Musikindustrie Bertelsmann verkauft Musikgeschäft
Der Gütersloher Medienkonzern steigt aus dem Musikgeschäft aus. Das Unternehmen verkauft seinen Anteil am Musikkonzern SonyBMG an den Partner Sony

© MICHAEL URBAN/AFP/Getty Images
Der Bertelsmann-Konzern trennt sich endgültig von seinem Musikgeschäft.
Dem Medienkonzern aus Gütersloh gehörten bisher 50 Prozent am zweitgrößten Musikkonzern der Welt, der SonyBMG. Diesen Anteil verkauft Bertelsmann nun nach wochenlangen Verhandlungen an den Partner Sony. Das Unternehmen mit Sitz in New York werde künftig unter dem Firmennamen Sony Music Entertainment Inc. firmieren, gaben beide Unternehmen heute bekannt.
SonyBMG hat Künstler wie Bruce Springsteen, Alicia Keys und Britney Spears unter Vertrag. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,9 Milliarden Dollar gemacht. Die operative Rendite lag bei 9,4 Prozent. Doch die Krise des traditionellen Musikgeschäfts lässt die Umsätze von SonyBMG seit Jahren schrumpfen. Auch in den ersten Quartalen dieses Jahres ging es weiter bergab.
Vor gut einem halben Jahr hatte der Chef des Medienkonzerns Bertelsmann, Hartmut Ostrowski, über die wachstumsschwachen Geschäfte im eigenen Unternehmen gesagt: "In den meisten Fällen kann man ein Lamm nicht in einen Löwen verwandeln", und hinzugefügt, wenn dem so sei, müsse man "harte Entscheidungen fällen". Im Konzern war allen klar: Ostrowski meinte das Musikgeschäft. Nun hat er seine Ankündigung wahr gemacht.
Die Musikbranche unterliegt seit langer Zeit einem Strukturwandel. Der Verkauf von CDs und DVDs verliert stetig massiv an Marktanteilen. Die Einbußen werden durch den zunehmenden Verkauf von Musik über das Internet sowie durch alternative Geschäftsmodelle nur zum Teil aufgefangen. Bertelsmann hatte sich unter anderem deshalb vor zwei Jahren vom Musikverlag BMG Music Publishing getrennt.
- Datum 07.08.2008 - 10:06 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Jetzt muss Bertelsmann nur noch seine Stiftung auflösen, auf die er (besser gesagt Hr. Mohn) 76% seiner Aktien übertragen hat, und so via CHE Einfluss auf die Hochschulpolitik und via CAP Einfluss auf die Außenpolitik nimmt, und statt dessen wieder Steuern zahlen.Schön wäre auch, wenn Bundeskartellamt einschreiten und den Mogul, der durch Presse und Fernsehen immer mehr Einfluss auf die Medien gewinnt, auch noch auflösen würde. Dann hätte ich Hoffnung, dass die Welt vielleicht wieder in Ordnung kommt._________________________________________________________________
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Die Frage, die sich ja aufdrängt ist, "Was wird Bertelsmann mit dem Geld machen?" Nachdem Lycos sich ja nun auch nach einem neuen Eigentümer umsucht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Einnahmen ins Netz fließen doch eher gering. Bleibt die harte IT, wo Bertelsmann mit Arvato in den letzten Jahren ein echtes Monster aufgebaut hat. Nur mit "Medien" hat das dann nicht mehr soo viel zu tun.
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der geist in der maschine
der Zugriff auf die persönlichen Daten der Bürger hat - da läuft es einem eiskalt den Rücken herunter..._________________________________________________________________
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