirkung überhaupt nicht abschätzen.
ZEIT ONLINE: Welche körperlichen und psychischen Folgen hat der Konsum von Crystal Speed?
Baumgärtner: Ganz erhebliche: Die Kurzzeitwirkungen sind Zittern, Unruhe, Aggressivität, Schlafstörungen bis hin zu Fieber und Herz-Rhythmusstörungen. Man kann auch einen Kollaps davontragen. Langfristig sind Depressionen und paranoide Zustände möglich.
Wer Crystal Speed dauerhaft raucht oder snieft, weist auch schnell die entsprechenden körperlichen Erscheinungen auf: Hautentzündungen, Gewichtsverlust oder sogar Zahnausfall. Wie auch beim Konsum anderer Drogen, wenn Menschen anfangen, sich zu vernachlässigen.
ZEIT ONLINE: Sind auch Todesfälle bekannt?
Baumgärtner: So weit ich weiß, nicht. Allerdings resultieren die meisten Drogentode aus einem Mischkonsum. Das heißt, es ist nicht eine einzelne Droge für den Tod verantwortlich, sondern die Wechselwirkung verschiedener Substanzen. Gerade im Drogenbereich gilt eben nicht, dass 1+1=2 ist. Kombiniert man etwa Crystal Speed mit Ecstasy oder Alkohol, kann aus dieser Formel leicht eine 3 oder 4 werden. Diese Wechselwirkungen können verheerend sein, Kreislaufzusammenbrüche sind dann an der Tagesordnung.
ZEIT ONLINE: Werden Partydrogen im Vergleich zu anderen harten Drogen immer noch verharmlost?
Baumgärtner: In der öffentlichen Wahrnehmung haben wir beim Stichwort Drogenkonsum immer noch das Bild vom heruntergekommenen, bettelnden Junkie am Hauptbahnhof vor Augen. Auch die Suchthilfe selbst hatte jahrelang das große Problem, die Drogenkonsumenten aus der Partyszene als potenzielle Klientel für sich zu sehen. Diese jungen Leute waren meist noch integriert. Sie gingen zur Schule oder hatten einen Ausbildungsplatz, sahen vernünftig aus, waren gepflegt, trugen gute Klamotten und wohnten zum Teil noch bei ihren Eltern. Das änderte sich erst zum Höhepunkt der Partybewegung Ende der neunziger Jahre, als aus der Szene selbst Selbsthilfeprojekte im Umgang mit Drogen entstanden.
- Datum 05.03.2009 - 15:54 Uhr
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In einer BBC-Reportage zum Thema Gefährlichkeit von Drogen hatte man 20 Drogen nach Gefährlichkeit (Suchtpotenzial) kategorisiert. Ecstasy, respektive MDMA, hatte Platz 18 belegt. Eine britische Expertin war zu dem Ergebnis gekommen, dass MDMA definitiv kein Suchtpotenzial mit sich bringt und der Körper sich nach Konsum gänzlich vom Rausch erholt. Vor diesem Hintergrund hieß es, dass man Ecstasy doch besser durch Legalisierung entkriminalisiert, denn gefährlich sind eigentlich nur diese Cocktails, die sich der Konsument illegal beschaffen muss und die wohl auch zum Tode führen können.
"ZEIT ONLINE: Was macht gerade Crystal Speed so gefährlich im Vergleich zu anderen Designerdrogen wie Ecstasy?
Baumgärtner: Ihr Wirkstoffgehalt ist vier- bis fünfmal höher als bei anderen Amphetaminen und das Abhängigkeitspotenzial ist deutlich höher."
Komm ich heim,
chau auf den Tich:
kein Fleich,
kein Fich ...
Komich!
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass mit Amphetaminen kein Ecstasy bzw. MDMA gemeint ist. Ansonsten würde das Interview wieder ganz schön polarisieren. Okay, Experten polarisieren, aber die Zeit jetzt auch?
Ich kenne die Probleme mit Crystal Methamphetamines ('Ice') aus erster Hand, weil ich meiner Freundin aus der Sucht geholfen habe. In Thailand, wo ich lebe, wird Ice meistens in kleinen Glaspfeifchen geraucht. Der Unterschied zu 'E' (MDMA) ist gewaltig.Erst mal das koerperliche Suchtpotenzial (bei E ist das eher psychologisch): leichte bis mittelschwere User brauchen ein Zeitfenster von mindestens zwei Jahren um keinen Drang mehr zu verspueren. Bei schweren Usern ergibt sich eine lebenslange koerperliche Abhaengigkeit. Ein paar Sozialhelfer meinten mal es sei sogar schwieriger von Ice wegzukommen als von Heroin. Die Folgen sind drastisch: Persoenlichkeitsveraenderungen, weit erhoehte Aggressivitaet und Paranoia - alles folgen die einen Ice-User vollkommen unsozial und auch job-unfaehig machen.Um die Zeiten zum naechsten Ice-Qualmen zu ueberbruecken nehmen viele Abhaengige auch Kokain. Auf laengere Sicht zerfaellt der Koerper, allem voran der Zahnverfall durch das Rauchen der Chemikalien. Bei Ecstacy als Neurotoxin/Nervengift scheiden sich die Geister: wie alle Drogen (siehe Alkohol) fuehrt uebermaessiger Gebrauch zu Gesundheitsschaeden - bei 'E' eben Schlafstoerungen und Depressionen, man vermutet dass die Dopaminrezeptoren im Gehirn verkrueppeln. Angeblich braucht das Gehirn bis zu zwei Monate um sich auf Mikroebene nach einem Abend mit 'E' zu erholen - aehnlich etwa einem Vollrausch mit Alkohol. Ectstacy macht nicht koerperlich abhaengig - Problem ist dass es Leuten ein Gluecksgefuehl beschert und vor allem Jugendliche dann in der Gruppe eine staendige Wiederholung desselben anstreben. Bei aelteren und verantwortungsvolleren Usern gibt es das Problem allerdings nicht und 'E' ist hat sich laengst als Standarddroge fuers Clubleben etabliert - once