Ex-Jugoslawien Karadžić vor Gericht
Der wegen Kriegsverbrechen verhaftete frühere bosnische Serbenführer Radovan Karadžić ist am Donnerstag erstmals dem internationalen Strafgerichtshof in Den Haag vorgeführt worden. Wir veröffentlichen seine ersten Aussagen

© Serge Ligtenberg/Getty Images
Vor dem UN-Tribunal in Den Haag: Radovan Karadžić
Vor Gericht erschien Radovan Karadžić rasiert mit gekürzten Haaren in einem dunklen Anzug und sah damit fast wie früher aus, als er Präsident der „Republik Srpska“ war. Er machte einen entspannten, aber konzentrierten Eindruck, während der Richter Alphons Orie ihm die wesentlichen Punkte der Anklage vortrug. Ihm werden Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnienkriegs von 1992 bis 1995 vorgeworfen.
Richter Orie wies Karadžić auf sein Recht zu Schweigen hin. Sollte er schweigen, wird dies automatisch als „nicht schuldig“ gewertet. Der Angeklagte hat 30 Tage Zeit, um sich für schuldig oder nicht schuldig zu erklären. Karadžić sagte, er wolle die Anklageschrift genau studieren, ehe er sich dazu äußere. Er wies darauf hin, dass Chefankläger Serge Brammertz bereits eine Überarbeitung der Anklage angekündigt habe. Brammertz bestätigte, dass die Anklage noch verändert werden solle, konnte aber keinen Zeitpunkt dafür nennen.
Auf die Frage, ob er keinen Anwalt wünsche, antwortet Karadžić, er habe einen „unsichtbaren“ Verteidiger. Er folgt damit dem Vorbild des früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic, der sich auch selbst verteidigte.
In seiner ersten Ansage verwies Karadžić auf eine Absprache mit den Vereinigten Staaten, die ihm 1996 Straffreiheit gegen einen politischen Rückzug versprochen hätten. Richter Orie unterbrach ihn und forderte ihn auf, dieses Argument mit Fakten zu erhärten und später erneut vorzubringen. Er solle auch erläutern, welche Konsequenzen eine solche Absprache für seinen Prozess haben könnte.
Karadžić beklagte auch „Unregelmäßigkeiten“ bei seiner Verhaftung in Belgrad. Er sei von Zivilisten, die er nicht kenne, entführt und an einem ihm unbekannten Ort festgehalten worden.
Chefankläger Serge Brammertz geht davon aus, dass der Prozess in einigen Monaten beginnen kann. Auf einen Zeitpunkt für die Fertigstellung der endgültigen Anklage wollte er sich bei der Anhörung am Donnerstag nicht festlegen. Bei der Handhabung des Verfahrens wolle er aus dem immer wieder hinausgezögerten Milosevic-Prozess lernen, hatte Brammertz kürzlich angekündigt. „Es wird eine komplizierte Verhandlung, aber wir sind uns vollkommen im Klaren darüber, wie wichtig es ist, effizient zu sein.“
Karadžić wird zusammen mit dem noch flüchtigen Ex-General Ratko Mladic für die 43-monatige Belagerung Sarajewos und den Mord an 8000 bosnischen Muslimen 1995 in Srebrenica verantwortlich gemacht. Die beiden Vergehen gelten als grausamste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.
