Bundesliga Das Ende einer WechselposseSeite 2/2
Anscheinend hatte Bernd Schuster daraufhin etwas nachdrücklicher für eine Verpflichtung van der Vaarts geworben. Jedenfalls erhöhte Real am nächsten Tag das Angebot für van der Vaart auf zehn Millionen Euro. Auch Calderons Äußerungen klangen plötzlich ganz anders: „Wir hoffen auf eine endgültige Einigung mit dem HSV. Dies ist eine Operation, die keine Schwierigkeiten birgt“, sagte er der Sportzeitung As (30. Juli).
In Hamburg reagierten Spieler und Trainer zunehmend genervt auf das Wechseltheater um ihren Kapitän. „Mich erinnert das alles an eine Sitcom aus dem Fernsehen“, sagte Abwehrspieler Vincent Kompany (1. August, dpa). Trainer Martin Jol zog die Konsequenzen und strich van der Vaart für ein Vorbereitungsturnier in London aus dem Kader. „Er ist momentan mental nicht zu hundert Prozent da. Deshalb kann ich ihn nicht gebrauchen“, sagte Jol (2. August, dpa).
Den dritten Akt und damit die Auflösung der Posse bildet die Einigung der Vereine. In einer mitternächtlichen Telefonkonferenz einigten sich die Präsidenten Calderon und Bernd Hoffmann über die Ablösesumme (4. August, dpa). Rafael van der Vaart soll schon am Mittwoch mit Real zu einer Testspielreise nach Kolumbien aufbrechen.
Der HSV wird die 13 Millionen Euro Ablösesumme vermutlich sofort reinvestieren. Ein argentinischer Außenverteidiger ist im Gespräch, Trainer Martin Jol wünscht sich einen zweiten Top-Stürmer. Den Fans des HSV wird alles recht sein, solange es nicht wieder so lange dauert wie im Fall van der Vaart.
- Datum 26.12.2008 - 20:34 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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