in a while. Schlimmer als 'E' ist etwa fluessiges 'E', was auch als Vergewaltigungsdroge eingesetzt wird. Noch kurz zum Entzug von Ice: bei uns in Bangkok gibt es Kliniken die unter aerztlicher Aufsicht einen speziellen Ginseng Tee verabreichen. Er besetzt angeblich die von der Droge besetzten Synapsen. Da die Entzugserscheinungen recht drastisch sind (meine Freundin spuckte am Schluss nur noch Blut), eben nur unter aerztlicher Aufsicht. Nach dem Entzug ist gar nichts gewonnen, wenn das soziale Umfeld hinterher nicht veraendert wird, d.h. meine Freundin hat freiwillig all ihre Freunde/ Freundinnen (die eh keine echte Freunde waren sondern nur Drogenfreunde) aufgegeben, also NULL Kontakt. Zwei Jahre ist das jetzt her und erst jetzt ist sie wieder in der Lage einen normalen Job anzufangen, aber nur weil ich als Beschuetzerin bei ihr bin. Auch das zerstoerte Selbstbewusstsein und Selbstwertgefuehl braucht sehr lange um sich zu regenerieren. Mein Fazit: Ecstacy ist eine starke Partydroge und fuer Teenager absolut nicht geeignet. Koerperliche Abhaengikeit entsteht aber nicht. Ice demgegenueber ist ein Teufelzeug, dass schnell Abhaengikeit schafft und grosses soziales Leiden durch die entstehenden Persoenlichkeitsaenderungen. Allein rauszukommen ist unmoeglich.Gegen die Haendler und Hersteller muss man m.E. sehr streng vorgehen. Ice bricht ganze Familien auseinander und das Sozialgefuege. Das sind keine Hippie-Kippen bei denen man Crosby, Stills, Nash & Young hoert und danach den Weltfrieden herbeiwuenscht. Deshalb gibt es bei uns in Thailand dafuer ca. 15-20 Jahre Knast.MfG!
Ich kenne die Probleme mit Crystal Methamphetamines ('Ice') aus erster Hand, weil ich meiner Freundin aus der Sucht geholfen habe. In Thailand, wo ich lebe, wird Ice meistens in kleinen Glaspfeifchen geraucht. Der Unterschied zu 'E' (MDMA) ist gewaltig.Erst mal das koerperliche Suchtpotenzial (bei E ist das eher psychologisch): leichte bis mittelschwere User brauchen ein Zeitfenster von mindestens zwei Jahren um keinen Drang mehr zu verspueren. Bei schweren Usern ergibt sich eine lebenslange koerperliche Abhaengigkeit. Ein paar Sozialhelfer meinten mal es sei sogar schwieriger von Ice wegzukommen als von Heroin. Die Folgen sind drastisch: Persoenlichkeitsveraenderungen, weit erhoehte Aggressivitaet und Paranoia - alles folgen die einen Ice-User vollkommen unsozial und auch job-unfaehig machen.Um die Zeiten zum naechsten Ice-Qualmen zu ueberbruecken nehmen viele Abhaengige auch Kokain. Auf laengere Sicht zerfaellt der Koerper, allem voran der Zahnverfall durch das Rauchen der Chemikalien. Bei Ecstacy als Neurotoxin/Nervengift scheiden sich die Geister: wie alle Drogen (siehe Alkohol) fuehrt uebermaessiger Gebrauch zu Gesundheitsschaeden - bei 'E' eben Schlafstoerungen und Depressionen, man vermutet dass die Dopaminrezeptoren im Gehirn verkrueppeln. Angeblich braucht das Gehirn bis zu zwei Monate um sich auf Mikroebene nach einem Abend mit 'E' zu erholen - aehnlich etwa einem Vollrausch mit Alkohol. Ectstacy macht nicht koerperlich abhaengig - Problem ist dass es Leuten ein Gluecksgefuehl beschert und vor allem Jugendliche dann in der Gruppe eine staendige Wiederholung desselben anstreben. Bei aelteren und verantwortungsvolleren Usern gibt es das Problem allerdings nicht und 'E' ist hat sich laengst als Standarddroge fuers Clubleben etabliert - once in a while. Schlimmer als 'E' ist etwa fluessiges 'E', was auch als Vergewaltigungsdroge eingesetzt wird. Noch kurz zum Entzug von Ice: bei uns in Bangkok gibt es Kliniken die unter aerztlicher Aufsicht einen speziellen Ginseng Tee verabreichen. Er besetzt angeblich die von der Droge besetzten Synapsen. Da die Entzugserscheinungen recht drastisch sind (meine Freundin spuckte am Schluss nur noch Blut), eben nur unter aerztlicher Aufsicht. Nach dem Entzug ist gar nichts gewonnen, wenn das soziale Umfeld hinterher nicht veraendert wird, d.h. meine Freundin hat freiwillig all ihre Freunde/ Freundinnen (die eh keine echte Freunde waren sondern nur Drogenfreunde) aufgegeben, also NULL Kontakt. Zwei Jahre ist das jetzt her und erst jetzt ist sie wieder in der Lage einen normalen Job anzufangen, aber nur weil ich als Beschuetzerin bei ihr bin. Auch das zerstoerte Selbstbewusstsein und Selbstwertgefuehl braucht sehr lange um sich zu regenerieren. Mein Fazit: Ecstacy ist eine starke Partydroge und fuer Teenager absolut nicht geeignet. Koerperliche Abhaengikeit entsteht aber nicht. Ice demgegenueber ist ein Teufelzeug, dass schnell Abhaengikeit schafft und grosses soziales Leiden durch die entstehenden Persoenlichkeitsaenderungen. Allein rauszukommen ist unmoeglich.Gegen die Haendler und Hersteller muss man m.E. sehr streng vorgehen. Ice bricht ganze Familien auseinander und das Sozialgefuege. Das sind keine Hippie-Kippen bei denen man Crosby, Stills, Nash & Young hoert und danach den Weltfrieden herbeiwuenscht. Deshalb gibt es bei uns in Thailand dafuer ca. 15-20 Jahre Knast.MfG!