- Datum 28.12.2008 - 18:54 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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"Richter Orie wies Karadžić auf sein Recht zu Schweigen hin.... Der
Angeklagte hat 30 Tage Zeit... Karadžić sagte, er wolle die Anklageschrift genau
studieren, ehe er sich dazu äußere. Er wies darauf hin, dass
Chefankläger Serge Brammertz bereits eine Überarbeitung der Anklage
angekündigt habe. Brammertz bestätigte, dass die Anklage noch verändert
werden solle, konnte aber keinen Zeitpunkt dafür nennen.".M.E. war dies bereits die erste schwere Panne in diesem Prozess, denn der Richter wusste nichts von einer neuen Anklageschrift und durfte dies ausgerechnet von dem Angeklagten erfahren, vor laufenden Kameras... .Die 30Tage-Frist ist verständlich angesichts der umfangreichen Anklageschrift in diesen Fällen, schließlich kann sich der Angeklagte zu den einzelnen Punkten auch selbst für schuldig erklären, das bleibt ihm in einem rechtmäßigen Prozess frei. .Ich schrieb hier bereits, dass diese Prozesse ordentlich vorbereitet gehören, und habe dies am Beispiel des Herrn Seselj zu verdeutlichen versucht. Es bleibt nur noch zu hoffen, dass sich Derartiges nicht wiederholt. .Und jeder seine gerechte Strafe bekommt..MfGZack34.
Dieser ganze Zirkus mit dem UN-Tribunal ist unverstaendlich. Die Angeklagten leben in geraeumigen Nobel-Zellen mit Computer,TV und Zeitschriften in der Muttersprache. Das Essen wird die Qualitaet eines 3 Sterne Hotels haben, aerztliche Rundumversorgung ist garantiert. Man kann also aushalten, ist beinahe wie Urlaub.
Und dann geht's los. Als erstes mal 30 Tage in aller Ruhe die Anklageschrift studieren, vielleicht nochmal 30 Tage wg. kompliziert. Und dann zieht's sich und zieht's sich, ein Jahr geht rum und immer noch nichts, und dann wird mal wieder eine Erholungspause von 2 Monaten gemacht, weil die Anklaeger erschoepft sind oder was nicht verstanden haben. Und dann kann es passieren, dass der Angeklagte nach 1-2 Jahren Prozess so gestresst ist, dass er an einem Herzrinfarkt stirbt.
Es koennte sicher alles viel schneller gehen, aber konveniert wahrscheinlich den Tribunalmitgliedern nicht. Bei deren Gehaeltern: je laenger umso besser. Aber: macht dieses UN-Tribunal Sinn oder geht es darum, einigen guten Freunden ein lukratives Einkommen zu verschaffen.
"Die Angeklagten leben in geraeumigen Nobel-Zellen mit Computer,TV und
Zeitschriften in der Muttersprache. Das Essen wird die Qualitaet eines
3 Sterne Hotels haben, aerztliche Rundumversorgung ist garantiert. Man
kann also aushalten, ist beinahe wie Urlaub.".Soeben gestern wurde die Zelle den Fernsehteams gezeigt. Darin war nichts von dem zu finden, was Sie als geraeumige Nobel-Zelle beschreiben. Woher Sie das Essen SO beurteilen könnten, haben Sie uns nicht verraten. (obwohl Sie anscheinend große Lust auf so ein feines Menue hätten) Es ist eine Zelle, wie jede andere, ein jeder Häftling in BRD hat ein Fernsehgerät in seiner Zelle und ein paar Bücher/Zeitschriften zu lesen. Bzgl. der aerztlichen Rundumversorgung kann man sie viell. an die folgenden Fakten erinnern: Milosevic soll damals lt. Nachrichten und Gerichtssprechern auch in den Genuss der besten ärtzlichen Kontrolle gekommen und einer Non-Stop-Überwachung unterzogen worden sein. (Sein Privatarzt jedoch protestierte mehrfach wg. unterlassener mediz. Hilfe und behauptete, seinem Patienten seien die für ihn richtigen Medikamente durch andere ersetzt worden, dies alles lange vor seinem Tod. Das Gericht bestätigte die Verwendung "äquivalenter Arzneien" und erklärte nicht, warum der Ersatz überhaupt) Anschl. lag Milosevic tatsächlich trotz aller Dauer-Überwachung stundenlang tot in seiner Zelle rum, bevor er "entdeckt" wurde. Nochmals - das sind Fakten, keiner will Milosevic verteidigen zumal er sich durch sein Ableben der gerechten Strafe entzogen hat..Ferner:Die 30 Tage - Frist ist angesichts der unmfangreichen Anklageschrift und der dem Angeklagten zustehende Freiheit, sich selbst zu den einzelnen Punkten schuldig zu erklären (und dadurch den Prozess kürzer zu machen),... völlig normal. .Warum das Einkommen der guten Freunde angesichts der zu bewältigenden Aktenberge Ihrer Meinung nach so "lukrativ" sein soll, wird offenbar Ihr Geheimnis bleiben..[...].Eigentlich sind Ihre obigen Auslassungen keines ernsthaften Kommentars wert.Zack34.[Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Beleidigungen und bleiben Sie sachlich./ Die Redaktion; ew]
wie Sie die grundprinzipien eines "fair trial" zu nennen belieben, gehört zu den mühsam erkämpften basics eines rechtsstaates. auf die hat jeder mensch anspruch, sei es der "hühnerdieb" vorm königlich-bayerischen amtsgericht oder ein angeklagter vor dem IGH oder ein in Guantanamo extra-legal internierter. Im übrigen soll die unterbringung während einer untersuchungshaft nicht die strafe vorwegnehmen - und schon überhaupt nicht eine strafe, wie sie garnicht vorgesehen ist.
