Blogger in Peking Stille Sportler, twitternde TouristenSeite 2/2

Aus der chinesischen Blogosphäre dringt bislang keine Kritik an den Spielen nach außen, ob aus Patriotismus oder Respekt vor den Restriktionen. In der Ostasien-Spalte des internationalen Blognetzwerks Global Voices Online beispielsweise spielt Olympia bislang eine untergeordnete Rolle.

Weil Weblogs leicht zu überwachen sind, könnten andere Plattformen in den nächsten Wochen an Bedeutung für die inoffizielle Berichterstattung gewinnen. Einen Vorgeschmack lieferte am Mittwoch der amerikanische Bürgerjournalist Noel Hidalgo: Als er Augenzeuge von Protesten ausländischer Tibet-Aktivisten in Peking wurde, zückte er schnell sein Mobiltelefon und schickte mit seiner Handy-Kamera einen Livebericht über den Videodienst Qik ins Netz. Gleichzeitig berichtete er über den Microbloggingdienst Twitter von der Aktion und seiner anschließenden Flucht: "Jetzt werde ich von einer kleinen alten Frau verfolgt, die den letzten Taxi-Fahrer aufgefordert hat, mich rauszuwerfen", ließ er Internetnutzer rund um die Welt via Kurzbotschaft wissen, "Zu Fuß weiter, sehe mich nach weiteren Verfolgern um."

 
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