Marketing für Kriminelle, das hat praktisch absolut nichts mit dem Wohl des Volkes zu tun.
Ich habe den Eindruck, dass es dem Gesetzgeber bisher nicht um die tatsächliche Gefährlichkeit einer Substanz geht - sonst wäre der Verkauf von giftigen Zierpflanzen, an denen jedes Jahr insbesondere Kleinkinder sterben, längst verboten!Vielmehr gibt es (wenige) akzeptierte Substanzen, die tödliche Nebenwirkungen haben können (Alkohol, Medikamente) und dennoch aus Tradition oder Heilglaube verwendet werden, und ungefährlichere Substanzen, die eine gesellschaftlich nicht akzeptierte Rauschwirkung haben und zweifelsohne zu Suchtproblematiken führen können (wie alles im Leben: essen, einkaufen, Sex, Internet, ...) - aber nicht zum Tod. Ich jedenfalls finde es indiskutabel Menschen für z. B. Cannabis-Konsum einzusperren, so ruiniert man grundlos ein ganzes Leben. Der Artikel hat mich nicht überzeugen können, dass es hier nicht wieder genauso kommen soll...Das wir unsere Prioritäten offensichtlich falsch setzen sagen inzwischen sogar Richter, wie z. B. Wilfried Bott in Juli in der NGZ: "Viele große also auch in der Vorbereitung aufwendige und zeitintensive Fälle bleiben einfach liegen. Demgegenüber werden wir Weltmeister im Verurteilen von Ladendieben, Drogenfuzzys und anderen Kleinkriminellen. Das versteht in der Bevölkerung niemand mehr, und ich verstehe das auch nicht."Wenn Du etwas wissen willst, frag keinen Gelehrten, sondern einen Erfahrenen!
Da marschiert man nicht gleich für ab; selbst wenn den Leuten ab ner gewissen nicht geringen Menge (was auch immer "gering" bedeutet; ist meist Auslegungssache des Richters/Staatsanwalts) unterstellt wird, Gras und Shit weiterzuvertreiben gibt erstmal Sozialstunden, ne Geldstrafe oder ne Strafe auf Bewährung. Jugendliche werden auch gerne mal in Jugendarrest geschickt und dürfen dann nochmal ne Zeitlang zu ner Suchtberatungsstelle gehen. Gilt sinngemäß auch für "Chemie".Ansonsten ist m.E. mal allgemein mehr drüber nachzudenekn, wo dieses Schema Drogen=Gewinn herkommt. Ich bin der Meinung (auch wenn ich nicht von selber draufgekommen bin*g*), daß diese eingeschliffenen Schemata in der Gesellschaft=Familie und Umfeld bezüglich Medikamenten- und Alkohol/Tabak/Kaffeekonsum da durchaus einen großen Einfluß haben.Soll heißen; die Denke:"Wenn das Kind hustet kriegts Hustensaft aus der Apotheke, viele Grippen werden unnötigerweise mit Penicillin "erschlagen", Mama oder Papa sagt öfter mal "Ah mir brummt der Schädel-ich brauch ne Aspirin", "Uh ich bin total vollgegessen und brauch erstmal nen Verdauungsschnaps und ne Kippe", "Ich brauch jetzt unbedingt nen Kaffee-sonst penn ich ein" usw. usf. ... (und das Eltern auch vorsichtig sein sollen, wenn sie Schlaftabletten oder Valiumprodukte o.ä. nehmen, daß es die Kids nicht mitkriegen sollte sowieso selbstverständlich sein!)Ebenso tut da die Werbung für freiverkäufliche Medikamente oder auch Alkohol- und Tabakwerbung(letztere gibts ja fast nimmer) ihr Übriges. Ich finde z.B. die letzte Bayer-Werbung verheerend, wo die durch die Gegend rennen oder im Fitneßstudio waren und einer den anderen drauf aufmerksam macht, daß Aspirin nicht nur bei Kopfschmerzen hilft sondern auch, wenn einem die Knochen wehtun, um dann lustig weiterzusporteln*kopfpatsch*. Ebenso haben viele Leute insbesondere Politker keine Ahnung, was Drogen angeht und dämonisieren insbesonder die Kiffer, als ob sie der Teufel in persona sind. Da greift auch dann, daß die verbotenen Früchte usw...Und ich denke, Hilfe, Information und Aufklärung incl. es nicht gleich zu überreißen, wenn beim Kind mal ein Krümel Gras von Mama beim Wäschewaschen inner Hoseentasche gefunden wird, bringt allgemein mehr Punkte, als nach irgendwie härteren Strafen zu schreien. Ich meine auch, daß Drogen egal welcher Art (auch "nichtstoffliche" wie Spielsucht usw. ) als Genußmittel betrachtet werden sollen und dementsprechend auch genau so behandelt. Und bei Leuten, wo festgestellt wird, daß sie es übertreiben, möge die "soziale Kontrolle" greifen.Und um auf "Crystal" zurückzukommen; Leute, die einen halbwegs selbstkontrollierten Drogenkonsum haben, wissen, daß das Zeugs nicht für den alltäglichen Gebrauch taugt, da es halt doch nicht soo lustig ist, 3 Tage hintereinander wachzubleiben; da hilft noch nicht mal das berühmte "Runterkiffen" oder "-saufen".Ansonsten halte ich von dem Chemiescheiß nicht viel, finde es aber besser, abends öfter mal ne Tüte zu rauchen anstatt Schlaftabletten oder 5-7 Bier einzufädeln, um entspannt einzupennen. Das Problem heutzutage ist aber eher, daß die Kids mittlerweile schon mit 11/12/13 Jahren mit Drogen anfangen; also gesund ist das nicht!