also: auf dem teppich bleiben und von mir aus dort floh-zirkus spielen.
"Die Angeklagten leben in geraeumigen Nobel-Zellen mit Computer,TV und
Zeitschriften in der Muttersprache. Das Essen wird die Qualitaet eines
3 Sterne Hotels haben, aerztliche Rundumversorgung ist garantiert. Man
kann also aushalten, ist beinahe wie Urlaub.".Soeben gestern wurde die Zelle den Fernsehteams gezeigt. Darin war nichts von dem zu finden, was Sie als geraeumige Nobel-Zelle beschreiben. Woher Sie das Essen SO beurteilen könnten, haben Sie uns nicht verraten. (obwohl Sie anscheinend große Lust auf so ein feines Menue hätten) Es ist eine Zelle, wie jede andere, ein jeder Häftling in BRD hat ein Fernsehgerät in seiner Zelle und ein paar Bücher/Zeitschriften zu lesen. Bzgl. der aerztlichen Rundumversorgung kann man sie viell. an die folgenden Fakten erinnern: Milosevic soll damals lt. Nachrichten und Gerichtssprechern auch in den Genuss der besten ärtzlichen Kontrolle gekommen und einer Non-Stop-Überwachung unterzogen worden sein. (Sein Privatarzt jedoch protestierte mehrfach wg. unterlassener mediz. Hilfe und behauptete, seinem Patienten seien die für ihn richtigen Medikamente durch andere ersetzt worden, dies alles lange vor seinem Tod. Das Gericht bestätigte die Verwendung "äquivalenter Arzneien" und erklärte nicht, warum der Ersatz überhaupt) Anschl. lag Milosevic tatsächlich trotz aller Dauer-Überwachung stundenlang tot in seiner Zelle rum, bevor er "entdeckt" wurde. Nochmals - das sind Fakten, keiner will Milosevic verteidigen zumal er sich durch sein Ableben der gerechten Strafe entzogen hat..Ferner:Die 30 Tage - Frist ist angesichts der unmfangreichen Anklageschrift und der dem Angeklagten zustehende Freiheit, sich selbst zu den einzelnen Punkten schuldig zu erklären (und dadurch den Prozess kürzer zu machen),... völlig normal. .Warum das Einkommen der guten Freunde angesichts der zu bewältigenden Aktenberge Ihrer Meinung nach so "lukrativ" sein soll, wird offenbar Ihr Geheimnis bleiben..[...].Eigentlich sind Ihre obigen Auslassungen keines ernsthaften Kommentars wert.Zack34.[Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Beleidigungen und bleiben Sie sachlich./ Die Redaktion; ew]
wie Sie die grundprinzipien eines "fair trial" zu nennen belieben, gehört zu den mühsam erkämpften basics eines rechtsstaates. auf die hat jeder mensch anspruch, sei es der "hühnerdieb" vorm königlich-bayerischen amtsgericht oder ein angeklagter vor dem IGH oder ein in Guantanamo extra-legal internierter. Im übrigen soll die unterbringung während einer untersuchungshaft nicht die strafe vorwegnehmen - und schon überhaupt nicht eine strafe, wie sie garnicht vorgesehen ist.
also: auf dem teppich bleiben und von mir aus dort floh-zirkus spielen.