Da marschiert man nicht gleich für ab; selbst wenn den Leuten ab ner gewissen nicht geringen Menge (was auch immer "gering" bedeutet; ist meist Auslegungssache des Richters/Staatsanwalts) unterstellt wird, Gras und Shit weiterzuvertreiben gibt erstmal Sozialstunden, ne Geldstrafe oder ne Strafe auf Bewährung. Jugendliche werden auch gerne mal in Jugendarrest geschickt und dürfen dann nochmal ne Zeitlang zu ner Suchtberatungsstelle gehen. Gilt sinngemäß auch für "Chemie".Ansonsten ist m.E. mal allgemein mehr drüber nachzudenekn, wo dieses Schema Drogen=Gewinn herkommt. Ich bin der Meinung (auch wenn ich nicht von selber draufgekommen bin*g*), daß diese eingeschliffenen Schemata in der Gesellschaft=Familie und Umfeld bezüglich Medikamenten- und Alkohol/Tabak/Kaffeekonsum da durchaus einen großen Einfluß haben.Soll heißen; die Denke:"Wenn das Kind hustet kriegts Hustensaft aus der Apotheke, viele Grippen werden unnötigerweise mit Penicillin "erschlagen", Mama oder Papa sagt öfter mal "Ah mir brummt der Schädel-ich brauch ne Aspirin", "Uh ich bin total vollgegessen und brauch erstmal nen Verdauungsschnaps und ne Kippe", "Ich brauch jetzt unbedingt nen Kaffee-sonst penn ich ein" usw. usf. ... (und das Eltern auch vorsichtig sein sollen, wenn sie Schlaftabletten oder Valiumprodukte o.ä. nehmen, daß es die Kids nicht mitkriegen sollte sowieso selbstverständlich sein!)Ebenso tut da die Werbung für freiverkäufliche Medikamente oder auch Alkohol- und Tabakwerbung(letztere gibts ja fast nimmer) ihr Übriges. Ich finde z.B. die letzte Bayer-Werbung verheerend, wo die durch die Gegend rennen oder im Fitneßstudio waren und einer den anderen drauf aufmerksam macht, daß Aspirin nicht nur bei Kopfschmerzen hilft sondern auch, wenn einem die Knochen wehtun, um dann lustig weiterzusporteln*kopfpatsch*. Ebenso haben viele Leute insbesondere Politker keine Ahnung, was Drogen angeht und dämonisieren insbesonder die Kiffer, als ob sie der Teufel in persona sind. Da greift auch dann, daß die verbotenen Früchte usw...Und ich denke, Hilfe, Information und Aufklärung incl. es nicht gleich zu überreißen, wenn beim Kind mal ein Krümel Gras von Mama beim Wäschewaschen inner Hoseentasche gefunden wird, bringt allgemein mehr Punkte, als nach irgendwie härteren Strafen zu schreien. Ich meine auch, daß Drogen egal welcher Art (auch "nichtstoffliche" wie Spielsucht usw. ) als Genußmittel betrachtet werden sollen und dementsprechend auch genau so behandelt. Und bei Leuten, wo festgestellt wird, daß sie es übertreiben, möge die "soziale Kontrolle" greifen.Und um auf "Crystal" zurückzukommen; Leute, die einen halbwegs selbstkontrollierten Drogenkonsum haben, wissen, daß das Zeugs nicht für den alltäglichen Gebrauch taugt, da es halt doch nicht soo lustig ist, 3 Tage hintereinander wachzubleiben; da hilft noch nicht mal das berühmte "Runterkiffen" oder "-saufen".Ansonsten halte ich von dem Chemiescheiß nicht viel, finde es aber besser, abends öfter mal ne Tüte zu rauchen anstatt Schlaftabletten oder 5-7 Bier einzufädeln, um entspannt einzupennen. Das Problem heutzutage ist aber eher, daß die Kids mittlerweile schon mit 11/12/13 Jahren mit Drogen anfangen; also gesund ist das nicht!
Seit es Rauschdrogen gibt, konsumieren Menschen diese Substanzen. Seit es Suchtmittel aller Art gibt, leugnen die Verkäufer, Nutzer und Süchtigen sowohl die psychischen Folgen, als auch die körperlichen Veränderungen. Ganz abgesehen davon, dass Rauschdrogen abhängig machen und Verleugnungstrategien dann die Regel sind.Zu den Amphetaminderivaten, Ectasy, MDMA, Lösemitteln, Heroin, Crack, Opium und den "Downern", z.B. Rohypnol oder Valium.... liegen, wie für Alkohol oder Tabak unzählige Befunde für irreversible (nicht mehr rückführbare) Veränderungen im Zentralnervensystem und an anderen Organsystemen im Körper vor.Wer das noch leugnet, befindet sich in etwa auf dem Level derjenigen, die gegen den Internationalen Klimarat immer noch behaupten, es fehlten deutliche Hinweise für eine menschengemachte Erderwärmung.Andererseits gilt auch: Die meisten akut lebensgefährlichen und tödlichen Handlungen weltweit führen Menschen durch, die versuchen an die illegalen Drogen selbst, an das Geld für die Drogen oder an Einnahmen aus dem Handel von Drogen zu kommen.Es kann überhaupt keine Frage mehr sein, dass die Kriminalisierung der Drogen mindestens ebenso schädliche Begleitwirkungen erzeugt, wie der Konsum der illegalen Rauschmittel. Trotzdem muß kein vernünftiger Mensch als Meinung hinnehmen, wenn immer wieder behauptet wird, Drogen, z.B. Amphetamine, verursachten keine organische (körperliche) Schäden und könnten keine Sucht auslösen. Leute die so etwas unter das Volk zu streuen versuchen, haben entweder keine Kenntnisse oder aber, sie versuchen den Konsum von Rauschdrogen schön zu reden. -Gerade für Amphetamine und verwandte Substanzen sind irreversible Hirnschädigungen mehrfach sehr gut beschrieben und bewiesen.Wahr bleibt aber auch, dass die weltweit gefährlichsten Drogen, Alkohol, Tabak und Waffen, weit verbreitet völlig legal erworben werden können, und daher weit größere Schäden, vom Unfalltod, bis zur Erhöhung der Gewalt - und Risikobereitschaft, vom induzierten Wahn bis zur Dauerdepression und zur Selbsttötung auslösen. Verglichen mit dem "Drogen- Illegalitäts -Gewalt Komplex", das kann man mit guter Begründung behaupten, handelt es sich hingegen bei tödlichen Vergiftungen durch Pflanzenteile oder Tiergifte, eher um geringe Risiken, selbst wenn man nur die "geordneten" Verhältnisse in Deutschland betrachtet. Unter Psychiatern und Psychologen ist völlig unbestritten, dass Rauschdrogen die Anlagen zu einer psychischen Erkrankung freilegen. Das ist kein gering einzuschätzendes Risiko, wenn man bedenkt, dass etwa 0,6-1,0 % der Bevölkerung einmal im Leben an einer eine Schizophrenie erkrankt, ein ungefähr gleich hoher Prozentsatz an einer manisch-depressiven Erkrankung im Verlauf des Lebens leidet und 3-5% eine ausgeprägte Depression entwickeln . - Alle diese Krankheiten stehen überzufällig häufig mit dem Konsum von Drogen und Alkohol in Beziehung.Je nach Forschungsansatz, gelten zudem 2,5-3% der Bevölkerung als Alkoholiker (WHO-Definition) und 5-7% als Mißbraucher von Alkohol. GrüßeChristoph Leusch
christoph daum und konstantin wecker sind immer noch symbolfiguren. symbole dafür das man sich und seinen leistungen treu bleiben kann, auch wenn man an den pranger gestellt wurde. herr schill aus hamburg ist ein beweis dafür das kokain nicht die persönlichkeit verändert. einmal a....l..h immer ........h.
das problem ist, das prominente, durch ihre finanziell meist bessere situation zugang zu saubererem rauschmittel haben als andere. sekt oder selters (uranbelastet), oder anders gesagt, entweder ein pflanzenderivat oder schweinemastmittel. wers braucht.
auch wenn man ansonsten so liberal und aufgeklärt ist:
Wenn Speed-Derivate erlaubt wären, würde sehr schnell die Pflicht bestehen, diese am Arbeitsplatz einzunehmen um den Belastungen des modernen Arbeitsleben besser gewachsen zu sein (Nachtschichten, endlose Überstunden ect.). Und wenn der Druck nur indirekt ausgeübt wird: Herr Meier, das geht nicht das ihnen nach 12 Stunden solche Konzentrationsstörungen passieren.
Dann lieber die guten alten Fliegerdrogen(die auch schon das Wunder von Bern bewirkt haben) einwerfen und hellwach sein - mit allen Nebenwirkungen.
Und um nach mehreren Trips dann schlafen zu können, ein paar Downer hinterher (die amerikanische Luftwaffe arbeitet in Einsätzen wie z.B. Afghanistan so, ab und an wird dann einmal eine Hochzeit bombardiert).