"Die Angeklagten leben in geraeumigen Nobel-Zellen mit Computer,TV und
Zeitschriften in der Muttersprache. Das Essen wird die Qualitaet eines
3 Sterne Hotels haben, aerztliche Rundumversorgung ist garantiert. Man
kann also aushalten, ist beinahe wie Urlaub.".Soeben gestern wurde die Zelle den Fernsehteams gezeigt. Darin war nichts von dem zu finden, was Sie als geraeumige Nobel-Zelle beschreiben. Woher Sie das Essen SO beurteilen könnten, haben Sie uns nicht verraten. (obwohl Sie anscheinend große Lust auf so ein feines Menue hätten) Es ist eine Zelle, wie jede andere, ein jeder Häftling in BRD hat ein Fernsehgerät in seiner Zelle und ein paar Bücher/Zeitschriften zu lesen. Bzgl. der aerztlichen Rundumversorgung kann man sie viell. an die folgenden Fakten erinnern: Milosevic soll damals lt. Nachrichten und Gerichtssprechern auch in den Genuss der besten ärtzlichen Kontrolle gekommen und einer Non-Stop-Überwachung unterzogen worden sein. (Sein Privatarzt jedoch protestierte mehrfach wg. unterlassener mediz. Hilfe und behauptete, seinem Patienten seien die für ihn richtigen Medikamente durch andere ersetzt worden, dies alles lange vor seinem Tod. Das Gericht bestätigte die Verwendung "äquivalenter Arzneien" und erklärte nicht, warum der Ersatz überhaupt) Anschl. lag Milosevic tatsächlich trotz aller Dauer-Überwachung stundenlang tot in seiner Zelle rum, bevor er "entdeckt" wurde. Nochmals - das sind Fakten, keiner will Milosevic verteidigen zumal er sich durch sein Ableben der gerechten Strafe entzogen hat..Ferner:Die 30 Tage - Frist ist angesichts der unmfangreichen Anklageschrift und der dem Angeklagten zustehende Freiheit, sich selbst zu den einzelnen Punkten schuldig zu erklären (und dadurch den Prozess kürzer zu machen),... völlig normal. .Warum das Einkommen der guten Freunde angesichts der zu bewältigenden Aktenberge Ihrer Meinung nach so "lukrativ" sein soll, wird offenbar Ihr Geheimnis bleiben..[...].Eigentlich sind Ihre obigen Auslassungen keines ernsthaften Kommentars wert.Zack34.[Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Beleidigungen und bleiben Sie sachlich./ Die Redaktion; ew]
wie Sie die grundprinzipien eines "fair trial" zu nennen belieben, gehört zu den mühsam erkämpften basics eines rechtsstaates. auf die hat jeder mensch anspruch, sei es der "hühnerdieb" vorm königlich-bayerischen amtsgericht oder ein angeklagter vor dem IGH oder ein in Guantanamo extra-legal internierter. Im übrigen soll die unterbringung während einer untersuchungshaft nicht die strafe vorwegnehmen - und schon überhaupt nicht eine strafe, wie sie garnicht vorgesehen ist.
also: auf dem teppich bleiben und von mir aus dort floh-zirkus spielen.
OK, bis jetzt ging alles schon mal recht schnell.
Dennoch habe ich längst jeglichen Glauben und Vertrauen in die Judikative, gerade bei so "dicken Fischen " aufgegeben. IRgendwas wird wieder passieren, daß es auf nen "Kuhhandel" rausläuft. Er hat einfach zuviel Unrecht getan als ihn mit "nomalen Recht" gerecht veruteilen zu können.
Ich wäre überrascht, wenn sich die Geschichte hier nicht wiederholt...
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