Ich kenne die Probleme mit Crystal Methamphetamines ('Ice') aus erster Hand, weil ich meiner Freundin aus der Sucht geholfen habe. In Thailand, wo ich lebe, wird Ice meistens in kleinen Glaspfeifchen geraucht. Der Unterschied zu 'E' (MDMA) ist gewaltig.Erst mal das koerperliche Suchtpotenzial (bei E ist das eher psychologisch): leichte bis mittelschwere User brauchen ein Zeitfenster von mindestens zwei Jahren um keinen Drang mehr zu verspueren. Bei schweren Usern ergibt sich eine lebenslange koerperliche Abhaengigkeit. Ein paar Sozialhelfer meinten mal es sei sogar schwieriger von Ice wegzukommen als von Heroin. Die Folgen sind drastisch: Persoenlichkeitsveraenderungen, weit erhoehte Aggressivitaet und Paranoia - alles folgen die einen Ice-User vollkommen unsozial und auch job-unfaehig machen.Um die Zeiten zum naechsten Ice-Qualmen zu ueberbruecken nehmen viele Abhaengige auch Kokain. Auf laengere Sicht zerfaellt der Koerper, allem voran der Zahnverfall durch das Rauchen der Chemikalien. Bei Ecstacy als Neurotoxin/Nervengift scheiden sich die Geister: wie alle Drogen (siehe Alkohol) fuehrt uebermaessiger Gebrauch zu Gesundheitsschaeden - bei 'E' eben Schlafstoerungen und Depressionen, man vermutet dass die Dopaminrezeptoren im Gehirn verkrueppeln. Angeblich braucht das Gehirn bis zu zwei Monate um sich auf Mikroebene nach einem Abend mit 'E' zu erholen - aehnlich etwa einem Vollrausch mit Alkohol. Ectstacy macht nicht koerperlich abhaengig - Problem ist dass es Leuten ein Gluecksgefuehl beschert und vor allem Jugendliche dann in der Gruppe eine staendige Wiederholung desselben anstreben. Bei aelteren und verantwortungsvolleren Usern gibt es das Problem allerdings nicht und 'E' ist hat sich laengst als Standarddroge fuers Clubleben etabliert - once in a while. Schlimmer als 'E' ist etwa fluessiges 'E', was auch als Vergewaltigungsdroge eingesetzt wird. Noch kurz zum Entzug von Ice: bei uns in Bangkok gibt es Kliniken die unter aerztlicher Aufsicht einen speziellen Ginseng Tee verabreichen. Er besetzt angeblich die von der Droge besetzten Synapsen. Da die Entzugserscheinungen recht drastisch sind (meine Freundin spuckte am Schluss nur noch Blut), eben nur unter aerztlicher Aufsicht. Nach dem Entzug ist gar nichts gewonnen, wenn das soziale Umfeld hinterher nicht veraendert wird, d.h. meine Freundin hat freiwillig all ihre Freunde/ Freundinnen (die eh keine echte Freunde waren sondern nur Drogenfreunde) aufgegeben, also NULL Kontakt. Zwei Jahre ist das jetzt her und erst jetzt ist sie wieder in der Lage einen normalen Job anzufangen, aber nur weil ich als Beschuetzerin bei ihr bin. Auch das zerstoerte Selbstbewusstsein und Selbstwertgefuehl braucht sehr lange um sich zu regenerieren. Mein Fazit: Ecstacy ist eine starke Partydroge und fuer Teenager absolut nicht geeignet. Koerperliche Abhaengikeit entsteht aber nicht. Ice demgegenueber ist ein Teufelzeug, dass schnell Abhaengikeit schafft und grosses soziales Leiden durch die entstehenden Persoenlichkeitsaenderungen. Allein rauszukommen ist unmoeglich.Gegen die Haendler und Hersteller muss man m.E. sehr streng vorgehen. Ice bricht ganze Familien auseinander und das Sozialgefuege. Das sind keine Hippie-Kippen bei denen man Crosby, Stills, Nash & Young hoert und danach den Weltfrieden herbeiwuenscht. Deshalb gibt es bei uns in Thailand dafuer ca. 15-20 Jahre Knast.MfG!
Kommentar zu einigen Kommentaren:ad 5. redsnapper/tschuldigungLeider stimmt Ihre Vermutung, es ginge nur darum "saubere", d.h. Drogen ohne Begleitstoffe einzunehmen, nicht. Ich will und kann Sie nicht über die Biografien von Herrn Daum und Herrn Wecker aufklären, aber mehr als die üblichen Revolverblattgeschichten weiß ich zu diesen Fällen schon. Gerade bei Wecker können Sie davon ausgehen, dass die körperliche und psychische Gefährdung groß war und nicht verharmlos werden kann, er weiter gefährdet bleibt.Für die neuen Partydrogen, also all´ jene Substanzen um Ecstasy und Amphetamin herum, ebenso für Opiate und Tranquilizer sind die Ergebnisse völlig eindeutig. Die machen auch in Reinform irreversible Hirnveränderungen, ich würde liebe sagen "Hirnschäden". Dazu kommen Schäden an Leber und Niere, sowie Schäden an der Herzmuskulatur. Ein Punkt der zutrifft. Menschen mit gutem finanziellen Hintergrund können sich mehr Hilfen im Falle der Katastrophe und mehr Auszeiten zur Regeneration erlauben.Alle anderen Begründungen für "reine" Substanzen ändern nichts an deren primärer Gefährlichkeit. "Verunreinigte" Drogen stellen ein zusätzliches Problem dar, neben der Begleitkriminalität.ad 6. Warum Drogen.../TilmannJEs gibt zwar drogengeneigte Arbeitsplätze, z.B. Gastwirt, Türsteher, Wachdienstler, Schichtarbeiter, TV und Medienarbeiter, Ärzte,...aber die Konzentration oder Leistung, lässt sich nicht dauerhaft mit Drogen steigern und nicht verbessern.So schränken Halluzinogene,Weckamine oder Amphetamine die Fähigkeit mehrere verschiedene Situationen gleichzeitig oder schnell hintereinander zu erkennen und zu beurteilen deutlich ein. Nur der unter "Strom" stehende Mensch meint, es ginge alles immer noch gut und besser und tatsächlich hat er auch kein Ermüdungserleben. An der Tatsache, unter Amphetaminen nur schlechter, nie besser zu arbeiten, ändert das, wenn objektiv geprüft wird, nichts.In gefahrgeneigten Berufen fördern Amphetamine die Selbstüberschätzung. So wird aus dem guten Berufskraftfahrer ein potentielles Hochrisiko, so wird aus dem Arzt mit Amphetaminen im Blut unter Umständen ein Kunstfehlerproduzent, selbst wenn er dann länger operieren kann oder mehr Patienten in kurzer Zeit behandelt.Die Beispiele aus dem Militärbereich zeigen nur eines. Den Vorgesetzen ist ihr "Material" der Soldat oder Söldner, mit Verlaub, scheißegal. Er soll ja gerade "verbraucht" und "ausgenutzt" werden und vor allem Risiken eingehen, die er unter normalen Bedingungen nicht auf sich nähme. Schon das alte "Heroin" trägt diese Absicht im Namen. - Im Grunde denken die Leute, die mit Drogen Geld verdienen, genau so. Für Sie sind die Süchtigen das Mittel zur Bereicherung, zum Sieg im Kampf um den Profit.ad 7. MDMA versus Ice/ "jona kompa"Werter "jona kompa". Da können Sie noch vielmals der Ansicht sein MDMA oder Ecstasy-Pillen seien als Partydrogen akzeptabel, "Ice" hingegen ein Teufelszeug. - Der Teufel kommt einmal schnell, weil über die Oberfläche der Lungen aufgenommen ("Ice), bei den Pillen oder "Briefchen" etwas langsamer. Aber Amphetamine und die Abkömmlinge beschreiten im Körper letztlich den gleichen Stoffwechselweg und reagieren mit den gleichen Rezeptorengruppen. Die letzteren gehen dabei verloren, nachdem der Körper zunächst versucht gegen zu steuern und noch mehr Rezeptoren auf den Zelloberflächen produziert. Deshalb Dosissteigerung, deshalb schneller Wirkungsverlust, deshalb Neigung zum Exzess, z.B. wie bei Cocain, deshalb gefährliche Langzeitwirkung, weil die Nervenzellen auf Funktionsschäden an den Membranrezeptoren mit ihrem Niedergang reagieren. - Viele Süchtige halten zwar gewisse Zeit durch, weil der menschlichen Körper offenbar vom kostbaren Gut Nervenzelle einen ausreichenden, vielleicht vielfach ungenutzten, Sicherheitsvorrat anlegt, aber in manchen für die Psyche oder z.B. für die extrapyramidale Motorik zuständigen wichtigen Subsystemen existieren nur geringe Toleranzen. Das Endergebnis: Schlagartig kommt plötzlich das bittere Ende, eine Psychose oder schwer behandelbare Depression setzt ein. Der Abhängige reagiert, indem er noch mehr und vor allem verschiedene Drogen konsumiert.Beim Alkohol lassen sich ähnliche Phänomene beobachten und nachweisen. GrüßeChristoph Leusch PS: Noch ein heißgeliebtes Thema fehlt bisher. Die immer wieder vorgebrachte Behauptung, mit Drogen und unter Drogen sei der Mensch kreativer und produktiver.Leider verhält es sich damit, wie mit dem Phänomen so mancher "Savants", den besonders Merkfähigen und Aufmerksamen. Zwar schießt viel durch Kopf und Herz, die Assoziationen sprudeln nur so, aber es wird irgendwie dauerhaft nicht daraus.
Ich habe nicht behauptet dass ich Ecstacy als Partydroge legitim finde. Ich denke man muss unterscheiden zwischen a.) der Art von Abhaengigkeit (koerperlich, psychologisch und in welchem Masse) b.) dem koerperlichen Schaden und c.) den sozialen Konsequenzen verschiedener Drogen. Ein erfolgreicher Rechtsanwalt aus New York, den ich gut kenne, raucht liebend gerne und regelmaessig seinen Joint und gehoert - was scharfen Verstand anbetrifft - zu den Primadonnas seiner Zunft. Er kann eben damit umgehen. Goethe und Hegel tranken auch ihre Weine, pur oder mit Morphium versetzt. Ein Top Programmierer den ich kenne nimmt auch alle paar Monate mal eine halbe Tablette 'E' bevor er in einen Club geht fuer besondere Momente... Niemand nimmt Schaden weil es sich hier eben um erwachsene Leute handelt, die eben mit diesen 'Partydrogen' umgehen koennen. Bei Alkohol als sozial akzeptierter Party-Droge ist das genau das gleiche, nur dass Alkohol eben gradueller einherkommt.Ein Teenager kann deshalb unmoeglich mit neueren Partydrogen umgehen, die eben grosse Selbstkontrolle abverlangen. Das waere so als ob man einen Fahrschueler nach der ersten Stunde ohne Begleitung in einen Ferrari oder in ein U-boot setzt.Im Gegensatz zu 'E' entstehen bei Crystal Ice oder auch Heroin starke koerperliche Abhangigkeiten. Und das ist die wirklich schlimme, echte "Sucht". Bei ein paar Clubbern auf 'E' ist nach drei bis vier Stunden im wesentlichen alles vorbei. Zurueck in den Alltag, Happy Monday und ohne Absturz.Bei Ice aber ist das anders: erst ein High, dann Absturz, Versagen des Magen-Darm Traktes (meine Freundin konnte dann fuer Tage nichts essen) , Fieberkurven (heiss-kalt auf Wiederholungsschleife), rasendes Herz, nur noch im Bett liegen tagelang, grosse Aggressivitaet, leichte Erregbarkeit und Paranoia. Eben die Hoelle - obendrein dann der intensive koerperliche Wunsch weiterzurauchen - Hoelle in Multiplikation! Von daher wuerde ich nicht alle Drogen ueber einen Kamm scheren, eben weil a.), b.) und c.) je nach Droge, sozialem Umfeld und Anwender ganz anders aussehen. Wieviel Leute sterben jaehrlich an alkohol-beteiligten Autounfaellen und Gewaltverbrechen? Wieviele Leute sterben zum Vergleich jaehrlich durch Marihuana-rauchen oder Ecstacy? Und auch: was sind (neben den koerperlichen Folgen - siehe auch Nikotin und das deutsche Festklammern am Stengel. Selbst Thailand ist mit seinem Rauchverbot fuer Clubs seit letztem Monat Deutschland voraus.) die seelischen Leiden die mit Drogen verbunden sind - fuer alle Beteiligten?Darum geht es ja, oder? Eine australische Kollegin erzaehlte mir einmal, wie sie mit ihren Eltern einen Dokumentarfilm anschaute in dem eine hoffnungslos krebskranke alte Frau sich eine Tablette 'E' erlaubte, und hinterher meinte, dass dies eines der schoensten und grossartigsten Erlebnisse ihres Lebens gewesen sei. Meine Freundin meinte nur : "meine Eltern sassen danach total verdutzt vorm Fernseher und ich wollte am liebsten herausschreien - hey Mum and Dad, das ist soooo eine tolle Droge, die sollten wir alle mal ausprobieren!"Ich wuerde wohl nicht soweit gehen wie meine Kollegin, aber Aufklaerung und sich differenziert zu Drogen aeussern ist wichtiger als pauschale (und blinde) Verurteilung. Meine Theorie (Anna Freud eingedenk): es wird immer Drogen geben als Teil unserer ganz natuerlichen Realitaetsverweigerung. Oder auch - vor allem bei Jugendlichen - zur Abgrenzung gegenueber den Erwachsenen und unueberlegt aus Hormonueberschuss heraus. Auch bei meiner Freundin war es reine Dummheit: Drogen und Parties und Leute mit zuviel Geld, die sich das leisten koennen. Bad company. Wer noch nie eine Droge genommen hat, der werfe den ersten Stein. Es gibt sogar Leute die sind auf einer Fernseh- Sex-oder Religionsdroge, mit ebenfalls schmerzhaften sozialen Folgen :)MfG!
Ich habe nicht behauptet dass ich Ecstacy als Partydroge legitim finde. Ich denke man muss unterscheiden zwischen a.) der Art von Abhaengigkeit (koerperlich, psychologisch und in welchem Masse) b.) dem koerperlichen Schaden und c.) den sozialen Konsequenzen verschiedener Drogen. Ein erfolgreicher Rechtsanwalt aus New York, den ich gut kenne, raucht liebend gerne und regelmaessig seinen Joint und gehoert - was scharfen Verstand anbetrifft - zu den Primadonnas seiner Zunft. Er kann eben damit umgehen. Goethe und Hegel tranken auch ihre Weine, pur oder mit Morphium versetzt. Ein Top Programmierer den ich kenne nimmt auch alle paar Monate mal eine halbe Tablette 'E' bevor er in einen Club geht fuer besondere Momente... Niemand nimmt Schaden weil es sich hier eben um erwachsene Leute handelt, die eben mit diesen 'Partydrogen' umgehen koennen. Bei Alkohol als sozial akzeptierter Party-Droge ist das genau das gleiche, nur dass Alkohol eben gradueller einherkommt.Ein Teenager kann deshalb unmoeglich mit neueren Partydrogen umgehen, die eben grosse Selbstkontrolle abverlangen. Das waere so als ob man einen Fahrschueler nach der ersten Stunde ohne Begleitung in einen Ferrari oder in ein U-boot setzt.Im Gegensatz zu 'E' entstehen bei Crystal Ice oder auch Heroin starke koerperliche Abhangigkeiten. Und das ist die wirklich schlimme, echte "Sucht". Bei ein paar Clubbern auf 'E' ist nach drei bis vier Stunden im wesentlichen alles vorbei. Zurueck in den Alltag, Happy Monday und ohne Absturz.Bei Ice aber ist das anders: erst ein High, dann Absturz, Versagen des Magen-Darm Traktes (meine Freundin konnte dann fuer Tage nichts essen) , Fieberkurven (heiss-kalt auf Wiederholungsschleife), rasendes Herz, nur noch im Bett liegen tagelang, grosse Aggressivitaet, leichte Erregbarkeit und Paranoia. Eben die Hoelle - obendrein dann der intensive koerperliche Wunsch weiterzurauchen - Hoelle in Multiplikation! Von daher wuerde ich nicht alle Drogen ueber einen Kamm scheren, eben weil a.), b.) und c.) je nach Droge, sozialem Umfeld und Anwender ganz anders aussehen. Wieviel Leute sterben jaehrlich an alkohol-beteiligten Autounfaellen und Gewaltverbrechen? Wieviele Leute sterben zum Vergleich jaehrlich durch Marihuana-rauchen oder Ecstacy? Und auch: was sind (neben den koerperlichen Folgen - siehe auch Nikotin und das deutsche Festklammern am Stengel. Selbst Thailand ist mit seinem Rauchverbot fuer Clubs seit letztem Monat Deutschland voraus.) die seelischen Leiden die mit Drogen verbunden sind - fuer alle Beteiligten?Darum geht es ja, oder? Eine australische Kollegin erzaehlte mir einmal, wie sie mit ihren Eltern einen Dokumentarfilm anschaute in dem eine hoffnungslos krebskranke alte Frau sich eine Tablette 'E' erlaubte, und hinterher meinte, dass dies eines der schoensten und grossartigsten Erlebnisse ihres Lebens gewesen sei. Meine Freundin meinte nur : "meine Eltern sassen danach total verdutzt vorm Fernseher und ich wollte am liebsten herausschreien - hey Mum and Dad, das ist soooo eine tolle Droge, die sollten wir alle mal ausprobieren!"Ich wuerde wohl nicht soweit gehen wie meine Kollegin, aber Aufklaerung und sich differenziert zu Drogen aeussern ist wichtiger als pauschale (und blinde) Verurteilung. Meine Theorie (Anna Freud eingedenk): es wird immer Drogen geben als Teil unserer ganz natuerlichen Realitaetsverweigerung. Oder auch - vor allem bei Jugendlichen - zur Abgrenzung gegenueber den Erwachsenen und unueberlegt aus Hormonueberschuss heraus. Auch bei meiner Freundin war es reine Dummheit: Drogen und Parties und Leute mit zuviel Geld, die sich das leisten koennen. Bad company. Wer noch nie eine Droge genommen hat, der werfe den ersten Stein. Es gibt sogar Leute die sind auf einer Fernseh- Sex-oder Religionsdroge, mit ebenfalls schmerzhaften sozialen Folgen :)MfG!
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